Archiv für Juli, 2008

Ein anderer F2008

Rote Zuversicht

Fünf Rennen und mit keinem war Kimi Räikkönen zufrieden. “Besonders enttäuschend war die Serie Montreal-Magny Cours-Silverstone”, verriet der Finne, der am Donnerstag aus seinem vierten Hochzeitstag Kraft für eine erfolgreiche Trendwende ziehen möchte. “Hoffentlich kann ich das am Sonntag mit einem Sieg feiern.”

Zuletzt sei es aus dem einen oder anderen Grund nicht nach Plan verlaufen, “aber ich habe mich noch nie davon beeinflussen lassen – damit werde ich jetzt auch nicht anfangen”. Für Räikkönen zählt nur der Blick von Rennen zu Rennen. “Es ist noch zu früh, um Vorhersagen für die WM zu treffen. Die ersten Drei liegen nur sieben Punkte auseinander, es kann sich alles mit nur einem Rennen verändern.”

Auch Felipe Massa hat die Enttäuschung von Hockenheim hinter sich gelassen. Genauso wie sein Team möchte er nicht verraten, was die Probleme beim Deutschland GP wirklich waren, aber nach dem Jerez-Test ist er zuversichtlich, dass Ferrari in Ungarn wieder den Erwartungen gerecht werden kann. “Ich bin mir sicher, dass wir eine ganz andere Performance des F2008 bei den nächsten Rennen sehen werden.”

© adrivo Sportpresse GmbH

 

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 31072008

Force India nimmt Schwung auf

Zwei Sekunden gefunden

Die erste Saisonhälfte von Vijay Mallya als Teambesitzer war ebenso gut wie frustrierend. Aber das hatte der Inder schon vor seinem F1-Einstieg erwartet. Viel wichtiger ist ihm der Schwung, den das Team zuletzt in Hockenheim aufnahm und die Verbesserung, die man im Vergleich zum letzten Jahr erzielen konnte.

Neues Getriebe

“Wir sind das am meisten verbesserte Team in der Startaufstellung”, ist Mallya überzeugt und untermauert das mit Fakten: “Im letzten Jahr haben uns vier Sekunden auf die Spitze und zwei Sekunden auf die Hinterbänkler gefehlt, in Hockenheim waren wir nur eine Sekunde von den Top-5 weg.” Kein anderes Team habe innerhalb eines Jahres zwei Sekunden gefunden. “Das ist ein Grund, zufrieden zu sein.”

Ausruhen wird man sich allerdings nicht. Schon in Ungarn kommt das neue Getriebe ohne Zugkraftunterbrechung zum Einsatz, jedoch nur im Freien Training am Freitag. Am Samstag und Sonntag wird man noch einmal auf das herkömmliche Getriebe zurückgreifen, das erst drei von vier planmäßigen Rennwochenenden absolviert hat. “Am Freitag können wir weitere Kilometer damit sammeln, bevor wir es in Valencia das erste Mal im Rennen einsetzen werden”, sagt Technikchef Mike Gascoyne. Noch müsse man mehr Erfahrungen damit sammeln. Bislang war es nur bei einem Shakedown und an drei Testtagen in der letzten Woche im Auto.

Schwachpunkt Qualifying

An der Performance wird sich in Ungarn also nicht viel ändern. “Wir machen uns keine Illusionen, das Rennen wird schwierig”, weiß Teamchef Colin Kolles. “Wir waren bislang nicht sehr gut im Qualifying und da es in Ungarn nur wenige Überholmöglichkeiten gibt, könnte es für uns sehr schwierig sein, Plätze gutzumachen, wenn wir uns nicht gut qualifizieren.”

Genau das war der Schwachpunkt in Hockenheim: “Das Qualifying war enttäuschend”, erinnert Gascoyne. “Im Vergleich zur Rennpace haben wir im Qualifying Probleme.” Andererseits verweist Gascoyne auf Monaco, wo das Team das Highlight der bisherigen Saison erlebte. “Ungarn verlangt nach einem ähnlichen Setup mit maximalem Abtrieb. Also müssen wir unsere Leistung wiederholen.”

Adrian Sutil hat ganz sicher nichts dagegen, nur den finnischen Feindkontakt kurz vor Schluss würde er diesmal gerne vermeiden. “Ich bin erst einmal in Ungarn gefahren, aber wir waren im Rennen konkurrenzfähig und konnten gegen Honda fahren.” Auch in diesem Jahr erwartet Sutil ein gutes Abschneiden, “aber die F1 ist so eng geworden, dass zwei Zehntel den Unterschied zwischen der letzten Reihe und dem Mittelfeld ausmachen. Man darf sich keinen Fehler erlauben.”

© adrivo Sportpresse GmbH

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 31072008

Opel Insignia

Offensive Preise für das Schmuckstück

Zur Weltpremiere des neuen Insignia auf der British International Motorshow 2008 in London hat Opel die Preise seines neuen Spitzenmodells bekannt gegeben. Während Technik und Design des Insignia auf Regionen oberhalb der Mittelklasse verweisen, starten die Preise eher im unteren Bereich des Segments. So kostet das Einstiegsmodell, die viertürige Limousine mit 1.6 ECOTEC-Benziner mit 115 PS, lediglich 22.700 Euro. Die Diesel – ab 24.300 Euro für den 2.0 CDTI mit 110 PS – hat Opel im Wettbewerbsvergleich besonders scharf kalkuliert. Dabei sind die Basisversionen bereits umfangreich ausgestattet: Klimaanlage, CD-Radio, Bordcomputer und elektrische Höhenverstellung für den Fahrersitz sind ebenso selbstverständlich wie ESP oder Traktionskontrolle.

Dabei bietet das Opel-Topmodell eine Fülle innovativer Ausstattungsangebote wie das Kamerasystem “Opel Eye”, das Verkehrszeichen liest und bei Spurabweichungen warnt. Außerdem verfügt der Insignia über die neue Generation AFL-Scheinwerfer, die sich mit neun verschiedenen Beleuchtungsvariationen an praktisch jede Verkehrssituation anpassen. Ebenfalls neu: Die als besonders rückenfreundlich ausgezeichneten ergonomischen Sportsitze und die Scheibenwaschwasser-Heizung “Hot Shot”.

Vom Start weg sind sieben Motoren verfügbar, die alle die Euro-5-Abgasnorm erfüllen und grundsätzlich mit Sechsganggetrieben gekoppelt sind. Die vier Benzinaggregate decken ein Spektrum vom Vierzylinder mit 115 PS bis zum Sechszylinder mit 260 PS ab. Die Leistung der drei neuen 2.0 Diesel-Direkteinspritzer reicht von 110 bis 160 PS. Die Motoren verbinden kraftvollen Durchzug mit hervorragenden CO2-Werten. Der Insignia besitzt zudem das völlig neu konstruierte FlexRide-Fahrwerk und ist von Beginn an mit Front- und dem Allradsystem Adaptive 4X4 erhältlich.

Neben der Basisversion werden die Ausstattungsvarianten Edition, Sport sowie die Topversion Cosmo angeboten, die alle serienmäßig über ein Navigationssystem verfügen und sich zudem über verschiedene Premiumpakete zu attraktiven Konditionen weiter aufwerten lassen. So kostet für den Insignia Edition das “Premium-Paket 1″ mit den ergonomischen Sportsitzen und 18″ Leichtmetallfelgen lediglich 850 Euro. Der neue Insignia ist ab sofort bestellbar – mit den aktuellen sechs Jahren Garantie von Opel – und kommt in Deutschland bis zum Jahresende zu den Händlern.

 

© www.KFZ.de 31072008

Saab XWD

Vorsprung in der Allrad-Technologie

Das Saab XWD (Cross Wheel Drive)-System soll nach dem Willen der Schweden neue Maßstäbe in der Allrad-Technologie setzen und dem Fahrer ein Höchstmaß an Kontrolle und aktivem Fahrspaß garantieren. Das vollautomatische System verteilt permanent, je nach Bedarf und Fahrsituation, Drehmoment zwischen Vorder- und Hinterachse. Es soll damit Über- oder Untersteuern verhindern und das Auto spurstabil halten.

Ursprünglich für die speziellen Anforderungen des schwedischen Winters mit schnee- und eisglatten Fahrbahnen entwickelt, soll der neue Allradantrieb ebenso problemlos und zuverlässig regennasses Kopfsteinpflaster oder mit Laub bedeckte, rutschige Straßen packen, wie sie die Herbst- und Wintersaison wieder mit sich bringt.

Saab erweitert ab sofort sukzessive für 9 3 SportLimousine und SportCombi sein Angebot an Benzin-Motorvarianten mit dem neuen Antrieb. Ab Herbst auf der Straße und bereits jetzt bestellbar gibt es die XWD-Technologie zusätzlich zum 280 PS (206 kW) starken 2.8 V6 Turbo auch für die Modelle mit 2,0-Liter-Turbomotor – ein weiterer Attraktivitätsbonus für das “kleinere” Saab Aggregat.

Der Vollaluminium-Vierzylinder liefert 210 PS (154 kW) bei 5.300 Umdrehungen pro Minute und ein Drehmoment von 300 Newtonmetern bei 2.500 Umdrehungen. Für die XWD-Varianten der 2,8-Liter V6 Motorisierung ist optional ein Sportfahrwerk mit härteren Federn und Stoßdämpfern, größeren Bremsscheiben sowie 18- oder 19-Zoll-Leichtmetallrädern erhältlich. Und die Saab-typische Turbo-Power können die Kunden nun bei allen Ausstattungsversionen der9 3 Reihe mit dem XWD-Antrieb kombinieren, von Linear über Vector bis Aero.

 

© www.KFZ.de 31072008

Montoya und Schumacher waren unfair

Maul halten und fahren

Es ist schon eine Weile her, dass Juan Pablo Montoya die Formel 1 aufmischte. Seit seinem Wechsel in die Staaten ist es in Europa ruhig geworden um den Kolumbianer. Er selbst bereut den Tapetenwechsel in die NASCAR Serie nicht. “Sie wollen dich in der Formel 1 zum Roboter machen. Wenn du eine starke Persönlichkeit bist, bekommst du Probleme”, wird Montoya von Sport Bild zitiert. “Viele Leute in der Formel 1 vergessen, dass es immer noch ein Sport ist.” So werde McLaren seiner Meinung nach mit viel zu viel ernst geführt.

Auch an den heutigen Fahrern lässt Montoya kein gutes Haar. “Sie beschweren sich über alles, in Monaco beispielsweise über die Reflexionen in den Rückspiegeln, wenn sie durch den Tunnel fahren.” Er denke sich da nur: “So ist es nun mal. Also Maul halten und fahren!”

Da ist ihm sogar sein Rivale vergangener Tage lieber. Als Mensch habe er Michael Schumacher nicht besonders gemocht, gestand Montoya. Aber es sei großartig gewesen, ihn zu schlagen und ihn dazu zu bringen, bis an seine Grenzen zu gehen. “Er war ein Typ, gegen den man mit Haken und Ösen fahren konnte. Er war nicht unbedingt fair, aber ich war es ihm gegenüber auch nicht. Er ist genau der Mann gewesen, den du brauchtest, wenn es darum ging, die Grenze zwischen Wagemut und Dummheit zu überschreiten.” Das ringt Montoya sogar so etwas Ähnliches wie ein Lob ab: “In der Formel 1 war Michael ein sehr mutiger Typ, der sich den Herausforderungen stellte. Er war beeindruckend.”

© adrivo Sportpresse GmbH

 

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 29072008