Haug verhandelt mit Schumacher & Coulthard

Noch keine Entscheidungen

 

Bisher hat Mercedes-Benz sein Fahreraufgebot für die DTM-Saison 2010 noch nicht bekanntgegeben. Bis zu den ersten Testfahrten sind es nur noch wenige Wochen, also wird es langsam Zeit, die Gerüchte vom Tisch zu räumen. Auf jeden Fall ist damit zu rechnen, dass Gary Paffett, Paul di Resta und Bruno Spengler erneut in einem HWA-Werksboliden sitzen werden.

Große Fragezeichen gibt es rund um die Person Ralf Schumacher. Im Interview mit dtm.tv hat Mercedes-Benz Motorsportchef allerdings bestätigt, dass man kurz vor einer Einigung steht. “Ralf möchte weitermachen in der DTM. Wir denken auch, dass wir gute Chancen haben, gemeinsam weiter zu machen. Bekannt gegeben wird die Entscheidung dann, wenn sie getroffen ist. Noch ist nicht alles in trockenen Tüchern”, so Haug.

Noch interessanter sind die Spekulationen rund um einen weiteren ehemaligen Formel-1-Fahrer. David Coulthard zeigte sich nach Testfahrten in verschiedenen C-Klassen beeindruckt und würde sogar in einem Jahreswagen Platz nehmen – denn er will endlich wieder Rennen fahren. “Es ist es sehr erfreulich, dass er sich so für die DTM begeistert. Er hat jetzt schon zwei Mal getestet. Das hatten wir schon während seiner aktiven Formel-1-Zeit ausgemacht. Er sollte einfach mal ein DTM-Auto fahren”, kommentiert Haug.

DTM für Nick Heidfeld kein Thema

 

“Er hat sich sehr gut angestellt, hat auch durchaus Spaß dabei gehabt und wir sprechen über Möglichkeiten, ob wir Lösungen finden. Vielleicht gibt es eine positive Überraschung, aber ich kann es noch nicht versprechen”, so der Mercedes-Mann.

Auch Nick Heidfeld wurde zuletzt mit der DTM in Verbindung gebracht, schließlich besteht durch seinen Testfahrerjob bei Mercedes GP eine perfekte Verbindung zu Haug, der allerdings sagt: “Ich denke nicht, dass Nick in der DTM fahren wird, da gibt es kein Diskussionsthema. Er hat umfangreiche Aufgaben im Formel-1-Team und wird sich dort einbringen. Nick will sich auf dieses Thema konzentrieren, was ich voll verstehen kann.”

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Coulthard steht kurz vor DTM-Einstieg

Finanzierung sicherstellen

 

Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug hat zwar in Barcelona betont, dass David Coulthard noch nicht einen Vertrag mit Mercedes unterschrieben hat, allerdings benutzte Haug das Wörtchen “noch”. Nächste Woche soll dieses Wörtchen “noch” der Vergangenheit angehören. Nachdem der Schotte in Monteblanco und Portimao die Mercedes C-Klasse getestet hat, soll laut auto, motor und sport nur noch die Finanzierung zu klären sein. “Es gibt eine gute Chance, dass ich DTM fahre. Ich würde es gerne tun, aber damit es klappt, müssen wir erst einmal die Finanzierung sicherstellen”, wird Coulthard zitiert.

Nach seinem Ausstieg aus der Formel 1 ist der Schotte wieder heiß aufs Rennen fahren. “Ich bin froh, dass sie mir die Chance bieten, wieder Rennen zu fahren. Mercedes kann mir zwar nur ein Vorjahresauto anbieten, aber damit kann ich leben”, betonte Coulthard. Mercedes-Werksfahrer Bruno Spengler, der gemeinsam mit Coulthard in Monteblanco getestet hat, hat gegenüber Motosport-Magazin.com verraten, dass der frühere F1-Pilot seine Sache nicht schlecht gemacht hat. “Es war sein erster Test, aber er war gut unterwegs”, erzählte Spengler.

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Haug

Noch kein Vertrag mit Coulthard

 

David Coulthard hat trotz seines DTM-Tests in Spanien noch keinen Vertrag mit Mercedes Benz unterschrieben. Das bestätigte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug abseits der F1-Testfahrten in Barcelona. “David hat beim ersten Test einen guten Job gemacht und wir wissen, dass er das gern wiederholen würde. Noch ist nichts unterschrieben. Das sind im Moment alles Spekulationen”, erklärte Haug. Der Schotte testete zuletzt in Spanien neben den aktuellen Mercedes-Piloten Bruno Spengler, Paul di Resta und Gary Paffett eine C-Klasse.

“David ist ein guter Freund von Mercedes und von mir, aber das war nicht der Grund für den Test. Er ist ein toller Typ und er hat uns ein großartiges Feedback gegeben. Alles hat damit begonnen, dass er vor Jahren sich einen Eindruck von einem DTM-Auto machen wollte. Ich denke, es ist für ihn wichtig zu wissen wie sich so ein Auto verhält”, verriet Haug. Sollte Coulthard 2010 in der DTM starten, dann würde er in die Fußstapfen von Jean Alesi, Mika Häkkinen, Ralf Schumacher oder Heinz-Harald Frentzen treten. Allerdings würde er im Fall der Fälle 2010 in einem Jahreswagen an den Start gehen.

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Coulthards Vorgänger

Räikkönen, Rossi & Hill

 

Zwei Tage lang durfte David Coulthard in Südspanien einen Mercedes DTM-Boliden testen. Der ehemalige Formel-1-Pilot ist nicht der einzige Rennfahrer, der in den Genuss eines DTM-Tests bei Mercedes kam. In der Vergangenheit durften auch Kimi Räikkönen, Valentino Rossi und Damon Hill eine C-Klasse testen. Ralf Schumacher und Mika Häkkinen stiegen nach ihren ersten DTM-Tests sogar in die Rennserie ein.

“Die DTM C-Klasse zu fahren war eine fantastische Erfahrung für mich”, sagte Coulthard. “Das Auto überzeugt nicht nur durch die gute Leistung des Mercedes-Benz Motors, sondern auch durch ein hohes Maß an Abtrieb, gerade in mittleren und schnellen Kurven. Insgesamt bin ich sehr beeindruckt von der DTM und der Test war eine großartige Erfahrung für mich.”

Während Coulthard vielleicht in Zukunft in die Fußstapfen von Häkkinen und Schumacher treten könnte, erlebte Kimi Räikkönen Anfang November 2004 ein Art “Spaßtag” in Hockenheim. Der Finne durfte eine C-Klasse testen und kam trotz des verordneten “Spaßprogramms” nahe an die Spitzenzeiten heran, die ein paar Monate vorher beim DTM-Finale in Hockenheim erzielt wurden.

Auch MotoGP-Champion Valentino Rossi durfte 2006 zum Spaß in einen DTM-Mercedes klettern und wusste dabei zu überzeugen. “Ich hatte den Wunsch, ein DTM-Auto auszuprobieren, nachdem ich schon im Ferrari F1 und im Maserati MC12 gefahren bin und es war sehr nett von Mercedes, mir das zu ermöglichen”, erklärte Rossi den Test, der ihm viel Spaß machte.

“Die AMG-Mercedes C-Klasse ist ein beeindruckender Rennwagen und lässt sich fast wie ein Formel-Auto fahren”, sagte er. Mercedes Sportchef Norbert Haug war von Rossis Auftritt sehr angetan. “Er hat sich auf Anhieb gut mit der AMG-Mercedes C-Klasse zurecht gefunden. Er ist ein außergewöhnlicher Rennfahrer, der auf dem Motorrad Überragendes geleistet hat und auch im Rennwagen großes Talent zeigt.”

Für Damon Hill war seine DTM-Testfahrt in Brands Hatch 2006 eine Rückkehr in ein Renncockpit. “Das hat richtig Spaß gemacht. Gut, dass ich die Strecke in Brands Hatch kannte, denn ein DTM-Auto zu fahren ist durchaus eine Herausforderung”, sagte der damals 45-jährige Brite. “Es hat Speed, viel Abtrieb, so dass es extrem schnell durch die Kurven fährt und im Cockpit wird es verdammt heiß.”

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Coulthard vom DTM-Test beeindruckt

Fantastische Erfahrung

 

Der ehemalige Formel 1-Pilot David Coulthard absolvierte am Donnerstag und Freitag, 11. und 12. Februar 2010 einen zweitägigen DTM-Test auf der südspanischen Rennstrecke in Monteblanco.

Der 38-jährige Schotte fuhr in einer AMG Mercedes C-Klasse des Mücke Motorsport Teams. Die Rennstrecke wurde 2007 eröffnet und kann in 18 verschiedenen Varianten mit einer Maximalstreckenlänge von 5,776 Kilometern befahren werden. David fuhr insgesamt 166 Runden auf einem Kurs von 3,38 Kilometern Länge.

“Die DTM C-Klasse zu fahren war eine fantastische Erfahrung für mich”, sagte Coulthard. “Das Auto überzeugt nicht nur durch die gute Leistung des Mercedes-Benz Motors, sondern auch durch ein hohes Maß an Abtrieb, gerade in mittleren und schnellen Kurven. Insgesamt bin ich sehr beeindruckt von der DTM und der Test war eine großartige Erfahrung für mich.”

David Coulthard startete von 1994 bis 2008 in 246 Formel 1-Rennen. Zwischen 1996 und 2004 startete er für das Team McLaren Mercedes mit dem er zwölf seiner 13 Grand Prix Siege einfuhr. Insgesamt holte Coulthard in seiner Formel 1-Karriere zwölf Pole Positions, 13 Siege und 62 Podestplätze.

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