Korea

Rennen durch Streit gefährdet

 

Bereits seit einiger Zeit gibt es Spekulationen, dass der erste Große Preis von Korea in diesem Jahr nicht stattfinden könnte. Bislang ging es um Probleme mit der Fertigstellung der Strecke. Das dementierten die Organisatoren mehrfach und auch Bernie Ecclestone betonte, dass die Strecke rechtzeitig fertig sein werde, damit der Grand Prix über die Bühne gehen kann.

“Aber wenn es Krieg gibt, werden wir natürlich nicht dort sein”, sagte Ecclestone in der Türkei noch scherzhaft. Mittlerweile werden die Sorgen um die Lage zwischen Nord- und Südkorea immer größer. Südkorea wirft Nordkorea einen Torpedoangriff auf ein Kriegsschiff vor. Bei dem Vorfall kamen 46 Menschen ums Leben. Ein hochrangiger nordkoreanischer Diplomat deutete sogar einen Krieg an.

Angeblich soll der Streckenbau angesichts der Spannungen der beiden Nachbarländer erneut ins Stocken geraten sein. Zudem sollen die Formel-1-Teams noch keine Flüge und Hotels endgültig gebucht haben. Sollte der Korea GP tatsächlich abgesagt werden, würde eine vierwöchige Pause vor den Rennen in Brasilien und Abu Dhabi entstehen.

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Schumacher freut sich auf Arbeitsbeginn

Niemandem etwas zu beweisen

 

Wenn man gut Kochen will, braucht man die richtigen Zutaten, allerdings bedeutet das dann noch lange nicht, dass das Essen auch gut wird. Michael Schumacher zeigte sich deswegen bei der Mercedes-GP-Präsentation am Montag in Stuttgart auch etwas vorsichtig. Er betonte, dass zwar alle Zutaten vorhanden wären, es aber etwas Anderes sei, auch ein gutes Ergebnis zu holen. “Mit der Erfahrung von Ross, dem vorigen Jahr, mit Mercedes an Bord, mit all dem Know-how, der Qualität und mit mir kann es nur ein Ziel geben. Aber das ist die eine Sache, es dann zu erreichen, eine andere”, sagte Schumacher.

Egal ob jung oder alt

 

So oder so war er aber schon heiß darauf, endlich mit der richtigen Arbeit loslegen zu können und wieder zu testen. “Ich bin es gewohnt, im Winter zu testen. Es dauert viel zu lange, bis es losgeht. Aber so ist es. Wir sind heiß auf nächste Woche. Ich habe keine Bedenken. Beim GP2-Test und allen Untersuchungen lief alles gut.” Auf der Strecke wird dann allerdings einiges an Konkurrenz warten. Schumacher selbst wusste, dass es statt wie früher zwei starke Teams nun drei oder vier gibt. “Im vorigen Jahr hat sich einiges verändert, vielleicht passiert das wieder, aber das spielt auch keine Rolle. Ob jung oder erfahren, spielt auch keine Rolle. Im Auto schaut man nicht nach dem Alter. Man schaut, wer besser ist, egal wer es ist.”

Nicht egal war, was Schumachers Frau zu seinem Comeback sagt, deswegen hatte er auch ein langes Gespräch mit ihr. “Sie betrachtet es aus der Distanz, wägt Pro und Contra ab. Am Ende hat sie mir die Entscheidung überlassen.” Überhaupt erst eine Entscheidung nötig gemacht hatte Ross Brawn. Schumacher erklärt, dass er schon wusste, was er am Telefon fragen würde. “Wir waren oft in Kontakt, bei Honda deutete er schon eine Option an, aber dafür war ich nicht bereit. Manchmal kam dann ein Scherz von ihm oder eine ernsthafte Frage. In Abu Dhabi haben wir das Thema abgeklopft und hauptsächlich gefeiert. Danach hat er mich angerufen. Zu diesem Zeitpunkt des Jahres war dann klar, dass er fragen würde.”

Und mit der Antwort ging dann auch einher, dass er Ferrari verlassen musste. Schumacher betonte, Ferrari sei Teil seiner Geschichte und werde immer Teil seines Herzens sein. “Ich kann gute Zeiten und Erfolge nicht vergessen. Ich freue mich schon darauf, Freunde wieder zu treffen. Ich rufe Stefano [Domenicali] oft an, er hat mich auch auf eine Skiwoche eingeladen. Wir sind noch Freunde, das wird auch nicht aufhören, wenn wir gegeneinander fahren. Wir müssen die Vergangenheit deswegen nicht vergessen”, meinte er. Aufgrund seiner eigenen Vergangenheit wollte Schumacher nun auch keinen größeren Druck auf sich sehen. Er sei immer motiviert, konzentriert und entschlossen, das sei jetzt auch so.

Etwas unwohl

 

Wie der Faktor Auto mit Riesentank in das Puzzle passen wird, konnte er aber nicht sagen, da weder er noch ein anderer Fahrer jemals mit so viel Benzin an Bord gefahren ist. “Ich fühle mich etwas unwohl, das ist aber für alle so. Wir müssen den Fahrstil anpassen, vom Anfang des Rennens mit viel Sprit bis hin zum Ende mit wenig Sprit. Das ist für alle gleich.” Zwar erlebte er durchaus auch früher schon Zeiten mit Tankverbot, doch damals seien die Autos ganz anders gewesen und die Regeln hätten sich entwickelt. “Nico und ich haben Erfahrung mit etwas Ähnlichem, aber das zählt nicht. Das Auto wird schwerer sein, man muss an die Strategie denken und Erfahrung sammeln, wie man die Regeln gegen andere Teams am besten nutzen kann. Man muss sich immer an die Umstände anpassen, das ist der Schlüssel.”

Schumacher selbst hat sich aber auch ein wenig angepasst. Er ist ein wenig erfahrener und betrachtet die Dinge nach seiner Meinung nun aus einem etwas anderen Blickwinkel. “Hoffentlich ist das positiv, aber das werden wir herausfinden.” Und das will er ohne irgendwelchen besonderen Druck tun. Er meint nicht, irgendwem etwas beweisen zu müssen. “Ich muss mir nur selbst zeigen, dass ich es noch kann. Der Hauptgrund, warum ich das tue, ist, weil ich wieder Lust darauf habe. Es ist aufregend, in der Königsklasse wieder Rennen am Limit zu fahren. Im Go-Kart war es toll, aber das hier ist eine Stufe höher.” Und das noch dazu in einer sehr deutschen Mannschaft, weswegen er noch meinte: “Wir müssen Angela Merkel überzeugen, die Nationalfarben zu ändern: statt Gold sollte es Silber sein in Schwarz, Rot, Gold.”

Der entscheidende Faktor

 

Vielleicht sollte er dafür Brawn zur deutschen Kanzlerin schicken, denn bei Schumacher selbst war er äußerst überzeugend. “Ross war der entscheidende Faktor. Ohne Ross hätte ich den zündenden Funken nicht noch einmal erlebt. Nach dem Sommer gab es zwar ein kleines Feuer, aber Ross hat letztendlich den Brand entfachen können. Natürlich war die Konstellation mit Mercedes auch sehr wichtig, für mich wäre das ohne sie auch nicht gegangen.” Immerhin war der Mercedes-Motor voriges Jahr nicht schlecht, gepaart mit dem Können von Brawn rechnete sich Schumacher da doch einiges aus. Vom Design des Autos war er jedenfalls schon angetan. “Hoffentlich ist das Auto auch so schnell, wie das Design aussieht.”

Dass er Brawn nun bereits so lange kennt, wollte er nicht als Zeichen dafür sehen, dass er gegenüber Nico Rosberg bevorteilt werden wird. “Ich habe den Vorteil, dass ich Ross kenne und ihn gut einschätzen kann. Er weiß, wie ich denke und agiere. Das ist hilfreich. Das heißt aber nicht, dass ich bevorteilt werde.” Einem anderen Landsmann wurde Schumacher aber klar vorgezogen, so hatte auch Nick Heidfeld Hoffnung darauf, bei Mercedes als Einsatzfahrer unterzukommen, wird nun aber wohl nur Testfahrer werden. Schumacher erzählte, dass er mit Heidfeld Kontakt hatte und der auch fragte, wie die Situation aussehe. “Ich habe ehrlich geantwortet. Mir war das schon bewusst, aber auf der anderen Seite ist es wohl OK, wenn jeder auf sich selbst schauen darf”, meinte Schumacher.

Unerwartete Dimension

 

Das plante er auch auf der Strecke, wo er zwar nicht sofort Siege erwartete, aber doch den Anschluss an die Top Teams haben und um Podestplätze fahren wollte. “Zunächst will ich gute Punkte sammeln und dann vielleicht nächstes Jahr Siege holen und um die Meisterschaft fahren.” Bis dahin wird vielleicht auch der Rummel ein wenig kleiner geworden sein. So fühlt sich Schumacher derzeit zwar fit und hat sein Wunschgewicht, mit einer derartigen Aufregung um seine Rückkehr hatte er aber nicht gerechnet. “Diese Dimension kann einem nicht bewusst werden. Nach dem Sommer war aber schon eine gewisse Vorahnung da.” Besonders interessant wird die Reaktion in Italien, wobei er von dort bislang eher Positives gehört hat. “Es gibt sicher andere, die mich gerne in Rot sehen wollen. Das kann man nach der schönen Zeit verstehen. So wie ich die italienischen Fans kenne, werden sie aber eher froh sein, dass ihr Michele wieder zurück ist.”

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Silverstone im neuen Glanz

Aufrüsten für die Formel 1, umrüsten für die MotoGP

Es ist hinreichend bekannt, dass Bernie Ecclestone zu den größten Kritikern der Silverstone-Strecke gehört. Damit der Formel 1 Zampano bei der Rückkehr nach Silverstone weniger zu hadern hat als in den vergangenen Jahren, soll die Strecke bestens präpariert werden, aber auch die Fans gehen nicht leer aus.

“Es wird ein neues Zeitalter für die Strecke und vielleicht wird sie wieder zu dem, was sie einst war: ein extrem schneller Kurs”, sagte John Rhodos, Gesellschafter der engagierten Architektur-Firma bei Autosport. “Man muss mit dem arbeiten, was die Umgebung her gibt, es ist nun einmal ein ehemaliger Militärflughafen.” Ein völliger Umbau ist damit ausgeschlossen das Grundlayout bleibt wie es ist.

Die FIM habe für die MotoGP einige Änderungen gefordert, die auch umgesetzt werden. “An einigen Stellen setzen wir die Absperrungen etwas zurück, dafür kommen die Fans an anderer Stelle näher an die Strecke heran. Die Zuschauer werden einiges mehr davon haben. Wir haben die Möglichkeit die Haupttribüne anders anzulegen und alles ein bisschen neu zu ordnen. Frischer Wind ohne aber alles umzukrempeln.”

Rhodos betont, dass Silverstone niemals ein Abu Dhabi werden kann, was die finanziellen Mittel betrifft, sieht aber dennoch den Reiz, den die Strecke ausmacht. Noch ist aber nicht entschieden, ob der Grand Prix von Großbritannien der Formel 1 2010 auf der neun Arena-Strecke ausgetragen wird. “Um ehrlich zu sein, weiß ich das noch nicht. Ich wäre überrascht wenn es 2010 schon soweit wäre. Es ist das Layout für die MotoGP und wenn es nach uns geht ist dieses im März fertig und wir müssten es schon jetzt anbieten können.”

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Schumacher dankt Ferrari

Abschied aus Maranello

 

Elf Jahre lang waren Michael Schumacher und Ferrari auf der Rennstrecke unzertrennlich. Drei weitere Jahre blieben der Deutsche und die Scuderia verbunden. Damit ist jetzt Schluss. Ab der Saison 2010 wechselt Schumacher die Farben von Rot zu Silber. “Es war kein einfacher Schritt, ehrlich gesagt, denn ich habe viele Freunde bei Ferrari und gute Erinnerungen an meine Zeit dort”, gesteht Schumacher.

Der einzige Grund, warum er über ein Comeback bei einem anderen Teams als Ferrari nachdachte, waren alte Freunde: Ross Brawn und Mercedes. “Ich möchte gar nicht leugnen, dass mich die Vorstellung eines deutschen Teams in der Formel 1 extrem reizt – ich glaube, das würde jedem deutschen Rennfahrer so gehen”, erklärt Schumacher. “Und natürlich spielt es eine große Rolle, dass ich bei Mercedes Grand Prix wieder mit Ross arbeiten kann.”

Der Hunger ist zurück

 

Das ist aber nicht alles: “Vor allem ist auf einmal mein alter Rennfahrer-Hunger wieder erwacht. Noch in Abu Dhabi, als Ross mich fragte, ob ich mir eine Rückkehr vorstellen könne, fühlte ich mich nicht bereit dafür. Doch nur zwei Wochen später, als er mich erneut anrief, merkte ich, wie das alte Feuer hochkam. Plötzlich hatte mich das Fieber wieder gepackt.” Die Vorstellung, wieder in einem Formel-1-Auto um die Weltmeisterschaft zu fahren, war für ihn wieder aufregend.

Bis dahin hatte er Comebackwünsche bestritten. “Der Initialzünder war die Verletzung von Felipe [Massa] im Sommer und die damit verbundene unvorhersehbare Situation”, bestätigt Schumacher, der eigentlich plante, seine Karriere bei Ferrari zu beenden. “Ich hatte vorher keine andere Motivation und wollte eigentlich auch Luca di Montezemolo absagen.” Doch der erste Test in Mugello und die weltweiten Reaktionen machten Schumacher wieder Lust auf mehr. “Ich habe gespürt, wie wohl ich mich in einem Auto fühle, trotz der Schmerzen, wie schnell ich mich darin zurechtgefunden habe.”

Initialzündung im Sommer

 

Das Gespräch mit Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo verlief positiv. “Er hatte mitbekommen, dass ich sehr enttäuscht war, als ich im Sommer das Comeback mit Ferrari absagen musste”, sagte Schumacher, der bei Ferrari keine Möglichkeit auf ein Cockpit in der Saison 2010 bekam. “Es war aber auch in keiner Weise vorherzusehen, dass diese Möglichkeit entstehen würde.” Erst im November habe Ross Brawn Schumachers Rennfahrerherz begeistern können. “Da hat es in mir gefunkt und ich bin zufrieden, diese Entscheidung getroffen zu haben.”

Trotzdem gelten seine Gedanken Ferrari. “Ich bin sehr froh darüber, dass die Trennung so harmonisch abläuft und wir weiterhin in Freundschaft verbunden sind”, so Schumacher. “Ich möchte einen großen Dank an Luca di Montezemolo und das gesamte Team aussprechen, für all die gemeinsame Zeit – und dafür, dass sie mir die Möglichkeit geben in Freundschaft zu gehen.” Solche Taten machen Freundschaften aus, meinte er. “Denn auch wenn der Vertrag noch nicht unterschrieben war, hatten wir uns doch die Zusammenarbeit in die Hand versprochen. Nach diesen 14 Jahren werde ich ein großes Stück Ferrari immer im Herzen tragen, und ich werde nie die Zuneigung und Begeisterung der tifosi vergessen.”

Ab sofort sind die roten Autos jedoch Gegner wie alle anderen auch. “Die Verbundenheit wird bleiben, auch wenn wir uns auf der Strecke duellieren werden – denn ich bin sicher, Ferrari wird zur alten Stärke zurück finden, weil die Mannschaft so gut und gefestigt ist.”

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Räikkönen vor Rallye-Einstieg mit Citroen

Zwischen Platz 3 und 5

 

Die Formel-1-Laufbahn von Kimi Räikkönen endete – vorerst – mit einem 12. Platz in Abu Dhabi. Im Jahr 2010 möchte der Finne eine F1-Auszeit nehmen und vielleicht mehr Rallyes bestreiten. Laut Informationen der offiziellen WRC-Website scheint ein Rallye-Deal zwischen Räikkönen und Citroen näher als man glaubt. So soll der F1-Champion von 2007 alle 13 WRC-Läufe in einem C4 bestreiten.

Bislang sei noch nichts unterschrieben, aber laut eines Informanten fehlen nur noch Details, um den Vertrag zu unterzeichnen. Es wird eine Bekanntgabe in den kommenden Tagen erwartet. Finanziert werden soll das Rallye-Engagement von Räikkönens Privatsponsor Red Bull, der gleichzeitig auch Hauptsponsor des Citroen Rallye Teams ist. Angeblich soll Red Bull auch daran interessiert sein, Räikkönen 2011 als zweiten Fahrer neben Sebastian Vettel ins F1-Team zu holen. Bei seinem bislang einzigen WRC-Auftritt bei der Rallye Finnland lag Räikkönen in diesem Jahr trotz Motorproblemen auf Platz 15 – dann stoppte ihn ein Überschlag.

Solberg: Zwischen Platz 3 und 5

 

Rallye-Pilot Petter Solberg glaubt, dass Räikkönen sich schnell einleben würde. “Mit dem richtigen Training und Tests würde er sich schnell anpassen”, sagte Solberg. “Er ist ein sehr, sehr guter Fahrer und sobald er die Grundlagen erlernt hat, etwa wie man den Aufschrieb macht, wird er viele Leute überraschen.” So war Solberg von Räikkönens Auftritt bei der Finnland Rallye begeistert.

“Wir haben gesehen, wie schnell er dort in einem Super 2000 Auto war, wenn er jetzt noch ein vernünftiges WRC-Auto bekommt, könnte er bei einigen Rallyes zwischen Platz 3 und 5 landen.” Die Begründung ist laut Solberg einfach: “Wenn man fahren kann, kann man eben fahren.” Egal in welchem Auto und bei welchem Fahrbahnbelag. Solberg kennt sowohl den Citroen C4 WRC-Wagen als auch einen Formel-1-Ferrari, den er früher in diesem Jahr testen durfte.

“Ich bin dieses Jahr ein F1-Auto und ein Le Mans-Auto gefahren und es ist genauso wie beim Rallye fahren”, betont Solberg. “Man muss angreifen und alles geben. Man muss konzentriert sein und braucht Eier. Es geht darum, zu wissen, wie man angreift und Kimi hat bewiesen, dass er das kann.”

Hirvonen: Keine Probleme beim Wechsel

 

Nicht nur Petter Solberg glaubt an das Fahrtalent von Räikkönen. “Kimi ist schnell und das Fahren wird ihm keine Probleme bereiten”, meinte Rallye-Champion Mikko Hirvonen gegenüber der finnischen Webseite Sportti.com.

Allerdings glaubt der Finne nicht, dass Räikkönen sofort erfolgreich sein kann. “Wir WRC-Piloten haben viel mehr Erfahrung. Kimi würde hingegen keine Strecke kennen. Es ist schwer vorstellbar, dass Kimi erfolgreich sein könnte – zumindest in seiner ersten Saison”, meinte Hirvonen. Sein Manager Timo Joukhi, der bereits Juha Kankkunen, Tommi Makinen oder Jari-Matti Latvala zu Top-Piloten in der Rallye gemacht hat, ist ebenfalls der Meinung von Hirvonen.

“Kimi ist ein äußerst talentierter Fahrer. Kein F1-Pilot ist auf so einem hohen Level Rallye gefahren. Aber Rallye ist ein harter Sport, wo vor allem die Erfahrung zählt. Ich glaube nicht, dass er in seinem ersten Jahr eine Chance hat” sagte Joukhi.

Prost: Schlechte Comeback-Chancen

 

Bei aller Begeisterung auf Seiten der Rallye-Cracks gibt es auch negative Kommentare zu einem möglichen Wechsel von Räikkönen in die WRC. “Er will es in der Rallye versuchen, aber er ist ein bisschen faul. Er liebt Partys und trinkt gerne über den Durst”, erklärte Ex-Weltmeister Alain Prost gegenüber Europe Radio 1. “Wenn man eine Auszeit nimmt, dann muss man das ernst nehmen und sich physisch und psychisch auf die neue Saison vorbereiten.”

Alain Prost weiß, wovon er spricht. Der 54-Jährige nahm 1992 ebenfalls eine Auszeit, ein Jahr später kehrte er in die Formel 1 zurück und holte den Titel mit Williams. Für Räikkönen könnte es nach Ansicht von Prost nicht so einfach werden, denn der Finne hat nicht nur Fans im Fahrerlager. “Er hatte Schwierigkeiten mit Teams zusammenzuarbeiten. Speziell bei Ferrari gefiel manchen seine Distanziertheit zu den Ingenieuren nicht. Sicher ist er ein toller Fahrer, aber es könnte schwierig werden, die Leute zu überzeugen, ihm 2011 eine Chance zu geben”, sagte Prost.

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Foto: Sutton

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