Brawn GP arbeitete fürs Rennen

Ziemlich gutes Training

Brawn GP setzte in Singapur genau dort an, wo Rubens Barrichello und Jenson Button in Monza aufgehört hatten: Mit den Plätzen 1 und 2 im 1. Freien Training. Im zweiten Training fuhren andere die schnellsten Zeiten, doch Ross Brawn war mit dem Erreichten zufrieden.

“Beide Fahrer fühlten sich im Auto wohl”, sagte er. Zudem seien beide Autos zuverlässig gelaufen, so dass man genügend Daten über die noch relativ unbekannte Strecke sammeln konnte. “Diese Strecke sollte unserem Auto liegen, so lange wir die richtige Balance und das richtige Setup für das Qualifying hinbekommen.”

Jenson Button hat den Schlüsselfaktor für das Wochenende bereits identifiziert: “Der Schlüssel sind konstant schnelle Runden.” Genau daran habe man gearbeitet. “Das Auto fühlte sich vernünftig an und mit einiger Arbeit heute Nacht sollten wir bereit sein für das Wochenende.”

Rubens Barrichello arbeitete am Freitag bereits am Renntrimm. “Das Auto fühlt sich ziemlich gut an und wir sind mit der Arbeit zufrieden”, rekapitulierte er. Nur der Verkehr störte Barrichello auf einigen Runden. “Wir haben an unserer Pace für Sonntag gearbeitet. Das ist das Wichtigste, das unser Auto im Rennen gut ausbalanciert und schnell sein muss.”

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Brawn auch in Monaco Favorit?

Auto und Fahrer scheinen gut in Form

 

Fünf Rennen, vier Siege, wenn es für den Grand Prix von Monaco einen Favoriten gibt, dann heißt er Brawn GP. Blickt man in das Team, dann scheint Jenson Button jener Fahrer zu sein, der sich am ehesten den Erfolg im Fürstentum ausrechnen kann, war es doch er, der alle vier Siege nach Hause gefahren hat. Für den Briten ist der Grand Prix das erste von zwei Heimrennen, wohnt er doch in Monaco. “Dass wir mit der Führung in der Fahrer- und Konstrukteurswertung nach Monaco kommen, ist fantastisch, aber wir haben in Barcelona gesehen, dass die Leistungs-Unterschiede an der Spitze sehr knapp sind. Es wird viele starke Autos geben, die es dieses Wochenende auskämpfen”, meint Button.

Der WM-Leader weiß, dass er in den engen Straßen seinen ruhigen Fahrstil etwas ändern muss, damit er sein Auto voll ausreizen kann. Denn in Monaco gilt es aggressiv zu sein und keine Angst vor den Absperrungen zu haben. “Man muss aber Respekt vor ihnen haben. Jedes Mal, wenn man auf die Strecke geht, ist es eine durchgängige Herausforderung, die absoluten Fokus, Konzentration und Präzision verlangt. Ich glaube, wir werden am Samstag ein aufregendes Qualifying sehen, da die Startposition in Monaco so bedeutend ist”, erklärt er. Denn auch er weiß, nach dem Start ist überholen beinahe unmöglich, weswegen es wichtig sein wird, gleich von Beginn an vorne zu fahren.

Barrichellos 17. Mal

 

Neben Button darf sich auch Rubens Barrichello gute Chancen auf den Sieg ausrechnen. In Barcelona musste er sich seinem Teamkollegen zwar geschlagen geben, doch er sah die meiste Zeit des Wochenendes wie der Schnellere der Beiden aus. Der Brasilianer wird seinen 17. Monaco Grand Prix bestreiten und findet das Rennen immer noch so spannend wie beim ersten Mal. “Erfahrung zählt in Monaco und es wird ein faszinierendes Wochenende, da es an der Spitze des Feldes so eng ist. Das Qualifying ist eine der größten Herausforderungen des Jahres und es ist so wichtig, dass man es selbst richtig hinbekommt, damit man im Rennen eine Chance hat”, sagt der Routinier.

Aber auch technisch ist die Strecke schwierig. Die Straßen sind eng und kurvig, wobei Barrichello betonen muss, dass es dank Asphaltierungsarbeiten in den vergangenen Jahren nicht so wellig ist, wie man glauben möchte. “Wir werden mit so viel Abtrieb fahren wie möglich und guter mechanischer Grip sowie gutes Handling bei niedriger Geschwindigkeit werden entscheidend sein. Und dann gibt es natürlich noch die Absperrungen, die den Großteil der Straßen einrahmen. Wenn die Leitplanken so nahe sind, kann man die Geschwindigkeit des Autos wirklich spüren, dabei ist Monaco eine der langsamsten Strecken, auf denen wir fahren”, meint Barrichello.

Brawn auf alles gefasst

 

Teamchef Ross Brawn ist auf alles gefasst, denn er weiß, der enge Stadtkurs ist unberechenbar, weswegen man das Wochenende kontrolliert angehen muss. Dabei hat die Crew aber keine leichte Aufgabe. “Die Boxengasse und das Paddock sind wegen der Lage im Herzen der Stadt eine intensive Arbeitsumgebung und deswegen ist es stressiger als bei jedem anderen Rennen im Kalender. Nur ein Fehler genügt und das ganze Wochenende wird darunter leiden”, erklärt Brawn. Genau das macht Monaco für ihn aber auch so außergewöhnlich. Am Auto hat er keinen Zweifel, denn das läuft laut seiner Auskunft gut in langsamen Kurven und der Mercedes-Motor bringt nach Brawns Meinung viel Kraft und ist sehr gut fahrbar, was in Monte Carlo wichtig ist.

Doch nicht nur die mechanischen Vorzüge des BGP001 stimmen den Teamchef zuversichtlich, er hat auch volles Vertrauen in seine Fahrer auf der Fahrerstrecke im Fürstentum. “Jenson und Rubens sind beide präzise und konstante Piloten und wir werden ihnen so viel Trainingszeit einräumen wie möglich, damit sie den Rhythmus der Runde finden. Das Ziel im Qualifying ist in Monaco immer die Pole oder zumindest ein Platz so nahe an der Front wie möglich und von dort macht man dann weiter. Weder Jenson noch Rubens haben den Monaco Grand Prix gewonnen, obwohl beide schon auf dem Podium waren, also bin ich sicher, sie sind entschlossen, das Meiste aus dem Wochenende zu holen.”

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Button mit Pace zufrieden

Reifenarbeiten bei Brawn

Die Reifen standen am Freitag im Mittelpunkt bei Brawn GP. Die beiden Mischungen, superweich und mittel, sind dem Team bereits aus Australien und China bekannt, aber noch nie ist man damit bei so hohen Temperaturen und so viel Sand auf der Strecke gefahren wie in Bahrain.

“Wir haben unser Programm absolviert und einige Setup-Möglichkeiten ausprobiert, um die bestmögliche Balance zu finden”, berichtete Jenson Button. Rubens Barrichello verriet zudem, dass beide Autos mit unterschiedlichen Programmen unterwegs waren, um die fehlende Testerfahrung aus dem Winter auszugleichen. “Wir fuhren konkurrenzfähig, müssen vor dem Qualifying aber noch ein paar Arbeiten verrichten, da die anderen auch schnell waren.”

Ähnlich stufte Button die Lage ein. “Die Pace sieht bislang gut aus und ich bin mir sicher, dass es ein enger Kampf im Qualifying wird.” Zusammen mit den Wetterbedingungen erwartet Teamboss Ross Brawn deshalb ein forderndes Wochenende.

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