Warm-up ab Mugello vorverlegt
Erleichterung in den Boxen
© www.KFZ.de 30042008
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Paul Di Resta (HWA):
Durch meine italienischen Verwandten ist das Rennen in Mugello für mich so etwas wie ein zweites Heimrennen. Ich freue mich darauf. Es wäre ein guter Anlass, uns weiter zu steigern.
Jamie Green (HWA):
Es wird nicht einfach, die optimale Abstimmung zu finden. Auf der über einen Kilometer langen Start-Ziel-Geraden braucht man möglichst viel Topspeed. In den vielen mittelschnellen Kurven ist Abtrieb wichtig für eine gute Rundenzeit.
Bernd Schneider (HWA):
Die Strecke in Mugello stellt die Ingenieure bei der Abstimmung vor eine schwierige Aufgabe. Ich habe auf diesem Kurs als einziger DTM-Fahrer bereits zweimal gewonnen. Mit unserer Erfahrung sollten wir hier wieder einen Schritt nach vorn machen können.
Gary Paffett (Persson):
Das Streckenlayout von Mugello verspricht ein interessantes Rennen für Fahrer und Zuschauer. Ich mag die Strecke und will hier wieder in die Punkte fahren.
Mathias Lauda (Persson):
Ich denke, dass man am Ende der langen Geraden gut überholen kann, und das will ich tun, um meine ersten Punkte in dieser Saison zu holen.
Ralf Schumacher (Mücke):
Im März fuhr ich in Mugello zum ersten Mal überhaupt. Mit unseren Erfahrungen von den Testfahrten sollten wir ein gutes Basis-Set-up haben, so dass wir hoffentlich mit der richtigen Abstimmung in das Rennwochenende starten. Damit möchte ich meinen Aufwärtstrend fortsetzen.
Maro Engel (Mücke):
Mugello hat mir bei meinem Mercedes-Benz Debüt im Dezember gut gefallen. Ich freue mich auf das Rennen und die begeisterten italienischen Fans.
Susie Stoddart (Mücke):
Bei den Testfahrten im März fuhr ich in Mugello 139 Runden, mehr als jeder meiner C-Klasse Kollegen. Ich hoffe, dass sich diese Erfahrung am kommenden Wochenende auszahlt.
Mercedes-Benz Motorsportchef Norbert Haug:
Die Rennstrecke von Mugello ist anspruchsvoll und abwechslungsreich, sie besitzt schnelle wie auch langsamere Kurven. Wir gewannen dort im letzten Jahr mit Mika Häkkinen ein nicht gerade leichtes Rennen für uns und wollen uns auch am Wochenende möglichst gut in Szene setzen.
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Was genau hat sich in den letzten Jahren verbessert?
Jamie Green: Eigentlich alles. Vom Design über den mechanischen Grip bis zur Aerodynamik. Ich glaube, dass wir bei der Aerodynamik eine der größten Verbesserungen der letzten Jahre erzielt haben. Letztes Jahr haben wir eine neue Karosserie bekommen, in diesem Jahr haben wir eine Evolution davon.
Was kann man für die nächsten Rennen noch verbessern, damit die Lücke zu Audi geschlossen wird?
Jamie Green: Im Saisonverlauf ist es reglementsbedingt nicht leicht, noch große Verbesserungen zu erzielen. Aber ich weiß, dass das Team sehr hart arbeitet und wir auf dem richtigen Weg sind.
Wie hat sich deine Position im Team durch die beiden Siege in Barcelona und Hockenheim verändert?
Jamie Green: Ich hatte in den letzten Saisons immer ein gutes Team um mich herum – da hat sich nach den Siegen im letzten Jahre nichts Wesentliches verändert. Ich habe ihnen und mir selbst endlich gezeigt, dass ich Rennen gewinnen kann – das war sehr positiv für uns alle.
Konntest du deinen Fahrstil im letzten Jahr verbessern?
Jamie Green: Mein Fahrstil hat sich eigentlich schon in der Saison 2006 stark verbessert, in 2007 gab es dann eine neue Reifenmischung sowie ein komplett neues Auto. Das passte dann alles besser zu meinem Stil, und somit konnte ich meine Performance steigern.
Empfindest du es als positiv, mit Paul Di Resta wieder einen britischen Teamkollegen zu haben?
Jamie Green: Das ändert nicht viel an meiner Situation. Früher war Gary Paffett bei mir im Team und fährt jetzt auch wieder DTM. Natürlich ist es klasse, wenn man Leute um sich herum hat, die die eigene Muttersprache sprechen. Insgesamt sind wir sechs Briten in der DTM, vier davon bei Mercedes-Benz. Das ist eine eindrucksvolle Zahl – in Brands Hatch werden uns mit Sicherheit viele Fans unterstützen. Ich will dort den Sieg erringen, den ich 2006 nur knapp verpasst habe…
Mit welchen Zielen gehst du die gesamte Saison an?
Jamie Green: Ich würde gerne um den Titel fahren. Aber dafür brauche ich gute Rennen, muss konstant Punkte sammeln und im Laufe der Saison immer stärker werden.
Helfen dabei Regeln wie das neue Boxenstoppfenster?
Jamie Green: Das Boxenstoppfenster verhindert, dass eventuell langsamere Fahrer die schnelleren Fahrer blockieren. Für die Zuschauer ist die neue Regelung natürlich ein Gewinn, denn sie können sehen, wer auf welcher Position fährt. Früher haben manche Fahrer ihren ersten Stopp erst spät gemacht – wohingegen andere schon zweimal in der Box waren. Jetzt ist alles übersichtlicher geworden.
Wie bewertest du es, im medialen Schatten von Ralf Schumacher zu stehen?
Jamie Green: Einen großen Namen im Team zu haben sind wir schon gewohnt, denn in den letzten Jahren fuhren Jean Alesi und Mika Häkkinen bei uns im Team. Für uns ist es nichts Neues, hochkarätige Teamkollegen zu haben. Aber für Mercedes-Benz, die DTM und mich kann das nur Vorteile haben. Ich messe mich gerne mit bekannten Fahrern wie Ralf, vielleicht kann ich sogar noch etwas von ihm lernen.
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Nach den ersten Rallyes dieses Jahres hat sich die Situation gewandelt. Die Saison lief für Subaru zwar keineswegs perfekt, doch das Team scheint einen deutlichen Aufwärtstrend zu erleben. Näher zur Spitze der WRC war das japanische Team lange nicht mehr und der Optimismus ist spürbar; nicht nur viele Teammitglieder erwarten, dass Subaru mit dem neuen Auto endgültig an die Spitze zurückkehren könnte. Allerdings ist es im Wesentlichen Chris Atkinson, der für diese positiven Schlagzeilen sorgt. Vier Podiumsplätze und damit mehr als jeder andere Pilot erzielte der Australier bislang. Mit 28 Punkten brachte er sich damit trotz der immer noch etwas langsameren Grundgeschwindigkeit des Imprezas sogar in eine aussichtsreiche Position in der Fahrer WM. Ganz anders ist die Gefühlslage bei Petter Solberg, der in dieser Saison bisher gerade einmal neun Punkte erzielen konnte. Zwar waren es neben Fahrfehlern auch technische Probleme, die Solberg bremsten, doch sollte er nicht schnell wieder den Weg in die Erfolgspur finden, droht er seinen Nummer Eins Status endgültig an Atkinson zu verlieren.
Bei Stobart Ford herrscht hingegen Ausgeglichenzeit zwischen den Fahrern: Gigi Galli konnte zwar nicht zuletzt durch seinen Podiumsplatz bei der Rallye Schweden unter Beweise stellen, dass er derzeit tendenziell der schnellste Fahrer im Stobart Cockpit ist, doch ungestüme Aktionen ließen ihn bei den letzten Rallyes gleich mehrfach zurückfallen. Henning Solberg und Matthew Wilson boten dagegen nicht ganz so schnelle, dafür aber sehr konstante Leistungen.
Doch so unausgewogenen Subarus Fahrerpaarung derzeit auch sein mag, so erfolgreich war eben zumindest Chris Atkinson. Stobart Ford konnte sich damit zwar über die ausgeglichene Leistung seiner Piloten freuen, doch das Ziel, Subaru in der WM Wertung zu überholen, wurde zumindest bislang deutlich verfehlt. Stobart Ford hat ein Problem: Gelingt es die eigene Leistung optimal umzusetzen kann das Team mit Subaru konkurrieren und manchmal sogar die Spitze gefährden, wie auch drei Bestzeiten von Gigi Galli bei der Jordanien Rallye andeuteten; insgesamt wirkt Subaru jedoch einfach stärker. Bei einer genauen Betrachtung der Ergebnisse fällt auf, dass Stobart seine Punktausbeute gegenüber dem letzten Jahr sogar um 15 Prozent steigern konnte, doch Subaru verbesserte sich um dramatische 43 Prozent!
Nach einem Drittel der Saison scheint sich die Reise von Subaru und Stobart zu trennen. Auch wenn Subaru in Jordanien so weit wie noch nie in diesem Jahr von dem Tempo der Spitze entfernt war, ist die Verbesserung zum Vorjahr unübersehbar. Mit Atkinson scheint das Team sogar zum ersten Mal seit 4 Jahren wieder einen Fahrer im WM Kampf zu haben. Stobart Ford droht hingegen auf der Stelle zu treten. Der Abstand auf Subaru konnte in Jordanien zwar um einen Punkt reduziert werden, doch spätestens wenn Petter Solberg zu seiner Form zurückfinden und dazu noch das nötige Glück haben sollte, dürfte er sich wieder vergrößern. Dadurch, dass auch der Vorsprung auf die Verfolger bereits jetzt mehr als komfortabel ist, scheint der vierte WM Rang fast schon in Stein gemeißelt. Gerade in dieser Situation wird es für das Stobart Team von entscheidender Bedeutung sein, trotzdem die Motivation im Team zu erhalten und die eigenen Möglichkeiten weiter optimal zu nutzen.
Für Subaru kann die Devise hingegen nur Angriff lauten. Das Team muss nun hochkonzentriert weiterarbeiten und das neue Auto termingerecht an den Start bringen. Sollte dann auch noch die Zuverlässigkeit stimmen, kann Subaru schon in diesem Jahr auch wieder Siege erreichen. Von zentraler Bedeutung wird jedoch sein, Solberg in die Erfolgspur zurückkehren zu sehen; denn nur mit einem motivierten Solberg – der die technische Entwicklung in den letzten Jahren maßgeblich bestimmte – wird im Team jene Ruhe und Geschlossenheit eintreten, die es benötigen wird, um Citroen und Ford wirklich herrauszufordern.
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Dann soll es auch mit dem Überholen klappen. “Wir hatten das Gefühl, dass es für die Autos leichter würde, einem anderen Auto zu folgen, wenn das Verhältnis zwischen aerodynamischen Grip und Reifen/mechanischem Grip in Richtung des letzteren kippen würde”, sagt Ross Brawn, der durchaus glaubt, dass sich unter den neuen Regeln alles zum Positiven wenden könnte. “Es gibt viele Gründe, warum es besser sein sollte, aber ob es andere Nebeneffekte geben wird, wissen wir noch nicht.”
Bei den Fahrern stößt vor allem das Verbot der Reifenwärmer auf wenig Gegenlieben, denn dadurch sind sie auf der Outlap mit den neuen Slicks viel zu langsam unterwegs, was aus ihrer Sicht zu Sicherheitsrisiken führen könnte. Einige Experten befürchten auch, dass die Teams deshalb so wenig Boxenstopps und Reifenwechsel wie möglich durchführen könnten.
“Ich glaube nicht, dass das passieren wird”, sagt Brawn. “Es wird einige sehr interessante Strategien geben.” Zum Beispiel diese: zwei Fahrer liegen hintereinander, der Hintere geht zuerst an die Box, der Vordere erst drei Runden später. In dieser Zeit hat der Zweitplatzierte die Reifen bereits auf Temperatur gebracht, der Führende muss dies jedoch erst noch schaffen. “Jetzt hat er eine Chance anzugreifen”, schließt Brawn sein Beispiel ab. Für Brawn bedeuten die neuen Regeln, dass eine alte Weisheit ihre Gültigkeit verlieren wird: “Es zählt nicht mehr immer nur: wer am längsten draußen bleibt, gewinnt.”
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