25. Aug, 2010
Seltsame Rückkehr
Mercedes-Pilot David Coulthard fand sich am Montag an der Rennstrecke in Brands Hatch ein, wo er eine Gruppe von Journalisten in einem DTM-Renntaxi um die Strecke fuhr. Zu Coulthards Fahrgästen zählte unter anderem BBC Formel 1-Moderator Jake Humphrey.
Für Coulthard war es der erste Besuch in Brands Hatch seit seinen beiden Siegen in der Formel 3 im Jahr 1991. “Die Strecke ist ein natürliches Amphitheater und besitzt jede Menge Motorsportgeschichte”, sagte Coulthard. “Allein hier zu sein, versetzt dich in die Tage von Jim Clark und Jackie Stewart zurück.”
Der Schotte fuhr zum ersten Mal mit einem Tourenwagen in seiner Heimat. “Es ist seltsam, hierher zurückzukommen, besonders in einem DTM-Auto”, sagte er. “Aufgrund der Streckencharakteristik muss man hier oft sehr spät bremsen. Auf anderen Strecken muss man superweich fahren, aber hier kann man die Kurven angreifen. Die Runde ist sehr kurz und in Paddock Hill kann man den Scheitelpunkt kaum sehen.”
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25. Aug, 2010
Jeder Zentimeter zählt
Die vorletzte Kurve vor Start- und Ziel wurde einigen Piloten bislang zum Verhängnis. Alexandre Prémat ist einer derjenigen, dem die Strecke ausging. In der zweiten Quali-Session war der Franzose auf einer Top-Runde, als er in der letzten Kurve ausgangs über den Kerb fuhr und dies einen Dreher zur Folge hatte. Glücklicherweise schlug er nicht in die Leitplanke ein, das Qualifying war jedoch gelaufen.
“Ich bin zu weit rausgekommen und dann ist mir das Heck weggebrochen”, meinte Prémat. Danach fuhr der Franzose direkt an die Box, um sich neue Reifen abzuholen. Mehr als Platz 13 war dann aber nicht drin. “Es hätte heute besser laufen können.”
Die Kumhobocht ist die Schlüsselstelle in Zandvoort. “Man muss mit viel Schwung herausfahren und genau das macht den Kurvenausgang besonders schwierig”, so Premat. “Denn nach Start- und Ziel folgt mit die beste Überholmöglichkeit.”
Auch für Maro Engel ist diese eine der wichtigsten Kurven. “Sie verleitet ein schnelles Hereinfahren. Beim Herausfahren geht einem jedoch schnell der Platz aus.” Der geringste Fehler wird bestraft, ob mit verlorenen Zehntel oder einem Dreher.
Für David Coulthard stellt die Kumhobocht kein großes Problem da. “Das ist eigentlich die leichteste Kurve für mich”, meint der Schotte. Dennoch hatte auch er an dieser Stelle zu kämpfen und verlor wertvolle Zehntel. “Ich bekam Übersteuern und als ich versuchte zu korrigieren, kam ich auf den Sand.” Entweder lag es an der Aufregung oder an den Windverhältnissen.
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9. Aug, 2010
Dreifachsieg für Mercedes
Bruno Spengler wollte nach der ersten Kurve in Führung liegen und das hat der Meisterschaftsführende auch geschafft. Der Mercedes-Pilot ging am Start innen an Polesetter Mattias Ekström vorbei. Der Audi-Pilot kam in der ersten Kurve weit nach außen, wodurch auch Jamie Green, Paul di Resta, Timo Scheider, Gary Paffett und Ralf Schumacher an ihm vorbeigingen. Nach der ersten Runde lag Ekström nur mehr auf Platz sieben.
David Coulthard erwischte wieder einmal einen schlechten Start und fiel von Rang 10 auf 16 zurück. Für Susie Stoddart und Markus Winkelhock war das Rennen nach Runde eins bereits vorbei. Katherine Legge bekam wegen eines Frühstarts eine Durchfahrtsstrafe aufgebrummt, ebenfalls eine Strafe erhielt CongFu Cheng. Der Mercedes-Pilot bekam eine 3-Sekunden-Boxenstoppstrafe wegen Abkürzens in der NGK-Schikane.
Prémat-Abflug in die Reifenstapel
Alexandre Prémat verbremste sich in Runde 8 eingangs der Kurzanbindung, berührte bei der Kurvenausfahrt Markenkollege Oliver Jarvis und schlug in die Reifenstapel ein. DTM-Neuling Miguel Molina erhielt eine Durchfahrtsstrafe, weil er während der Gelbphase – ausgelöst durch den Prémat-Unfall – seine persönlich schnellste Sektorzeit gefahren ist. In Runde 26 folgte eine 3-Sekunden-Boxenstoppstrafe für Molina wegen Abkürzens in der NGK-Schikane.
Trotz dunkler Wolken über den Nürburgring blieb der Regen aus. Bruno Spengler gewann den fünften Saisonlauf und baute seinen Vorsprung auf 42 Punkte in der Meisterschaft aus. Auf den Plätzen zwei und drei landeten seine Markenkollegen Paul di Resta und Gary Paffett. Bester Audi-Pilot wurde Timo Scheider auf Rang vier. Polesetter Mattias Ekström musste sich mit Rang sieben begnügen.
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5. Jul, 2010
Coulthard und Lauda kritisieren
Eine weitere Woche und damit weitere sieben Tage sind vergangen, in denen Kritiker Michael Schumacher kritisierten und in der seine guten Bekannten dazu anmahnten, doch etwas umsichtiger auf die aktuelle Situation zu blicken. Zur Verteidigung Schumachers rückte diesmal FIA-Präsident Jean Todt aus, der schon früher seinen ehemaligen Schützling aus dem kritischen Dauerfeuer nehmen wollte. “Es hängt immer vom Auto ab, das man fährt. Michael ist eine tolle Person, ein großartiger Champion. Ich kenne sonst niemanden, der sieben Titel und 91 Grands Prix gewonnen hat. Wenn einige Leute ihr Urteil fällen, dann sollten sie vorsichtig sein und das respektieren, was er geleistet hat”, meinte Todt gegenüber Autosport.
Auf der kritischen Seite stand in der vergangenen Woche unter anderem David Coulthard, der bei der BBC zum Rennen in Valencia ein paar Analysen anstellte. “Es sieht alles so provisorisch aus, was Michael macht. Er verwendet an manchen Stellen den Drehzahlbegrenzer sogar wie einen Tempomaten, um das Auto zu verlangsamen – das ist einfach schludrig. Das kostet Zeit und überhitzt den Motor”, meinte er. Der Schotte betonte, dass er sich nie gedacht hätte, dass Schumacher mit einem Problem einmal nicht klar kommt. Das Problem ist dabei nach wie vor das Auto, das recht unruhig auf der Strecke liegt.
Reifen als PS-Killer
Und natürlich ist da die Reifensituation, bei der Mercedes nach wie vor im Dunkeln tappt, auch wenig hilfreich. Die Bild am Sonntag rechnete vor, dass der schnelle Leistungs-Abbau so ist, als hätte Schumacher plötzlich 150 PS weniger im Auto. Der langsame Temperatur-Aufbau tut dann davor sein übriges. Niki Lauda meinte: “Alle Teams schimpfen auf die Reifen, aber alle haben auch das gleiche Problem. Das Problem bei Mercedes ist die Kette zwischen ihrem Simulator und der Realität im Rennen. Wer da am besten ist, der gewinnt. Wer da nicht auf dem neuesten Stand ist, verliert. McLaren und Red Bull haben die besten Simulatoren der Formel 1. Und sie verstehen die Reifen auch am besten. Bei Mercedes wird im Simulator nicht exakt genug gearbeitet. Die bringen das nicht auf die Strecke, was sie dort testen.”
Der Computer des Simulators soll bei Mercedes nicht auf dem neuesten Stand sein und Teamchef Ross Brawn meinte auch, um dieses Problem zu wissen. Mercedes-Sportchef Norbert Haug sagte: “Wartet ab. Am Ende ist unser Problem vielleicht eine Kleinigkeit. Aber wir müssen erst noch draufkommen.”
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5. Jul, 2010
Der Regen war da
Der Sonntag begann mit einem heftigen Gewitter und einer Bestzeit von Mercedes-Pilot Jamie Green. Bereits am frühen Morgen setzte starker Regen über dem Norisring in Nürnberg ein. Auf abtrocknender Strecke sicherte sich der Sieger der letzten beiden Jahre, Jamie Green, die Bestzeit des 30-minütigen Warmups am Sonntagvormittag.
Hinter Green reihten sich mit Timo Scheider, Mike Rockenfeller, Mattias Ekström, Martin Tomczyk und Alexandre Premat fünf Audi-Fahrer ein. Die Top-10 komplettierte das Mercedes-Quartett Gary Paffett, David Coulthard, Maro Engel und Bruno Spengler. Pole-Mann Ralf Schumacher landete auf dem 13. Platz. Angesichts der nassen Fahrbahn haben die Zeiten jedoch wenig bis gar keine Aussagekraft. Bis zum Rennen sollte die Strecke abtrocknen.
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