2. Freies Training

Alonso holt Bestzeit

Ein unerwartetes Bestzeitduo beendete einen ungewöhnlichen Trainingsfreitag in Interlagos. Fernando Alonso fuhr in 1:12.314 Minuten die schnellste Zeit des 2. Freien Trainings und war damit 0,043 Sekunden schneller als der Schweizer Sebastien Buemi im Toro Rosso.

Die Session wurde von einigen Regentropfen und einem Defekt am Ferrari von Giancarlo Fisichella unterbrochen, der in der Boxenausfahrt stehen geblieben war und danach umständlich von den Streckenposten geborgen wurde.

Schon am Vormittag im 1. Training hatte es einige ungewöhnliche Zwischenfälle gegeben, etwa ein zerstörtes Styroporschild, das Romain Grosjean auf dem Gewissen hatte und dessen Einzelteile er quer über die Strecke verteilte.

Hinter Alonso und Buemi reihten sich zwei der drei Titelanwärter ein: Rubens Barrichello und Jenson Button belegten die Ränge 3 und 4 – trotz der relativ kühlen Temperaturen in Sao Paulo. Zwischen Barrichello und Button schob sich Mark Webber im besten Red Bull. Sein Teamkollege Sebastian Vettel belegte den 7. Platz. Durch die besonderen Bedingungen und zwischenzeitlichen Regentropfen ist das Trainingsergebnis allerdings nicht hundertprozentig aussagekräftig.

Die Top10 komplettierten Nico Rosberg, Adrian Sutil und Lewis Hamilton auf den Plätzen 8 bis 10. Bester Ferrari-Fahrer war Kimi Räikkönen auf dem 18. Platz. Fisichella wurde nach seinem technischen Problem nur 20. und Letzter. Alle 20 Piloten vom Ersten Alonso bis zum Letzten Fisichella liegen innerhalb einer Sekunde.

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Massas erste Untersuchungsergebnisse

Medizincheck in Paris

Felipe Massa begann am Freitag eine Serie an neurologischen und augenärztlichen Untersuchungen im Pitié Salpetrière Krankenhaus in Paris. Im Laufe der Untersuchungen möchte die FIA feststellen, ob der Brasilianer nach seinem schweren Unfall am 25. Juli im Qualifying in Budapest wieder fahrtüchtig ist.

Die Untersuchungen endeten am Freitagabend um 19:30 Uhr und werden am Samstagnachmittag fortgesetzt. Die ersten Ergebnisse sind laut Angaben von Ferrari positiv: “Besonders die augenärztliche Untersuchung bestätigte, dass das linke Auge von Felipe [Massa] wieder zu 100% Sehkraft besitzt.” Neben Massa war auch sein Hausarzt Dr. Dino Altmann anwesend.

Massa war beim Qualifying zum Großen Preis von Ungarn eine Feder aus dem Brawn GP Boliden von Rubens Barrichello an den Helm geflogen. Der Brasilianer wurde danach in einem Militärkrankenhaus in Budapest versorgt und erholte sich seitdem in seiner Heimat Brasilien. Seit dieser Woche ist er wieder in Maranello und absolvierte bereits zwei Tage in einem Fahrsimulator, um sich auf ein mögliches Comeback in Abu Dhabi vorzubereiten. Sollten die Ärtze grünes Licht geben, wird Massa vielleicht schon am Montag einen Ferrari aus dem Jahr 2007 mit GP2-Reifen testen.

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Glock-Verbleib fast sicher

Die Ruhe bewahren

Gegen einen Verbleib bei Toyota hätte Timo Glock sicher nichts einzuwenden. Doch sollte es dazu kommen, dass sich der japanische Hersteller vor 2010 aus der Formel 1 zurück zieht, dann gibt es, laut Manager Hans Bernd Kamps, noch drei weitere Optionen. Besonders nach dem Podestplatz von Singapur sei er sich sicher, dass Timo Glock auf jeden Fall ein Cockpit in der Formel 1 bekommt, wie er gegenüber SID sagte.

“Wir müssen nicht das erste Angebot gleich annehmen und werden sicher nicht in Panik verfallen”, erklärte Kamps zur Situation.

Zu den interessierten Teams soll auch Wiedereinsteiger Lotus gehören. Renault könnte ebenso eine Option sein, denn dort verliert man Fernando Alonso an Ferrari. Damit könnte die Fahrerpaarung beim französischen Team mit Robert Kubica und Timo Glock aufgestellt werden, denn ob Romain Grosjean ohne Flavio Briatore bei Renault bleibt ist fraglich. Der dritte Interessent könnte Williams sein, allerdings steht dort wohl auch Rubens Barrichello auf der Wunschliste.

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Ferrari

Keine Komplikationen bei Massa

Am Sonntagvormittag gab Ferrari Neuigkeiten zum Gesundheitszustand von Felipe Massa bekannt. Der Zustand des Brasilianers ist nach seiner Operation am Samstag im AEK Krankenhaus in Budapest weiter stabil. Es seien keine weiteren Komplikationen während der Nacht aufgetreten. Massa wird im Laufe des Tages erneut einem CT unterzogen, das präzisere Informationen liefern soll.

Der Ferrari-Pilot war am Samstagnachmittag im Qualifying zum Großen Preis von Ungarn auf dem Hungaroring von einer Stahlfeder am Kopf getroffen werden. Die Feder hatte sich aus der Hinterradaufhängung des vor ihm fahrenden Rubens Barrichello gelöst und traf Massa am Helm. Danach fuhr er geradeaus in die Reifenstapel. Laut Angaben des Teams trug er eine Schnittwunde an der Stirn, eine Knochenabsplitterung über der linken Augenbraue und eine Gehirnerschütterung davon. Der Splitter wurde bei der Operation entfernt und er danach zur schnelleren Heilung in ein künstliches Koma versetzt.

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Qualifying

Massa-Unfall und Alonso-Pole

 

Die zweite Qualifyingsession am Hungaroring endete mit einer Schrecksekunde: Felipe Massa raste mit seinem Ferrari geradeaus in den Reifenstapel und musste von den Ärzten aus dem Auto geborgen werden. Der Brasilianer wurde danach ins Medical Centre an der Strecke gebracht und von dort in ein Klinikum in Budapest geflogen. Offiziellen Aussagen zu Folge ist Massas Zustand stabil. Er fasste sich beim Transport ins Medical Centre auch selbst an den Kopf. Er sei ansprechbar, aber noch stark benommen.
Auslöser des Unfalls war ein Teil, das Massa vor der Kurve am Helm traf und wohl vom Brawn GP Renner von Rubens Barrichello weggeflogen war. Nach dem Zusammenstoß stand Massa zwar auf der Bremse, machte jedoch keine Lenkbewegungen mehr und fuhr geradeaus in den Reifenstapel. “Er war bei Bewusstsein”, sagte Barrichello, der Massa im Medical Centre sah. “Er hatte eine Schnittwunde am Kopf, aber wichtig ist, dass er bei Bewusstsein war.”

Zeitenchaos im Q3

 

Damit nicht genug des Chaos: Kurz vor dem Ende des Qualifyings fiel die Zeitenanzeige aus, so dass die letzten Anläufe der Fahrer ohne eine Anzeige auf den TV-Monitoren und Zeitenbildschirmen ausgetragen wurden. “Sebastian Vettel war ein Zehntel schneller als Mark Webber, aber die Zeiten der anderen wissen wir nicht”, sagte der verdutzte Red Bull Teamchef Christian Horner. Die Fahrer diskutierten im Parc Fermé darüber, wer denn nun wo steht – wussten es aber auch beim Wiegen nicht.

Nach Datendurchsucht gab die FIA Fernando Alonso als Pole-Mann bekannt. Platz 2 holte Sebastian Vettel vor Mark Webber, Lewis Hamilton, Nico Rosberg, Heikki Kovalainen und Kimi Räikkönen. Jenson Button fuhr mit nur einem Versuch auf Platz 8.

Debakel bei BMW Sauber

 

Lange Gesichter gab es bei BMW Sauber: Beide Fahrer schieden überraschend bereits in der ersten Qualifying-Session aus. Sowohl Nick Heidfeld als auch Robert Kubica verpassten den Einzug ins Q2 – ausgerechnet bei einem der wichtigsten Qualifyings des Jahres. Schließlich sind Überholmanöver auf dem Hungaroring nahezu ausgeschlossen.

Auch Force India konnte das gute Qualifying-Ergebnis von Deutschland nicht wiederholen. Auch Giancarlo Fisichella und Adrian Sutil schieden im Q1 aus. Jaime Alguersuari verpasste seine Chance auf ein Weiterkommen mit einem technischen Problem.

Das Qualifying im Überblick

 

 

  

 1. Session

 

  Zwischenfälle:

 

  

Alguersuari Ausfall

ausgeschieden:

 

  

Heidfeld, Fisichella, Sutil, Kubica, Alguersuari

 

 Top-6:

 

  

Rosberg, Hamilton, Webber, Vettel, Piquet, Alonso

2. Session

 

 Zwischenfälle:

Unfall Massa

ausgeschieden:

Buemi, Trulli, Barrichello, Glock, Piquet

Top-6:

Webber, Hamilton, Nakajima, Vettel, Räikkönen, Button

3. Session

Zwischenfälle:

keine

Top-6:

Alonso, Vettel, Webber, Hamilton, Rosberg, Kovalainen

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