3. Freies Training

Hamilton fährt allen davon

Das 3. Freie Training am Hungaroring setzte die Bestzeitenserie von McLaren Mercedes fort. Nach Heikki Kovalainen und Lewis Hamilton am Freitag war es erneut Hamilton, der am Samstagvormittag die schnellste Zeit fuhr. In 1:21.009 Minuten war er sogar eine Sekunde schneller als seine Freitagsbestzeit. Hamilton fuhr diese Zeit sogar auf einem längeren Run mit mehreren schnellen Runden am Ende der Session.

Platz 2 belegte Nick Heidfeld, der mit vier Zehnteln Rückstand ein erstes Lebenszeichen von BMW Sauber setzte. Sein Teamkollege Robert Kubica musste sich mit Rang 11 begnügen. Beide Fahrer greifen an diesem Wochenende auf einen neuen Frontflügel zurück, haben ansonsten aber nur wenige Neuerungen am Auto. Viel mehr Verbesserungen gibt es bei McLaren, wo neben Hamilton auch Kovalainen das neue Aerodynamikpaket am Auto hat. Der Finne fuhr am Ende die viertbeste Zeit, verlor aber viel Zeit in der Zielkurve, so dass er noch vor Heidfeld und Nico Rosberg hätte landen können.

Ebenfalls ein Update hat Toro Rosso. Nachdem man am Freitag Daten sammelte und versuchte, das neue Auto zu verstehen, zeigte Sebastien Buemi am Samstag, zu was das überarbeitete Auto fähig ist. Mit knapp acht Zehnteln Rückstand fuhr der Schweizer auf Rang 8. Sein Teamkollege Jaime Alguersuari lag lange in den Top10, fiel zum Ende der Session jedoch auf Platz 18 zurück. Trotzdem blieb der Debütant bislang an diesem Wochenende fehlerfrei.

Die Top10 komplettierten Timo Glock, Felipe Massa, Kazuki Nakajima und die beiden Red Bull Piloten Mark Webber und Sebastian Vettel. Bester Brawn-Fahrer war Rubens Barrichello auf Position 13. Jenson Button kam nur auf Rang 17. Kalt erwischt wurden zwei Deutsche: Timo Glock verlor viel Zeit wegen eines Hydraulikproblems an seinem Toyota, Adrian Sutil flog hingegen in die Reifenstapel ab und beschädigte die Frontpartie seines Force India. Trotzdem blieb er als 19. vor seinem Teamkollegen Giancarlo Fisichella.

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Barcelona, Tag 3

Button vorne, Unfall von Hamilton

Vor einer Woche war noch nicht klar, in welcher Form, unter welchem Namen und mit welchen Sponsoren das ehemalige Honda-Team überleben würde. Alle Fragen sind auch heute noch nicht geklärt, doch am dritten Testtag von Brawn GP bescherte Jenson Button dem neuen Rennstall die erste Bestzeit: in 1:19.177 Minuten ließ er alle hinter sich – Ferrari, BMW Sauber, Toyota, Renault und McLaren, und zwar um über eine Sekunde.
Nach 124 Runden belegte der Brite im neuen BGP 001 den ersten Platz der Zeitenliste und bestätigte damit die Eindrücke der ersten beiden Testtage. Ein Wunderauto ist der weiße Renner in Augen vieler Experten deswegen aber noch nicht: “Das glaube ich erst in Melbourne”, sagte etwa Christian Danner. Denn ohne KERS lässt sich bei den Tests schnell eine Bestzeit erzielen. In Barcelona können zehn Kilo Gewichtsunterschied knappe drei Zehntel ausmachen, wenn KERS 40 Kilo wiegt, ergibt das schnell einen solchen Vorsprung, wenn man die Ausgleichsgewichte nicht einbaut. Die Wahrheit bringt erst der Saisonauftakt in Australien.

In der normalen Liga fuhr Felipe Massa im Ferrari F60 die schnellste Zeit, wenn auch nur fünf Hundertstel vor Robert Kubica, der den BMW Sauber am Mittwoch von Nick Heidfeld übernahm. Auch ohne den Mönchengladbacher waren drei Deutsche aktiv: Timo Glock fuhr im Toyota auf Platz vier und war nur zwei Zehntel langsamer als die Spitze. Sebastian Vettel und Nico Rosberg reihten sich auf den Rängen 6 und 7 ein. Dazwischen schob sich nur Fernando Alonso auf Rang 5. Ganz perfekt lief es für die Deutschen aber nicht: Vettel musste seinen Red Bull gleich zweimal um kurz vor 13:00 Uhr und einmal kurz vor Testende um 17:00 Uhr abstellen.

Für Lewis Hamilton verlief der Tag ähnlich schlecht wie die vergangene Testwoche. Wie in Jerez kam der Brite, der am Dienstag einen Orden von der Queen erhalten hat, von der Strecke ab und beschädigte seinen McLaren sowohl vorne als auch hinten. Die spanischen Fans feierten den Abflug des Ex-Teamkollegen von Fernando Alonso und versahen Hamilton mit einem Pfeifkonzert. Trotz des Abflugs kam Hamilton am Ende des Tages auf 82 Runden, mehr als der zehnte und letzte Platz war für ihn jedoch nicht drin. Ihm fehlten 2,5 Sekunden auf die Bestzeit von Button. Die schlechte Stimmung bekam auch ein Fotograf zu spüren, der sich in der Box zu nah an den McLaren begeben haben soll und deswegen von einem Mechaniker weggeschubst wurde.

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Jerez, Tag 2

Drei Toro Rosso vorne

 

Mitte November zog BMW Sauber die Aufmerksamkeit der F1-Welt auf sich: als erstes Team schickte es ein Auto mit Front- und Heckflügel nach dem 2009er Reglement auf die Strecke. Die Reaktionen fielen nicht gerade positiv aus, wofür das Team jedoch nichts konnte – auch Honda setzte danach einen ähnlichen, eckigen Frontflügel ein, aber eben nicht als erstes. Einen knappen Monat später hat nun McLaren seine erste Version des 2009er Frontflügels hergezeigt.

Am Mittwochvormittag rollte Pedro de la Rosa in einem aerodynamisch an das Reglement von 2009 angepassten MP4-23A auf die Bahn – mit dabei: eine schmale, tief gezogene Nase und ein kastenförmiger Frontflügel, allerdings ohne die Frontflügelendplatten. Im Gegensatz zu BMW Sauber setzt McLaren in dieser ersten Phase der Tests auf eine tiefe, schmale Fahrzeugfront. Die Weiß-Blauen haben ihre Nase hingegen verbreitert und höher gezogen, teilweise erinnert sie an den berüchtigten Nasenbär-Williams von 2004.

Alle jagen Toro Rosso

 

Nachdem die Testwoche am Montag von Williams-Testfahrer Dani Clos im Alleingang eröffnet worden war, setzten sich am Dienstag und Mittwoch jeweils zwei Toro Rosso-Piloten an die Spitze. Nach Sebastien Buemi und Sebastien Bourdais am Dienstag, waren es am Mittwoch Buemi und Takuma Sato, die die schnellsten Rundenzeiten erzielten. Während Buemi erneut den gesamten Tag fuhr, übernahm Sato seinen STR3 am Nachmittag von Bourdais, dessen Zeit vom Vormittag immerhin noch für Platz 3 der Zeitentabelle reichte.

Bester Verfolger des STR-Trios war Pedro de la Rosa im angepassten McLaren vor dem finnischen Doppel Kimi Räikkönen und Heikki Kovalainen auf den Rängen 5 und 6. Für Kovalainen war es nicht nur der erste Test seit dem Saisonfinale in Brasilien, sondern auch die erste Ausfahrt mit dem KERS-McLaren.

Auch Fernando Alonso meldete sich am Mittwoch zurück im Testgeschehen. Allerdings begann sein Tag mit einem Dreher, so dass der Renault auf einem Abschleppwagen zurück an die Box gebracht werden musste. Auch Nico Rosberg und Robert Kubica lösten je eine rote Flagge und damit eine Testunterbrechung aus. Rosberg übernahm den Williams FW30 von Kazuki Nakajima und fuhr die achtbeste Zeit. Hinter ihm reihten sich Nick Heidfeld, Felipe Massa und Kubica ein.

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Qualifying

Hamilton holt Fuji-Pole

 

In einem spannenden Schlussspurt vermieste Lewis Hamilton den Ferrari-Piloten die geplante rote Startreihe. Um zwei Zehntel unterbot der WM-Leader die Zeit von Kimi Räikkönen, der seinerseits im dritten Qualifying zum ersten Mal an diesem Wochenende so schnell und schneller als sein Teamkollege Felipe Massa unterwegs war.

Aber nicht nur Hamilton und Räikkönen stehen vor dem WM-Zweiten. Felipe Massa musste sich in den Schlusssekunden auch noch Heikki Kovalainen und Fernando Alonso geschlagen geben. Somit startet er den Japan GP nur aus der dritten Reihe von Position5.

Neben Massa geht Robert Kubica als bester BMW Sauber-Pilot ins Rennen. Der Pole war geradeso durch das 1. Qualifying geschlittert, in dem sein Teamkollege Nick Heidfeld überraschend hängen blieb. Die vierte Reihe gehört Toyota: beim Heimspiel auf der konzerneigenen Strecke in Fuji startet Jarno Trulli von 7 und Timo Glock von 8. Auch Trulli war bis zum Q2 das gesamte Wochenende immer hinter Glock platziert. Die Top10 runden die beiden Toro Rosso von Sebastian Vettel und Sebastien Bourdais ab. Die Red Bull-Boliden schieden beide im Q2 aus, ebenso wie Nico Rosberg im Williams.

Enttäuschung bei Heidfeld

 

Bereits nach den ersten 20 Minuten musste Nick Heidfeld aus seinem BMW Sauber aussteigen und sich den Rest des Qualifyings aus der Box ansehen. “Natürlich ist die Enttäuschung groß, weil es so extrem knapp war”, sagte er. “Es lag wahrscheinlich daran, dass wir auf die falschen Reifen gegangen sind.” Neben McLaren und Ferrari ist BMW Sauber als einziges Team beide Runs mit den harten Reifen gefahren.

“Es war klar, dass wir mit den weichen schneller wären, also hat mich das Team gefragt, ob ich mich mit den harten noch steigern könnte, das habe ich bejaht und auch um eine halbe Sekunde geschafft. Aber es hat nicht gereicht.” Dabei wurde BMW Sauber auch vom nassen 3. Training am Samstagvormittag fehlgeleitet, da man die Setupänderungen zum Freitag nicht im Trockenen austesten konnte.

“Im Nassen sind wir beide gut zurecht gekommen, aber das war nicht vergleichbar”, so Heidfeld. “Trotzdem sind die Änderungen richtig. Von dieser Position wird es schwierig, aber wir haben in der F1 schon viel gesehen und es kann immer alles passieren.”

Sutil setzt auf Topspeed

 

Darauf baut auch Adrian Sutil, der zwar nur 19. wurde, aber acht Zehntel schneller war als sein erfahrener Teamkollege Giancarlo Fisichella. “Es war eine sehr gute Runde, ich bin sehr zufrieden”, sagte er. “Ich kenne die Strecke sehr gut, was sicher ein kleiner Vorteil ist.”

Dennoch ärgert er sich, dass er trotz des verhältnismäßig geringen Abstands zur Spitze nur in der letzten Reihe steht. “Aber wir haben ein Trockensetup gewählt und sollten sehr schnell auf der Geraden sein.” Das soll Überholmöglichkeiten bieten. “Wir wollten das Auto auf Topspeed ausrichten, weil es dann besser läuft.”

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3. Training, Heidfeld mit Vormittagsbestzeit

Regen in Spa

Es war ein typischer Samstagmorgen in Spa-Francorchamps. Regentropfen begrüßten die Teams, als sie ihre Arbeit auf der sieben Kilometer langen Rennstrecke aufnahmen. Jenson Button kam nicht weit: er blieb schon kurz nach Trainingsbeginn stehen und konnte nicht mehr ins Geschehen eingreifen.

Auch bei Ferrari wartete man lange, bevor man Kimi Räikkönen und Felipe Massa auf die Bahn schickte. Dabei schafften es die Roten zum ersten Mal an diesem Wochenende nicht unter die die Top-4 zu kommen. Felipe Massa fuhr nur sechs Runden und belegte letztlich mit acht Zehnteln Rückstand Platz 5. Der Brasilianer schien jedoch nicht auf schnelle Rundenzeiten aus gewesen zu sein. Stattdessen fuhr er wohl mit relativ viel Sprit nur einige Inforunden.

Kimi Räikkönen landete zwei Plätze hinter Massa auf dem siebten Platz. Er war mit zehn absolvierten Runden nur unwesentlich fleißiger, hatte aber fast eine Sekunde Rückstand auf die Bestzeit. Diese fuhr in den Schlussminuten Nick Heidfeld im BMW Sauber. Der Deutsche setzte sich mit knapp drei Zehnteln Vorsprung gegen Heikki Kovalainen durch. Der Schnellste des 2. Trainings, Fernando Alonso, bestätigte die gute Form und wurde vor Lewis Hamilton Dritter.

Aus deutscher Sicht gab nicht nur Heidfelds Bestzeit Grund zur Hoffnung im feuchten Spa. Sebastian Vettel stellte den Toro Rosso zwischen die beiden Ferrari auf Position 6 und Nico Rosberg rundete die Top-8 in seinem Williams ab. Nur Timo Glock und Adrian Sutil schafften als 15. und 18. nicht den Sprung in die Top10.

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