Archiv für Dezember, 2009

Ralf Schumacher will Herausforderung meistern

Eine offene Rechnung?

Noch hat Ralf Schumacher keinen Vertrag für die Saison 2010 unterschrieben. Dennoch machte sich der Wahl-Österreicher am heutigen Dienstag auf nach Oberstdorf, um dem dortigen Auftakt der Vierschanzen-Tournee beizuwohnen. Schon vor einigen Jahren besuchte der 34-Jährige ein Skispringen und musste feststellen, dass sich kaum etwas verändert hat. “Das Feeling ist immernoch das gleiche. Ich bin wieder überrascht, dass sich die Sportler dort herunter trauen und über die Atmosphäre”, so Schumacher im Auslauf der Schattenbergschanze gegenüber dem ARD.

Der noch sieglose DTM-Pilot nutzte die Gelegenheit, um sich mit Sven Hannawald zu unterhalten. Der Ex-Skispringer versuchte sich schon in den letzten Jahren im Motorsport und will 2010 eine komplette Saison in der ADAC GT Masters bestreiten. Über eine Partnerschaft werden die beiden wohl kaum gesprochen haben, so sieht Schumacher seine Zukunft schließlich in der DTM oder der Formel 1.

“Ich weiß, dass ich mich bei Mercedes und in der DTM wohl fühle. Es ist eine Herausforderung, die ich noch nicht gemeistert habe. Die Einigung dauert noch etwas”, erläutert Schumacher, der eine Entscheidung erst im Januar oder Februar erwartet. Wenn er in der Zwischenzeit ein gutes Angebot aus der Königsklasse geben würde, könnte er sich ein Comeback ohne Zweifel vorstellen. “Ich schließe gar nichts aus…”

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Ecclestone

Vier Weltmeister am Start

Selbst Bernie Ecclestone wird manchmal noch von den Ereignissen in der Formel 1 überrascht. Michael Schumachers Comeback bei Mercedes GP kam für den F1-Boss überraschend, damit hatte er nicht gerechnet. “Aber jetzt bin ich einfach nur sehr, sehr glücklich”, sagte er der Bild.

Überhaupt ist Ecclestone dieser Tage ein glücklicher Mann: “Wir haben nächstes Jahr vier amtierende oder ehemalige Weltmeister mit Alonso, Hamilton, Button und Schumacher auf der Piste. Ich kann mich nicht erinnern, wann es das zuletzt gab.”

Ein zweites Schumacher-Comeback von Ralf Schumacher fände Ecclestone klasse, aber die Hauptgegner des Rekordweltmeisters sieht er in Hamilton und Alonso. “Die Jüngeren werden ihn unbedingt besiegen wollen. Er will es ihnen zeigen. Das macht den Reiz der ganzen Sache aus. Aber ich sage voraus: Sebastian Vettel wird der nächste Weltmeister.”

Schumacher würde er den Titel auch zutrauen, “aber das gilt auch für fünf andere Fahrer. Letzten Endes kommt es darauf an, wer das beste Auto hat.”

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Todt plädiert für Kostensenkungen

F1 zu teuer

Der neue FIA-Präsident Jean Todt war lange Zeit ruhig, jetzt meldete er sich kurz vor dem Jahreswechsel in der französischen Tageszeitung Le Figaro zu Wort. “Die Formel 1 ist zu teuer”, schlägt er die gleiche Linie ein wie sein Vorgänger Max Mosley.

“Es ist traurig, dass Honda, BMW und Toyota gegangen sind, aber wenn man enorme Summen ausgibt, ohne die erwünschten Ergebnisse einzufahren, ist das unvermeidlich.” Andererseits freut sich Todt, dass mit USF1, Campos, Virgin und Lotus vier neue Teams hinzukommen.

Allerdings müsse man die Kosten weiter senken, da die bisherigen Maßnahmen noch nicht ausreichen würden. Damit setzt er den Sparkurs von Mosley fort, obwohl er nicht auf eine strikte Budgetgrenze setzen möchte.

Auch in Umweltfragen gibt er Mosley recht: Um die freiwillige Selbstbeschränkung der FOTA beim Thema KERS zu überdenken, hat er den ehemaligen Ferrari-Motorenchef Gilles Simon verpflichtet. Er soll eine Arbeitsgruppe zur zukünftigen Nutzung neuer Technik und der Umwelt leiten.

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© www.KFZ.de 28122009

Ekström freut sich auf Jarvis

Etwas britischer Humor

In den letzten drei Jahren musste sich Mattias Ekström gegen die gleichen Teamkollegen beweisen. 2006 fuhr er in souveräner Manier zum Titel, in den Saisons darauf reihte er sich jeweils hinter Timo Scheider ein. 2010 bekommt er einen neuen Gegner im eigenen Lager: Oliver Jarvis. “Nach einigen Jahren mit Tom Kristensen als Teamkameraden bei Abt Sportsline haben wir nun einen neuen jungen Kerl im Team”, berichtet Ekström auf seiner Webseite.

Am Können von Jarvis hat Ekström keine Zweifel mehr, immerhin begegneten sie sich in der Vergangenheit mehrfach – wenn auch nicht immer mit einem positiven Ausgang, wie etwa in Zandvoort 2009. “Ich habe den Progress, den Oliver in den letzten zwei Jahren gemacht hat, gesehen und ich denke, dass er eine Chance in dem besten Auto mit dem besten Team in der DTM verdient hat.”

Der erste Vergleich auf identischem Material wird schon in Kürze erfolgen. “Es ist bald ein Test geplant, wo ich gemeinsam mit Oliver fahren werde und ich bin sicher, dass wir Spaß haben werden.” Neben dem reinen Speed hat Jarvis seinen schwedischen Partner auch in anderen Belangen beeindruckt. “Olly, willkommen im Team, ich freue mich auf 2010 mit dir und deinem Speed, deiner Passion und etwas von deinem britischen Humor…”

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Branson über Virgin Racing

Neues Team, neue Herausforderung

Derzeit scheint Richard Branson in der Tat überall Geschäfte zu tätigen und das auch noch erfolgreich. Doch anstelle wie einst Onkel Dagobert ein Bad in seinem Geld zu nehmen, oder einfach mal ins All zu fliegen, sucht der Engländer die Herausforderung Formel 1. Ab 2010 trägt eines der vier neuen Teams den Namen seiner Firma, es wird sich zeigen, ob damit ein weiteres Kapitel über Erfolg in die Analen der Familie geschrieben werden kann. Branson ist jedenfalls optimistisch.

“Wir dachten, es wäre besser sich nach einem neuen Team umzusehen, das wir unterstützen können. Vielleicht wäre es einfacher gewesen, Brawn einen größeren Scheck auszustellen, aber ehrlich, wenn ein Team einmal alles gewonnen hat, dann kannst du das nicht mehr toppen, besser als gewinnen geht nicht”, sagte Branson zur Entscheidung.

Für Virgin Racing erwartet der 59-Jährige nicht den selben durchschlagenden Erfolg wie 2009 mit Brawn GP. “Wir erwarten nicht, dass uns das Glück so hold ist wie in der letzten Saison. Wir sind uns im Klaren, dass wir über die nächsten Jahre das Team aufbauen müssen. Aber es ist aufregend, das zu tun.”

Besonders freut sich Branson nach wie vor über die Tatsache, dass Timo Glock dem neuen Team beigetreten ist und dafür auf einiges verzichtet hat. “Timo Glock zu haben, der damit eigentlich eine auf eine Menge Geld verzichtet hat und auf die Sicherheit gefahrene und getestete Autos zu bekommen, war eine unglaublich wichtige Unterstützung für uns.”

Doch Branson sieht nicht nur wegen der Fahrerbesetzung Virgin Racing auf einem guten Weg, sondern auch wegen der Finanzierung. Man bewege sich in einem Rahmen von 40 Millionen Pfund und mit der Festigung in der Formel 1 sollte das Team mit der Zeit fähig sein, sich selbst zu finanzieren, vor allem auch weil man dann weitere Sponsoren hinzugewinnen wird. “Ich werde bei einigen Rennen dabei sein und helfen das Team auf die Formel 1-Landkarte zu setzen, das wird helfen, Sponsoren zu finden und ich selber habe ein bisschen Spaß als Gegenleistung.”

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