Archiv für Mai, 2009

Lärmbeschwerden über Renault

Zu laut getestet

 

Immer Ärger mit den Nachbarn: Wer keine schrecklich nette Familie im Nachbarhaus hat, der muss sich eben über Renault Aerodynamiktests beschweren. So geschehen in der Nähe des englischen Dörfchens Duxford.

Da normale Testfahrten während dieser Saison verboten sind, müssen die Teams auf wenige erlaubte Aerodynamiktesttage zurückgreifen. Bei diesen dürfen sie nur auf einer Geraden hin und herfahren. Perfekt dafür geeignet sind Flugplätze oder auch das Imperial War Museum, welches Renault am Mittwoch zum zweiten Mal für Testfahrten nutzte.

Während Rennsportfans beim Klang der Achtzylinder jauchzen, gefiel es den Anwohnern überhaupt nicht. “Ich verstehe die Leute”, sagte Teammanager Steve Nielsen den Cambridge News. “Wir haben acht dieser Tage pro Jahr und drei davon haben wir außerhalb Englands absolviert.” Damit bleiben Renault für den Rest der Saison noch drei Aero-Testtage, um den Rückstand auf die Spitze aufzuholen.

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FOTA schließt Williams aus

Vorläufig nicht mehr dabei

 

Die Teamvereinigung FOTA hat das Williams Team bis auf Weiteres ausgeschlossen. Der Rennstall hatte am Montag bekannt gegeben, sich für die Saison 2010 eingeschrieben zu haben. Die anderen FOTA-Teams haben sich nach langen Diskussionen und Meetings noch nicht eingeschrieben, da sie mit der Budgetregelung und einer möglichen Zweiklassengesellschaft nicht einverstanden sind.

“Die Entscheidung der FOTA ist verständlich, obwohl wir sie bedauern”, sagte Teamchef Frank Williams in einer Presseaussendung. “Wir sind ein Rennteam und die Formel 1 ist unser einziges Geschäftsfeld. Wir besitzen Verpflichtungen gegenüber unseren Angestellten und Partnern. Deshalb stand es nie außer Frage, dass wir uns für die nächstjährige Formel 1 Weltmeisterschaft einschreiben würden.”

Zudem sei das Team juristisch dazu verpflichtet, da es einen gültigen Vertrag mit der FOM besitze, um bis Ende 2012 an der FIA Formel 1 Weltmeisterschaft teilzunehmen. Teilweise hat man dafür auch schon Gelder aus den Töpfen von Bernie Ecclestone vorgeschossen bekommen.

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Richards wartet bis zur letzten Minute

Noch keine Entscheidung

David Richards hegt schon lange den Traum einer F1-Rückkehr. Der ehemalige Benetton- und BAR-Teamchef hatte sogar schon einmal die Zusage von der FIA, entschied sich aufgrund des Kundenautoverbots jedoch gegen einen F1-Einstieg. Jetzt könnte er in einer Budgetgrenzen-F1 mit Aston Martin, Prodrive oder einem Sponsor aus dem Mittleren Osten einsteigen. Angeblich sollen bereits drei Monate Entwicklungsarbeit inklusive Chassisdesign erledigt sein.

Ein potenzieller F1-Einstieg hänge von zwei Dingen ab: “Werden uns die neuen Regeln erlauben, mit Aussicht auf sportlichen Erfolg in die Formel 1 einzusteigen? Und werden finanziellen Rahmenbedingungen so abgesteckt, dass sich für Neueinsteiger daraus ein nachhaltiges und kalkulierbares Geschäftsmodell ableiten lässt?”

Noch sind diese Antworten auf diese Fragen offen. “Deshalb werden wir bis zur letzten Minute warten”, wird Richards von auto, motor und sport zitiert. Noch bevor am Freitag die Einschreibefrist abläuft, wird es Vorstandssitzungen bei Aston Martin und Prodrive geben. “Dann werden wir uns entscheiden.”

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Toyota auf Fehlersuche

Glock ist optimistisch

Mit dem Start der Europasaison in Barcelona schien die gute Form von Toyota auf einen Schlag verschwunden zu sein. Auf das enttäuschende Spanien-Wochenende folgte ein noch schlimmeres in Monaco. “Das Team analysiert die Daten noch, denn es gab keinen ersichtlichen Grund für unsere Qualifying-Performance”, sagt Timo Glock.

“Wir hatten erwartet, in Monaco ziemlich konkurrenzfähig zu sein, also kam das Freie Training als große Überraschung.” Denn zu diesem Zeitpunkt war dem Team schon klar, dass die Pace nicht vorhanden war. “Am besten beginnt man ein Monaco-Wochenende mit einem Setup, mit dem man sich wohl fühlt, und macht dann einige Anpassungen, wenn sich die Strecke verändert.” Dazu kam es bei Toyota nie.

Glock ist allerdings zuversichtlich, dass es sich um ein einmaliges Problem handelte. “Ich denke schon, denn bei den Rennen davor waren wir sehr konkurrenzfähig”, sagt er in einem Teaminterview und ignoriert dabei das Barcelona-Wochenende. “Wir wissen, dass das Auto ziemlich gut ist.” Monaco sei jedoch eine einzigartige Strecke mit einem eigenen Charakter. “Diese Probleme sollten wir in der Türkei nicht mehr haben.”

Experten vermuten, dass Toyota die Reifen nicht auf Temperatur brachte, obwohl die beiden weichsten Mischungen zum Einsatz kamen. Ein ähnliches Problem plagte wohl auch BMW Sauber, die das vor einer genauen Analyse jedoch genauso wenig bestätigen wollten wie Toyota.

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Räikkönen möchte gewinnen

Ferrari auf dem Vormarsch

Kimi Räikkönen ist Rennfahrer und Rennfahrer möchten immer gewinnen, sonst sind sie nicht zufrieden. So könnte man meinen, dass der Finne nach den enttäuschenden Resultaten zu Saisonbeginn mit Platz 3 in Monaco überglücklich wäre, “aber ich war nicht besonders zufrieden”, verriet er. “Klar, es war das beste Ergebnis der letzten Zeit, aber es war nichts Neues für mich und ich wusste, dass wir vorne stehen konnten.”

Die Verbesserungen am Ferrari trugen Früchte, was in den kommenden Rennen so weitergehen soll. “Denn wenn die WM-Führenden so weit vorne sind, zählen nur Siege.” Solche erwartet der Finne noch in diesem Jahr. “Früher oder später werden wir gewinnen”, kündigt er an. “Wir werden schon bei den nächsten Rennen neue Teile am F60 haben und hoffentlich können wir die Spitze damit noch mehr herausfordern.”

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