Alonso beginnt Ferrari-Zeit mit Sieg

Massa mit Problemen

 

Der Jubel der Tifosi und der Ferrari-Mannschaft war auch lange nach Rennende noch nicht verhallt. Mit einem Doppelsieg starteten Fernando Alonso und Felipe Massa in die neue Saison. Für den Spanier war es der erste Sieg im ersten Rennen für die Scuderia, womit er in die Fußstapfen seines Vorgängers Kimi Räikkönen trat. Der wurde bekanntlich am Ende seiner ersten Ferrari-Saison 2007 Weltmeister.

“Auf diesen Sieg haben wir viele Monate hingearbeitet”, freute sich Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo. Auch Teamchef Stefano Domenicali erlebte einen fantastischen Start in die neue Saison, insbesondere für Alonso. “Es hätte keinen besseren Weg für ihn gegeben, sein rotes Abenteuer zu beginnen!”

Probleme bei Massa

 

Alonso selbst war ebenso begeistert, die Ferrari-Tradition mit einem Sieg fortzusetzen. “Heute auf das Podest zu springen war ein besonderes Gefühl”, so der Spanier. “Ich hoffe, dass ich die Erwartungen des Teams erfüllt habe.” Alles war bei der Scuderia aber nicht Eitelsonnenschein. Vor dem Rennen musste das Team die Motoren beider F10 wechseln lassen. Während des Rennens gab es Hitzeprobleme am Auto von Massa, die Ferrari aber nicht weiter erklärte.

“Wir haben eine schwierige Situation an Felipes Auto überstanden, die von hohen Temperaturen ausgelöst wurde”, sagte Domenicali. “Das war mein bestes Auftaktrennen seit ich in der Formel 1 bin”, sagte Massa. “Wenn man all die Probleme bedenkt, die wir hatten, bin ich zufrieden. Wir mussten für rund 30 Runden auf die Temperaturen aufpassen und ich konnte nicht so angreifen, wie ich wollte.”

Punkte sammeln

 

Christian Danner sah den Ferrari-Sieg mit gemischten Gefühlen: “Es war kein verdienter Sieg”, sagte er uns. Sebastian Vettel und Red Bull hatten die Roten im Griff – nur der gebrochene Auspuff kostete den Deutschen den Sieg. Massa sah das so: “Mit den weichen Reifen war Red Bull schneller als wir, mit den harten waren wir viel besser.”

Alonso ruht sich nicht auf seinem Sieg aus. “Wir müssen in den ersten Rennen vor dem Europaauftakt viele Punkte sammeln und die Reifen auf verschiedenen Strecken verstehen lernen”, kündigt er an. “Auf den härteren Reifen waren wir heute sehr gut, aber auf den weicheren Reifen hatte ich Probleme, an Vettel dran zu bleiben. Warten wir ab, wer in Australien das beste Auto hat. Die vier Top-Teams werden sicher dabei sein.”

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Ferrari stellt neues Auto vor

Die neue rote Göttin

 

Ferrari stellte Donnerstagmittag als erstes Formel-1-Team sein Auto für die Saison 2010 vor – den F10. “Dieses Jahr wird für uns sehr wichtig”, betonte Teamchef Stefano Domenicali bei der Enthüllung des roten Renners. “Die letzte WM ist aus verschiedenen Gründen nicht erfolgreich für uns gelaufen.” 2009 gewann Ferrari nur ein einziges Rennen mit Kimi Räikkönen in Belgien. “Dieses Jahr muss ein Wendepunkt für uns werden.”

Neben dem neuen F10 präsentierte Ferrari auch die beiden Fahrer Felipe Massa, der nach seinem schweren Unfall von Ungarn 2009 ins Cockpit zurückkehrt und am Nachmittag die ersten Runden mit dem F10 in Fiorano drehen soll, sowie Fernando Alonso, der von Renault zur Scuderia wechselte.

“Wir haben zwei neue Fahrer”, sagte Domenicali. “Erstens Fernando Alonso, ein zweifacher Weltmeister. Wir wollen mit ihm einen dritten Titel gewinnen. Für ihn und uns ist jetzt der richtige Moment. Wir haben aber auch Felipe, eine neue Version von Felipe. Nach so viel Drama voriges Jahr in Ungarn. Er hatte dennoch ein tolles Jahr, weil Sohn geboren wurde. Felipe hat alles, um erfolgreich zu sein: Felipe hat gezeigt, dass er von Neuem beginnen will. Alles Gute an Felipe und Fernando für diese WM. Der Fokus liegt auf dem Team, aber beide Fahrer sind außergewöhnlich, professionell und persönlich.”

Massa freut sich ganz besonders, wieder dabei zu sein. “Es ist eine große Freude, hier zu sein”, sagt er. “Eine weitere Präsentation mit Ferrari, das ist immer besonderer Moment, denn voriges Jahr war sehr schwer mit dem Unfall und allem, was 2009 passiert ist. Ich bin stolz und glücklich und will mehr denn je arbeiten. Ich hoffe, dieses Auto wird stark sein und wir kämpfen um den WM-Titel. Unser rotes Auto steht hoffentlich immer auf der Pole. Wir wollen das schaffen.”

Für Alonso war es der erste Launch für Ferrari. “Das ist ein tolles Gefühl für mich”, sagt der Spanier. “Danke an das gesamte Team, sie haben hart gearbeitet in den letzten Monaten, um dieses Auto zu bauen. Auch danke an die Sponsoren und Partner, sie haben ebenfalls hart gearbeitet und viel Leidenschaft hineingesteckt, damit wir dieses Auto bauen konnten. Wir nehmen die Herausforderung an, um 100 Prozent herauszuholen. Felipe und ich werden alles geben. Wir wollen die Ferrari-Fans auf der Welt stolz machen und mit dem Auto den Titel gewinnen.”

Als Testfahrer bleiben Marc Gené, Luca Badoer und Giancarlo Fisichella im Team, Letzterer übernimmt die Rolle des offiziellen Ersatzpiloten. Am Auto arbeitete Ferrari bereits seit Mitte des vergangenen Jahres, als man die Entwicklung des 2009er Boliden einstellte, um sich voll auf den F10 zu konzentrieren. “Wir wissen, dass es eine harte Aufgabe wird”, betont Domenicali. “Wir wollen diese Verantwortung übernehmen. Die Entwicklung ist seit Beginn des Jahres intensiv und bringt viele kleine Verbesserungen, die in den Rennen viel ausmachen werden.”

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Lotus verhandelt noch

Villeneuve eine Variante

 

Erst ging lange nichts, die F1-Welt wartete auf Fernando Alonso und später Kimi Räikkönen. Dann ging es plötzlich Schlag auf Schlag und die Fahrerwechsel wurden im Tagesrhythmus bekannt gegeben. Nun ist wieder warten angesagt. In der nächsten Woche möchte Lotus seine beiden Stammfahrer und einen Ersatzfahrer vorstellen.

“Die Verhandlungen dauern noch an”, verriet CEO Riat Asmat. Das neue Auto soll übrigens im Februar 2010 in Sepang getestet werden. Als Fahrer werden Jarno Trulli, Kamui Kobayashi, Takuma Sato und Jacques Villeneuve gehandelt. Für die Ersatzfahrerrolle kommt der Malaysier Fairuz Fauzy in Frage.

Hilfe für Villeneuve

 

Villeneuve erhält Rückendeckung vom Promoter des Kanada GP, der 2010 in den Rennkalender zurückkehrt. “Ich kann nicht abstreiten, dass es dem Grand Prix helfen würde, wenn Jacques wieder in einem Formel-1-Auto sitzen würde”, sagte Francois Dumontier der National Post. “Die Leute hier lieben ihn. Wie bekannt er ist, haben wir gesehen, als er NASCAR gefahren ist. Ich wäre sein größter Fan, wenn er in einem Lotus fahren würde. Wenn wir ihm helfen können, werden wir das tun.”

Ebenfalls Hoffnungen auf ein F1-Cockpit macht sich der irische A1GP-Champion Adam Carroll. Er verriet dem Belfast Telegraph, dass er sich inmitten von Verhandlungen mit einem der neuen Teams befinde. “Ich hoffe, dass ich ein Cockpit bekomme und den letzten Schritt an die Spitze des Sports schaffe.” Carroll könnte Teamkollege von Timo Glock bei Manor/Virgin werden. Allerdings wird dort auch Lucas di Grassi gehandelt. Teamchef John Booth hofft den zweiten Fahrer innerhalb der nächsten Wochen bekannt geben zu können.

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3. Freies Training

Rosberg mit Regenbestzeit

Der Brasilien GP ist immer für Wetterkapriolen gut. Im Jahr 2003 gewann Giancarlo Fisichella einen Abbruch GP im Regen – allerdings nachträglich am grünen Tisch. Kimi Räikkönen musste ihm den Siegerpokal beim nächsten Rennen in Imola zurückgeben.

Diesmal schlug der Wettergott schon im 3. Training zu: Eine halbe Stunde vor Trainingsbeginn brach ein Gewitter über dem Kurs herein. Ein Blitz schlug sogar im Wetterradarmast der Teams ein, weshalb sie keine weiteren Wetterinformationen mehr bekamen. Nico Rosberg zuckte dabei richtiggehend zusammen.

Zu allem Überfluss verhinderte der Nebel, dass der Rettungshubschrauber starten konnte. Dadurch wurde der Start des Trainings um 42 Minuten verschoben. Dann begann eine 18-minütige, verkürzte Session, da die Pause zwischen dem 3. Training und dem Qualifying auf zwei Stunden festgelegt ist, um Reparaturarbeiten vor dem Inkrafttreten der Parc Fermé Regelung zu gewährleisten.

Die Fahrer nutzten das kurze Training, um sich an die nasse Strecke zu gewöhnen, denn so viel Wasser stand in den beiden Trainings am Freitag nie auf der Strecke. Entsprechend viele Ausritte und Dreher gab es. Kimi Räikkönen legte einen lupenreinen 360 Grad Dreher auf den nassen Asphalt, Fernando Alonso durchpflügte förmlich die Sümpfe in der Auslaufzone und sein Teamkollege Romain Grosjean kam an der gleichen Stelle von der Bahn ab und flog mit dem Renault über eine Bodenwelle in die Leitplanke. Der Fahrer blieb unverletzt, das Training wurde endgültig abgebrochen, um das Wrack des Renault zu bergen.

Die Regenbestzeit sicherte sich Nico Rosberg in 1:23.182 Minuten. Gut sechs Zehntel dahinter kam sein Teamkollege Kazuki Nakajima auf Platz 2. Jenson Button, Fernando Alonso, Adrian Sutil und der verunfallte Romain Grosjean komplettierten die Top6.

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Alonso freut sich auf Ferrari

McLaren hat noch nichts entschieden

Nicht die Verkündung selbst kam überraschend nur der Zeitpunkt den Ferrari wählte, um Fernando Alonso als zweiten Fahrer neben Felipe Masse für 2010 zu bestätigen. Eine Entscheidung, die nun auch andere Teams in ihrer Fahrerwahl beeinflussen wird, so sie zumindest fest in der Formel 1 bleiben.

Eines dieser Teams ist McLaren. In den letzten Wochen gingen die Gerüchte um, dass Kimi Räikkönen zu seinem alten Arbeitgeber zurückkehren könnte. Bestärkt wurde dieses durch die zur gleichen Zeit gewonnene Erkenntnis, dass Nico Rosberg eher zu Brawn GP gehen dürfte, als zu MacLaren. Aber trotz allem hält sich das englische Team weiter bedeckt, was Verkündungen betrifft.

“Wie jeder weiß, hat Lewis einen Vertrag bis 2012 mit uns”, sagte ein Sprecher von McLaren. “Was unseren zweiten Fahrer für 2010 betrifft, da haben wir noch keine Entscheidung getroffen.”

Entscheidung ja oder nein, fest steht, dass Heikki Kovalainen 2009 nicht zu überzeugen wusste und daher sehr wahrscheinlich im kommenden Jahr nicht im McLaren sitzen wird, auch wenn Lewis Hamilton ihn gern als Teamkollegen behalten würde.

Während mit Heikki Kovalainen und Kimi Räikkönen zwei Finnen offiziell noch nicht wissen, wo es 2010 hingeht, kann sich Fernando Alonso entspannt zurück lehnen und sich auf die neuen Aufgaben mit Ferrari freuen. Allerdings hatte der Spanier nicht erwartet, dass er schon 2010 für die Roten Gas geben würde.

“Wir hatten eine Abmachung in diesem Sommer getroffen, dass ich 2011 fahren würde, aber während der letzten Tage hat sich das verändert und wir haben den Wechsel um ein Jahr vorgezogen”, sagte Alonso in Japan. “Ich freue mich sehr und bin sehr stolz darauf, ein Ferrari-Fahrer zu werden. Das ist der Traum eines jeden Rennfahrers.”

“Ich möchte mich bei Luca di Montezemolo bedanken, der einen Dreijahresvertrag wollte. Ich bin sicher, dass Felipe und ich für Ferrari und die Fans aus der ganzen Welt zufriedenstellend arbeiten werden. Ich kann es kaum erwarten, dass es los geht.”

Teamchef Stefano Domenicali erklärte weiter: “Zuerst haben wir über die Möglichkeit mit Fernando gesprochen für uns ab 2011 zu fahren. Aber dann hat es sich so ergeben, dass er schon 2010 für uns fahren kann. Diese Gelegenheit wollten wir uns nicht entgehen lassen.”

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