Kubica bleibt bei Renault

Gemeinsam den Titel gewinnen

 

Die Gerüchteköche seufzen: Mit Robert Kubica verlieren sie eine weitere wichtige Zutat für ihre Suppen. Der Pole verlängerte am Mittwoch seinen Vertrag mit Renault bis Ende 2012 und beendete damit die Diskussionen um einen Wechsel zu Ferrari oder Mercedes GP.

“Es war eine klare Entscheidung für mich, mit dem Team weiterzumachen, wo ich mich zuhause fühle”, sagte Kubica. Für den Polen sei die richtige Atmosphäre im Team wichtig. Alle müssen an einem Strang ziehen. “Wir haben gemeinsam schon viel erreicht und ich glaube, dass wir mit viel Einsatz, Zeit und dem richtigen Ansatz noch viel mehr erreichen können.”

Renault will den Titel mit Kubica

 

Das Ziel des Teams ist es, in den kommenden Jahren wieder zum Titelanwärter zu werden. “Daran arbeiten wir hart und geben alles an jeder Front”, sagte Kubica. “Unser Ziel ist es, in den nächsten beiden Jahren zum Titelkandidaten zu werden”, bestätigte Teamchef Eric Boullier, der sich über das Vertrauen seines Fahrers in die Mannschaft freut. “Es gab viele Gerüchte in den letzten Wochen, die ein Tribut an seine Leistungen in diesem Jahr waren. Wir sind sehr glücklich, dass er einen mehrjährigen Vertrag unterzeichnet hat.”

Um die hohen Ziele zu erfüllen, benötige das Team einen Fahrer vom Kaliber Kubicas. “Jemanden, der schnell ist, absolut entschlossen und keine Fehler macht”, betonte Boullier. “Seine Leistungen in der ersten Saisonhälfte 2010 waren fehlerfrei und wir hoffen, dass wir in Zukunft gemeinsam Großes erreichen können.”

© adrivo Sportpresse GmbH

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 12072010

Schumacher

Red Bull in eigener Liga

 

Jetzt ist offiziell bestätigt, was alle erwartet haben: Red Bull setzt in der Türkei erstmals seine Version des F-Kanals ein. Sollte diese funktionieren, dürfte das schnellste Auto noch schneller werden. Dabei sagt Michael Schumacher schon jetzt, dass Red Bull in einer eigenen Liga fahre.

Trotzdem erwartet Mark Webber keine Spazierfahrt wie in Barcelona und Monaco. “Es wird schwierig, Barcelona zu wiederholen”, glaubt der WM-Spitzenreiter. Das Kräfteverhältnis könne sich von Strecke zu Strecke verschieben. Barcelona habe das bewiesen.

Neues Kräfteverhältnis?

 

“Dort war Lewis Hamilton unser härtester Gegner, also könnte man meinen, dass McLaren hier unser größter Herausforderer ist”, schlussfolgert Webber. “Aber wir müssen an Ferrari und Mercedes denken, wenn sie ein gutes Wochenende haben, können sie näher kommen.”

Darauf baut auch Schumacher, wobei der Rekordweltmeister nicht mit einem Angriff auf Red Bull rechnet. Er sieht Mercedes derzeit hinter Red Bull, Ferrari, McLaren und Renault. “Wir sollten hier in der Lage sein, Ferrari, McLaren und Renault zu ärgern. Für Red Bull wird es aber noch nicht reichen.”

© adrivo Sportpresse GmbH

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 31052010

Mercedes

Rosberg und Schumacher zuversichtlich

 

Die ersten beiden Rennwochenenden des Jahres waren für das amtierende Weltmeisterteam und die neue Mercedes Werksmannschaft noch nicht der große sportliche Durchbruch. Zu stark waren Red Bull, Ferrari und auch McLaren. Trotzdem stehen die Silbernen beim dritten Rennen in Malaysia im Mittelpunkt – immerhin ist es das Heimrennen ihres Hauptsponsors.

“Unser Ziel ist es, in Malaysia weiter zu punkten und die Basis für fortgesetzte technische Verbesserungen zu schaffen”, kündigt Norbert Haug an. Teamchef Ross Brawn teilt die Ansicht des Mercedes-Motorsportchefs. Mit vier Ergebnissen in den Punkterängen in den ersten beiden Rennen liege man im Soll. “Das Team zeigte in Melbourne eine gute Leistung, auch wenn wir noch nicht soweit sind, ganz an der Spitze mitzufahren. Daran wollen wir anknüpfen und weiter Punkte sammeln, während wir unser Auto weiter verbessern.”

Rosberg baut auf Fortschritte

 

Die Fahrer sehen dem dritten Saisonlauf optimistisch entgegen. “Auch wenn wir am vergangenen Wochenende in Australien im Qualifying und Rennen das Potenzial unseres Autos nicht ganz ausschöpften, machten wir mit der Abstimmung des MGP W01 doch gute Fortschritte”, erklärt Nico Rosberg.

Der Deutsche geht davon aus, dass die Streckencharakteristik in Sepang dem Mercedes entgegenkommen sollte. “Wir sollten von unseren Entwicklungsschritten profitieren”, glaubt er. “Hier kann man den derzeitigen Leistungsstand der einzelnen Teams gut vergleichen. Wir wollen weiter ordentlich Punkte sammeln und den Anschluss zur Spitze halten.”

Schumacher will Rennen genießen

 

Michael Schumacher ist nach dem Australien GP noch bestärkter in seiner Ansicht, dass es vorangeht. “Natürlich zeigt sich das nicht auf den ersten Blick, aber wenn man das Wochenende genauer analysiert, haben wir uns gut verbessert und können mit gutem Recht ganz zufrieden sein – wenn auch nicht vom reinen Ergebnis her.”

Schumacher sieht Mercedes GP auf dem richtigen Weg. “Ich bin zuversichtlich, dass da noch einiges kommen wird”, sagt er. “Wir können daher mit dem guten Gefühl nach Malaysia fahren, dass wir uns seit Bahrain klar verbessert haben. Der Kampf in Melbourne hat viel Spaß gemacht, auch wenn es am Ende nur um einen Punkt ging, und ich werde es auch in Sepang wieder genießen.”

© adrivo Sportpresse GmbH

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 30032010

Renault möchte Potenzial ausschöpfen

Gut zu Bodenwellen

 

Für Renault hat mit der Saison 2010 eine neue Zeitrechnung begonnen. Ein neuer Teambesitzer, ein neuer Teamchef, zwei neue Fahrer und eine neue Farbgebung. WM-Punkte brachte all das noch nicht ein. Trotzdem war Robert Kubica mit seinem ersten Auftritt in Schwarz und Gelb zufrieden.

“Ich möchte noch einige Rennen abwarten, um die Situation einzuschätzen, weil Bahrain eine recht ungewöhnliche Strecke ist, aber mein Gefühl ist sehr positiv”, sagt der Pole. Noch habe man nicht das volle Potenzial ausgeschöpft, weder im Qualifying noch im Rennen. “Aber in beiden Fällen wäre Platz 7 möglich gewesen.” Entsprechend enttäuscht war Kubica, das Ziel verpasst zu haben. “Aber es war ermutigend, dass wir die Chance dazu hatten.”

Freund der Bodenwellen

 

Beim zweiten Rennen in Melbourne stattet Renault den R30 mit einigen neuen Aerodynamikteilen aus, darunter ein neuer Frontflügel und ein teilweise erneuerter Heckflügel. Beides soll den Abtrieb verbessern. “Unser Ziel ist es, beide Fahrer ins Q3 zu bringen”, sagt Chefrenningenieur Alan Permane. “Angesichts unserer Konkurrenzfähigkeit ist das ein realistisches Ziel. Wenn wir das schaffen, sollten beide Fahrer um Punkte kämpfen können.”

Der Kurs im Albert Park sollte dem Renault liegen, glaubt Permane. “Die Strecke ist sehr wellig und unser Auto geht gut mit Bodenwellen um”, erklärt er. Das habe sich in Bahrain bestätigt, wo beide Fahrer im neuen Streckenteil sehr gut waren, obwohl es dort viele Bodenwellen gab.

Potenzial ausnutzen

 

“Vor dem Saisonstart glaubte ich, dass Melbourne uns besser liegen würde als Bahrain”, erinnert sich Kubica. “Jetzt glaube ich, dass die Strecke gut für uns sein wird. Hoffentlich können wir eine starke Leistung zeigen und das volle Potenzial des Autos ausnutzen.”

Im Mittelteil des Bahrain GP sah Permane gute Ansätze. “Roberts Pace war sehr konkurrenzfähig – genauso schnell wie die beiden Mercedes und der McLaren von Jenson Button. Natürlich spielen wir nicht in der gleichen Liga wie Ferrari und Red Bull, aber die Performance in Bahrain stimmt mich zuversichtlich, dass wir in diesem Jahr um gute Ergebnisse fahren können.”

© adrivo Sportpresse GmbH

Foto: Sutton

 © www.KFZ.de 30032010

Hamilton

Red Bull sind die Besten

 

Trotz der Probleme des Red Bull Racing Teams in Bahrain sieht Lewis Hamilton die ‘Bullen’ weiter klar im Vorteil. Bereits in der Saison 2009 hätten sie den meisten Anpressdruck erzeugen können und auch in der aktuellen Saison sei es Red Bull gelungen in diesem Bereich besonders gute Arbeit zu leisten. “Das Auto von Red Bull ist nahezu unverschämt schneller als alle anderen Autos. Es ist verrückt. Der Anpressdruck, den sie im letzten Jahr hatten, war manchmal doppelt so hoch wie unserer und sie haben auch jetzt einen Vorteil”, sagte der McLaren-Star gegenüber Britischen Medien.

Auch noch am Ende des Jahres, als McLaren die Aufholjagd mit dem Auto durchaus gelungen schien, habe man Red Bull in diesem Bereich nicht das Wasser reichen können. So es keine technischen Schwierigkeiten für Mark Webber und Sebastian Vettel gibt, erwartet Hamilton, dass sie der Konkurrenz durchaus entschwinden können. Auch Ferrari hätte noch einen Rückstand.

“Fernando war schnell und sie waren näher dran, aber es ist schon noch eine halbe Sekunde. Wir selbst sind auf dem Niveau von Mercedes, würde ich schätzen, wir haben an dem Wochenende vielleicht einfach nur den besseren Job gemacht. Aber unser direkter Gegner ist derzeit Mercedes, mal sehen, wer als Erster einen weiteren Schritt nach vorn machen kann.”

© adrivo Sportpresse GmbH

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 22032010