Archiv für November, 2009

DTM-Profis beim Finale ohne Chance

Immer am Drücker

Aufwärmen der Hinterreifen und anfeuchten der Pneus hat nichts gebracht: beim Finale der Carrera Challenge Tour hatten die drei DTM-Piloten Mattias Ekström, Bruno Spengler und Maro Engel keine Chance gegen die eingefleischten Carrera-Profis. Auf einer über zehn Meter langen Bahn mit vier Autos und nur zwei Spuren mussten sich die drei Rennfahrer in den Mini-Versionen ihrer Dienstfahrzeuge aus der DTM geschlagen geben.

Für das Finale auf der Essener Motorshow hatte sich das Trio auf der IAA in Frankfurt qualifiziert. Obwohl sich die Mercedes-Piloten einen hartes Duell mit dem Audi-Mann lieferten, schaffte es keiner von ihnen zur Europameisterschaft 2010.

Wie ehrgeizig Rennfahrer sein können, zeigt sich auf der Motorshow Jahr für Jahr. 2007 trat Maro Engel mit den Kandidaten der Speed Academy in einem mit Hydraulik ausgestattetem Fahrsimulator an und wurden von einem Besucher geschlagen. Engel und den Porsche-Pilot René Rast kehrten dann abermals zum Messestand zurück, um eine schnellere Zeit zu setzen – die übrigens wieder unterboten wurde…

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Freie Fahrt für Hamilton und Button

Vorbereitung ist alles

McLaren hat für die kommende Saison eine der stärksten Fahrerpaarungen, zumindest was die Theorie und die Weltmeistertitel der letzten beiden Jahre betrifft. Doch die Stimmen bleiben weiter skeptisch, so war Rubens Barrichello ehrlich überrascht, dass Jenson Button Brawn verließ und zudem das Wagnis eingeht, ab 2010 neben Lewis Hamilton zu fahren.

Teamchef Martin Whitmarsh sieht das alles natürlich anders und betont, dass eine solche Fahrerpaarung gut für das Team sei, trotz der Lehren, die McLaren vielleicht aus dem Experiment Lewis Hamilton- Fernando Alonso ziehen hätte können.

“Lewis und Jenson sind beide Weltmeister, sie wissen was man braucht, um zu gewinnen und ich bin sicher, dass beide hoch motiviert sein werden”, sagte Whitmarsh zum Independent. “Sie werden sich gegenseitig zu Höchstleistungen treiben. Mein Job ist es diese Rivalität für uns positiv zu nutzen. Wir sind sicher, dass wir in der Lage sein werden, die Anforderungen von zwei Top-Fahrern zu erfüllen.”

Whitmarsh reagiert gelassen auf die Meinungen anderer Teams und Formel 1-Experten, der Brite meint es sei schön ein solches ‘Fahrerproblem’ zu haben, wie derzeit McLaren. “Wir haben zwei sehr konkurrenzfähige Fahrer, beide wissen was Teamarbeit ist. Sie sind da, um gegeneinander anzutreten. Die einzige Anweisung, die sie von mir erhalten werden ist sich gegenseitig auf der Strecke zu respektieren. Ansonsten haben sie freie Fahrt.”

Dennoch wird es kein Spaziergang für Jenson Button, denn Lewis Hamilton ist seit Teenager-Tagen mit dem McLaren Team involviert, er kennt das Auto und es ist auf seine Bedürfnisse abgestimmt.

“Wir beziehen unsere Fahrer immer mit in die Entwicklung ein. Das Beste was wir tun können, ist Jenson so früh wie möglich zu zeigen was wir tun, alles auszuwerten, Fragen zu stellen und Vorschläge zu unterbreiten. Vorbereitung ist alles, das hat Lewis bereits 2007 bewiesen.”

“Einer der wichtigsten Punkte wird sein Jenson an unsere Arbeitsprozesse zu gewöhnen, aber es sollte nicht zu schwer sein, bei jemanden mit seiner Erfahrung.”

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Michael Schumacher holt Gesamtsieg

Gemeinsamer Zieleinlauf mit Massa

“Das war wieder einmal eine hochwertige Veranstaltung hier, die von Felipes Familie und Team wunderbar organisiert war; Kompliment”, lobte Michael Schumacher nach einem Wochenende voller Spaß und Erfolgen. Der Rekordweltmeister der Formel 1 gewann am Sonntag das Kartrennen seines ehemaligen Ferrari-Teamkollegen Felipe Massa.

“Die Rennen selbst waren sehr abwechslungsreich, weil ich nach dem Start eigentlich erst mal zurückgefallen war: heute zum Beispiel bin ich als Achter gestartet und war dann zunächst einmal kurzfristig Zwölfter, aber dann konnte ich mich nach vorne arbeiten”, erklärte Schumacher auf seiner Website. “Das ist das, was mir am Kartfahren so Spaß macht, dass es so abwechslungsreich ist.”

Auch die Atmosphäre an der Kartstrecke gefiel ihm wieder. “Es war klasse, es waren viele Zuschauer da, die guten Sport geboten bekamen – übrigens auf einer Strecke, die Felipe mit entworfen hat. Der Ausflug hierher nach Brasilien hat sich wirklich gelohnt.”

Schließlich gehört Kartfahren noch immer zu seinen liebsten Beschäftigungen. “Es ist immer eine Freude hierher zu kommen und mit all den Jungs diese Rennen zu fahren, denn wieder waren viele gute Fahrer hier”, sagte Schumacher. “Wenn das Starterfeld so gut ist, machen die Zweikämpfe noch mehr Spaß, und ich freue mich natürlich darüber, wie gut es gelaufen ist: Gestern Erster und heute Zweiter, damit bin ich Gesamtsieger. Schön war heute der Zieleinlauf gemeinsam mit Felipe, der Erster und damit Zweiter in der Gesamtwertung wurde, das war wie in alten Zeiten.”

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Schumacher siegt beim Charity-Kartrennen

Felipe Massa rast auf Drei

Es ist der erste ‘ernste’ Renneinsatz für Felipe Massa an diesem Wochenende, seit seinem Unfall in Ungarn, und der Brasilianer zeigte sich gut aufgelegt bei seinem Charity Kart-Event. Im ersten Lauf fuhr er auf Rang drei.

Der 28-Jährige Ferrari-Pilot musste sich dabei nur Sieger Michael Schumacher und Force India-Fahrer Vitantonio Liuzzi geschlagen geben. Dabei war Massa nur von Platz elf aus ins erste Rennen gegangen und überholte in der finalen Runde noch Lucas di Grassi, der damit nur Vierter wurde.

Weitere Starter waren Christian Fittipaldi, Rubens Barrichello, Nelson Piquet, Antonio Pizzonia, Enrique Bernoldi, Tarso Marques, Ricardo Zonta, Luciano Burti, sowie die IndyCar-Vertretung mit Tony Kanaan, Mario Moraes und Raphael Matos. Am Sonntagabend wird das zweite Rennen der Kart Champions in Florianapolis ausgetragen.

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Kanada GP kommt zurück

Montreal wieder im F1-Kalender

Wie erwartet verkündeten die Regierung von Kanada und Québec, Montreal und das Tourismusamt Montreal am Freitagnachmittag (Ortszeit) auf einer Pressekonferenz die Rückkehr der Formel 1 nach Montreal. Der Große Preis von Kanada wird am 13. Juni 2010 stattfinden. Mit einer jährlichen Investition von 15 Millionen US-Dollar sicherte man sich die Rechte für die nächsten fünf Jahre.

Die Summe wird zu je 5 Millionen von der kanadischen Regierung und dem Tourismusamt Montreal getragen, Die Regierung von Québec steuert vier Millionen bei, Montreal selbst trägt eine Million der jährlichen Investitionskosten. Im Gegenzug gehen 30% der Ticketeinnahmen an die Stadt und ihre Partner.

“Es war immer eines unserer Hauptbedenken, im Namen unserer Steuerzahler zu agieren und diese Vereinbarung erreicht dieses Ziel”, sagte der zuständige Minister Christian Paradis. Der Kanada GP hat laut der Tourismusministerin der Region Québec, Nicole Ménard, mehr Einfluss auf die Tourismusindustrie als jedes andere Sportereignis in Kanada. Von den 300.000 Zuschauern kommt ein gutes Viertel von außerhalb Québecs. “Zusammen mit der riesigen Medienpräsenz ist die Formel 1 nicht nur ein außergewöhnliches Schaufenster für Montreal, sondern auch für Québec”, so Ménard. Der Grand Prix sorge für 75.000 Übernachtungen in Hotels und 89 Millionen US-Dollar Umsatz.

“Für Québec bedeutet das Rennen Steuereinnahmen von mehr als 10 Millionen US-Dollar”, sagte der Finanzminister der Region Québec, Raymond Bachand. “Und das für nur vier Millionen Investment, abzüglich der Ticketverkäufe.” Auch der Bürgermeister von Montreal, Gérald Tremblay, sah in der Rückkehr des Grand Prix auf die Ile de Notre Dame eine Win-Win-Situation.

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