Europa GP

Vettel gewinnt, Webber mit Überschlag

 

Fünf Rennen lang musste Sebastian Vettel auf seinen zweiten Saisonsieg warten. In Valencia war es endlich so weit: Von der Pole Position fuhr der Red Bull Pilot einen nur in der ersten Runde gefährdeten Sieg ein. Sein Teamkollege Mark Webber hatte hingegen Glück im Unglück: Der Australier überstand einen Horror-Überschlag unverletzt.

Webber erwischte eine katastrophale erste Runde und fiel von Platz 2 bis auf Platz 9 zurück. Nach seinem Boxenstopp lag er hinter dem Lotus von Heikki Kovalainen, auf den er beim Überholversuch auffuhr, an dessen Hinterrad aufstieg und sich überschlug. In der Luft kollidierte Webber noch während des Überschlags mit einer Werbebande und flog dann ungebremst nach dem Aufschlag in die Reifenstapel. Webber befreite sich jedoch selbst aus dem Wrack und kletterte aus dem Auto. Im Medical Centre wurden keine Verletzungen festgestellt.

Vettel fuhr derweil zu einem sicheren Sieg. In den letzten Runden kam Hamilton zwar noch einmal näher, aber da schonte der Deutsche bereits das Auto. Nur am Start musste er kurz zittern. Lewis Hamilton erwischte den besten Start, zog an Webber vorbei und griff in der ersten Kurve auch Vettel an – dort war jedoch kein Platz, die beiden berührten sich leicht und Hamiltons Frontflügel nahm Schaden. Vettel schlitterte haarscharf an der Mauer entlang, blieb aber in Führung. Dahinter schnappten sich sechs weitere Fahrer Webber. Die Profiteure des Starts waren Fernando Alonso und Felipe Massa, die sich auf 3 und 4 schoben.

Doch die rote Herrlichkeit endete bei der Safety Car Phase wegen des Webber Unfalls. Alonso und Massa kamen eine Runde zu spät an die Box, mussten dabei an der Boxenausfahrt warten und das Feld vorbeiziehen lassen – ähnliches ereilte auch Michael Schumacher nach seinem ersten Boxenstopp. Für die Ferrari-Fahrer waren die Postchancen damit erledigt.

Der Grund für den vermasselten Boxenstopp war Lewis Hamilton. Alonso fluchte im Boxenfunk, dass der McLaren-Pilot direkt vor beiden Ferrari das Safety Car unerlaubt nach der zweiten Safety Car Linie überholt habe – die Ferrari schafften das nicht mehr und verloren damit viel Zeit. Hamilton kassierte für sein Manöver eine Drive Through Strafe, schaffte es aber, wieder auf Platz 2 auf die Strecke zurückzukehren. Eine weitere Safety Car Phase verhinderte ein mutiger Streckenposten, der eine Glasflasche von der Strecke entfernte.

Hinter dem Podesttrio Vettel, Hamilton und Button belegte Rubens Barrichello einen starken vierten Platz – vor Robert Kubica, Adrian Sutil, Kamui Kobayashi, Sebastien Buemi, Fernando Alonso und Pedro de la Rosa.

Kobayashi stoppte erst vier Runden vor Rennende und lag bis dahin sogar auf Platz 2. In der letzten Runde überholte er mit frischen, weichen Reifen Fernando Alonso im Ferrari. In der letzten Kurve überholte er sogar noch Buemi. Nach Rennende werden noch Zwischenfälle betreffend der Fahrer Button, Barrichello, Hülkenberg, Kubica, Petrov, Sutil, Liuzzi, Buemi und De La Rosa untersucht.

Bei allen geht es um die In Lap bei der Safety Car Phase. Die Mercedes-Piloten belegten die Plätze 13 für Nico Rosberg (der durch einen Ausrutscher in der ersten Runde viele Plätze verlor) und 16 für Schumacher (der bei seinem ersten Boxenstopp in der SC-Phase an der Ampel anhalten musste).

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Spanien GP

Webber gewinnt, Vettel auf Podium

 

Etwas stand schon vor dem Rennen fest: eine von zwei Statistikserien würde reißen. Die letzten neun Sieger des Spanien GP in Barcelona starteten von der Pole Position. Die ersten fünf Pole Positions des Jahres 2010 gingen alle an Red Bull, gewonnen hat der Pole-Mann in diesem Jahr aber noch kein einziges Rennen.

Mark Webber machte mit der kleinen 2010er Tradition Schluss: In überlegener Manier fuhr der Australier einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg ein. Der erste Sieg von der Pole Position in diesem Jahr und der zehnte in Serie in Barcelona. Nur in der ersten Kurve musste Webber sich kurz gegen seinen Teamkollegen Sebastian Vettel zur Wehr setzen, hinter dem auch Lewis Hamilton angeschossen kam. Danach fuhr Webber dem Feld auf und davon und kontrollierte das Rennen nach Belieben. Hinter ihm belegten Fernando Alonso und Sebastian Vettel die übrigen Podestplätze.

Schumacher auf Platz 4

 

Vettel verpasste seine Chance auf Platz 2 beim ersten Boxenstopp, der länger als nötig dauerte und ihn die entscheidenden Zehntel im Duell mit Lewis Hamilton kostete. Der Brite kam bei seinem Stopp haarscharf vor Vettel auf die Bahn zurück und hätte seine Position bis zum Ende verteidigt, wenn er nicht in der vorletzten Runde einen Reifenschaden vorne links erlitten hätte. Der McLaren-Pilot krachte in die Reifenstapel und begrub seine Hoffnungen auf 20 WM-Punkte.

Damit bescherte er Vettel einen Podestplatz. Im Laufe des Rennens fiel Vettels Frontflügelverstellung aus, einen großen Einfluss auf seinen Speed hatte das aber nicht. Ganz anders ein Kiesbettausflug des Deutschen zehn Runden vor Schluss, der Vettel zu einem zweiten Boxenstopp zwang und ihn zwischenzeitlich den Podestplatz kostete. Durch den Reifenwechsel fiel Vettel von 3 auf 4 zurück. Dank Hamiltons Pech kam er jedoch wieder aufs Podium. Vettels Team riet ihm in den Schlussrunden stetig per Funk, vorsichtig mit den Bremsen umzugehen und langsamer zu fahren.

Die Spanischen Fans freute es: Fernando Alonso rutschte bei seinem Heimrennen auf das Podium. Platz 4 belegte Michael Schumacher, der sein bestes Comeback-Ergebnis einfuhr. Dafür musste er hart arbeiten: Schumacher schob sich nach seinem Stopp vor den McLaren von Jenson Button und musste sich danach Rundenlang gegen den amtierenden Champion verteidigen, ehe dieser es langsamer angehen ließ, da er trotz Geschwindigkeitsvorteil auf der Geraden nicht vorbeikam. Die Top10 komplettierten Felipe Massa, Adrian Sutil, Robert Kubica, Rubens Barrichello und Jaime Alguersuari.

Kollisionen & Strafen

 

Entgegen der vergangenen Rennen in Barcelona gab es in diesem Jahr etliche Zweikämpfe, Kollisionen und sogar einige Überholmanöver. Gleich am Start wurde Nico Rosberg auf die Wiese gedrängt. Kurz darauf berührte ihn Robert Kubica, wodurch sich Rosberg fast drehte und weitere Plätze verlor. Den Schlusspunkt eines verkorksten Wochenendes für den Deutschen setzte ein verpatzter Boxenstopp, bei dem er zu früh losgelassen und vom Team zurückgeschoben werden musste, um das rechte Vorderrad korrekt zu befestigen.

Gar nicht so weit kam Bruno Senna, der schon in der ersten Runde etwas übereifrig zu Werke ging und geradeaus ins Kiesbett rodelte, wo er den Reifenstapel küsste. Ebenfalls früh raus waren Lotus-Pilot Heikki Kovalainen, der wegen eines Getriebeproblems gar nicht erst startete, und Pedro de la Rosa, der sich erst einen Reifenschaden bei einer Berührung mit Sebastien Buemi einhandelte und danach seinen Sauber an der Box abstellen musste. “Das Auto war unfahrbar”, begründete der Spanier. Auch Sebastien Buemi sah die Zielflagge nicht.

Wilde Toro Rossos

 

Je eine Drive-Through-Strafe handelten sich die Toro Rosso Piloten ein. Buemi wurde bestraft, weil er unsicher aus der Boxengasse auf die Strecke zurückkehrte und den Verkehr nicht genügend beachtete, Alguersuari erhielt eine Strafe für eine Kollision mit Karun Chandhok, der daraufhin das Rennen aufgeben musste.

Zuvor fuhr sich Felipe Massa bei einer Überrundung den Frontflügel am HRT von Chandhok krumm. Massas Ingenieur Rob Smedley sah darin Positives und funkte an seinen Schützling: “Du bist mit gebrochenem Flügel eine halbe Sekunde schneller. Vielleicht haben wir eine Lösung gefunden!”

Auch Lewis Hamilton beschwerte sich nach einem Überrundungsmanöver in der ersten Kurve über die Hinterbänkler. “Sie sind sehr gefährlich”, sagte er im Funk, nachdem er im Zweikampf mit Sebastian Vettel auf Lucas di Grassi aufgelaufen war.

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Malaysia GP

Doppelsieg für Red Bull

 

Defekte Zündkerzen, lose Radmuttern, abgescherte Bolzen, kaputte Motoren – in Malaysia war all das kein Problem für Sebastian Vettel. Im dritten Anlauf schaffte der Red Bull Pilot endlich seinen ersten Saisonsieg. In Bahrain und Australien verlor er den Sieg jeweils von der Pole Position an einen technischen Defekt, in Sepang fuhr er von Startplatz 3 zu seinem sechsen GP-Sieg. Damit zog er mit Ralf Schumacher gleich und ist gemeinsam mit diesem der zweiterfolgreichste deutsche F1-Pilot hinter Michael Schumacher.

Den Grundstein für den ungefährdeten Sieg legte Vettel am Start: Mit einem Blitzstart kassierte er den schlecht gestarteten Mercedes-Piloten Nico Rosberg und in der ersten Kurve auch noch seinen Red Bull-Teamkollegen Mark Webber, der von der Pole Position ins Rennen gegangen war. Webber wehrte sich zwar noch einmal, musste Vettel aber ziehen lassen. Dieser eilte danach seinem ersten Saisonsieg entgegen.

Aufholjagd von ganz hinten

 

Neben dem Red Bull-Duo Vettel und Webber stand Nico Rosberg als Dritter auf dem Podium. Der Deutsche holte den ersten Podestplatz für das neue Mercedes-Werksteam. Knapp am Podium vorbei fuhr der Zweite von Australien, Robert Kubica, der vor Adrian Sutil den vierten Platz belegte. Dahinter reihten sich die McLaren- und Ferrari-Piloten ein, die das Rennen nach einem Strategiefehler im Qualifying aus dem hinteren Drittel der Startaufstellung in Angriff nehmen mussten.

Lewis Hamilton belegte knapp hinter seinem Freund Sutil Platz 6, Felipe Massa und Jenson Button reihten sich dahinter auf den Plätzen 7 und 8 ein. Bis zwei Runden vor Schluss lag Fernando Alonso direkt hinter Button. Nach einem letzten Angriff auf den Briten schied der Spanier mit einem rauchenden Ferrari aus. Der Doppelweltmeister hatte zuvor bereits mehrmals im Boxenfunk über technische Probleme geklagt. Das rot-silberne Quartett katapultierte sich in der ersten Runde weit nach vorne und betrieb danach zumindest Schadensbegrenzung.

Die letzten Punkte erkämpfte sich Jaime Alguersuari im Toro Rosso und Nico Hülkenberg. Der Spanier zeigte gleich mehrere starke Zweikämpfe und Überholmanöver im Duell mit Vitaly Petrov und Hülkenberg. Sebastien Buemi fuhr ebenfalls ein gutes Rennen mit kompromisslosen Überholmanövern, kam aber nicht über Platz 11 hinaus.

Radmutter beendet Schumacher-Rennen

 

Für Michael Schumacher war der Malaysia GP schon nach zehn Runden zu Ende. “In Kurve 6 wurde das Auto plötzlich sehr instabil und ließ sich kaum noch lenken”, erklärte Schumacher. Nach seinem Ausfall sah er sich sein Auto genauer an und stellte fest: “Die Radmutter war nicht mehr da. Das ist sehr ungewöhnlich, weil bei den Tests hatten wir keine Probleme damit.”

In Australien hatte Sebastian Vettel ein ähnliches Problem. “Aber da besteht wohl kein Zusammenhang”, betonte Schumacher. “Das würde mich wundern.” Mit seinem Rennen war er bis dahin zufrieden. “Wir hätten gerne mehr gezeigt und es wäre auch nicht verkehrt gelaufen. Ich habe einen schönen Abstand zu Adrian Sutil gelassen, um Reifen zu schonen, damit ich später bei den Boxenstopps gute Reifen gehabt hätte, aber soweit konnte ich leider nicht fahren.”

Schumachers Stimmung zerstörte der Ausfall nicht. “Wir werden nächstes Mal besser dastehen”, sagte er. “Ich habe definitiv Spaß an der F1. Diese Dinge gehören zum Motorsport dazu. Man kann sich darüber ärgern oder gelassen reagieren und nach vorne schauen.” Das ist seine Herangehensweise.

Lotus vs. Virgin

 

Das Duell der neuen Teams fand in Malaysia auf einer aggressiveren Ebene statt. Timo Glock drehte sich und Jarno Trulli bei einem Angriff um, Heikki Kovalainen überholte Lucas di Grassi und schlitzte sich dabei den Hinterreifen auf – di Grassi verlor seinerseits Teile seines Frontflügels. Für Glock war das Rennen nach der Kollision mit Trulli zu Ende.

“Ich wollte vor Kurve 9 überholen”, beschrieb Glock die Situation. “Jarno hat zugemacht, dabei sind mir die Hinterräder beim Anbremsen stehen geblieben und ich habe das Auto verloren – leider ist dabei der Motor ausgegangen und ich konnte nicht mehr weiterfahren. Schade, das war ein Fehler von meiner Seite.”

Ähnlich vom Pech verfolgt waren die Sauber-Piloten. Pedro de la Rosa blieb schon auf dem Weg in die Startaufstellung stehen und konnte nicht am Grand Prix teilnehmen. Sein Teamkollege Kamui Kobayashi rollte wenig später mit einem technischen Defekt aus. Das gleiche Schicksal ereilte Tonio Liuzzi und Vitaly Petrov, der nach einem starken Rennen mit einem Getriebeproblem ausrollte. Zeitweise lieferte sich der Russe ein spannendes Duell mit Lewis Hamilton, der für seine Schlangenlinienfahrweise sogar verwarnt wurde.

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Brawn

Das Maximum rausgeholt

 

Die Positionen lassen es nicht vermuten, aber Ross Brawn war mit der Leistung seines Teams durchaus zufrieden. “Insgesamt bin ich mit der Performance an diesem Wochenende zufrieden”, sagte der Teamchef. Die Positionen 5 und 10 hätten bei einem anderen Rennverlauf ganz anders aussehen können. “Wir haben das Meiste aus dem Auto herausgeholt, müssen aber noch mehr Leistung finden. Es ist nicht außer Reichweite.”

Auch Norbert Haug war zufrieden. “Wir haben bei jeder Möglichkeit gepunktet und unser Speed in Melbourne war viel besser als in Bahrain”, sagte er. Michael Schumachers Rennen war bereits nach wenigen Sekunden zerstört, als unschuldig er in die Kollision zwischen Jenson Button und Fernando Alonso verwickelt wurde.

Nico Rosberg bekam hingegen viel Lob von den Teambossen. “Er hat sehr gute Arbeit abgeliefert”, lobte Brawn. “Er war zur Rennmitte in einer vernünftigen Position, aber wir hatten Bedenken wegen seiner Reifen.” Rosberg verlor einen Platz an Lewis Hamilton und auch Mark Webber rückte gefährlich nahe. Also entschied sich das Team, seine Reifen zu wechseln. “Mit frischen Reifen holte er gegen Ende auf und konnte den Zwischenfall vor sich ausnutzen.” Ob der zusätzliche Boxenstopp wirklich ein Vorteil war, konnte Brawn jedoch nicht genau sagen.

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Webber vor Hülkenberg und Rosberg

Test in Barcelona

 

Der erste Testtag in Barcelona begann für die Teams mit in dieser Saisonvorbereitung ungewohnten Sonnenstrahlen – und einem Stau bei der Anfahrt zur Strecke wie bei einem Grand Prix. Nachdem in Jerez wegen des schlechten Wetters nur wenige Zuschauer den Weg an die Strecke suchten, fanden sich in Barcelona wieder mehr Anhänger von Fernando Alonso & Co auf den Tribünen ein.

Statt ihres spanischen Helden im Ferrari sahen sie jedoch einen anderen Fahrer an der Spitze der Zeitentabelle: Mark Webber fuhr in 1:21.487 Minuten die schnellste Zeit des Tages. Der Australier erzielte die Bestzeit bereits am Vormittag, an dem er eine Reihe von Qualifyingsimulationen absolvierte und nie mehr als drei fliegende Runden am Stück fuhr. Bis zur Mittagspause fuhr er die acht schnellsten Runden des Vormittags und war über eine Sekunde schneller als der Vormittagszweite Nico Rosberg, der sich hauptsächlich auf Long Runs konzentrierte.

In der Endabrechnung fiel Rosberg noch hinter seinen ehemaligen Teamkollegen Nico Hülkenberg auf den dritten Rang zurück. Der Williams-Pilot arbeitete am Setup, der Aerodynamik und Systemchecks. Außerdem bewirtete Williams im Fahrerlager 150 Gäste und Sponsoren. Rosbergs neue Mercedes-Crew trainierte unterdessen Boxenstopps mit neuen Wagenhebern, die mit mechanischen, federgesteuerten Mechanismen funktionierten – elektronische Geräte sind ab dieser Saison verboten.

Die weiteren Plätze belegten Pedro de la Rosa, Jenson Button, Tonio Liuzzi, Fernando Alonso, Vitaly Petroiv, Jaime Alguersuari, Lucas di Grassi und Fairuz Fauzy. Toro Rosso Mann Alguersuari fuhr mit 111 Runden die meisten Umläufe des Tages – dahinter folgten Webber (109), Rosberg (107) und Button (101). Die drei letztgenannten lösten allesamt je eine rote Flagge aus. Bei Force India trainierte Liuzzi fleißig Boxenstopps samt Safety Car Simulation.

Crash von di Grassi

 

Drei Mal musste der Test allein am Vormittag mit einer roten Flagge unterbrochen werden. Die erste Unterbrechung gab es nach nur 23 Minuten. Fairuz Fauzy blieb in seinem Lotus T127 zwischen Kurve 9 und 10 mit einem Hydraulikproblem stehen. Eine Stunde später war es Fernando Alonso, der die zweite rote Flagge auslöste. Der F10 des Spaniers rollte mit einem Elektronikproblem aus. Alonso kehrte erst kurz vor der einstündigen Mittagspause auf die Strecke zurück.

Nicht so viel Glück hatte Virgin Racing Pilot Lucas di Grassi. Der Brasilianer flog in Kurve 9 von der Strecke ab und schlug relativ hart, frontal in den Reifenstapel ein. Sein VR-01 nahm an der Fahrzeugfront beträchtlichen Schaden. Als Ursache für den Unfall gab das Team einen Aufhängungsbruch hinten rechts an. “Ich bin okay”, teilte di Grassi mit. “Nächste Mal werde ich noch schneller fahren, ich pushe mehr und mehr.”

Am Nachmittag löste Mark Webber im Red Bull die vierte Testunterbrechung des Tages aus. Der RB6 blieb im Mittelteil der Strecke stehen. Das gleiche Schicksal ereilte Nico Rosberg im Mercedes MGP W01, der kurz nach Kurve 10 ausrollte. Die letzte rote Flagge des Tages wurde fünf Minuten vor Testende geschwenkt: Jenson Buttons McLaren Mercedes MP4-25 streikte.

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