Nicht richtig nass – nicht richtig trocken

Keine guten Bedingungen für Yamaha

 Gestern noch konnte Yamaha keiner das Wasser reichen, aber da war es ja auch trocken.. Obwohl die beiden Yamaha-Piloten anfänglich auch im Nassen sehr gut zurecht kamen. Pole Sitter Edwards verlor zwar am Start eine Position gegen Dani Pedrosa, diese konnte er sich aber in der fünften Runde wieder zurückerobern und lange halten. Und auch Valentino Rossi, der anfänglich auf Platz acht zurückgefallen war, konnte sich schnell wieder auf Platz drei heranfahren. Doch je trockener es wurde, desto schlechter funktionierten die Michelin Regenreifen im Vergleich zu Bridgestone. “Es sieht so aus, als ob wir immer dann richtig leiden müssen, wenn die Bedingungen nicht so perfekt sind”, analysierte Rossi, der am Ende nur froh war, das Rennen beenden zu können. “Mein Regenreifen war auf der trockenen Strecke am Ende zerstört”, sagte Rossi. Umso höher sei deswegen auch die Leistung seines Teamkollegen einzustufen. “Colin hat einen großartigen Job unter schwierigen Bedingungen gemacht”Der war natürlich mehr als zufrieden mit seinem zweiten Platz. Denn auch er sah ein, dass er das Duell gegen Casey Stoner nicht wirklich gewinnen konnte, auch wenn er bis zur 15. Runde führte. Nachdem mich Casey überholt hat, habe ich alles versucht, aber ich konnte ihm nicht folgen. Ich hatte einfach nicht so viel Grip wie er.” So habe er das bestmögliche Ergebnis erreicht. “Es ist schön endlich mal wieder auf dem Podium zu stehen, ein großes Dankeschön an mein Team.”

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Demonstration von Ducati und Stoner

Erstaunlich abgeklärt

Casey Stoner brachte es auf den Punkt: “Offensichtlich hatten wir heute das beste Motorrad da draußen”, sagte der junge Australier nach seinem eindrucksvollen Sieg in Donington. Sonst wäre der Sieg nach dem schlechten Start, nach dem er sich nur auf dem zwölften Platz wieder fand, wohl nicht möglich gewesen. Dennoch – für seine 21 Jahre wirkt der junge WM-Führende schon erstaunlich routiniert. Die schwierigen Bedingungen mit der zuerst nassen und dann immer trockener werdenden Strecke, schienen Stoner überhaupt keine Probleme zu bereiten und so hatter er nach elf Runden nur noch Colin Edwards vor sich. “Colin machte einen guten Eindruck, aber ich wusste, dass ich schneller fahren konnte,” erzählte Stoner. Am Ende sei er nur noch von Pfütze zu Pfütze gefahren um seine Regenreifen nicht überzustrapazieren.

Wie gut die Ducati heute ging, zeigte auch die Pace von Loris Capirossi, der gegen Ende des Rennens zwei schnellste Rennrunden nacheinander fuhr und Position um Position gut machte. Allerdings unterstrich die Performance von Capirossi auch die starke Leistung von Stoner, denn während der fehlerfrei blieb und zum Sieg fuhr, rutschte Capirossi in seiner stärksten Phase, an sechster Position liegend von der Strecke. “Als ich Valentino [Rossi] und Chris [Vermeulen] sah, dachte ich, dass ich sie auch noch kriegen könnte, weil meine Rundenzeiten über eine Sekunde schneller waren als ihre”, sagte Capirossi, “aber dann habe ich an der Vorderachse die Kontrolle verloren.”

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Capirossi hat eine Sorge weniger

Lang leben die Regenreifen

Regenzeiten sagen nicht viel aus, jedenfalls im Motorsport, ganz besonders im Freien Training. Im Urwald wird das wahrscheinlich anders sein. Auf der Rennstrecke von Donington bedeutete der Regen am Freitag jedoch für alle das gleiche: “Ich glaube, dass so ziemlich alle auf den weichsten Regenreifen gefahren sind”, spekuliert Casey Stoner, der im zweiten Training Rang 6 belegte. Im 1. Training am Morgen ist er die schnellste Zeit des gesamten Trainingstages gefahren. “Ich habe den gesamten Tag die gleichen Reifen verwendet und sie sehen noch immer ziemlich neu aus.”

Auch sein Teamkollege Loris Capirossi musste mit einem Reifensatz Vorlieb nehmen. “Wir haben einfach nicht genügend Regenreifen”, klagt er. “Sie sind nicht perfekt, aber sie sind ziemlich gut und ihre Haltbarkeit steht außer Frage.” Denn auch er fuhr den gesamten Tag auf den gleichen Gummis. “Heute Morgen war ich deshalb besorgt, aber jetzt fühle ich mich besser.” Ganz zufrieden ist er aber nicht. Im 1. Training hatte er Probleme mit dem Motorsetup. “Für das 2. Training haben wir die Einstellungen verändert, aber ich kann nicht gut fahren, weil sich das Bike zu aggressiv anfühlt.”

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