Archiv für August, 2008

Audi überzeugt bei drittem Test

Generalprobe ohne Überraschungen

Bis zur letzten Minute schien Timo Scheider wie der erneute Trainingsschnellste von Brands Hatch – dann jedoch wiederholte Mattias Ekström auch beim dritten Test sein Ergebnis des gestrigen Nachmittags: Bereits in der Box angekommen, konnte Scheider nur zusehen, wie Ekström mit einer Rundenzeit von 42.345 Minuten seine vorherige Bestzeit um 44 Tausendstelsekunden unterbot. Auch teamintern droht Timo Scheider weiterhin eine harte Konkurrenz im Titelkampf – während Paul di Resta und Jamie Green nicht ganz an die Zeiten der Abt-Audi heranreichten.

Zwar gelang es den beiden britischen Titelkandidaten der Stuttgarter auf den Plätzen vier und fünf ebenso wie der Ingolstädter Konkurrenz, Mika Häkkinens Pole-Zeit von 2007 zu unterbieten. An die Spitze der Zeitenlisten hatte es in Mercedes-Reihen allerdings nur zwischenzeitlich für Bernd Schneider gereicht, der am Ende Rang acht belegte. Weiterhin überzeugend präsentierten sich bei der Vorbereitung auf das Qualifying die Audi-Jahreswagen: So blieb Markus Winkelhock als bester Pilot eines 2007er-Piloten deutlich unter jener Zeit, die im vergangenen Jahr Mattias Ekström zum Startplatz vier verholfen hatte.

Gewohnt mäßige Ergebnisse fuhren auch unter immer besser werdenden Streckenbedingungen die Mercedes-Jahreswagen ein. Nach seinem Ausritt beim zweiten Test zog es Ralf Schumacher wiederholt in die Auslaufzonen: Auf einen Verbremser folgte für den Mücke-Piloten ein kurzer Ausflug des Gras, der das weitere Testprogramm des Ex-Formel-1-Piloten jedoch nicht beeinträchtigte.

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FIA entscheidet über ADAC

Machtkämpfe

Kaum war der erste Große Preis von Europa in Valencia gefahren, gab es schon Diskussionen über den Namen des Rennens in der nächsten Saison. Zuerst wurde von einem Welt GP gesprochen, später von einem Mittelmeer GP. Denn der Name Europa GP wird 2009 aller Voraussicht nach an den Nürburgring zurückgehen, der in der nächsten Saison turnusgemäß Hockenheim als deutsches Rennen ablösen wird.
Doch es könnte ganz anders kommen. Laut Informationen von Autosport entscheidet die FIA am 7. Oktober über die Zukunft des ADAC im Weltverband. Der ADAC hatte nach dem Vertrauensvotum zugunsten von FIA-Präsident Max Mosley alle Tätigkeiten und Ämter im Weltverband ruhen lassen – und möchte dies auch so lange fortsetzen, so lange Mosley im Amt ist. Der Brite hatte in diesem Jahr durch einen Sex-Skandal für Aufsehen gesorgt.

Dieses Verhalten könnte dazu führen, dass die FIA den vom ADAC kontrollierten DMSB als nationale Sporthoheit durch den Automobilclub von Deutschland (AvD) ersetzt – dieser besitzt auch die Rechte am Deutschland GP in Hockenheim. Autosport geht sogar so weit zu spekulieren, dass dies zum Verlust des F1-Rennens am Nürburgring führen könnte, und zwar trotz des geltenden Abkommens die Rennen für die kommende Jahre zu alternieren.

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Lexus LS 460 AWD

Weltpremiere in Moskau

Der neue Lexus LS 460 AWD (“All-Wheel-Drive”) mit permanentem variablem Allradantrieb feiert am 26. August 2008 auf der internationalen Automobilausstellung in Moskau seine Weltpremiere. Der Allradantrieb ergänzt perfekt das von Haus aus umfassende Sicherheitspaket der Luxuslimousine mit ihren wegweisenden Sicherheitssystemen und herausragenden dynamischen Fahreigenschaften. Der offizielle Verkaufsstart für den Lexus LS 460 AWD in Deutschland ist der 5. Dezember 2008.

Das Allradsystem in einer Konfiguration mit selbstsperrendem Torsen-Mittendifferenzial übernimmt der LS 460 AWD vom Schwestermodell LS 600h. In dieser weltweit stärksten Hybrid-Limousine kommt der Allradantrieb bereits seit 2007 serienmäßig zum Einsatz. In beiden Fahrzeugen wird das Drehmoment standardmäßig zu 40 Prozent auf die Vorderachse und zu 60 Prozent auf die Hinterachse verteilt, aber automatisch variiert, wenn die aktuelle Fahrsituation dies erfordert. Angetrieben wird die neue Allradvariante der größten Lexus Baureihe von einem 4,6-Liter V8-Benzintriebwerk mit 280 kW / 381 PS.

Neben der Weltpremiere des LS 460 AWD zeigt Lexus in Moskau den LF-A als Konzeptstudie eines atemberaubenden Supersportwagens, die neue Hochleistungs-Sportlimousine IS F sowie die gesamte Palette an Lexus Fahrzeugen mit Hybridantrieb. Lexus ist nach wie vor die weltweit einzige Premium-Automobilmarke, die ihren Kunden ein umfassendes Angebot an Hybridfahrzeugen unterbreitet. Dazu gehören der Hybrid-SUV Lexus RX 400h, die kraftvolle Sportlimousine Lexus GS 450h sowie das einzigartige Spitzenmodell der Marke, der Lexus LS 600h, der auch in der Variante LS 600hL mit verlängertem Radstand erhältlich ist.

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Monza, Tag 2

Zwei Deutsche vorne

Der Donnerstag war ein guter Testtag für die deutschen Piloten. Drei von vier Deutschen landeten unter den Top-4, zwei davon ließen Heikki Kovalainen hinter sich und beanspruchten die Spitze für sich. Am schnellsten war Nick Heidfeld auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke im Park von Monza unterwegs. Der BMW Sauber-Fahrer arbeitete am Setup für den Italien GP und der Low-Downforce-Konfiguration für dasselbe Rennen.
Zweieinhalb Zehntel hinter Heidfeld bestätigte Nico Rosberg auf Platz 2 die gute Form von Williams auf dem Highspeed-Kurs. Rosberg war schon am Mittwoch schnell unterwegs und setzte am zweiten Tag seine Arbeiten an der neuen Aerodynamikkonfiguration fort.

Hinter Heikki Kovalainen komplettierte Sebastian Vettel das deutsche Trio in den Top-4. Während der Finne am Aero-Paket arbeitete und sich dabei auf Long Runs und Reifenvergleiche konzentrierte, teilte sich der scheidende Toro Rosso-Pilot den Wagen brüderlich mit seinem Teamkollegen Sebastien Bourdais, der am Nachmittag im STR3 saß und die zehntbeste Zeit fuhr. Vettel arbeitete am Setup und Reifenvergleichen der beiden Bridgestone-Mischungen, Bourdais’ Tag endete wegen eines Motorwechsels vorzeitig, da das verwendete Aggregat seinen Lebenszyklen überschritten hatte.

Ferrari und Renault wieder gleichauf

Hinter Vettel reihten sich ein Titelanwärter und ein Ex-Weltmeister auf den Positionen 5 und 6 ein: Felipe Massa und Fernando Alonso. Die Top-7 schloss der vierte Deutsche ab: Adrian Sutil im Force India.

Für Massa standen am zweiten Testtag der Woche keine Überraschungen auf dem Programm: der Brasilianer testete das Monza-Aero-Paket und feilte am Setup seines Autos für das Heimrennen der Scuderia. “Wir unternehmen große Anstrengungen, um die richtige Einstellung für diese Strecke zu finden”, sagte Massa. “Gleichzeitig achten wir sehr genau auf die Zuverlässigkeit und wie sich das Auto auf den Kerbs verhält, damit hatten wir im letzten Jahr Probleme.”

Auch bei Fernando Alonso lief alles nach Plan. Nachdem er sich an das Low-Downforce-Paket gewöhnt hatte, arbeitete Alonso vor allem am Setup und den Bremsen. “Wir haben heute viel ausprobiert und die Balance verbessert”, zog er ein positives Fazit. “Wir haben einige interessante Dinge herausgefunden und konnten viel über das Verhalten mit Low-Downforce lernen.”

Japanische Schlusslichter

Am Ende der Zeitenliste waren die japanischen Hersteller anzutreffen. Während sich Rubens Barrichello und Jenson Button einträchtig einen RA108 und die zwei langsamsten Zeiten des Tages teilten, fuhr Jarno Trulli seinen Toyota immerhin auf Platz 9. “Es war ein produktiver Tag und wir gingen die üblichen Dinge für Monza durch”, sagte der Italiener. “Hoffentlich können wir unsere zuletzt gezeigte Form fortsetzen.”

Sein Hauptaugenmerk lag auf dem aerodynamischen Setup, den Bremsen und dem Überfahren der Kerbs. “Ich bin mit den Fortschritten zufrieden.” Auch die verhältnismäßig langsamen Rundenzeiten beunruhigen Toyota nicht: “Wir sind nicht mit wenig Sprit gefahren und haben alle unsere Ziele erreicht”, erklärte Testteammanager Gerd Pfeiffer. Selbst der Motorwechsel bei Trulli sei geplant gewesen.

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Schumacher & die Tücken von Brands Hatch

Mekka des Motorsports

Wie schon so oft in dieser Saison betrat Ralf Schumacher auch an diesem Wochenende Neuland – und fand sich in der Provinz wieder. Geschlagene drei Stunden für 40 Kilometer Anfahrtsweg vom Flughafen aus hatte er bereits gestern zu beklagen. Und auch heute lief es für Schumacher nicht wirklich rund. Mit zwei Rängen im hinteren Mittelfeld fuhr Schumacher jeweils zwei teaminterne Niederlagen gegen Maro Engel ein. Und auch für externe Betrachter war während des zweiten Tests deutlich sichtbar geworden, dass sich Ralf Schumacher mit dem 1,929 Kilometer langen Kurs zumindest nicht leicht tut.

“Das Mekka des Motorsports”, kommentiert Ralf Schumacher den Austragungsort des achten DTM-Saisonlaufs mit einem Augenzwinkern. “Ich kenne in England sonst nur Silverstone. Und Oxford und Grove. Stichwort Williams – aber nicht dass ich das vermissen würde…” Das Mekka des Motorsports hielt auch für Silverstone-erprobte Formel-1-Fahrer so manche Herausforderung bereit. “Es ist eine sehr anspruchsvolle Strecke – wie man heute gesehen hat”, sagte Schumacher – und spielte auf seinen Ausrutscher während des zweiten Tests an…

Zwanzig Minuten vor Ende des Nachmittagstrainings hatte Schumacher mit einem Ausflug in den Kies für eine Schrecksekunde gesorgt. “Ich habe zu spät gebremst. Vielleicht hätte ich die Kurve noch geschafft, aber dann wäre das Risiko zu groß gewesen, dass ich doch noch eingeschlagen wäre. So bin ich auf der Bremse geblieben und einfach geradeaus ins Kiesbett gerutscht.” Das Missgeschick blieb ohne größere Folgen: “Wir mussten nur Kies entfernen – ansonsten war mit dem Auto alles in Ordnung. Ich bin langsam neben der Ideallinie in die Box gefahren, um die Strecke nicht unnötig dreckig zu machen.”

Lediglich die Reifen des Mercedes-Jahreswagens präsentierten sich spürbar in Mitleidenschaft gezogen, nachdem Schumacher zum Ende des Tests hin noch einmal auf die Strecke gesteuert war. So galt es, bei allem Bemühen um möglichst viele Testrunden für den DTM-Debütanten, wichtige Reifensätze zu sparen: “Wenn die Reifen heiß sind und sich voll Dreck saugen, sind die ersten Runden danach nicht so gut. Eigentlich hätte man die Reifen wegwerfen können.” Auch morgen setzt sich für Schumacher die nicht ganz unkomplizierte Abstimmungsarbeit fort:

“Diese Strecke vereint trotz ihrer Kürze alles, was auch längere Strecken haben. Der Kurs ist recht uneben, außerem muss man wissen, wie man schnell über Kerbs fährt. Die Abstimmung ist hier nicht leichter”, beschreibt der sechsfache Grand-Prix-Sieger. Sie ist sehr schmal – es ist nicht leicht, mit einem relativ großen Auto die Linie zu treffen. “Die Strecke bietet neben der Ideallinie viel Grip, daneben aber sehr wenig.” Bestätigen kann dies auch Heinz-Harald Frentzen: Am Ex-Audi-Piloten, der während seines ersten und einzigen Brands-Hatch-Qualifyings für eine Unterbrechung des Qualifyings sorgte, will sich Schumacher kein Vorbild nehmen…

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