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USF1 erst ab Barcelona dabei?

Die FIA um Zeit gebeten

 

Lange war es still um USF1, dann kamen Tag um Tag mehr negative Meldungen und nur ein Lebenszeichen, das besagte: “Wir sind noch nicht tot.” Gegenüber der New York Times musste Teamchef Ken Anderson nun eingestehen, dass das Team in finanziellen Problemen steckt. “Wir arbeiten mit der FIA daran, um klarzustellen wie viele Rennen wir verpassen können.”

Vor einiger Zeit hatten Bernie Ecclestone und Jean Todt angedeutet, dass das Concorde Agreement den Teams drei ausgelassene Rennen zustehen würde, bevor der Startplatz erlischt. Die FIA stellte kurz darauf jedoch klar, dass sie keinerlei verpasste Rennen dulden würde, da sich die Teams im Concorde Agreement zur Teilnahme an allen WM-Läufen verpflichtet hätten. Ein ausgelassenes Rennen sei deshalb ein Verstoß gegen das Reglement und würde bestraft.

“In einer idealen Welt könnten wir die ersten vier Rennen auslassen und in Barcelona einsteigen”, sagte Anderson. “Es ist alles möglich. Aber was würde es ihnen bringen[, den Antrag von USF1 abzulehnen]? Warum sollten sie uns einen Franchise geben und dann beim ersten Problem den Stecker ziehen?” Das sei nicht das Signal, das er von der FIA erhalten habe. “Sie möchten uns helfen, uns nicht dicht machen.”

Derzeit wartet Anderson auf eine Antwort von FIA-Präsident Todt. Je schneller diese komme, desto besser seien die Chancen, neue Sponsoren an Land zu ziehen.

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Kovalainen zur Sitzprobe

Schwierigkeiten sind kein Grund zur Aufgabe

Für Heikki Kovalainen lief es bislang nicht in der Formel 1. Drei Saisonen sind seit dem Einstieg als Stammfahrer vergangen, aber der Knoten zum Erfolg ist noch nicht geplatzt. Doch der Finne hat mit Lotus eine weitere Chance bekommen und will beweisen, dass er doch etwas von seinem hoch eingeschätzten Talent mit in die Formel 1 bringen konnte.

Mit dem Januar des neuen Jahres öffnete sich auch die Lotus-Fabrik und der 28-Jährige erschien pünktlich zur Sitzanpassung, ein wichtiges Detail, wie er auf BBC Radio Norfolk erklärte. “Es ist sehr wichtig, dass der Sitz passt, deshalb erledigen wir das gleich am Anfang. Manchmal klappt es nicht sofort und der Prozess muss wiederholt werden. Besonders wichtig ist der Rückenbereich. Wenn es nicht stimmt ist es sehr kompliziert die Form und Sitzposition zu korrigieren.”

Heikki Kovalainen hat zudem viel Vertrauen in die Fähigkeiten von Mike Gascoyne, der für die technische Entwicklung zuständig ist. “Wir können schon zuversichtlich sein ein gutes Auto zu haben. Sicher nicht so schnell wie ein McLaren oder Ferrari, aber dennoch gut, zuverlässig, eins mit dem wir testen können und das wir gut weiterentwickeln können.” Wenn das Auto gebaut wird hat der Fahrer natürlich wenig Einfluss, aber sobald es um das Setup und grundlegende Dinge geht können die Fahrer den Ingenieuren Anweisungen und Richtlinien geben und Kovalainen habe zumindest in diesem Bereich sehr viel gelernt. “Ich möchte mich mit einbringen, deshalb bin ich hier, gleich, vom ersten Tag an.”

Das neue Auto wird sich wie ein Formel 1-Auto anfühlen, da ist sich der Finne sicher. In Sachen Grip erwartet er die größten Unterschiede. “Ich erwarte nicht, dass wir am Anfang viel Grip haben werden, das wird erst mit der Weiterentwicklung kommen. Aber ansonsten wir es ein richtiges Rennauto werden.”

Eine schwierige Entscheidung sei der Schritt zu Lotus nicht gewesen, denn sowohl Mike Gascoyne, als auch Tony Fernandes überzeugten mit Professionalität. “Ihr Ziel ist es erfolgreich zu sein, das ganze Projekt nehmen sie sehr ernst und als ich mit Mike und Tony gesprochen habe kam das auch so rüber. Ich habe mit anderen Teams gesprochen, aber am Ende gab es nicht viel nachzudenken.”

Jetzt gilt es also, sich zu beweisen, betont Kovalainen erneut. “Was ich bei McLaren gelernt habe, kann ich für das neue Team und die Zukunft nutzen. Es ist eine gute Gelegenheit für mich und hoffentlich kann ich etwas für Lotus tun. Am Anfang wird es nicht leicht sein. Wir können noch nicht abschätzen, wie gut wir sein werden, bis das Auto auf der Strecke war. Aber wir wollen vor den anderen Neueinsteigern sein, das ist das erste Ziel.”

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D’Ambrosio nicht auf Renault-Liste

Eines Tages GP fahren

Der Belgier Jerome d’Ambrosio wird sich weiterhin auf seinen Job in der GP2-Klasse konzentrieren, sieht aber einen Aufstieg in die Formel 1 nicht als unmöglich. Nur momentan sei der Zeitpunkt dazu noch nicht gekommen. “F1 steht nicht auf dem Plan”, sagte er der belgischen Sportzeitung La Derniere Heure. “Alles, was in den letzten Wochen passierte, war positiv für mich, aber es ist keine Garantie für irgendetwas.”

“Meine Hoffnungen belaufen sich darauf, eines Tages Grands Prix zu fahren”, erklärte der Gesamt-Neunte der GP2 von 2009 weiter. “Aber zuvor muss ich mich auf meinen Job in der GP2 konzentrieren und der lautet Rennen zu gewinnen. Wenn ich am Ende des Jahres nicht die Möglichkeit haben würde, in einem F1-Auto zu sitzen, würde es schwierig. Aber auch wenn ich nicht abgelenkt werde, ist mein Ziel nicht länger nur ein Traum.”

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Hamilton

Habe Alonso weggeblasen

Bei einem Interview beim McLaren-Sponsor Johnnie Walker erinnerte sich Lewis Hamilton noch einmal an seine erste Formel 1-Saison und den am Ende nicht erreichten WM-Titel. Unzufrieden ist er aber bis heute damit nicht. “Ich gab mir definitiv nicht die Schuld für das verpasste Jahr”, erklärte der 25-jährige. “Es war meine erste Saison in der Formel 1, an der Seite eines Weltmeisters – eines Doppelweltmeisters. Und ich habe ihn weggeblasen. Ich schlug ihn. Niemand ist jemals in sein erstes Jahr gekommen und war an der Front, alleingelassen, einen Weltmeister zu schlagen, seine Mentalität und Stärke, die er aus seiner Erfahrung in der Formel 1 bis zu diesem Punkt bereits hatte, zu schlagen.”

Hamilton erfüllt es mit Stolz, was er in seiner ersten Saison im Jahre 2007 vollbracht hat. “Ich bin sehr stolz auf die ganze Erfahrung, die Weltmeisterschaft für die meiste Zeit des Jahres angeführt zu haben. Und es ist ganz gewiss abscheulich daran zu denken, dass wir sie in den letzten paar Rennen verloren haben. Es gibt keine Antwort, mit der ich vielleicht herumkommen könnte, einfach nur Schicksal.” Er verlor damals den Titel an Kimi Räikkönen um einen Punkt, lag mit Teamkollege Alonso punktgleich, wurde aber Vizeweltmeister. Hamilton meint, dass die letzten beiden Saisonrennen, damals in China und Brasilien, die Niederlage bedeuteten. “Ich führte und brauchte in den letzten zwei Rennen nur ein paar Punkte”, sagte er. “Die schlechtesten zwei Rennen des gesamten Jahres. In einem fiel ich aus und im zweiten stoppte das Auto. Und es hatte noch nie zuvor gestoppt. Es war aber eine Erfahrung und sie machte mich zu dem, was ich heute bin.”

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McLaren lässt Fahrer gegeneinander fahren

Keine Stallorder

 

Mit Jenson Button und Lewis Hamilton schickt McLaren in der Saison 2010 die Weltmeister der letzten beiden Jahre gemeinsam ins Rennen. “Wir werden die Ansprüche und Erwartungen unserer Fahrer im Griff haben”, sagt Teamchef Martin Whitmarsh. “Sie wissen, wie man gewinnt und sie werden sich beide zu noch besseren Leistungen antreiben.”

Aus der Sicht von Whitmarsh ist das Luxusproblem, zwei Weltmeister im Team zu haben, ein sehr schönes Problem. “Einige Teams finden das vielleicht schwierig, aber wir genießen es.” Mit Button und Hamilton habe man zudem zwei Teamplayer, die wüssten, wie man miteinander umzugehen habe. “Meine Aufgabe ist es, ihren Rennfahrerinstinkt zu managen”, so Whitmarsh. “Sie fahren gegeneinander und meine einzige Anweisung wird es sein, sich auf der Rennstrecke gegenseitig zu respektieren – davon abgesehen dürfen sie frei fahren.”

Überall konkurrenzfähig

 

Auch Managing Director Jonathan Neale ist von der Fahrerpaarung begeistert: “Ich bin davon überzeugt, dass es eine fantastische und konkurrenzfähige Partnerschaft wird. Sie bringen beide Fähigkeiten mit, die sich ab Januar dank ihrer Erfahrung und ihres Wissens auf viele Weisen auswirken werden – gerade während der Testphase.”

Auf eine gewisse Weise ergänzen sich Button und Hamilton. “Es könnte Strecken geben, auf denen Jenson besser ist und genauso welche, auf denen Lewis besser abschneidet”, erklärt Neale. So habe Button in der Vergangenheit auf Highspeed-Kursen brilliert. “Wir freuen uns darauf, das unserem Arsenal hinzuzufügen.” So lange beide Fahrer das gleiche, konkurrenzfähige Material haben, sei das kein Problem. “Dann hoffen wir, dass wir überall konkurrenzfähig sein werden.”

Starke Konkurrenz

 

Das sicherzustellen ist die Aufgabe der Designer des MP4-25. “Es ist noch zu früh, um mit Sicherheit zu sagen, wie konkurrenzfähig wir sein werden, aber wir sind das Fahrzeugdesign aggressiver angegangen als in der Vergangenheit”, betonte Engineering Director Paddy Lowe. Die großen Entwicklungsfortschritte am MP4-24 sind direkt in die Entwicklung des neuen Autos geflossen.

“Wir glauben, dass wir sehr gute Fortschritte machen, aber es gibt einige sehr gute Teams – ich wäre überrascht, wenn Red Bull und Ferrari nicht ebenfalls sehr starke Pakete bringen würden und ich glaube, auch Mercedes GP wieder ein extrem schnelles Auto bauen”, so Lowe. “Man darf in diesem Geschäft niemanden abschreiben.”

Reifenabbau vom Auto, nicht vom Fahrer

 

Der saubere Fahrstil von Jenson Button soll bei der Entwicklung des Autos keine Probleme bereiten. Neale sagt, dass beide Fahrer einen relativ neutralen Fahrstil hätten – ebenso wie Testfahrer Pedro de la Rosa. “Es ist also unwahrscheinlich, dass wir da nächstes Jahr ein Problem haben werden.”

Auch das Tankverbot und die Tatsache, dass die Fahrer jetzt mit mehr Benzin fahren und somit das Haushalten mit den Reifen wichtiger werden könnte, schreckt Neale nicht zurück. “Wir glauben nicht, dass das der Fall sein wird”, sagt er. Ein Blick auf frühere Beispiele beweise das Gegenteil: “Im Vergleich eines Fahrers, der hart mit den Reifen umgeht, und eines Fahrers, der das nicht macht, ist es selten, dass der hart fahrende Pilot im Rennen zurückfällt”, meint Neale. “Der Speed eines Fahrers ist von vielen Variablen abhängig – aber die Haltbarkeitsprobleme werden von der Charakteristik des Autos ausgelöst, nicht vom Fahrer.”

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