19. Jul, 2010
Senna & Yamamoto fahren in Hockenheim
Bruno Senna ist zurück. Nach seiner Zwangspause in Silverstone kehrt der Brasilianer beim Deutschland GP wie angekündigt in sein Cockpit zurück. Trotzdem ist sein Ersatzmann Sakon Yamamoto wieder im Renneinsatz: Der Japaner ersetzt in Hockenheim den Inder Karun Chandhok.
Das Team begründet den Fahrerwechsel in einem Pressestatement wie folgt: “Nachdem Sakon Yamamoto eine äußerst positive Leistung in Silverstone gezeigt hat, hat das Team entschieden, dem japanischen Rennfahrer erneut eine Chance zu geben.” Chandhok bleibe weiterhin ein Teil von Hispania Racing und soll voraussichtlich in einem der nächsten Rennen in dieser Saison wieder im Auto sitzen. Wann ist nicht bekannt.
Konkurrenzfähiger in Hockenheim
“Das vergangene Rennwochenende war sehr aufregend für mich, da ich im letzten Augenblick erfahren habe, dass ich das Rennen fahren sollte”, sagt Yamamoto. “Jetzt gibt mir das Team erneut die Chance, beim Rennen am Sonntag in Deutschland zu fahren und ich werde mein Bestes geben um zu zeigen, dass es die richtige Entscheidung war.”
Das Team rechnet damit, in Hockenheim gut aufgestellt zu sein. “Ich denke dass wir im Vergleich zu Silverstone wettbewerbsfähiger sein werden und deshalb wieder ein gutes Ergebnis einfahren können”, sagt Yamamoto. Teamchef Colin Kolles bestätigt: “Nach dem guten Resultat, das wir in Silverstone einfahren konnten, wollen wir so weitermachen und erneut eine gute Leistung zeigen.”
Bruno Senna freut sich auf die Rückkehr nach Deutschland, wo er viele Fans hat und 2008 in der GP2 auf dem Podium stand. “Hockenheim ist einer der Kurse, wo Abtrieb nicht so wichtig ist wie in Silverstone oder Barcelona”, erklärt Senna. “Deshalb denke ich, dass wir etwas konkurrenzfähiger mit den anderen neuen Teams sein werden und ich hoffe, dass wir wieder gute Duelle mit ihnen haben werden.”
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28. Jun, 2010
Alonso beim Heimspiel vorne
Bei seinem ersten Heimrennen in dieser Saison in Barcelona stand Fernando Alonso auf dem Podium. Dieses Ergebnis möchte er am Sonntag in Valencia wiederholen. Der Anfang ist gemacht. Im 2. Freien Training am Freitagnachmittag fuhr der Ferrari-Pilot in 1:39.283 Minuten die schnellste Zeit.
Knapp hinter dem Spanier reihte sich Sebastian Vettel ein. Der Red-Bull-Pilot hatte nur 0,056 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit des Lokalmatadors. Platz 3 belegte Vettels Teamkollege Mark Webber, der den starken Eindruck von Red Bull bestätigte.
Ebenfalls schnell unterwegs war Nico Rosberg. Der Mercedes-Fahrer erzielte die Bestzeit im 1. Freien Training und fuhr in der zweiten Session auf Rang vier. Sein Teamkollege Michael Schumacher belegte die Positionen acht und elf. Er musste als Valencia-Neuling erst einmal die Strecke kennen lernen. Gleichzeitig hat Mercedes GP einige neue Teile mitgebracht, die zumindest bei Rosberg zu fruchten scheinen.
Hinter dem Mercedes-Silberpfeil von Rosberg reihte sich der beste McLaren-Silberpfeil ein: Lewis Hamilton wurde Fünfter – vor Robert Kubica, Felipe Massa und Adrian Sutil. Die Top-10 komplettierten Jenson Button und Rubens Barrichello. Massa löste die einzige rote Flagge der zweiten Session aus. Der Brasilianer drehte sich in seinem Ferrari und blieb mittig auf der Strecke stehen. Sein Auto wurde jedoch rechtzeitig an die Box zurückgebracht, so dass er noch die letzte halbe Stunde Training bestreiten konnte.
Auch Vitaly Petrov legte einen Dreher auf den Asphalt, er konnte jedoch weiter fahren. Weniger gut endete der Tag für Timo Glock. Sein Virgin rollte mit einem Getriebeschaden am Streckenrand aus. Auf der schmutzigen Strecke kamen auch einige andere Fahrer von der Bahn ab oder schnitten durch die weitläufigen Auslaufzonen des Betontempels ab. Darunter waren auch Vettel und Hamilton.
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14. Jun, 2010
Vertrag verlängert
Die Luft ist bereinigt, Mark Webber und Sebastian Vettel haben sich letzte Woche die Hand gegeben und die Kollision von Istanbul vergessen. Damit war der Weg frei, für die ohnehin überfällige Vertragsunterschrift des Australiers bei Red Bull Racing. Webber erhält einen Einjahresvertrag und fährt auch 2011 an der Seite von Vettel für das Team.
“Es war eine einfache Entscheidung, bei Red Bull zu bleiben”, sagte Webber. Die Gespräche begannen bereits zu Jahresbeginn und schon in Barcelona waren beide Seiten schon bereit, den Vertrag zu unterzeichnen. Die Verlängerung um ein Jahr sei ein beiderseitiger Wunsch gewesen. “Es ist bekannt, dass ich nicht nur der Formel 1 wegen im Paddock herumhängen möchte. Zu diesem Zeitpunkt meiner Karriere bin ich mit einem Einjahresvertrag zufrieden.”
Webber fühlt sich im Team wohl und möchte seine Aufbauarbeit vom Mittelfeldteam zum Titelanwärter fortsetzen. “Hoffentlich können wir gemeinsam unser Ziel erreichen und den WM-Titel gewinnen.” Teamchef Christian Horner lobt Webber in höchsten Tönen: “Er ist in der form seines Lebens und das Team ist glücklich, die Fahrerpaarung für 2011 unverändert zu lassen.”
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7. Jun, 2010
Den Titel im Visier
Lewis Hamilton hat seit seinem Sieg in Istanbul ein breites Grinsen im Gesicht. Sein erster Sieg seit zehn Rennen hat den ehemaligen Weltmeister richtig in Schwung gebracht. “Ich habe keine Zweifel, dass wir mit dieser Einstellung noch mehr Rennen gewinnen können”, sagt Hamilton.
Im letzten Jahr habe McLaren bewiesen, dass es nach einem katastrophalen Saisonstart stark aufholen, das Auto weiterentwickeln und Rennen gewinnen könne. “Das hat bewiesen, was wir von hinten erreichen können”, erinnert Hamilton. “Wir haben die Saison am Ende des Feldes begonnen, aber wir waren zur Saisonmitte zurück und konnten noch Rennen gewinnen.”
Großes vor augen
In diesem Jahr war McLaren nie so weit zurück. Red Bull schien zwischenzeitlich aber doch weit enteilt zu sein. In Barcelona betrug der Abstand im Qualifying eine Sekunde. In der Türkei war McLaren den Stieren im Rennen zumindest ebenbürtig.
“Dieses Team ist eine unglaubliche Entwicklungsmaschine – sie hört nie auf”, lobt Hamilton die Fortschritte. Das Team lebe und atme den Motorsport. “Wir werfen neue Teile aus, arbeiten härter als jemals zuvor und wollen diese WM-Titel gewinnen.”
Entsprechend motiviert reist Hamilton zum Großen Preis von Kanada, wo er 2007 seinen ersten Grand-Prix-Sieg feierte. “Ich spüre, dass das Team Schwung aufnimmt. Das habe ich schon 2008 gespürt und ich weiß, dass wir gemeinsam in den nächsten sechs Monaten Großartiges erreichen können.”
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31. Mai, 2010
Red Bull in eigener Liga
Jetzt ist offiziell bestätigt, was alle erwartet haben: Red Bull setzt in der Türkei erstmals seine Version des F-Kanals ein. Sollte diese funktionieren, dürfte das schnellste Auto noch schneller werden. Dabei sagt Michael Schumacher schon jetzt, dass Red Bull in einer eigenen Liga fahre.
Trotzdem erwartet Mark Webber keine Spazierfahrt wie in Barcelona und Monaco. “Es wird schwierig, Barcelona zu wiederholen”, glaubt der WM-Spitzenreiter. Das Kräfteverhältnis könne sich von Strecke zu Strecke verschieben. Barcelona habe das bewiesen.
Neues Kräfteverhältnis?
“Dort war Lewis Hamilton unser härtester Gegner, also könnte man meinen, dass McLaren hier unser größter Herausforderer ist”, schlussfolgert Webber. “Aber wir müssen an Ferrari und Mercedes denken, wenn sie ein gutes Wochenende haben, können sie näher kommen.”
Darauf baut auch Schumacher, wobei der Rekordweltmeister nicht mit einem Angriff auf Red Bull rechnet. Er sieht Mercedes derzeit hinter Red Bull, Ferrari, McLaren und Renault. “Wir sollten hier in der Lage sein, Ferrari, McLaren und Renault zu ärgern. Für Red Bull wird es aber noch nicht reichen.”
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