Gelungener Auftakt in Wiesbaden

Neue Fahrer & neue Strecken

 

Insgesamt 18 Fahrer kämpfen in diesem Jahr um den DTM-Titel. Audi-Pilot Timo Scheider ist Titelverteidiger und möchte mit einem erneuten Gesamtsieg Geschichte schreiben. Denn der 31-Jährige hätte dann zum dritten und sein Arbeitgeber Audi zum vierten Mal in Folge den Titel gewonnen.

“Wichtig sind die ersten Saisonrennen. Da muss man gut aussehen und Punkte nach Hause bringen. Danach entscheiden das Köpfchen, ein gutes Auto und ein Top-Team. Und das habe ich”, sagte Scheider. Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich fügte hinzu: “Da das technische Reglement eingefroren wurde, wird das Finetuning das Quäntchen Unterschied in dieser Saison ausmachen.”

Neben Scheider kämpfen Oliver Jarvis, Mattias Ekström, Martin Tomczyk, Alexandre Prémat, Mike Rockenfeller, Markus Winkelhock, Katherine Legge und Neuzugang Miguel Molina im Audi A4 DTM um Punkte. Mit dem ehemaligen Formel-1-Piloten David Coulthard präsentierte Mercedes-Benz einen neuen prominenten Fahrer. Besonders glücklich zeigte sich Mercedes-Benz-Motorsportchef Norbert Haug über das neue Teammitglied.

“David ist eine super Rennfahrer, ein sympathischer Mensch und sehr kompetent. Er passt perfekt zu uns”, sagte Haug. Konkrete Ziele hat Mercedes-Benz-Publikumsliebling Ralf Schumacher: “Ich habe in der DTM eine Menge Spaß. Meine Lehrzeit sollte nun langsam beendet sein und somit sind Podiumsplätze das Minimalziel.” Mit CongFu Cheng fährt erstmals ein Chinese in der DTM. Außerdem mit einer AMG Mercedes C-Klasse unterwegs sind Gary Paffett, Bruno Spengler, Paul Di Resta, Jamie Green, Susie Stoddart und Maro Engel.

Das 18-köpfige Fahrerfeld setzt sich 2010 aus sieben Nationen zusammen. Mit sieben Piloten ist Großbritannien vor Deutschland (sechs) am stärksten vertreten. Zehn Rennwochenenden in fünf verschiedenen Ländern und auf zwei Kontinenten stehen auf dem Programm. Traditionell fährt die DTM zwei Mal auf dem Hockenheimring. Mit weiteren Veranstaltungen auf dem EuroSpeedway Lausitz, dem Norisring, dem Nürburgring sowie in der Motorsport Arena Oschersleben. Hinzu kommen die Traditionsstrecken im niederländischen Zandvoort an der Nordsee und in Brands Hatch in der Grafschaft Kent.

Neu im DTM Kalender sind die Rennen im spanischen Valencia sowie in Shanghai. Erstmals ist China Austragungsort des DTM-Finales. Der ITR-Vorsitzende Hans Werner Aufrecht erwartet trotz des eingefrorenen technischen Reglements eine packende Saison: “Es ist selbstverständlich, dass auch die DTM auf die aktuelle Wirtschaftslage reagiert. Deshalb haben wir beschlossen, die kostenintensive Weiterentwicklung der Fahrzeuge zu reduzieren. Ich erwarte dennoch großen Sport auf der Rennstrecke und freue mich auf die neue Saison.”

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Wer ist Cong Fu Cheng?

Jüngster Mercedes-Neuzugang

 

Der Chinese Cong Fu Cheng ist der jüngste Neuzugang im DTM-Team von Mercedes-Benz 2010. Cheng (stern AMG Mercedes C-Klasse) ist der zweite neue Fahrer im Team neben dem 13-maligen Grand Prix-Sieger David Coulthard. Beide starten mit der AMG Mercedes C-Klasse in 2008er Spezifikation.

Nach Erfolgen im chinesischen und asiatischen Kart-Sport kam Cheng – gefördert von Mercedes-Benz und McLaren – in der Formel Renault sowie in die Britische Formel 3-Meisterschaft. 2007 beendete der 25-Jährige die Nachwuchskategorie (Scholarship Class) nach fünf Siegen auf dem zweiten Platz. Ein Jahr später nahm er als erster Chinese am 24-Stunden-Rennen von Le Mans teil und holte mit dem Team Saulnier den dritten Platz in der LMP2-Klasse.

Im Vorjahr bestritt Cheng – ebenfalls als erster Chinese – das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring und wurde gemeinsam mit Altfrid Heger, Carlo van Dam und Franck Mailleux Dritter in der SP3T-Kategorie. Mit dem Saisonstart am 25. April 2010 in Hockenheim wird Cheng der erste Chinese in der DTM sein. “Es ist für mich eine große Herausforderung, für Mercedes-Benz in der DTM zu starten. Ich weiß, dass ich in dieser sehr hart umkämpften Meisterschaft viel lernen muss, aber ich werde alles dafür tun, das in mich gesetzte Vertrauen zu rechtfertigen”, sagte Cheng.

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Mercedes bestätigt Fahrerkader 2010

Neun Fahrer, ein Stern

 

Neun Piloten aus fünf Nationen nehmen in der Saison 2010 in einer AMG Mercedes C-Klasse Platz. Die einzigen Neuzugänge im Mercedes-Fahrerkader sind der ehemalige Formel 1-Pilot und dreizehnfache GP-Sieger David Coulthard und der Chinese Cong Fu Cheng. Beide starten mit einer 2008er C-Klasse.

Die 2009er Modelle fahren wie im Vorjahr Gary Paffett, Paul di Resta, Ralf Schumacher und Bruno Spengler. Ebenfalls mit einer 2008er C-Klasse unterwegs sind Susie Stoddart, Jamie Green und Maro Engel.

Attraktive Neulinge

 

Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug möchte den Fans mit den neuen Fahrern neue Attraktionen bieten. “David Coulthard wird sicher im Blickpunkt des Publikums stehen, wenn er in der DTM aktiv in den Rennsport zurückkehrt”, sagt Haug. “David ist einer der profiliertesten und weltweit bekanntesten Rennfahrer, der nicht nur kompetent, sondern auch überaus sympathisch ist.”

Mit Cong Fu Cheng erhalte laut Haug ein vielversprechender Fahrer aus China die Chance auf weitere Profilierung. “Es ist für mich eine große Herausforderung, für Mercedes-Benz in der DTM zu starten”, sagt Cheng. “Ich weiß, dass ich in dieser sehr hart umkämpften Meisterschaft viel lernen muss, aber ich werde alles dafür tun, das in mich gesetzte Vertrauen zu rechtfertigen.”

Auch Coulthard freut sich auf sein Renncomeback. “Ich freue mich sehr auf meinen Neustart in der DTM nach einem Jahr Rennpause”, sagt der Schotte. “In Hockenheim nicht als Gast an der Boxenmauer, sondern hinter dem Lenkrad einer AMG Mercedes C-Klasse zu sitzen passt mir irgendwie besser.”

Neben den Neuzugängen setzt Mercedes auf die bewährten Fahrer, “die seit Jahren klasse Leistungen bringen”, betont Haug. “Wir haben in den letzten drei Jahren keinen Fahrertitel, aber doch 18 von 31 DTM-Rennen gewonnen – knapp 60 Prozent aller Siege also. Natürlich wäre es schön, am Jahresende nach Siegen und nach Punkten vorne zu sein.”

Schumacher greift Podest an

 

Mit di Resta und Paffett gehen gleich zwei Titelanwärter für Mercedes an den Start. “2008 war ich Vizemeister, im letzten Jahr Dritter. 2010 soll es wieder nach oben gehen, hoffentlich gleich zwei Plätze”, sagt di Resta. Paffett ist ähnlich optimistisch: “Ich habe die letzten beiden Rennen der DTM-Saison 2009 gewonnen und möchte beim Saisonauftakt in wenigen Wochen in Hockenheim möglichst den Hattrick schaffen. Die DTM ist einfach Spitze – hier zu gewinnen bedeutet mir sehr viel.”

Auch Ralf Schumacher und Bruno Spengler gehen mit hohen Zielen in die neue Saison. “Nach zwei Lehrjahren will ich um Podiumsplätze kämpfen”, kündigt Schumacher an. “Unsere Testfahrten verliefen positiv, jetzt will ich das auch in den Rennen umsetzen.”

Spengler hat genauso Blut geleckt. “Der vierte Platz in der Gesamtwertung 2009 war nach meinen zwei Vizemeisterschaften 2006 und 2007 sicher nicht, was ich erreichen wollte”, gesteht er. “Mich motiviert das nur noch stärker, in diesem Jahr vom Saisonauftakt an ganz vorne dabei zu sein.”

Punkte für Stoddart?

 

Die restlichen drei Mercedes-Piloten wollen sich ihrerseits für höhere Aufgaben empfehlen. “In der vergangenen DTM-Saison habe ich gezeigt, dass auch mit dem Vorjahresauto respektable Ergebnisse drin sind”, sagt Maro Engel. “In diesem Jahr will ich das stabilisieren und regelmäßig in die Punkte fahren.”

Damit spricht Engel Susie Stoddart aus der Seele. Sie hat nur ein Ziel: “Ich will endlich Punkte. Das wird 2010 nicht einfacher als in den letzten Jahren, aber ich traue mir das zu.”

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Coulthard bestätigt Mercedes-Verpflichtung

Kribbeln ist wieder da

 

Seit Wochen wurde spekuliert, dass David Coulthard in den Rennsport zurückkehrt und diese Saison in der DTM in einen Mercedes-Jahreswagen steigt. Seit Samstag ist es endlich offiziell. Der Schotte bestätigte gegenüber der BBC seine Verpflichtung bei Mercedes.

“Ich habe immer geglaubt, dass ich meinen Helm nicht für immer an den Nagel hängen werde. Ich wusste einfach, dass meine Zeit als F1-Pilot sein natürliches Ende gefunden hat”, sagte Coulthard über sein Karriere-Ende 2008.

In seiner 15-jährigen Formel 1-Karriere gewann der 39-Jährige 13 Rennen und holte mehr WM-Punkte als jeder britische Rennfahrer vor ihm. “Als ich mir 2009 das Finale der DTM angesehen habe, spürte ich die Begeisterung und das Kribbeln für den Wettbewerb wieder”, verriet Coulthard. Das habe zu den Testfahrten in einer Mercedes C-Klasse Anfang des Jahres geführt.

Keine Gedanken an F1-Rückkehr

 

“Die Tests haben mich zu der Entscheidung geführt. Die DTM ist eine professionelle Meisterschaft, auf einem hohen technischen Level und mit Mercedes gibt es eine Firma, mit der ich bereits in meiner McLaren-Zeit sieben Jahre zusammengearbeitet habe”, begründete der Schotte seine Entscheidung.

Über eine Rückkehr in die Formel 1 habe er nie nachgedacht. “Es gab einen Anruf von einem Team, aber ich habe nie zurückgerufen. Die Leute in der Formel 1 wussten, dass ich nicht mehr zurück wollte”, erklärte Coulthard. Allerdings gab der Schotte zu, dass er den Adrenalinkick in seinem Leben vermisst hat.

“Habe ich den Wettbewerb vermisst? Ja, aber nur, weil ich wusste, wie viel Spaß es macht. Jetzt bin ich fast 40, mit 50 Jahren bekomme ich die Chance nicht mehr”, sagte der Schotte. In der DTM trifft Coulthard auf Ex-F1-Pilot Ralf Schumacher und die F1-Testfahrer Gary Paffett und Paul di Resta.

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Coulthard-Einstieg droht zu scheitern

Kürzeste DTM-Karriere aller Zeiten?

 

“Es gibt eine gute Chance, dass ich DTM fahre. Ich würde es gerne tun”, erklärte David Coulthard. Der Schotte zeigte sich nach seinen Testfahrten in verschiedenen C-Klassen beeindruckt und würde sogar in einem Jahreswagen Platz nehmen – denn er will endlich wieder Rennen fahren. Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug bestätigte die Gespräche mit dem Ex-Formel-1-Piloten. Laut Coulthard müsste man nur noch das Finanzielle klären und genau an dem Finanziellen könnte der Traum von der DTM scheitern.

Der Grund: Red Bull hätte den DTM-Einstieg von Coulthard bei Mercedes mit finanziellen Mitteln unterstützen sollen. Doch Red Bull-Boss Dietrich Mateschitz ist derzeit nicht gut zu sprechen auf Mercedes. Der Österreicher soll “not amused” über die riesige Monster-Werbung auf den Helmen der Mercedes-F1-Piloten Michael Schumacher und Nico Rosberg sein. Monster gilt als schärfster Konkurrent von Red Bull, weshalb Matschitz die Werbung auf den Mercedes-Helmen so sauer aufstößt. “Davids DTM-Karriere könnte die kürzeste aller Zeiten gewesen sein”, wird bereits gespottet.

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