Archiv für Oktober, 2009

Räikkönen

Bessere zweite Hälfte

Die Zukunft von Kimi Räikkönen beschäftigt weiter die F1-Welt. Formel 1, Rallye, Auszeit oder etwas ganz anderes? Der Finne genießt es und lässt sich alle Wege offen. “Ich kann es machen, wenn ich es möchte”, sagt er über die Möglichkeit einer Rennpause. “Ich kann machen, was immer ich möchte, aber ich habe meine Entscheidung noch nicht getroffen.”
Die Formel 1 und die WRC sind dabei nicht seine einzigen Optionen. “Es gibt viele andere Dinge, die ich tun könnte. Warten wir ab, was passiert.” Eines ist klar: Sollte er noch einmal einen Formel-1-Vertrag unterschreiben, wird er sich darin zusichern lassen, dass er weiter seine Rallye-Ausflüge machen darf.

“Das tut nicht weh”, sagt er. “Jede Art zu fahren bringt mehr Erfahrung, deshalb sehe ich kein Problem. Es hat in diesem Jahr funktioniert und so lange es mich nicht von der Formel 1 oder was auch immer ich tun werde ablenkt, denke ich nicht, dass es ein Problem gibt.”

In der zweiten Saisonhälfte 2009 ließ sich Räikkönen von nichts ablenken. Der Finne fuhr hinter Lewis Hamilton die zweitmeisten Punkte ein. “Wir hatten eine gute zweite Hälfte”, bestätigt er. “Das Auto ist nicht das schnellste, aber wir haben einen ziemlich guten Weg gefunden, um damit zu arbeiten und das Beste herauszuholen.”

Sobald er ein gutes Gefühl mit dem Auto hatte, konnte er gute Ergebnisse einfahren. “Die größeren Teams oder die besseren Teams, die in diesem Jahr schneller waren, hätten besser abschneiden müssen. Aber das haben sie nicht. Wir haben uns ganz gut geschlagen.”

© adrivo Sportpresse GmbH

 

 

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 30102009

Sutil und Trulli immer noch nicht einig

Der Streit geht weiter

Wutentbrannt stürmte Jarno Trulli auf Adrian Sutil los. Die beiden waren gerade in der ersten Runde des Brasilien GP kollidiert und ausgeschieden. Trulli sah die Schuld ganz klar beim Deutschen und versuchte ihm dies mit Gesten und Worten deutlich zu machen. Die Rennleitung fand das gar nicht lustig und brummte dem Italiener eine Geldstrafe wegen schlechten Benehmens auf.

An Trullis Sichtweise hat das nichts geändert. Auch knapp zwei Wochen später sieht er Sutil noch immer als Schuldigen an. Bei der offiziellen Donnerstagspressekonferenz der FIA trafen beide erneut aufeinander – und es flogen erneut verbal die Fetzen.

Jarno Trulli:Wir werden es morgen beim Fahrerbriefing und dem GPDA-Briefing besprechen. Es war sehr enttäuschend für mich, das Rennen so zu beenden, besonders in der ersten Runde. Ich glaubte allen Grund zu haben, extrem sauer zu sein. Ich habe alle Beweise, die zeigen, dass ich dort war, neben ihm, morgen werden wir darüber sprechen.

Adrian Sutil:Es gibt nichts zu besprechen. Es war ein ziemlich offensichtlicher Zwischenfall. Letztlich war es für mich sehr enttäuschend, noch mehr sogar, weil ich nur gefahren bin und er die Kontrolle über sein Auto verloren hat und mir ins Heck krachte. Das war nicht mein Problem, es war sein Problem. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, warum er so ausflippt.

Jarno Trulli:[lacht] Wenn du willst, kann ich dir ein paar Bilder zeigen. Ich weiß nicht, ob du blind bist, aber sie zeigen genau, dass mein Frontflügel genau neben deinem ist.

Adrian Sutil:Ja, aber du versuchst mich auf der Außenseite auf dem Kerb zu überholen. Es gab kein Problem…

Jarno Trulli:Du meinst also, dass du nicht dorthin gezogen bist…

Adrian Sutil:Nein, du bist einfach nicht vom Gas gegangen. Das gleiche ist in Barcelona passiert, wo du die Kontrolle verloren hast und ebenfalls in einen Force India gekracht bist. Manchmal muss man einfach…

Jarno Trulli:Ich habe die Kontrolle verloren…

Adrian Sutil:… das Limit seines Autos respektieren. Wenn es keinen Ausweg gibt, muss man zurückstecken. So ist das im Motorsport. Ich weiß nicht, wie lange du brauchst, um es zu lernen.

Jarno Trulli:In Barcelona habe ich mich gedreht und er hat mich getroffen, weil er den Kerb berührt hatte. Er hat die Schikane geschnitten und nicht abgebremst, also… Egal, es ist glaube ich besser…

Fernando Alonso an Kimi RäikkönenWollen wir gehen?

Adrian Sutil:Nein, nein. Schau dir das Rennen in Barcelona an. Ich habe dich nicht getroffen, du hast mich getroffen. Ich weiß nicht, wo das Problem liegt, aber vielleicht sind es deine Augen.

Jarno Trulli:Ich habe nichts zu ihm zu sagen.

Adrian Sutil:Ich verstehe es nicht, wirklich, sorry.

Trullis Teamkollege Timo Glock beurteilte die Situation so: “Jarno war auf der Außenseite, er hat das Auto auf dem Kerb verloren und Adrian getroffen.” Je nach Kameraposition hat Glock verschiedene Interpretationen: “Es gibt einige Bilder, wo man meinen könnte, dass sie gleichauf sind und Adrian ihn hätte sehen müssen. Aber ich weiß ja selbst, wie es in einem F1-Auto abgeht. Da übersieht man schnell etwas und schon knallt es. Das sollte nicht passieren, kann aber.”

© adrivo Sportpresse GmbH

 

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 30102009

Rosberg erwartet Klarstellung

Gefährliche Manöver

Das letzte Saisonrennen steht an, aber das vorletzte Rennen wirft noch einige Fragen auf. So stritten sich Adrian Sutil und Jarno Trulli auf der Donnerstagspressekonferenz in Abu Dhabi weiter über die Schuldfrage ihrer Kollision in Brasilien.

Und auch Nico Rosberg war nach einigen Berührungen im Rennen in Sao Paulo nicht ganz sicher, was denn nun die aktuelle Gangart in der Formel 1 ist. “Barrichello, Webber und Kobayashi machten alle das gleiche”, betonte er. Kimi Räikkönen habe dabei seinen Frontflügel an Webbers Auto beschädigt, Kazuki Nakajima hatte einen heftigen Abflug hinter Kobayashi und bei Barrichello fuhr ihm Lewis Hamilton in den Reifen. “Das darf nicht passieren.”

Rosberg erinnert sich an den Belgien GP 2000 zurück. “Michael Schumacher hat damals damit begonnen, als Mika Häkkinen ihn überholen wollte und er ihn neben die Strecke drängte. Wenn der Hintermann sich entschieden hat und der Vordermann dann rüber fährt, ist es sehr gefährlich. Das darf nicht sein.”

Der Noch-Williams-Pilot möchte dieses Thema im Fahrerbriefing ansprechen. “Ich sage nicht, dass jemand etwas falsch gemacht hat, denn es gab keine Klarstellung dazu, aber die Meinung der Fahrer muss berücksichtigt werden und wir sagen, dass es sehr gefährlich war.”

© adrivo Sportpresse GmbH

 

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 30102009

Whitmarsh

Wir können gewinnen

Seit dem Deutschland GP im Juli hat kein Fahrer mehr Punkte geholt als Lewis Hamilton. Ganze 40 Zähler fuhr der zweifache Saisonsieger ein. Nur Kimi Räikkönen kam mit 38 Punkten nahe an diese Marke heran. McLaren Mercedes holte seit dem Nürburgring 57 Punkte, das überbot nur Red Bull mit 61 Punkten.

“Ich bin sehr stolz”, sagt Teamchef Martin Whitmarsh. “Wir hatten einen schwachen Start, aber an diesem Wochenende können wir hoffentlich ein Ergebnis einfahren, nach dem wir von uns sagen können, dass wir die zweite Saisonhälfte gewonnen haben. Ich glaube fest daran, dass wir in Abu Dhabi mit Lewis und Heikki gewinnen können.”

© adrivo Sportpresse GmbH

 

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 29102009

Vettel für Leistungen geehrt

Motorsportler des Jahres

Sebastian Vettel heißt der ADAC-Motorsportler des Jahres 2009. Der 22-jährige Formel-1-Pilot aus Heppenheim geht als 30. Titelträger in die Geschichte dieser Wahl ein. Mit der Wahl zum ADAC-Motorsportler des Jahres 2009 würdigte die neunköpfige Jury aus Journalisten und dem ADAC-Sportausschuss die außergewöhnlichen Leistungen von Sebastian Vettel.

Trotz seiner Jugend zählt er bereits zu den dominierenden Piloten in der Formel 1 und gewann 2009 drei Grand-Prix-Rennen. Der Heppenheimer, 2004 ADAC-Junior-Motorsportler des Jahres, überzeugte zudem immer wieder durch sein professionelles und dennoch sympathisches Auftreten neben der Rennpiste und avancierte dabei zum Vorbild vieler Motorsport-Talente.

Vettel hat das Formel-ABC beim ADAC gelernt und wurde auch auf seinem Weg nach oben von der ADAC Stiftung Sport unterstützt. Bei der Wahl setzte sich der Red-Bull-Pilot gegen Gerd Riss durch, der in diesem Jahr zum achten Mal Sandbahn-Weltmeister wurde.

Der ADAC-Motorsportler des Jahres wird seit 1980 gewählt. Erste Preisträger waren die Rallye-Weltmeister Walter Röhrl und Christian Geistdörfer. Auf der Ehrenliste stehen zudem so bekannte Motorsportler wie Formel-1-Rekord-Weltmeister Michael Schumacher, der neben DTM-Meister Bernd Schneider zweimal mit diesem Titel ausgezeichnet wurde, Rallye-Weltmeister Sebastian Loeb oder der fünffache Motorrad-Weltmeister Toni Mang.

© adrivo Sportpresse GmbH

 

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 291020009