Massa plädiert für Heidfeld

Gehört in ein Cockpit

 

Nick Heidfeld und Felipe Massa kennen sich aus ihrem gemeinsamen Jahr als Teamkollegen bei Sauber 2002. In den vergangenen Jahren gingen sie als Konkurrenten für BMW Sauber und Ferrari an den Start. In diesem Jahr fehlt der Deutsche in der Startaufstellung. Er ist nur noch Testfahrer bei Mercedes GP.

“Warum hat niemand meinem früheren Teamkollegen Nick Heidfeld ein gutes Cockpit angeboten?”, fragt Massa im Blick. “Wenn ich mir das Feld so anschaue, dann gehört Nick in die Formel 1 – und zwar nicht als Ersatzpilot!”

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Heidfeld gibt WM-Traum nicht auf

Die Konstanz macht’s

Nick Heidfeld hat in seiner bisherigen F1-Karriere bewiesen, dass er mit dem gleichen Material Teamkollegen wie Kimi Räikkönen, Felipe Massa und Mark Webber schlagen kann. Allerdings saß er nie in einem Auto, das den WM-Titel gewinnen konnte.

“Es ist natürlich gut zu wissen, dass ich Fahrer wie Felipe, Kimi oder Mark, die schon um den Titel gefahren sind oder sogar Weltmeister geworden sind, im gleichen Auto geschlagen habe”, sagte Heidfeld gegenüber Motorsport-Magazin.com. Den Erfolg neidet er seinen Ex-Teamkollegen nicht. “Es ist aber schon ärgerlich, offensichtlich noch nicht im richtigen Auto gesessen zu haben.”

 

Auch gegen seinen aktuellen Teamkollegen Robert Kubica liegt er vor dem Belgien GP mit 6:3 nach WM-Punkten und 8:3 nach Rennpositionen vorne. Die große Stärke des Deutschen ist seine Konstanz. Seit dem Großen Preis von China 2007 sah er bei 31 Rennen in Folge die Zielflagge.

“Die Konstanz im Rennen und bei diesen auch die Zielflagge zu sehen, ist ein wichtiger Faktor”, erklärt Heidfeld. “Es kann sogar ein entscheidender Faktor sein, gerade wenn man in einem konkurrenzfähigen Auto sitzt und es darum geht, den Titel einzufahren. Es ist jedoch immer ein Balanceakt, in Duellen auf der Strecke trotzdem nicht die nötige Aggressivität vermissen zu lassen.” Noch hat Heidfeld sein Ziel nicht aufgegeben: “Ich möchte eines Tages Weltmeister werden und dafür werde ich alles geben.”

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3. Freies Training

Hamilton fährt allen davon

Das 3. Freie Training am Hungaroring setzte die Bestzeitenserie von McLaren Mercedes fort. Nach Heikki Kovalainen und Lewis Hamilton am Freitag war es erneut Hamilton, der am Samstagvormittag die schnellste Zeit fuhr. In 1:21.009 Minuten war er sogar eine Sekunde schneller als seine Freitagsbestzeit. Hamilton fuhr diese Zeit sogar auf einem längeren Run mit mehreren schnellen Runden am Ende der Session.

Platz 2 belegte Nick Heidfeld, der mit vier Zehnteln Rückstand ein erstes Lebenszeichen von BMW Sauber setzte. Sein Teamkollege Robert Kubica musste sich mit Rang 11 begnügen. Beide Fahrer greifen an diesem Wochenende auf einen neuen Frontflügel zurück, haben ansonsten aber nur wenige Neuerungen am Auto. Viel mehr Verbesserungen gibt es bei McLaren, wo neben Hamilton auch Kovalainen das neue Aerodynamikpaket am Auto hat. Der Finne fuhr am Ende die viertbeste Zeit, verlor aber viel Zeit in der Zielkurve, so dass er noch vor Heidfeld und Nico Rosberg hätte landen können.

Ebenfalls ein Update hat Toro Rosso. Nachdem man am Freitag Daten sammelte und versuchte, das neue Auto zu verstehen, zeigte Sebastien Buemi am Samstag, zu was das überarbeitete Auto fähig ist. Mit knapp acht Zehnteln Rückstand fuhr der Schweizer auf Rang 8. Sein Teamkollege Jaime Alguersuari lag lange in den Top10, fiel zum Ende der Session jedoch auf Platz 18 zurück. Trotzdem blieb der Debütant bislang an diesem Wochenende fehlerfrei.

Die Top10 komplettierten Timo Glock, Felipe Massa, Kazuki Nakajima und die beiden Red Bull Piloten Mark Webber und Sebastian Vettel. Bester Brawn-Fahrer war Rubens Barrichello auf Position 13. Jenson Button kam nur auf Rang 17. Kalt erwischt wurden zwei Deutsche: Timo Glock verlor viel Zeit wegen eines Hydraulikproblems an seinem Toyota, Adrian Sutil flog hingegen in die Reifenstapel ab und beschädigte die Frontpartie seines Force India. Trotzdem blieb er als 19. vor seinem Teamkollegen Giancarlo Fisichella.

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Qualifying

Button auf Pole, Trulli Zweiter

 

Trulli, Barrichello, Button – in den Schlusssekunden des zweiten Qualifyings der Saison purzelten die Zeiten und wechselten die Pole-Inhaber. Am Ende war es erneut Jenson Button, der den Brawn GP auf die Pole Position stellte. In 1:35.181 Minuten fuhr er schneller als Jarno Trulli auf Startplatz 2 und Sebastian Vettel. Der Deutsche wird jedoch nicht in den Genuss des dritten Startplatzes kommen. Er verliert aufgrund seiner Strafversetzung aus Melbourne 10 Plätze und steht somit auf Startplatz 13. Auch der viertschnellste Fahrer des Qualifyings muss eine Strafe hinnehmen: Rubens Barrichello rutscht wegen eines Getriebewechsels auf Platz 9 ab.

Von den Strafversetzungen profitieren zwei Deutsche: Timo Glock und Mark Webber rücken jeweils zwei Positionen auf. Glock steht damit hinter seinem Teamkollegen in Reihe 2, Rosberg direkt daneben auf Startplatz 4. Kimi Räikkönen rückt als bester Ferrari-Pilot auf Platz 7 auf.

Aus für McLaren & Heidfeld

 

In letzter Sekunde flog Nick Heidfeld auf den Top10. Während Kazuki Nakajima die Heidfeld-Zeit um 19 Hundertstel verpasste, schnappte ihm Fernando Alonso den zehnten Rang im letzten Anlauf weg.

“Es wäre besser gewesen, etwas früher draußen zu sein”, so Heidfeld. “Ich hatte Verkehr auf der Outlap, das wollte ich verhindern und sagte: Ich will früher raus. Aber ich hatte auf meiner Aufwärmrunde zwei Autos direkt hinter mir, wie Rubens, den ich vorbeilassen musste.”

Ebenfalls in Q2 raus waren die beiden McLaren von Lewis Hamilton und Heikki Kovalainen, die nicht über die Ränge 13 und 14 hinaus kamen. “Das ist, was wir können”, urteilte Lewis Hamilton. “Das Auto ist einfach nicht schnell genug, wie in Melbourne.” Sebastien Bourdais war als 15. chancenlos.

Massa verspekuliert sich

 

Die große Überraschung des ersten Qualifyings war ein Roter: Felipe Massa scheiterte als 16. am Einzug ins Q2. Der Brasilianer fuhr jedoch nur vier Runden. Genauso wenig Runden fuhr sein Teamkollege Kimi Räikkönen, der schaffte aber als 14. geradeso den Sprung ins zweite Segment.

“Ich bin gleich auf den weicheren Reifen raus. Die Rundenzeit war nicht fantastisch, aber wir dachten, es müsste reichen”, erklärte Massa. “Dann sind wir drin geblieben und dachten, wir müssen nicht neue Reifen nehmen.” Deswegen die wenigen Runden bei den Ferrari-Piloten. “Wir dachten, es sollte reichen, tat es aber nicht. Wir haben uns zu sehr auf unsere Leistung verlassen.”

Buemi & Sutil raus

 

Zusammen mit Massa schieden sein Landsmann Nelsinhp Piquet, Giacnarlo Fisichella, Adrian Sutil und Sebastien Buemi aus. Der Schweizer Buemi kam auf seiner letzten Runde von der Strecke ab und verschenkte so die Chance auf das Q2. “Ich war so schnell, mindestens dreieinhalb Zehntel schneller, kam aber von der Strecke ab”, klagte Buemi im Boxenfunk.

Adrian Sutil sang hingegen das übliche Lied: “Es ging nicht mehr. Auch hier war es wie in Melbourne, gleiche Reihenfolge”, sagte er. “Das ist das, was das Auto momentan zeigen kann. Wir müssen uns verbessern.” Für das Rennen baut er auf Regen. “Wetter kann morgen ein bisschen Action reinbringen. Das wäre für uns besser. Wenn es hier regnet, dann aber so, dass man nicht mehr fahren kann.”

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3. Freies Training

Rosberg holt dritte Bestzeit

Der zweite Tag der neuen Formel-1-Saison begann wie der erste: Nico Rosberg setzte die schnellste Zeit des 3. Freien Trainings. Der Williams-Pilot setzte sich mit drei Tausendsteln Vorsprung gegen Toyota-Mann Jarno Trulli durch. Auf Platz 3 reihte sich Jenson Button mit knapp zwei Zehnteln Rückstand auf den Deutschen ein.

Ein Lebenszeichen der Topteams setzte Felipe Massa. Der Vizeweltmeister stellte seinen Ferrari mit gut zwei Zehnteln Rückstand auf den vierten Platz, vor Kazuki Nakajima, Rubens Barrichello und Mark Webber. Die Top10 komplettierten Timo Glock, Robert Kubica und Nick Heidfeld.

Keinen guten Tag erwischte Kimi Räikkönen. Der Ex-Weltmeister blieb schon nach nur 5 Runden mit einem Hydraulikdefekt stehen und verpasste so über eine halbe Stunde Trainingszeit zur Abstimmung seines Ferrari. Ebenfalls Probleme gab es bei Sebastian Vettel, der seinen Red Bull langsam an die Box zurückschleppte musste, nachdem eine Radnabe gebrochen war.

Die McLaren Mercedes Piloten rangierten sich knapp außerhalb der Top10 auf den Rängen 11 für Heikki Kovalainen und 12 für Lewis Hamilton ein. Direkt dahinter landeten Vettel und Adrian Sutil.

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