Audi-Piloten rund um die Welt im Einsatz

Vom Hahnenkamm bis Daytona

 

Obwohl die Saison noch einige Wochen hin ist, sind die Audi DTM-Piloten voll im Einsatz. Mattias Ekström und Timo Scheider zählten zu den vielen prominenten Gästen des berühmten Hahnenkamm-Skirennens in Kitzbühel und der “Audi Night”, die bereits im neunten Jahr das legendäre Wintersportereignis einleitete.

Timo Scheider und seine Lebensgefährtin Jasmin Rubatto waren unter den 1.800 Gästen des “Ball des Sports”, der am Samstagabend in den Wiesbadener Rhein-Main-Hallen sein 40-jähriges Jubiläum feierte. Wiesbaden ist am 18. April auch erstmals Schauplatz der offiziellen DTM-Präsentation. Beim “Ball des Sports” fuhr Scheider mit einem Audi-R8-Safety-Car aus der DTM vor.

Nicht nur der Ball des Sports beschäftigte Timo Scheider. Mitte Januar wurde das neue Audi Zentrum Mainz eröffnet, das als eines der ersten Audi-Zentren in Deutschland das neue Terminal-Konzept umsetzt. Zu den Gästen der Eröffnungsfeier zählte auch DTM-Champion Scheider.

Bereits im Renneinsatz war Mike Rockenfeller. Der 26-Jährige erhielt die Freigabe, das 24-Stunden-Rennen in Daytona Beach mit einem Porsche-Riley zu bestreiten und gewann den amerikanischen Langstrecken-Klassiker gemeinsam mit Joao Barbosa, Terry Borcheller und Ryan Dalziel. Von Daytona reiste “Rocky” direkt zu Testfahrten mit dem Audi R15 TDI nach Sebring weiter.

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Jordan setzt auf Hamilton, nicht Schumacher

Junge Wilde noch aggressiver

 

Als Michael Schumacher sein erstes Comeback als Ersatzmann von Felipe Massa ankündigte, war Eddie Jordan Feuer und Flamme. Der ehemalige Teamchef erwartete, dass Schumacher wieder ganz vorne mitmischen würde. Das Comeback scheiterte, aber die Idee blieb – jetzt ist Schumacher mit Mercedes GP zurück, aber Jordan scheint seine Meinung etwas geändert zu haben.

“Michael ist ein F1-Adrenalin-Junkie”, sagte Jordan bei der BBC Formel-1-Launch-Veranstaltung. “Es geht ihm nicht ums Geld, er glaubt, dass er die Besten schlagen kann. Aber das könnte nach hinten losgehen.” Schumacher würde damit nur die Aggressivität der Jungen wie Lewis Hamilton und Sebastian Vettel steigern.

“Lewis ist ein unglaubliches Talent, das nie gegen Michael gefahren ist”, erklärte Jordan. “Das wird Lewis nur noch aggressiver machen, um zu gewinnen. Ich setze mein Geld auf Hamilton. McLaren hatte im letzten Jahr einen schrecklichen Saisonstart, aber sie wurden immer stärker. Ich wäre an der Stelle von Mercedes besorgt. Brawn begann sehr stark, verlor dann aber an Schwung.”

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DTM-Piloten beim Ball des Sports

Eine Nacht auf Eis

 

DTM-Pilot Ralf Schumacher (Mercedes-Benz) und Champion Timo Scheider (Audi) mischten sich unter Sportikonen wie Maria Riesch, Steffi Nerius, Nico Rosberg, Heiner Brand, Regina Halmich, Henry Maske, Sven Ottke und Sporthilfe-Vize Franziska van Almsick. Die Rennfahrer fuhren in den offiziellen DTM-Safety-Cars der Premium-Automobilhersteller Audi und Mercedes-Benz vor.

Der Einladung zur Jubiläumsgala zu Gunsten des deutschen Spitzensports folgten 1.800 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Unterhaltung in die hessische Landeshauptstadt. Stars und Sternchen erlebten eine exklusive Veranstaltung unter dem Motto “Eine Nacht auf Eis”. Mit einer spektakulären Eröffnungsinszenierung schürten Franziska Schenk und andere Wintersportler auf einer eigens aufgebauten Eisfläche die Vorfreude aller Gäste auf die Olympischen Winterspiele in Vancouver. Den musikalischen Höhepunkt des Abends bildete die deutsche Popband ‘Ich & Ich’ mit Hits wie “Pflaster” und “Vom selben Stern”. Nach dem Jubiläumsprogramm im Ballsaal gab der “Parcours des Sports” auch dem hochkarätigen Publikum die Gelegenheit, sich selbst aufs Eis zu wagen. An acht Aktivstationen animierten Nachwuchs- und Top-Athleten die Gäste zu Sportarten von Curling bis Eishockey.

Die Ziehung der Tombola-Losfarbe wurde traditionell durch den Wiesbadener Notar Dr. Thomas Betzler, Vorstand für Recht und Finanzen des DTM-Rechteinhabers und Vermarkters ITR e.V., beaufsichtigt.

Die DTM richtete als offizieller Partner erneut die offizielle After-Show-Party der erfolgreichsten Sport-Benefiz-Veranstaltung Europas aus. Inmitten einer exklusiven Kulisse mit zwei originalen DTM-Fahrzeugen ließen die prominenten Gäste im “DTM Race Club” bei Live-Musik und DJ eine gelungene Jubiläumsveranstaltung ausklingen.

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Christian Klien

Lieber Nägel mit Köpfen

Christian, in 33 Tagen findet der erste Formel 1-Grand Prix der neuen Saison statt. Wie stehen Deine Chancen, dabei zu sein?

Christian Klien: Wir sind in Gesprächen mit Teams, die ein Cockpit anbieten können. Die teaminternen Strukturen verzögern mancherorts die Entscheidungen. Zudem ist der Fahrermarkt ist so sehr in Bewegung wie seit Jahren nicht. Aber die Chancen sind intakt.

Warum hat bei den bisherigen Verhandlungen kein Renncockpit heraus geschaut?

Christian Klien: Weil ich ganz offensichtlich beim Gesamtpaket aus Speed und Erfahrung, geografischem Marktwert, und wirtschaftlichen Komponenten wie Sponsorpartner ein weniger gutes Gesamtpaket anbieten kann als andere Fahrer. Niemand macht mehr ein Geheimnis draus, dass der “Wirtschaftsfaktor” eines Fahrers in der derzeitigen wirtschaftlichen Situation ein großer Wettbewerbsvorteil ist. Das soll aber nicht heißen, dass z.B. Pedro de la Rosa oder Vitaly Petrov nicht auch hervorragende Rennfahrer sind.

Wie knapp dran warst Du an den beiden erwähnten Cockpits?

Christian Klien: Man muss sich nur ansehen, wann die Fahrerpaarungen jeweils bekanntgegeben wurden. Sauber war mein erster Ansprechpartner, da ich dort zwei Jahre als Test- und Ersatzpilot jeden Winkel im Werk in Hinwil kennengelernt habe. Peter Sauber war immer völlig offen und hat mir auch über wirtschaftlichen Komponenten keine Illusionen gemacht. Ich schätze ihn sehr. Er hat sich bis zum letzten Moment Zeit gelassen mit der Fahrerentscheidung. Mit Renault war ich bis 24 Stunden vor der Fahrer-Entscheidung auf der Fahrer-Shortlist. Hier kann man wirklich von einer Last-Minute-Entscheidung sprechen. Der zweite Fahrer wurde erst am Morgen der Autopräsentation fixiert. Die Entscheidung war für das Team offensichtlich nicht einfach.

Jetzt sind noch zwei Teams an der Restplatzbörse, an deren Teilnahme sogar Bernie Ecclestone vor einiger Zeit noch Zweifel hegte…

Christian Klien: Es ist eine völlig andere Formel 1, in der die Konzerngiganten wieder Seite an Seite mit kleinen Teams kämpfen, die mit geringen Mitteln, aber umso mehr Enthusiasmus ans Werk gehen. Es ist offensichtlich, dass nur noch wenige Renncockpits bzw. interessante Ersatzfahrercockpits verfügbar sind. Ich kann aber im Interesse der Verhandlungen keine weiteren Details darüber preisgeben. Die Möglichkeiten sind limitiert und die Ausgangslage schwierig. Solange ich aber realistische Chancen sehe, werde ich um eine Teilnahme an der F1 kämpfen.

Wäre ein weiteres Jahr als Testfahrer noch eine Option?

Christian Klien: Das Ziel heißt ganz klar: Rennen fahren. Ich war jetzt drei Saisonen lang Testfahrer. Ich habe in großen Werksteams viel an Erfahrung dazu gewonnen. Aber ich bin rennhungrig. Dennoch würde ich eine Testfahrer-Rolle nicht komplett ausschließen. Mein ehemaliger Teamkollege Nick Heidfeld hat gerade bei Mercedes angedockt. Mit seinem Karriereverlauf müsste er eigentlich ein sicheres Renncockpit haben. Im vergangenen Jahr haben 50% der Teams während der Saison auf ihren dritten Mann zurückgegriffen. So falsch muss das also nicht sein, wie man z.B. bei Liuzzi oder jetzt eben de la Rosa gesehen hat. Und Pedro ist zehn Jahre älter als ich. Noch ein Jahr als Ersatzmann wäre nicht die ultimative Katastrophe. Obwohl der Job durch das Testverbot seinen Reiz etwas eingebüßt hat.

Gibt es Kontakte außerhalb der Formel 1?

Christian Klien: Es gab natürlich Anfragen seit meinen Renneinsätzen bei den Le Mans-Prototypen. Die zwei Jahre Rennsport im Prototyp-Sportwagen, parallel zur F1-Testfahrerposition bei BMW-Sauber haben meine Rennerfahrung klar erweitert und in Schuss gehalten. Diese Autos mit ihren 700 PS und über 350 km/h Spitze sind heute sehr nahe an der Formel 1 dran. Es hat von Beginn an alles gepasst und es war fantastisch, im vergangenen Jahr mit dem Peugeot 908 das legendäre 1000 km Rennen von Spa zu gewinnen. Mein Focus ist im Moment ganz klar auf die Formel 1 ausgerichtet. Le Mans kollidiert zudem vom Termin her dieses Jahr mit der Formel 1. Also konnte ich keine Zusage für einen Le Mans-Einsatz machen.

Wann wird eine Entscheidung fallen?

Christian Klien: Wenn es nach mir geht, lieber heute als morgen. Der Fahrer in so einer Situation nur einer von vielen Beteiligten und kann daher den Zeitpunkt der Entscheidung nicht beeinflussen. Ich danke auf jeden Fall allen für die Geduld. Mir wären Nägel mit Köpfen auch lieber. Die Formel 1-Spielregeln bedingen aber auch, dass über ungelegte Eier nicht geredet wird – aus Rücksicht auf die Teaminteressen, sowie deren Sponsoren und Partner.

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Montezemolo sieht drei Rivalen

Mercedes, McLaren und Red Bull

 

Felipe Massa und Fernando Alonso zierten an allen drei Testtagen dieser Woche in Valencia die Spitze der Zeitenliste. “Ich bin glücklich, dass unser Auto anscheinend gut geboren wurde”, freute sich Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo. Als Favoriten sieht er sein Team deshalb aber noch lange nicht. “Es sind erst die Wintertests”, betonte er. Noch liegen viele Probleme vor Ferrari, die man bei den ausstehenden Tests lösen müsse.

“Wir müssen mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben”, so Montezemolo. “Wir wissen noch nicht, wie gut die anderen sein werden und wie viel Sprit sie an Bord hatten.” Das ist in dieser Saisonvorbereitung besonders wichtig, weil das Tankverbot einen noch größeren Spielraum von fast leerem Tank bis 160 kg im Tank bietet.

Mercedes als Hauptgegner

 

“Die Ergebnisse von Alonso und Massa waren ein ermutigendes erstes Signal, aber es ist noch zu früh, um ein Urteil zu fällen”, betonte der Italiener. Montezemolo sieht vorerst drei Rivalen für die Scuderia: “Ich glaube, Mercedes ist das Team, das wir schlagen müssen – also Ex-Brawn und Ex-Honda, irgendwie scheint jeder Teams zu kaufen, aber wir sind weiter der einzige echte Konstrukteur.”

Er hat aber auch die Teams von Sebastian Vettel und Lewis Hamilton auf der Rechnung. “Es gibt noch Red Bull, wenn ich mir ansehe, welchen Vorteil sie Ende 2009 hatten, bin ich mir sicher, dass sie konkurrenzfähig sein werden. Und das gilt auch für McLaren.”

Ferrari bringt deshalb schon beim zweiten Test in Jerez in der kommenden Woche neue mechanische Teile an die Strecke. Beim zweiten Test in Jerez eine Woche später soll es auch neue Aerodynamikteile geben. “Wir waren schnell, aber wir wissen nicht, wie schnell wir im Vergleich zu den anderen waren”, sagte Technikchef Aldo Costa. Trotzdem ist Costa vorerst zufrieden: “Das Gute ist, dass alle Berechnungen und Entwicklungen gute Ergebnisse auf der Strecke gebracht haben.”

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