Norisring

Green gewinnt zum dritten Mal in Folge

 

Bei 12 von 29 Rennteilnahmen gewann ein Mercedes auf dem Norisring. Am Sonntag ließ Jamie Green im 30. Rennen den 13. Sieg folgen. Für den Briten war es der dritte in Folge – und das in der selben 08er C-Klasse wie bei seinen ersten beiden Siegen auf dieser Strecke.

Green setzte sich am Start gegen seinen Markenkollegen und Meisterschaftsspitzenreiter Bruno Spengler durch und übernahm Position 2. Vorne verteidigte Ralf Schumacher seine Pole Position und fuhr die schnellsten Rennrunden, doch die Freude währte nicht lange. Der ehemalige Formel-1-Pilot fiel durch eine Durchfahrtsstrafe für einen Frühstart bis ans Ende des Feldes zurück. Green sagte danke, übernahm die Führung und gab diese bis zum Ende nicht mehr her. Der Sieg-Hattrick 2008, 2009 und 2010 war perfekt.

Einfach war es für Green nicht. Nach dem zweiten Boxenstopp schloss Mattias Ekström die Lücke zum Führenden und gab alles, um die Audi-Flaute zu beenden. Die Ingolstädter haben seit 2002 kein Rennen in Nürnberg gewonnen. Green verteidigte seinen Vorsprung allerdings bis ins Ziel. Als Dritter stand Spengler auf dem Podium, der nach zwei 2. Plätzen und einem Sieg sein schlechtestes Saisonresultat einfuhr.

Oliver Jarvis, Timo Scheider und Gary Paffett komplettierten die Top-6. Die letzten beiden Punkteränge schnappten sich mit Alexandre Premat und Martin Tomczyk zwei Audi-Fahrer. Insgesamt fuhren nur drei Mercedes-Fahrer und fünf Audi-Piloten in die Punkte. Maro Engel und Paul di Resta füllten die Top-10 auf. Ralf Schumacher kreuzte die Line nach seiner Strafe als Elfter. Mit einigen schnellen Rundenzeiten bestätigte er aber seine starke Leistung am Norisring.

Harte Zweikämpfe

 

David Coulthard hatte in der Anfangsphase des Rennens eine unliebsame Begegnung mit Markus Winkelhock. Der Audi-Pilot wollte ein Überholmanöver von Martin Tomczyk gegen den Schotten ausnutzen, schoss Coulthard jedoch in der Haarnadel ab und beschädigte dessen rechte Seite so stark, dass die Tür des gelben Mercedes davon flog. Coulthard fuhr das Rennen danach ohne Fahrertür zu Ende. Winkelhock schied mit einem beschädigten Auto aus.

Auch Paul di Resta hatte einen Kontakt mit einem Audi-Fahrer. Direkt nach dem Start drehte Alexandre Premat den Briten um, bekam dafür aber keine Strafe. Bereits beim letzten Rennen fiel der Franzose durch eine Kollision mit einigen Markenkollegen. Dafür bekam er von Audi die gelbe Karte gezeigt. Gelb-Rot blieb ihm von der Rennleitung in Nürnberg erspart.

Das dritte Duell Audi gegen Mercedes gab es zwischen Maro Engel und Miguel Molina. “Engel hat mich getroffen”, sagte der Spanier, der danach mit einem Aufhängungsdefekt ausrollte.

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Mercedes bestätigt Fahrerkader 2010

Neun Fahrer, ein Stern

 

Neun Piloten aus fünf Nationen nehmen in der Saison 2010 in einer AMG Mercedes C-Klasse Platz. Die einzigen Neuzugänge im Mercedes-Fahrerkader sind der ehemalige Formel 1-Pilot und dreizehnfache GP-Sieger David Coulthard und der Chinese Cong Fu Cheng. Beide starten mit einer 2008er C-Klasse.

Die 2009er Modelle fahren wie im Vorjahr Gary Paffett, Paul di Resta, Ralf Schumacher und Bruno Spengler. Ebenfalls mit einer 2008er C-Klasse unterwegs sind Susie Stoddart, Jamie Green und Maro Engel.

Attraktive Neulinge

 

Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug möchte den Fans mit den neuen Fahrern neue Attraktionen bieten. “David Coulthard wird sicher im Blickpunkt des Publikums stehen, wenn er in der DTM aktiv in den Rennsport zurückkehrt”, sagt Haug. “David ist einer der profiliertesten und weltweit bekanntesten Rennfahrer, der nicht nur kompetent, sondern auch überaus sympathisch ist.”

Mit Cong Fu Cheng erhalte laut Haug ein vielversprechender Fahrer aus China die Chance auf weitere Profilierung. “Es ist für mich eine große Herausforderung, für Mercedes-Benz in der DTM zu starten”, sagt Cheng. “Ich weiß, dass ich in dieser sehr hart umkämpften Meisterschaft viel lernen muss, aber ich werde alles dafür tun, das in mich gesetzte Vertrauen zu rechtfertigen.”

Auch Coulthard freut sich auf sein Renncomeback. “Ich freue mich sehr auf meinen Neustart in der DTM nach einem Jahr Rennpause”, sagt der Schotte. “In Hockenheim nicht als Gast an der Boxenmauer, sondern hinter dem Lenkrad einer AMG Mercedes C-Klasse zu sitzen passt mir irgendwie besser.”

Neben den Neuzugängen setzt Mercedes auf die bewährten Fahrer, “die seit Jahren klasse Leistungen bringen”, betont Haug. “Wir haben in den letzten drei Jahren keinen Fahrertitel, aber doch 18 von 31 DTM-Rennen gewonnen – knapp 60 Prozent aller Siege also. Natürlich wäre es schön, am Jahresende nach Siegen und nach Punkten vorne zu sein.”

Schumacher greift Podest an

 

Mit di Resta und Paffett gehen gleich zwei Titelanwärter für Mercedes an den Start. “2008 war ich Vizemeister, im letzten Jahr Dritter. 2010 soll es wieder nach oben gehen, hoffentlich gleich zwei Plätze”, sagt di Resta. Paffett ist ähnlich optimistisch: “Ich habe die letzten beiden Rennen der DTM-Saison 2009 gewonnen und möchte beim Saisonauftakt in wenigen Wochen in Hockenheim möglichst den Hattrick schaffen. Die DTM ist einfach Spitze – hier zu gewinnen bedeutet mir sehr viel.”

Auch Ralf Schumacher und Bruno Spengler gehen mit hohen Zielen in die neue Saison. “Nach zwei Lehrjahren will ich um Podiumsplätze kämpfen”, kündigt Schumacher an. “Unsere Testfahrten verliefen positiv, jetzt will ich das auch in den Rennen umsetzen.”

Spengler hat genauso Blut geleckt. “Der vierte Platz in der Gesamtwertung 2009 war nach meinen zwei Vizemeisterschaften 2006 und 2007 sicher nicht, was ich erreichen wollte”, gesteht er. “Mich motiviert das nur noch stärker, in diesem Jahr vom Saisonauftakt an ganz vorne dabei zu sein.”

Punkte für Stoddart?

 

Die restlichen drei Mercedes-Piloten wollen sich ihrerseits für höhere Aufgaben empfehlen. “In der vergangenen DTM-Saison habe ich gezeigt, dass auch mit dem Vorjahresauto respektable Ergebnisse drin sind”, sagt Maro Engel. “In diesem Jahr will ich das stabilisieren und regelmäßig in die Punkte fahren.”

Damit spricht Engel Susie Stoddart aus der Seele. Sie hat nur ein Ziel: “Ich will endlich Punkte. Das wird 2010 nicht einfacher als in den letzten Jahren, aber ich traue mir das zu.”

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Mercedes bestätigt

Coulthard fährt 2010 DTM

 

Im Februar testete David Coulthard erstmals die AMG Mercedes C-Klasse im südspanischen Monteblanco, danach nochmals in Portimao, Portugal und in Valencia. Am 24. März 2010 nahm er an den offiziellen DTM-Testfahrten in Valencia teil, Ort des zweiten Laufes der kommenden Saison am 23. Mai. “Die Verpflichtung von David Coulthard ist eine großartige Neuigkeit für die DTM wie für Mercedes-Benz. David arbeitet seit 15 Jahren mit uns zusammen, neun davon als Formel 1-Fahrer bei McLaren Mercedes und David schaffte es, Vize-Weltmeister zu werden”, sagte Norbert Haug.

“David ist prominent, kompetent und sympathisch – der Motorsport hat nur wenige so hochkarätige Vertreter mit internationaler Reputation. Ich freue mich stellvertretend für jeden in unserer Mannschaft, dass David mit uns aktiv in die DTM einsteigt und es ist uns eine besondere Freude, dass wir so auch die ‘Wings for life’- Stiftung von Red Bull in ihren wichtigen Zielsetzungen unterstützen können”, fuhr der Mercedes-Motorsportchef fort.

David Coulthard startete zwischen 1994 und 2008 bei 246 Formel 1-Rennen, 150 davon bestritt er zwischen 1996 und 2004 bei McLaren Mercedes. In dieser Zeit holte er zwölf seiner 13 Grand Prix-Siege und wurde 2001 Vizeweltmeister. Als WM-Dritter 1998 trug er mit einem Sieg und insgesamt 56 WM-Punkten maßgeblich zum Gewinn der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft durch McLaren Mercedes bei.

Gemeinsam mit Mika Häkkinen, Formel 1-Weltmeister 1998 und 1999 und Mercedes-Benz DTM-Fahrer von 2005 bis 2008, bildete er von 1996 bis 2001 die am längsten für ein Team gemeinsam aktive Fahrerpaarung in der Formel 1. Bis heute sind Mika und David weltweit bekannte und kompetente Sympathieträger ihres Sports. Von 2005 bis 2008 fuhr Coulthard für Red Bull, bevor er vom aktiven Sport zurücktrat und die Formel 1 seit 2009 als TV-Kommentator für den britischen Sender BBC begleitet. David Coulthard besuchte mehrmals die DTM, zuletzt 2009 am Norisring sowie beim Finale in Hockenheim.

“Die spannenden Rennen der DTM habe ich entweder am Fernseher oder an der Rennstrecke sehr genossen und ich bin sicher, als Fahrer wird es mir genau so gehen – ich freue mich sehr darauf, endlich wieder Rennen zu fahren. Dabei bin ich mir bewusst, dass ich es in diesem Feld voller starker Fahrer in dicht beieinander liegenden Autos zunächst nicht leicht haben werde. Das haben auch die anfänglichen Ergebnisse von Jean Alesi, meinem langjährigen Teamkollegen Mika Häkkinen und zuletzt Ralf Schumacher gezeigt”, sagte der Schotte.

“Aber wie diese drei bin auch ich ein Racer, der sich auf den Wettkampf freut und deshalb kann ich den Saisonauftakt am 25. April 2010 in Hockenheim kaum erwarten. Ich freue mich ganz besonders darauf, aktiv zu meinen langjährigen Freunden von Mercedes zurückzukehren und ich bin stolz darauf, dabei gleichzeitig Botschafter für ‘Wings for Life’ der Stiftung für Rückenmarksforschung von Red Bull zu sein”, betonte der 39-Jährige.

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Coulthard bestätigt Mercedes-Verpflichtung

Kribbeln ist wieder da

 

Seit Wochen wurde spekuliert, dass David Coulthard in den Rennsport zurückkehrt und diese Saison in der DTM in einen Mercedes-Jahreswagen steigt. Seit Samstag ist es endlich offiziell. Der Schotte bestätigte gegenüber der BBC seine Verpflichtung bei Mercedes.

“Ich habe immer geglaubt, dass ich meinen Helm nicht für immer an den Nagel hängen werde. Ich wusste einfach, dass meine Zeit als F1-Pilot sein natürliches Ende gefunden hat”, sagte Coulthard über sein Karriere-Ende 2008.

In seiner 15-jährigen Formel 1-Karriere gewann der 39-Jährige 13 Rennen und holte mehr WM-Punkte als jeder britische Rennfahrer vor ihm. “Als ich mir 2009 das Finale der DTM angesehen habe, spürte ich die Begeisterung und das Kribbeln für den Wettbewerb wieder”, verriet Coulthard. Das habe zu den Testfahrten in einer Mercedes C-Klasse Anfang des Jahres geführt.

Keine Gedanken an F1-Rückkehr

 

“Die Tests haben mich zu der Entscheidung geführt. Die DTM ist eine professionelle Meisterschaft, auf einem hohen technischen Level und mit Mercedes gibt es eine Firma, mit der ich bereits in meiner McLaren-Zeit sieben Jahre zusammengearbeitet habe”, begründete der Schotte seine Entscheidung.

Über eine Rückkehr in die Formel 1 habe er nie nachgedacht. “Es gab einen Anruf von einem Team, aber ich habe nie zurückgerufen. Die Leute in der Formel 1 wussten, dass ich nicht mehr zurück wollte”, erklärte Coulthard. Allerdings gab der Schotte zu, dass er den Adrenalinkick in seinem Leben vermisst hat.

“Habe ich den Wettbewerb vermisst? Ja, aber nur, weil ich wusste, wie viel Spaß es macht. Jetzt bin ich fast 40, mit 50 Jahren bekomme ich die Chance nicht mehr”, sagte der Schotte. In der DTM trifft Coulthard auf Ex-F1-Pilot Ralf Schumacher und die F1-Testfahrer Gary Paffett und Paul di Resta.

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Coulthard-Einstieg droht zu scheitern

Kürzeste DTM-Karriere aller Zeiten?

 

“Es gibt eine gute Chance, dass ich DTM fahre. Ich würde es gerne tun”, erklärte David Coulthard. Der Schotte zeigte sich nach seinen Testfahrten in verschiedenen C-Klassen beeindruckt und würde sogar in einem Jahreswagen Platz nehmen – denn er will endlich wieder Rennen fahren. Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug bestätigte die Gespräche mit dem Ex-Formel-1-Piloten. Laut Coulthard müsste man nur noch das Finanzielle klären und genau an dem Finanziellen könnte der Traum von der DTM scheitern.

Der Grund: Red Bull hätte den DTM-Einstieg von Coulthard bei Mercedes mit finanziellen Mitteln unterstützen sollen. Doch Red Bull-Boss Dietrich Mateschitz ist derzeit nicht gut zu sprechen auf Mercedes. Der Österreicher soll “not amused” über die riesige Monster-Werbung auf den Helmen der Mercedes-F1-Piloten Michael Schumacher und Nico Rosberg sein. Monster gilt als schärfster Konkurrent von Red Bull, weshalb Matschitz die Werbung auf den Mercedes-Helmen so sauer aufstößt. “Davids DTM-Karriere könnte die kürzeste aller Zeiten gewesen sein”, wird bereits gespottet.

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