Williams blieb ohne Punkte

Unfall und Probleme

 

Der 300. Grand Prix von Rubens Barrichello, das erste Rennen in Spa von Nico Hülkenberg – beides endete wenig zufrieden stellend. “Trotz meiner Erfahrung war es sehr schwierig für mich zu wissen, wie nass die Strecke auf der ersten Runde war”, sagte Barrichello, der in der letzten Schikane in Fernando Alonso hineinrasselte. “Aber es war komplett nass, als ich durch Blanchimont kam.”

Gleichzeitig versuchte der Brasilianer Nico Rosberg die Tür zuzumachen. “Als ich auf die Bremse trat, obwohl es ziemlich früh war, reichte es nicht, um das Auto anzuhalten.” Er kollidierte mit Alonso und schied aus. Ein frühes und unschönes Ende für seinen Jubiläums-GP.

Vermurkstes Rennen

 

Hülkenberg fuhr weiter, hatte aber auch nicht viel zu lachen. “Nico hatte ein Problem mit dem Kontrollsystem, das die Fahrbarkeit seines Autos beeinträchtigte und den Motor bei seinem Boxenstopp abstellte”, erklärte Technikchef Sam Michael.

“Dadurch verlor ich einige Positionen”, bestätigte Hülkenberg. “Dann musste ich im Regen ohne die volle Motorkontrolle auskommen, wodurch ich mich einige Male drehte.” Am Ende setzte er bei der Reifenwahl noch einmal auf Risiko, doch mehr als Platz 14 sprang nicht dabei heraus.

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Ferrari gibt nicht auf

Jede Chance ergreifen

 

Am Freitag war Fernando Alonso in beiden Freien Trainings am schnellsten. Im Rennen steht er plötzlich auf Startplatz 10, Felipe Massa ist als Sechster nur unwesentlich besser. “Damit können wir nicht zufrieden sein”, sagt Teamchef Stefano Domenicali.

Natürlich sei das Qualifying durch die wechselhaften Bedingungen schwierig gewesen, aber Ferrari habe einfach nicht das vorhandene Potenzial aus dem Auto herausgeholt, von dem man wisse, dass es vorhanden sei. “Nun müssen wir verstehen, warum uns das nicht gelungen ist”, so Domenicali.

Felipe Massa hatte schon am Samstagvormittag Bedenken. “Wir haben schon am Morgen gesehen, dass die McLaren und Red Bull schneller als wir waren – das bestätigte sich am Nachmittag.” Demnach erwartet Domenicali auch ein schwieriges Rennen. “Wir müssen jede Gelegenheit nutzen, besonders da unsere Hauptgegner vor uns starten.”

Das gilt insbesondere für Alonso, der sich als WM-Fünfter noch immer Titelchancen ausrechnet. “Ich kann mit diesem Ergebnis nicht zufrieden sein”, stimmt er seinem Teamboss zu. “Aber wenn die Startposition auf einer Strecke weniger kritisch ist, dann hier.” In Spa könne man einerseits überholen und andererseits würden sich durch das wechselhafte Wetter etliche Gelegenheiten ergeben.

“Manchmal kann dir die richtige Entscheidung im richtigen Moment bis zu einer Minute bringen”, rechnet Alonso vor. “Wir müssen also clever sein und das Beste aus unseren Chancen herausholen.” Schließlich werden die Punkte erst im Rennen vergeben.

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Red Bull auch mit neuem Flügeltest legal

Bauer fand keine Probleme

 

Red Bull hat am Freitag in Belgien den verschärften Test für die Vorderflügel bestanden. Der RB6 war neben dem F10 von Ferrari im Verdacht gestanden, zu flexible Vorderflügel zu haben, da sich die Endplatten bei hohen Geschwindigkeiten sehr nahe an der Straße befanden. Deswegen wurden die Belastungen für den Test von 50 auf 100 Kilogramm verdoppelt und die Endplatten durften sich statt 10 Millimeter 20 Millimeter nach unten verbiegen. Neben dem RB6 wurde auch der McLaren MP4-25 überprüft und bestand ebenfalls. Außer dem Vorderflügel wurden auch die Unterböden getestet.

In Italien geht es an den Unterboden

 

Laut dem Technikdelegierten Jo Bauer entsprachen beide Autos dem Reglement der Formel 1 2010. Für Red Bull ist damit aber noch nicht alles erledigt, denn es gab den Verdacht, dass der tief liegende Vorderflügel auch mit der Verkleidung oder dem Unterboden zu tun haben könnte, weswegen es beim Italien Grand Prix neue Tests für den Unterboden und weitere Regel-Klarstellungen geben wird. Für Mercedes GP Teamchef Ross Brawn, der sich durchaus kritisch zu den Flügeln von Red Bull und Ferrari geäußert hatte, war die Sache ein normaler Teil der Formel 1.

“Es gab bei einigen Autos einen offensichtlichen Effekt auf der Strecke, der nicht erklärbar war und wir wollten eine Klarstellung, wie die Regeln angewendet werden”, meinte Brawn. “Wenn wir über einen Prozess sprechen, der sich über die Jahre durchgezogen hat, dann ist das der Prozess, den wir alle durchlaufen, das ist die Natur der Formel 1. Ich weiß, einige der beteiligten Teams waren mit meinen Kommentaren nicht sehr glücklich – oder mit denen von McLaren -, aber ich war auch nicht sehr glücklich über ihre Kommentare, die sie voriges Jahr wegen des Doppeldiffusors gemacht haben. Das ist die Natur der Formel 1. So arbeiten wir und wenn wir etwas auf einem anderen Auto sehen, das wir nicht mögen, werden wir bei der FIA nachfragen und wenn FIA sagt: ‘Nein, so wird es sein’, dann sind wir dabei.”

Ferrari hat nicht umgebaut

 

Der Ferrari wurde am Freitag noch nicht für den neuen Flügeltest ausgewählt. Er könnte aber nach dem Qualifying am Samstag oder bei der Überprüfung nach dem Rennen noch zur Prüfung auserkoren werden. Fernando Alonso meinte am Freitag nur, Ferrari habe wegen der verschärften Tests nichts am Auto verändern müssen.

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2. Freies Training

Alonso wieder am schnellsten

 

Der Freitag in Spa-Francorchamps hatte schon alles zu bieten: Regen, abtrocknende Strecke, Abflüge und eine rote Flagge, weil angeblich Zuschauer in einem gesperrten Bereich waren. Diese Unterbrechung kostete die Teams 15 Minuten auf fast trockener Strecke. Am Ende blieb den Piloten nur ein Versuch auf trockener Bahn – den absolvierte Fernando Alonso als Schnellster.

Hinter dem Spanier reihte sich Adrian Sutil im Force India auf Platz 2 ein. Ihm fehlten gut ein Zehntel auf den Ferrari-Piloten. Lewis Hamilton, Robert Kubica, Felipe Massa und Sebastian Vettel komplettierten die Top-6.

Im verregneten ersten Training gab es erstaunlich wenige Zwischenfälle. Nur einige Ausritte neben die Strecke waren zu beklagen. Im zweiten Training trocknete die Strecke langsam ab und einige Fahrer setzten früh auf Intermediates. Das führte zu einem Ausrutscher von Tonio Liuzzi ins Kiesbett, wo er leicht anschlug und sich den Frontflügel beschädigte.

Heftiger flog Timo Glock ab. Der Virgin-Piloten kam auf den Randstein und landete seitlich im Reifenstapel. Das Training war für ihn damit gelaufen. Besser erwischte es Rubens Barrichello, der nach einem Dreher weiter fahren konnte. Auch Mark Webber konnte trotz eines technischen Problems weiter fahren. Eine Viertelstunde vor Schluss musste die Rennleitung das Training sogar unterbrechen – weil sich Zuschauer in einem nicht zugelassenen Bereich aufhielten.

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1. Freies Training

Alonso im Regen an der Spitze

 

Dunkle Wolken, starker Regen und sogar Gewitter begrüßten die Formel 1 am Freitagvormittag in Spa-Francorchamps. Das Freie Training der Formel BMW musste sogar wegen der gefährlichen Bedingungen abgebrochen werden. Die Formel 1 konnte um 10:00 Uhr pünktlich ins erste Training starten. Auch dieses wurde teilweise von starken Regengüssen beeinträchtigt, so dass die Piloten aus der Box zuschauen mussten. Am Ende sicherte sich Fernando Alonso im Ferrari die schnellste Zeit des 90-minütigen Regentrainings.

Platz 2 ging an Lewis Hamilton vor Robert Kubica, der zum ersten Mal mit dem neuen F-Kanal an seinem Renault fuhr. Der Pole konnte zunächst nur einige Installationsrunden drehen, erzielte dann aber in den Schlussminuten auf seinen ersten gezeiteten Runden starke Zeiten. Platz 4 belegte Sebastian Vettel vor Adrian Sutil, Jenson Button und Mark Webber.

Alle Piloten wären gerne mehr Runden im Nassen gefahren, um Dinge am Regensetup auszuprobieren, doch die limitierte Anzahl an Regen- und Intermediate-Reifen für das gesamte Wochenende zwang die Teams dazu, Reifen zu sparen und nicht zu viel zu fahren. Jedem Fahrer stehen nur vier Intermediates und drei Regenreifen für alle drei Tage zur Verfügung.

Die Top-10 komplettierten Kamui Kobayashi auf Position 8, GP-Jubilar Rubens Barrichello und Michael Schumacher. Angesichts der schwierigen Streckenbedingungen gab es nur relativ wenige Zwischenfälle. Schumacher, de la Rosa, Hülkenberg und Petrov fuhren allesamt mal durch die Auslaufzonen, Heikki Kovalainen stattete dem Kiesbett einen Besuch ab. Schrott fabrizierte jedoch kein Fahrer.

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