Archiv für Februar, 2009

Motorsport-Chance für Teilzeitstudenten

Mehr Sprachen zugelassen

Das Jahr 2009 hat viele Änderungen im Bridgestone e-reporter-Wettbewerb mit sich gebracht. Während der Wettbewerb bisher auf Vollzeitstudenten ausgelegt war und Beiträge nur in englischer Sprache zugelassen waren, gab es nun einige Regeländerungen im Nachwuchsjournalistenwettbewerb:

Erstmals dürfen die Beiträge in sieben verschiedenen Sprachen – Deutsch, Englisch, Holländisch, Französisch, Polnisch, Spanisch und Portugiesisch – verfasst werden, und auch Teilzeitstudenten aus allen Fachrichtungen dürfen sich am Wettbewerb beteiligen. Außerdem wurde ein MotoGP-Event in den Kalender der Events für die Finalisten aufgenommen.

Wer mitmachen möchte, kann sich unter www.bridgestone.eu/e-reporter registrieren, das Aufgabenblatt herunterladen und bis zum 30.03.2009 wieder einsenden. Dabei sollen die Bewerber ihre journalistischen Fähigkeiten bei einem 300 Wörter umfassenden Text zu einem wählbaren Thema unter Beweis stellen. Weiterhin sind sie aufgerufen, sich kreative Interviewfragen auszudenken. Elf Finalisten werden dann im Rahmen einer MotoGP- oder GP2-Veranstaltung einen Blick hinter die Kulissen werfen, Fahrer interviewen und Artikel schreiben, die dann auf der Bridgestone-Website veröffentlicht werden.

Am 16. März 2009 findet um 18 Uhr deutscher Zeit auf der Bridgestone e-reporter-Website ein Livechat mit Tony Jardine, Moderator bei Sky Sports, statt. Interessierte sind herzlich eingeladen, am Chat teilzunehmen.

© adrivo Sportpresse GmbH

 

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 27022009

Sam Michael erwartet Diffusor-Kopien

Es geht eng zu

 

Mit vorsichtigem Optimismus geht Williams in die neue Saison 2009. Dabei sieht Nico Rosberg die vielen Regeländerungen als große Chance für sein Team. “Sie sind wirklich gut für uns”, sagte er beim Williams-Pressetag in England. “Es geht nicht ums Kopieren, nur um die eigenen Ideen.” Alle würden bei Null mit einem weißen Blatt Papier anfangen. Das wichtigste sei es, kreative Ideen zu haben. “Es ist eine fantastische Chance für uns.”

Enge Kiste

 

Dem stimmt sein Teamkollege Kazuki Nakajima zu. “Bei den Tests schienen alle sehr nah zusammen zu liegen”, analysierte der Japaner. “Aber es ist noch zu früh, um Vergleiche zu ziehen.” Derzeit sehe es aber sehr gut für das Team aus. “Es lagen nicht mehr als ein paar Zehntel zwischen den Teams”, stimmte Technikchef Sam Michael zu. “Keiner liegt eine Sekunde vor den anderen, das stimmt uns hoffnungsfroh, dass es sehr eng und konkurrenzfähig sein wird.” Allerdings werde es auch schwierig, noch ein oder zwei Zehntel nachzulegen.

Frank Williams bleibt vorsichtig. “Die Autos sind Autos anders, so dass alle die Chance haben, Boden gutzumachen”, sagte er. “Vielleicht sehen wir also ein paar Überraschungen bei den ersten paar Tests, aber es wird nichts Dramatisches sein.”

Michael erwartet Williams-Kopien

 

Einen besseren Eindruck des Kräfteverhältnisses sollen die beiden Abschlusstests in Jerez und Barcelona bringen, wenn alle Teams gemeinsam auf der gleichen Strecke fahren werden. Bis Melbourne könne sich das Bild aber trotzdem noch einmal verschieben, meint Michael. “Selbst wenn jetzt jemand zwei Zehntel vorne wäre, könnte er nach den beiden Tests in Melbourne drei Zehntel hinten sein.”

So erwartet Michael einige Veränderungen an den Autos, unter anderem an den Diffusoren der Konkurrenz. Zu Jahresbeginn wurden Williams und Toyota von Renault ins Zwielicht gerückt – angeblich sollen ihre Lösungen nicht reglementkonform gewesen sein. Die FIA dementierte dies und jetzt erwartet Michael, dass mindestens die Hälfte des Feldes in Melbourne mit einem ähnlichen Diffusor antreten wird. “Ich bin mir sicher, dass sie uns kopieren werden”, sagte er. “Ich wäre wirklich sehr überrascht, wenn nicht 50% des Feldes in Melbourne das gleiche Konzept hätten.” Bei einigen Teams konnte er bei den Tests bereits erste Teile erkennen, die darauf hindeuteten.

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Überarbeiteter Volvo S80

Sporfahrwerk für mehr Fahrdynamik

Als Alternative zur serienmäßigen Komfortabstimmung bietet der schwedische Hersteller für seine überarbeitete Premium-Limousine Volvo S80 ein Sportfahrwerk an. Während die zusätzliche Variante besonders aktive Fahrer mit sportlichen Ambitionen ansprechen soll, erhält das Basisfahrwerk ein noch komfortableres Setup. Den Kunden steht somit ein Fahrzeug zur Verfügung, dessen Fahrcharakter sich auf den persönlichen Geschmack – wahlweise dynamik- oder komfortbetont – zuschneiden lässt.

Die sportliche Fahrwerksvariante verfügt über eine deutlich steifere Auslegung und eine abgesenkte Karosserie (vorn 20, hinten 15 Millimeter), die neben ihren technischen Eigenschaften auch für ein kompakteres Erscheinungsbild des Volvo S80 sorgt. Die konstruktiven Maßnahmen umfassen den Einsatz kürzerer Federn mit strafferer Kennung, entsprechend abgestimmte Stoßdämpfer mit erhöhten Dämpfungskräften in Zug- und Druckstufe, Fahrwerks-Anlenkpunkte mit härteren Führungsbuchsen, steifere Querstabilisatoren und eine angepasste Lenkübersetzung.

Weitere Zugewinne an Fahrdynamik garantiert eine automatische Niveauregulierung, mit deren Hilfe die Karosserie in jeder Fahrsituation und unabhängig vom Beladungszustand die Bodenfreiheit und damit Gewichtsverteilung und Traktion stabilisiert. Die “erfahrbaren” Resultate sind zusätzliche Querdynamik, eine direktere Lenkung mit verfeinerter Rückmeldung und eine optimierte Fahrzeugkontrolle.

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Whitmarsh unterstützt USF1 Team

Zurück nach Amerika

Der designierte McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh sagte im Rahmen der Bekanntgabe des neuen USF1-Teams, dass er völlig hinter den Ideen von Teamchef Ken Anderson und Sportdirektor Peter Windsor stehe. “Die Vereinigten Staaten von Amerika sind für alle Hersteller und Sponsoren der Formel 1 ein wichtiger Markt.”, betonte Whitmarsh im Gespräch mit Autosport .
“Umso bedauerlicher ist es, dass derzeit kein Grand Prix dort stattfindet. Alle bei McLaren Mercedes würden die Rückkehr des US-Grand Prix – sei es nun Indianapolis oder ein anderer Ort – ausdrücklich begrüßen.” Die Möglichkeit einer Rückkehr des F1-Trosses nach Amerika wurde während vergangener FOTA-Meetings bereits diskutiert und stünde ganz oben auf den Wunschzetteln der Teams – die Unterstützung durch FIA und FOM wäre laut Whitmarsh sicher.

Weiterhin drückt der Brite den Machern von USF1 die Daumen für ihr Projekt: “Wir gratulieren Peter Windsor und Ken Anderson zu ihrem Einsatz, ein komplett neues Team auf die Beine zu stellen. Ich bin mir sicher, den anderen Teams geht es ähnlich. Es ist momentan eine schwere Zeit, um Sponsoren zu finden, es wird für die beiden nicht einfach werden – aber ich bin sicher, sie wissen das. Ohne Zweifel ist dieses Projekt nur durch die beschlossenen Sparmaßnahmen der FIA und FOTA realisierbar.

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Das USF1 Team wurde präsentiert

Sie sind da

 

Es ist ein amerikanisches Formel-1-Team, also muss es auch mit einer ungewöhnlichen Show vorgestellt werden: in einer Mischung aus TV-Sendung und Pressekonferenz stellten Ken Anderson und Peter Windsor am Dienstagabend das USF1 Team offiziell auf dem amerikanischen Fernsehsender Speed vor.
Wirklich neue Informationen gab es von den beiden Verantwortlichen nicht – die hatten sie anscheinend schon im Vorfeld bei diversen Interviews verschossen. Als Teamchef wird Anderson agieren, Windsor übernimmt die Rolle des Sportdirektors. Das Team wird in Charlotte, North Carolina ansässig sein und soll dort auf die “hervorragende” Infrastruktur und die dort heimischen Technologieunternehmen aufbauen. “Es gibt hier mehr Werkzeuge als irgendwo anders auf der Welt”, sagte Anderson. Man habe Prüfstände, Soft- und Hardwarespezialisten und den besten Windkanal der Welt. “Die meisten F1-Teams benutzen amerikanische Simulationssoftware.”

Seit Brasilien 2006 in Planung

 

“Wir wollten schon immer unser eigenes Team machen und die USA und die F1 zusammenbringen”, verriet Windsor, der Bernie Ecclestone schon in Brasilien 2006 über seine Idee informiert haben möchte. “Er war, wie er eben ist und sagte: Toll, macht es.” Genau das haben die beiden nun vor. “Seitdem ist der Kontakt nicht abgerissen und Bernie hat uns unterstützt, wo er konnte.” Zum Beispiel mit Videomaterial für Präsentationsvideos, die potenziellen Investoren vorgestellt wurden.

Die Wirtschaftskrise spielt für die beiden Verantwortlichen keine Rolle. “Wir haben mit dem Projekt lange davor begonnen”, betonte Windsor. “Aber wegen der Krise nehmen die Leute uns jetzt ernster.” Durch die sinkenden Kosten der kommenden Jahre verspricht er sich eine völlig neue F1. Entscheidungen über Fahrer, Teammitglieder oder Motoren wurden noch nicht getroffen. Windsor verriet nur so viel: “Wir werden gut 100 hoch qualifizierte und hoch bezahlte Leute haben.”

Andretti bringt Andretti ins Spiel

 

Um die Show anzukurbeln, ließ Speed auch Ex-Weltmeister Mario Andretti ein paar optimistische Floskeln per Telefon beisteuern: “Ich bin gespannt”, so Andretti. “Das ist die beste Nachricht, die ich mir als F1-Fan wünschen konnte. Echt tolle Nachrichten für alle F1-Fans in Amerika.”

Ein bisschen Eigenwerbung für seinen Enkel Marco Andretti war ebenfalls drin: “Ich würde Marco gerne in einem F1-Auto sehen, das würde mich in meine Jugend zurückversetzen.” Das Zeug dazu habe der IRL-Pilot. “Wenn ich einen perfekten F1-Fahrer entwerfen müsste, dann würde ich ihn entwerfen”, so Andretti. “Er lernt schnell, kommt mit allen Aspekten der Rennfahrerei gut zurecht. Er möchte es machen, aber warten wir ab, was die Zukunft für ihn bringen wird. Jetzt muss er erst einmal Ergebnisse bei den Indycars vorweisen.”

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Foto: Sutton

© www.KFZ.de 25022009