Williams hofft auf gutes Ergebnis

Beide im Q3

 

Beide Autos in den Top-10: Bei Williams herrschte nach dem Qualifying Zufriedenheit vor. “Es war ganz ordentlich”, sagte Nico Hülkenberg. “Es ist nicht schlecht, beide Autos im Q3 zu haben. Leider hatte ich dann nur noch einen gebrauchten weichen Reifensatz übrig, der nicht mehr ganz optimal war, aber es war okay.”

Ansonsten hätte er seinen Teamkollegen Rubens Barrichello auf Platz 7 vielleicht schlagen können. Aber auch so ist Hülkenberg zufrieden. “Es war ein spannendes Qualifying, das Wetter brachte Spannung rein, es war nicht einfach, aber eine schöne Herausforderung.” Ähnlich wird es am Sonntag zugehen. “Ich würde gerne Punkte nach hause fahren. Aber keiner kann das Wetter vorhersagen, es wird ein spannendes Rennen.”

Das sieht Barrichello nicht anders. “Wir hatten am Vormittag einige Setupprobleme, aber das Team fand eine tolle Lösung und machte das Auto besser – das zahlte sich aus. Ich bin mit Platz 7 zufrieden und möchte jetzt ein gutes Ergebnis in meinem 300. Rennen einfahren.”

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Kubica knapp an Reihe 1 gescheitert

Kein Sieg in Sicht

 

Damit hatte vor dem Wochenende niemand gerechnet: Robert Kubica fuhr im Renault auf Startplatz 3. Dabei verpasste der Pole nur knapp einen Startplatz in der ersten Reihe. Erst in letzter Sekunde schnappte ihm Lewis Hamilton den zweiten Rang weg.

Mitverantwortlich für den Formanstieg ist der neue F-Kanal, den Renault in Spa erstmals einsetzte und der vom ersten Training an gut funktionierte. “Wir waren in jeder Session in den Top-5 – unter allen Bedingungen”, betonte Kubica. “Mit dem F-Kanal scheinen wir konkurrenzfähiger zu sein.” Im Qualifying hoffte er auf Platz 3. “Bis kurz vor Ende war ich sogar Zweiter, aber ich konnte meinen zweiten Satz weiche Reifen nicht nutzen.”

Sieg außer Reichweite

 

Der Grund dafür war ein Problem mit der Benzinzufuhr, das Kubica den zweiten Run im Q3 kostete. “Das Auto ging kurz vor der Boxeneinfahrt aus und die Mechaniker mussten mich zurück in die Box schieben”, beschrieb der Pole. “Dadurch wusste ich sofort, dass ich keinen zweiten Anlauf mehr haben würde. Ich betete für Regen und es kamen auch einige Tropfen, aber nicht genug.”

Für das Rennen sieht Chefingenieur Alan Permane Kubica in einer guten Ausgangsposition. “Wir haben uns diesen Platz verdient und können um einen Podestplatz fahren”, so der Ingenieur. An den Sieg denkt Kubica aber nicht. “Ein Sieg liegt außer Reichweite, aber im Motorsport kann alles passieren. Wir werden unser Bestes geben und wollen das Maximum aus dem Wochenende herausholen.”

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Qualifying

Webber in Spa auf Pole

 

Die Serie hält: Bis auf den Kanada GP in Montreal stand in dieser Saison immer ein Red Bull auf der Pole Position. So auch in Spa-Francorchamps, das eigentlich als McLaren-Strecke gilt. Diesmal war es der WM-Spitzenreiter Mark Webber, der sich in 1:45.778 Minuten die Pole Position sicherte.

Neben Webber startet im Rennen Lewis Hamilton aus der ersten Reihe. Der McLaren-Pilot schnappte sich in letzter Sekunde Platz 2 vor Robert Kubica. Sebastian Vettel rundet die zweite Startreihe ab. Jenson Button und Felipe Massa stehen in Reihe 3. Die Top-10 komplettieren Rubens Barrichello, Adrian Sutil, Nico Hülkenberg und ein enttäuschter Fernando Alonso.

Regenchaos

 

Die beiden Mercedes-Piloten scheiterten am Einzug ins Q3. Michael Schumacher belegte Platz 11, Nico Rosberg Platz 12. Beide erhalten jedoch eine Strafe: Schumacher muss wegen des Barrichello-Manövers von Budapest 10 Plätze zurück, Rosberg verliert wegen eines Getriebewechsels nach dem 3. Training 5 Plätze.

Das erste Qualifying wurde vom Chaos beherrscht: Angesichts des drohenden Regens gingen alle Fahrer auf Anhieb auf die Bahn, doch ein Dreher von Vitaly Petrov rief eine rote Flagge hervor – sobald das Q1 wieder lief, begann es zu regnen. Bei einsetzendem Regen kreiselten die Fahrer reihenweise von der Bahn, Michael Schumacher fuhr Zickzack durch die kreiselnden Autos.

“Ich wollte den Kerb austesten und es war zu nass”, gestand Petrov. “Ich wäre lieber in die Top-10 gekommen. Von dort ist es einfacher, um einen Topplatz zu kämpfen.” Neben Petrov schieden auch beide Sauber im Q1 aus; Kamui Kobayashi und Pedro de la Rosa flogen beim Schlussangriff an der gleichen Stelle von der Strecke. So schafften Timo Glock und Heikki Kovalalainen den Sprung unter die Top-17 und ins Q2.

Das Qualifying im Überblick

 

 

 

 1. Session

 

 

 

 

 Zwischenfälle: Rosberg Getriebewechsel; Petrov Dreher (rot); Regenchaos; Kobayashi Abflug; de la Rosa Abflug

 

 

 ausgeschieden: Trulli, Kobayashi, Senna, Yamamoto, de la Rosa, di Grassi, Petrov

 

 

 Top-6: Rosberg, Hülkenberg, Barrichello, Kubica, Hamilton, Alonso

 

 

 2. Session

 

 

 

 

 Zwischenfälle: Massa Dreher; Liuzzi Dreher

 

 

 ausgeschieden:  Schumacher, Rosberg, Alguersuari, Liuzzi, Buemi, Kovalainen, Glock

 

 

 Top-6: Hamilton, Button, Vettel, Webber, Sutil, Kubica

 

 

 

 

 3. Session

 

 

 

 

 Zwischenfälle: keine

 

 

 

 

 Top-6: Webber, Hamilton, Kubica, Vettel, Button, Massa

 

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3. Freies Training

Webber vor Hamilton

 

Der Freitag fiel in Spa typisch ins Wasser. Am Samstagvormittag begrüßte die Teams sogar kurzzeitig so etwas wie Sonne. Nach gut 40 Minuten Trockentraining kehrte der Regen jedoch zurück und beendete das 3. Freie Training vorzeitig. Trotzdem konnten die Teams in der Anfangsphase die ersten Trockenerfahrungen dieses Wochenendes sammeln.

Am besten kam damit Mark Webber zurück. Red Bull dominierte wie erwartet im Mittelsektor der Strecke mit schnellen Kurven. In 1:46.106 Minuten setzte sich Webber an die Spitze der Zeitenliste – vor Lewis Hamilton und Sebastian Vettel.

Für den Deutschen endete das Training mit einem technischen Problem: Vettel blieb in der Boxeneinfahrt stehen und musste von den Streckenposten langsam zurück geschoben werden. Danach begann das Team mit fieberhaften Arbeiten am Heck seines RB6.

Hinter Webber, Hamilton und Vettel komplettierte Jenson Button die Top-4 im zweiten McLaren. Bester Verfolger der besten Vier war Robert Kubica, der am Samstag zum ersten Mal im Trockenen mit dem neuen F-Kanal fahren konnte. Die Ferrari-Piloten Fernando Alonso und Felipe Massa belegten die Plätze 6 und 7. Die Top-10 rundeten Adrian Sutil, Nico Hülkenberg und Kamui Kobayashi ab.

Die Mercedes-Fahrer blieben unauffällig. Michael Schumacher fuhr auf Platz 14, Nico Rosberg direkt dahinter auf 15. Für beide Fahrer war es die erste Gelegenheit, die modifizierten Teile an ihrem Silberpfeil im Trockenen auszuprobieren. Neben dem Unterboden stand dabei vor allem der F-Kanal im Mittelpunkt der Tests.

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Red Bull auch mit neuem Flügeltest legal

Bauer fand keine Probleme

 

Red Bull hat am Freitag in Belgien den verschärften Test für die Vorderflügel bestanden. Der RB6 war neben dem F10 von Ferrari im Verdacht gestanden, zu flexible Vorderflügel zu haben, da sich die Endplatten bei hohen Geschwindigkeiten sehr nahe an der Straße befanden. Deswegen wurden die Belastungen für den Test von 50 auf 100 Kilogramm verdoppelt und die Endplatten durften sich statt 10 Millimeter 20 Millimeter nach unten verbiegen. Neben dem RB6 wurde auch der McLaren MP4-25 überprüft und bestand ebenfalls. Außer dem Vorderflügel wurden auch die Unterböden getestet.

In Italien geht es an den Unterboden

 

Laut dem Technikdelegierten Jo Bauer entsprachen beide Autos dem Reglement der Formel 1 2010. Für Red Bull ist damit aber noch nicht alles erledigt, denn es gab den Verdacht, dass der tief liegende Vorderflügel auch mit der Verkleidung oder dem Unterboden zu tun haben könnte, weswegen es beim Italien Grand Prix neue Tests für den Unterboden und weitere Regel-Klarstellungen geben wird. Für Mercedes GP Teamchef Ross Brawn, der sich durchaus kritisch zu den Flügeln von Red Bull und Ferrari geäußert hatte, war die Sache ein normaler Teil der Formel 1.

“Es gab bei einigen Autos einen offensichtlichen Effekt auf der Strecke, der nicht erklärbar war und wir wollten eine Klarstellung, wie die Regeln angewendet werden”, meinte Brawn. “Wenn wir über einen Prozess sprechen, der sich über die Jahre durchgezogen hat, dann ist das der Prozess, den wir alle durchlaufen, das ist die Natur der Formel 1. Ich weiß, einige der beteiligten Teams waren mit meinen Kommentaren nicht sehr glücklich – oder mit denen von McLaren -, aber ich war auch nicht sehr glücklich über ihre Kommentare, die sie voriges Jahr wegen des Doppeldiffusors gemacht haben. Das ist die Natur der Formel 1. So arbeiten wir und wenn wir etwas auf einem anderen Auto sehen, das wir nicht mögen, werden wir bei der FIA nachfragen und wenn FIA sagt: ‘Nein, so wird es sein’, dann sind wir dabei.”

Ferrari hat nicht umgebaut

 

Der Ferrari wurde am Freitag noch nicht für den neuen Flügeltest ausgewählt. Er könnte aber nach dem Qualifying am Samstag oder bei der Überprüfung nach dem Rennen noch zur Prüfung auserkoren werden. Fernando Alonso meinte am Freitag nur, Ferrari habe wegen der verschärften Tests nichts am Auto verändern müssen.

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