Archiv für April, 2009

Bestzeit und Crash für Di Resta

Frühzeitiger Feierabend

 

Am Nachmittag des dritten DTM-Testtags in Hockenheim schaffte es erstmals ein Mercedes-Pilot an die Spitze der Zeitenlisten. Paul di Resta setzte bei weiterhin trockenen Bedingungen und einer Rundenzeit von 1:33.378 Minuten die Bestmarke. Viel Grund zur Freude hatte der Schotte allerdings nicht – ein Unfall stoppte ihn vorzeitig.

Etwa eine halbe Stunde vor Feierabend beendete Di Resta den Testtag vorzeitig. Der Schotte schoss, wie Ralf Schumacher am Dienstag, in der Sachs-Kurve geradeaus und schlug in die Reifenstapel ein. Bei ihm war der Einschlag in die Streckenbegrenzung um einiges härter, sein Wagen wurde mit einer völlig zerstörten Front per Abschleppwagen zurück in die Boxengasse gebracht.

Als bester Audi-Fahrer reihte sich Mattias Ekström im A4-Testträger direkt hinter Di Resta auf der zweiten Position ein. Der Rückstand des Schweden war mit 0,046 Minuten alles andere als groß. Auch Oliver Jarvis konnte den Anschluss zur Spitze halten – der schnellste Mann des Vormittags war nach der Mittagspause mit einer Zeit von 1:33.438 Minuten nur unwesentlich langsamer unterwegs.

Mit Ausnahme von Mathias Lauda, der den letzten Platz belegte, lagen alle neun Fahrer innerhalb von nur einer Sekunde. Es bleibt allerdings abzuwarten, ob das Kräfteverhältnis beim Auftaktrennen ähnlich sein wird. Am morgigen Donnerstag beendet die DTM ihre letzten Testfahrten vor dem ersten Lauf mit zwei weiteren Sessions.

Die Testzeiten des Nachmittags

 

1. Di Resta/GBR Mercedes C-Klasse 1:33.378 50

2. Ekström/SWE AUDI A4 1:33.424 65

3. Jarvis/GBR AUDI A4 1:33.438 45

4. Spengler/CAN Mercedes C-Klasse 1:33.655 68

5. Green/GBR Mercedes C-Klasse 1:33.666 63

6. Scheider/GER AUDI A4 1:33.892 48

7. Winkelhock/GER AUDI A4 1:33.926 50

8. Legge/GBR AUDI A4 1:34.101 46

9. Kristensen/DEN AUDI A4 1:34.317 61

10. Lauda/AUT Mercedes C-Klasse 1:34.681 66

© adrivo Sportpresse GmbH

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 30042009

 

Das Budgetlimit kommt

2010 wird gespart

Ab der Saison 2010 wird weiter gespart, und zwar mit einer Budgetobergrenze für die Formel-1-Teams. Bereits beim letzten Meeting des FIA World Motor Sport Council verabschiedete Max Mosley einen Regelvorschlag, der eine Budgetgrenze von 30 Millionen Pfund (rund 33 Millionen Euro) vorsah. Dabei war freigestellt, ob sich die Teams dieser Grenze unterwerfen und dafür mehr technische Freiheiten erhalten, oder wie bisher weitermachen.

Am Mittwoch beschloss der WMSC nun auf einer neuerlichen Sitzung die Einführung des Budgetlimits für das nächste Jahr, allerdings ist die Summe noch offen. “Alles kommt wie geplant”, sagte Mosley nach der Sitzung. “Es sind etwas mehr als 30 Millionen Pfund, aber wir waren erfolgreich.” Die meisten Experten und Teams sehen 50-60 Millionen Euro als vernünftige Lösung an. Allerdings sind einige Teams dafür, die Budgetgrenze von Jahr zu Jahr und nicht auf einmal zu senken.

Die genauen Details der WMSC-Entscheidung werden erst am Donnerstag bekannt gegeben. “Wenn wir kein weiteres Team verlieren möchten, ist diese Budgetgrenze notwendig”, wiederholte Mosley, der damit auch neue Teams wie Aston Martin, Lola, USF1 und iSport ansprechen möchte. “In der aktuellen wirtschaftlichen Lage können die Leute sonst nicht genügend Geld auftreiben, um zu überleben.”

Ferrari gilt als Kritiker der Budgetobergrenze. “Aber auch sie werden es attraktiv finden”, glaubt Mosley. “Wie jeder andere auch, sie müssen Geld sparen und an die Investitionen ihrer Teilhaber denken. Sie können nicht nur Geld ausgeben wie in der Vergangenheit. Wenn sie die Zahlen sehen, werden alle an der Budgetgrenze teilnehmen. Das hoffe ich jedenfalls.”

© adrivo Sportpresse GmbH

 

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 30042009

Haug hat Lügen-Affäre abgehakt

Ein faires Urteil

Die FIA hat entschieden: McLaren Mercedes erhält unmittelbar keine Bestrafung für die Falschaussagen vor den Rennkommissaren in Australien und Malaysia. Sollte sich ein ähnlicher Verstoß in den nächsten 12 Monaten wiederholen, wird das Team für drei Rennen gesperrt.

“Ein faires Urteil und ich möchte mich bei den Mitgliedern des World Motorsport Councils für ihre balancierte Betrachtungs- und Vorgehensweise bedanken”, sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. “Unser Team hat in aller Offenheit mit den FIA-Verantwortlichen kooperiert und kommuniziert und ich denke, die Urteilsfindung des World Motorsport Council hat diese Haltung berücksichtigt und positiv bewertet.”

Ein Eintreten der Bewährungsstrafe erwartet Haug nicht. “Wegen der Bewährungszeit habe ich keine Bedenken – wir werden bei derartigen Themen mit allergrößter Präzision und Vorsicht vorgehen und keine Fehler machen”, betonte er. “Das Thema ist abgehakt, jetzt steht wieder Sport statt Politik im Vordergrund – das gefällt den Zuschauern besser und mir ehrlich gesagt sogar viel, viel besser.”

© adrivo Sportpresse GmbH

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 30042009

WMSC

McLaren drei Rennen Sperre auf Bewährung

Der World Motor Sport Council hat am Mittwoch in Paris beschlossen, McLaren im Zuge der Lügen-Affäre eine Rennsperre von drei Rennen auf Bewährung aufzubrummen. Die Strafe kommt nur zur Anwendung, sollten weitere Fakten zum Fall auftauchen oder sich das Team in den kommenden 12 Monaten wieder eines Verstoßes gehen Artikel 151c des internationalen Sportkodex schuldig machen.

“Nachdem wir die offene und ehrliche Aussage von McLaren Teamchef Martin Whitmarsh gegenüber dem WMSC gehört haben und die Veränderung der Kultur innerhalb der Organisation gesehen haben, hat sich der WMSC entschieden, die Anwendung der Strafe, die er für angemessen hielt, auszusetzen”, hieß es in einer Erklärung. Genauere Details zum Urteil sollen folgen.

© adrivo Sportpresse GmbH

 

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 29042009

Jarvis setzt weitere Bestmarke

Die Sonne ist wieder da

 Bei deutlich besseren Witterungsbedingungen als am Vortag hat Oliver Jarvis die Bestzeit gefahren. Am dritten Tag der offiziellen Testfahrten auf dem Hockenheimring machte der Brite dort weiter, wo er am Montag aufgehört hatte: an der Spitze des Feldes.

Mit einer Rundenzeit von 1:33.767 Minuten war Jarvis nur ein Wimpernschlag schneller als sein Landsmann Jamie Green, der bei seinem ersten Testeinsatz nur 0,032 Sekunden langsamer war als der Audi-Mann. Die Begeisterung von Green hielt sich trotzdem in Grenzen – er musste im pinken Flitzer seiner Teamkollegin Susie Stoddart ran.

Neben Green fuhren drei weitere Mercedes-Piloten ihre ersten Kilometer. Bruno Spengler landete direkt hinter Green auf dem dritten Platz, Paul di Resta wurde Sechster und Mathias Lauda beendete die dreistündige Session auf der neunten Position.

Größere Probleme gab es beim Privatteam von Colin Kolles, die seit dem Unfall von Christian Bakkerud am Montag mit einem Ersatz-Wagen testen. Heute sollte eigentlich Johannes Seidlitz zum Einsatz kommen, der junge Bayer fuhr jedoch nach nur zwei langsamen Runden direkt wieder an die Box, wo hinter verschlossenen Toren am A4 geschraubt wurde.

© adrivo Sportpresse GmbH

 

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 29042009