Sebastian Vettel fährt erste Pole des Jahres

Schumacher beim Comeback auf 7

 

Der Vizeweltmeister des vergangenen Jahres macht dort weiter, wo er 2009 aufgehört hat: Sebastian Vettel fuhr in seinem Red Bull die schnellste Zeit des ersten Qualifyings des Jahres. Vettel setzte sich um gut ein Zehntel gegen Felipe Massa durch. Fernando Alonso fehlte bereits eine halbe Sekunde auf die Bestzeit des Deutschen.

“Ich bin sehr glücklich”, sagte Red Bull-Teamchef Christian Horner. “Das war super Arbeit von Sebastian und dem Team. Wir wurden immer schneller. Endlich haben wir zum ersten Mal mit wenig Sprit gesehen, wie schnell wir sind.” Hinter Vettel und den beiden Ferrari reihte sich Lewis Hamilton auf dem vierten Platz ein. Bester Mercedes-Pilot war Nico Rosberg auf Platz 5.

Rosberg war das gesamte Wochenende über schneller als sein Teamkollege Michael Schumacher, der hinter Rosberg und Mark Webber von Startplatz 7 ins Rennen gehen wird. Die Top10 komplettieren Weltmeister Jenson Button, Robert Kubica und Adrian Sutil.

Duell der Neulinge

 

Mit Virgin, Lotus und HRT waren drei neue Teams zum ersten Mal in einem Qualifying unterwegs. Als Sieger ging Timo Glock im Virgin Racing Boliden hervor. Der Deutsche setzte sich haarscharf gegen Lotus-Mann Jarno Trulli durch. Dahinter folgten Heikki Kovalainen, ebenfalls im Lotus, und der zweite Virgin-Fahrer Lucas di Grassi.

“Von einer Enttäuschung kann man nicht sprechen”, sagte Glock. “Jeder hat gedacht, dass wir von den Top10 meilenweit weg wären. Deshalb sind wir nicht enttäuscht. Ich bin froh, dass wir das Beste der neuen Teams sind. Das war unser klares Ziel.”

Die letzten beiden Plätze belegten Bruno Senna und Karun Chandhok, die ohne Testfahrten ein respektables Debüt hinlegten. Chandhok fuhr im Qualifying sogar seine einzigen sieben Runden mit dem neuen Auto. Die drei Trainings musste er wegen technischer Probleme auslassen.

Für Williams-Debütant Nico Hülkenberg war im Q2 Schluss. “Ich bin absolut verärgert”, sagte er. “Das Ziel waren die Top10. Ich lag ein bisschen auf Kurs, aber nicht ganz. Ich hätte Rubens [Barrichello] schlagen können, habe aber in der letzten Kurve etwas verschenkt.”

Das Qualifying im Überblick

 

1. Session

 

 

 Zwischenfälle: keine

ausgeschieden: Alguersuari, Glock, Trulli, Kobalainen, di Grassi, Senna, Chandhok

 

 

 Top-6: Alonso, Vettel, Sutil, Webber, Massa, Hamilton

2. Session

 Zwischenfälle: keine

 

 

 ausgeschieden: Barrichello, Liuzzi, Hülkenberg, de la Rosa, Buemi, Kobyashi, Petrov

Top-6: Vettel, Alonso, Webber, Massa, Rosberg, Hamilton

 

 

  3. Session

 

 

  Zwischenfälle: keine

 

 

 Top-6: Vettel, Massa, Alonso, Hamilton, Rosberg, Webber

 

 

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Sutil mit erster Trainingsbestzeit

Die Saison hat begonnen

 

Die Formel-1-Saison 2010 ist eröffnet. Jarno Trulli eröffnete pünktlich mit dem Umschalten der Boxengassenampel das erste Freie Training des Jahres. Das war jedoch nicht das einzige erste Mal in den 90 Minuten auf dem Bahrain International Circuit, der erstmals in der Formel 1 in der langen Streckenvariante befahren wurde. Der erste Fahrer auf der Strecke war Trulli, der gleichzeitig das erste Mal mit einem Lotus der neuen Inkarnation an einem Rennwochenende auf die Bahn ging.

Wenig später gab mit Renault-Pilot Vitaly Petrov der erste Russe sein F1-Debüt. Auch Virgin Racing mit Timo Glock und Lucas di Grassi legte zum ersten Mal Runden an einem F1 Grand Prix Wochenende zurück. Michael Schumacher hat schon viele Runden an einem Rennwochenende gefahren, er fuhr jedoch die ersten Runden seit seinem zwischenzeitlichen Abschied in Brasilien 2006.

Für Felipe Massa waren es die ersten Kilometer an einem Rennwochenende seit seinem schweren Unfall in Ungarn 2009. Und auch Cosworth stattete zum ersten Mal wieder vier Teams mit Motoren aus, seit sich der Hersteller Ende 2006 aus der Formel 1 zurückgezogen hatte. Für HRT F1 war die Installationsrunde von Bruno Senna sogar die allererste Runde, die das Auto je gefahren ist. Im Gegensatz zum Auto seines Teamkollegen Karun Chandhok, der wegen Hydraulikproblemen nicht fahren konnte, lief die Einführungsrunde des Brasilianers problemfrei. Somit taucht zum ersten Mal seit Imola 1994 wieder der Name Senna in einer F1-Ergebnisliste auf.

Die erste Rundenzeit der Saison erzielte ebenfalls ein Lotus: Heikki Kovalainen fuhr 2:07:702 Minuten, verbesserte sich im Laufe der Session aber um vier Sekunden – nicht nur, weil er einmal das Spiegelglas seines linken Außenspiegels verlor. Von der ersten Bestzeit der Saison war er aber sieben Sekunden weg. Gefahren ist sie Force India Pilot Adrian Sutil in 1:56.583 Minuten. Hinter dem Deutschen belegte Fernando Alonso im Ferrari F10 den 2. Platz vor Robert Kubica, Felipe Massa, Jenson Button und Lewis Hamilton. Zweitbester Deutscher war Nico Rosberg auf Platz 8. Sein Teamkollege Michael Schumacher landete beim Comeback auf Rang 10.

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3. Freies Training

Massa mit Bestzeit

Felipe Massa wurde am Samstagvormittag seinem Ruf als König von Istanbul gerecht. Der Sieger der letzten drei Türkei-Rennen schnappte sich mit einer Zeit von 1:27.983 Minuten die Bestzeit, war damit jedoch nur 0,039 Sekunden schneller als Jarno Trulli und 0,111 Sekunden vor Timo Glock. Damit bestätigte Toyota den Aufwärtstrend vom Freitag: Nach dem enttäuschenden Monaco-Wochenende kehrten sie vom Ende des Feldes an die Spitze zurück.

Noch nicht an der Spitze waren die Brawn GP, die in den ersten sechs Rennen das Feld dominiert hatten. Rubens Barrichello rangierte sich als bester Brawn-Pilot auf dem 6. Platz ein – hinter Kazuki Nakajima und Robert Kubica. Letzterer scheint mit dem neuen Aerodynamikpaket bei BMW Sauber, inklusive Doppel-Diffusor, bislang besser zurechtzukommen als Nick Heidfeld. Der Deutsche belegte nur Rang 14.

Hinter Barichello reihte sich WM-Spitzenreiter Jenson Button auf dem 7. Platz ein. Die Top10 komplettierten Nico Rosberg, Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel, der im letzten Sektor über Untersteuern klagte und dort viel Zeit auf die Konkurrenz verlor. Die McLaren Mercedes waren am Samstag nicht so weit vorne zu finden wie am Freitag. Lewis Hamilton wurde 12., Heikki Kovalainen nur 15.

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Bahrain GP

Button holt dritten Sieg

 

Alles sprach vom neuen Duell Toyota gegen Red Bull, Jarno Trulli auf der Pole Position, dahinter das deutsche Duo Timo Glock und Sebastian Vettel. Selbst die Brawn-Piloten sagten nach dem Qualifying, dass sie keine Chance gehabt hätten, um die Pole zu fahren. “Das Rennen wird hart, keine Spazierfahrt”, kündigte Jenson Button an. Im Rennen sah alles anders aus: Schon bald setzte sich Button, wie in Melbourne und Sepang, vom Feld ab und fuhr einem ungefährdeten dritten Saisonsieg entgegen.

Sebastian Vettel musste nach einem schlechten Start etwas härter für Rang 2 arbeiten, konnte sich nach den Boxenstopps der Konkurrenz aber jeweils bis auf Position 2 nach vorne schieben. Jarno Trulli verwandelte die erste Saison-Pole von Toyota nicht in den ersten GP-Sieg der Japaner. In den Schlussrunden schloss er zwar noch einmal zu Vettel auf, konnte aber keinen Angriff mehr starten.

Viel Karbonschrott

 

Am Start flogen die Fetzen. An der Spitze setzte sich Glock gegen Trulli durch, dahinter kam Vettel schlecht weg, so dass Lewis Hamilton und Button an ihm vorbeigingen. Dahinter knackten die Frontflügel: Kimi Räikkönen rasierte den Flügel seines Teamkollegen Felipe Massa, der danach ebenso einen Notstopp einlegen musste wie Nick Heidfeld und Robert Kubica. Der Pole war mit dem McLaren von Heikki Kovalainen aneinander geraten. Für Massa und die beiden BMW Sauber war das Rennen damit schon früh gelaufen.

Ein spannendes Duell lieferten sich Rubens Barrichello und sein Landsmann Nelsinho Piquet. Der Brawn-Pilot war auf einer Dreistoppstrategie und so hinter den Renault geraten, der sich dank KERS immer wieder verteidigen konnte. Bevor Barrichello dann doch vorbei kam, gab er bereits entnervt Handzeichen, obwohl es sich um einen Positionskampf und keine Überrundung handelte.

Trotz der vielen Berührungen und angeschlagenen Flügel gab es nur einen Ausfall: Sieben Runde vor dem Ende stellte Kazuki Nakajima seinen Williams in der Box ab. Ein versöhnliches Ende nahm das Rennen für Lewis Hamilton, der nach dem schwierigen Saisonstart auf Platz 4 ins Ziel fuhr – direkt vor Barrichello und Kimi Räikkönen, der die ersten drei WM-Punkte für Ferrari einfuhr. Die letzten beiden Punkteränge gingen an Glock und Fernando Alonso. Die enttäuschten Schlusslichter bildeten die BMW Sauber von Kubica und Heidfeld.

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Qualifying

Button auf Pole, Trulli Zweiter

 

Trulli, Barrichello, Button – in den Schlusssekunden des zweiten Qualifyings der Saison purzelten die Zeiten und wechselten die Pole-Inhaber. Am Ende war es erneut Jenson Button, der den Brawn GP auf die Pole Position stellte. In 1:35.181 Minuten fuhr er schneller als Jarno Trulli auf Startplatz 2 und Sebastian Vettel. Der Deutsche wird jedoch nicht in den Genuss des dritten Startplatzes kommen. Er verliert aufgrund seiner Strafversetzung aus Melbourne 10 Plätze und steht somit auf Startplatz 13. Auch der viertschnellste Fahrer des Qualifyings muss eine Strafe hinnehmen: Rubens Barrichello rutscht wegen eines Getriebewechsels auf Platz 9 ab.

Von den Strafversetzungen profitieren zwei Deutsche: Timo Glock und Mark Webber rücken jeweils zwei Positionen auf. Glock steht damit hinter seinem Teamkollegen in Reihe 2, Rosberg direkt daneben auf Startplatz 4. Kimi Räikkönen rückt als bester Ferrari-Pilot auf Platz 7 auf.

Aus für McLaren & Heidfeld

 

In letzter Sekunde flog Nick Heidfeld auf den Top10. Während Kazuki Nakajima die Heidfeld-Zeit um 19 Hundertstel verpasste, schnappte ihm Fernando Alonso den zehnten Rang im letzten Anlauf weg.

“Es wäre besser gewesen, etwas früher draußen zu sein”, so Heidfeld. “Ich hatte Verkehr auf der Outlap, das wollte ich verhindern und sagte: Ich will früher raus. Aber ich hatte auf meiner Aufwärmrunde zwei Autos direkt hinter mir, wie Rubens, den ich vorbeilassen musste.”

Ebenfalls in Q2 raus waren die beiden McLaren von Lewis Hamilton und Heikki Kovalainen, die nicht über die Ränge 13 und 14 hinaus kamen. “Das ist, was wir können”, urteilte Lewis Hamilton. “Das Auto ist einfach nicht schnell genug, wie in Melbourne.” Sebastien Bourdais war als 15. chancenlos.

Massa verspekuliert sich

 

Die große Überraschung des ersten Qualifyings war ein Roter: Felipe Massa scheiterte als 16. am Einzug ins Q2. Der Brasilianer fuhr jedoch nur vier Runden. Genauso wenig Runden fuhr sein Teamkollege Kimi Räikkönen, der schaffte aber als 14. geradeso den Sprung ins zweite Segment.

“Ich bin gleich auf den weicheren Reifen raus. Die Rundenzeit war nicht fantastisch, aber wir dachten, es müsste reichen”, erklärte Massa. “Dann sind wir drin geblieben und dachten, wir müssen nicht neue Reifen nehmen.” Deswegen die wenigen Runden bei den Ferrari-Piloten. “Wir dachten, es sollte reichen, tat es aber nicht. Wir haben uns zu sehr auf unsere Leistung verlassen.”

Buemi & Sutil raus

 

Zusammen mit Massa schieden sein Landsmann Nelsinhp Piquet, Giacnarlo Fisichella, Adrian Sutil und Sebastien Buemi aus. Der Schweizer Buemi kam auf seiner letzten Runde von der Strecke ab und verschenkte so die Chance auf das Q2. “Ich war so schnell, mindestens dreieinhalb Zehntel schneller, kam aber von der Strecke ab”, klagte Buemi im Boxenfunk.

Adrian Sutil sang hingegen das übliche Lied: “Es ging nicht mehr. Auch hier war es wie in Melbourne, gleiche Reihenfolge”, sagte er. “Das ist das, was das Auto momentan zeigen kann. Wir müssen uns verbessern.” Für das Rennen baut er auf Regen. “Wetter kann morgen ein bisschen Action reinbringen. Das wäre für uns besser. Wenn es hier regnet, dann aber so, dass man nicht mehr fahren kann.”

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