Red Bull auch mit neuem Flügeltest legal

Bauer fand keine Probleme

 

Red Bull hat am Freitag in Belgien den verschärften Test für die Vorderflügel bestanden. Der RB6 war neben dem F10 von Ferrari im Verdacht gestanden, zu flexible Vorderflügel zu haben, da sich die Endplatten bei hohen Geschwindigkeiten sehr nahe an der Straße befanden. Deswegen wurden die Belastungen für den Test von 50 auf 100 Kilogramm verdoppelt und die Endplatten durften sich statt 10 Millimeter 20 Millimeter nach unten verbiegen. Neben dem RB6 wurde auch der McLaren MP4-25 überprüft und bestand ebenfalls. Außer dem Vorderflügel wurden auch die Unterböden getestet.

In Italien geht es an den Unterboden

 

Laut dem Technikdelegierten Jo Bauer entsprachen beide Autos dem Reglement der Formel 1 2010. Für Red Bull ist damit aber noch nicht alles erledigt, denn es gab den Verdacht, dass der tief liegende Vorderflügel auch mit der Verkleidung oder dem Unterboden zu tun haben könnte, weswegen es beim Italien Grand Prix neue Tests für den Unterboden und weitere Regel-Klarstellungen geben wird. Für Mercedes GP Teamchef Ross Brawn, der sich durchaus kritisch zu den Flügeln von Red Bull und Ferrari geäußert hatte, war die Sache ein normaler Teil der Formel 1.

“Es gab bei einigen Autos einen offensichtlichen Effekt auf der Strecke, der nicht erklärbar war und wir wollten eine Klarstellung, wie die Regeln angewendet werden”, meinte Brawn. “Wenn wir über einen Prozess sprechen, der sich über die Jahre durchgezogen hat, dann ist das der Prozess, den wir alle durchlaufen, das ist die Natur der Formel 1. Ich weiß, einige der beteiligten Teams waren mit meinen Kommentaren nicht sehr glücklich – oder mit denen von McLaren -, aber ich war auch nicht sehr glücklich über ihre Kommentare, die sie voriges Jahr wegen des Doppeldiffusors gemacht haben. Das ist die Natur der Formel 1. So arbeiten wir und wenn wir etwas auf einem anderen Auto sehen, das wir nicht mögen, werden wir bei der FIA nachfragen und wenn FIA sagt: ‘Nein, so wird es sein’, dann sind wir dabei.”

Ferrari hat nicht umgebaut

 

Der Ferrari wurde am Freitag noch nicht für den neuen Flügeltest ausgewählt. Er könnte aber nach dem Qualifying am Samstag oder bei der Überprüfung nach dem Rennen noch zur Prüfung auserkoren werden. Fernando Alonso meinte am Freitag nur, Ferrari habe wegen der verschärften Tests nichts am Auto verändern müssen.

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Hamilton sucht nach Downforce

Auto noch schneller machen

 

Der Hungaroring und Spa-Francorchamps sind nicht gerade Zwillingsstrecken. Der ungarische Kurs verlangt viel Abtrieb, hat winklige Kurven und ist vergleichsweise langsam. Die belgische Ardennenachterbahn besteht aus schnellen Kurven und High-Speed-Abschnitten. Lewis Hamilton rechnet trotzdem damit, dass sich an der Konkurrenzfähigkeit seines McLaren seit Ungarn nicht viel verändert hat.

“Ich erwarte, dass das Auto genauso ist wie nach dem letzten Rennen”, sagt der Brite. Noch müsse man mehr Tests im Freien Training am Freitag unternehmen, um mehr Informationen zu sammeln. “Jedes Mal wenn ich aus dem Auto aussteige, sage ich, dass es sich auf dieser Strecke nie besser angefühlt habe”, erinnert sich Hamilton. “Aber es ist immer noch nicht schnell genug.”

Auf Downforce-Suche

 

Deshalb arbeiten die McLaren-Ingenieure Tag und Nacht daran, das ungenutzte Potenzial des Autos zu entfesseln. “Wir glauben, dass noch immer etwas Downforce im Auto steckt, den wir derzeit noch nicht ausnutzen”, erklärt Hamilton. In den Trainings möchte das Team herausfinden, wo dieser zusätzliche Downforce steckt. “Erst wenn wir den finden, kommen wir weiter voran.”

Gleichzeitig dürfe McLaren die Konkurrenz von Red Bull und Ferrari nicht zu weit enteilen lassen. Schließlich verloren die Silbernen schon in Ungarn die Führung in beiden WM-Wertungen. Hoffnung macht Hamilton die Streckencharakteristik in Belgien.

“Es gibt viele schnelle Kurven, aber man braucht dennoch effizienten Downforce”, erklärt er. “Wir sollten hier etwas besser sein als in Ungarn.” Die einzige Gefahr ist der Regen. Denn für sinnvolle Tests benötigt McLaren eine trockene Bahn. Die ist in den Ardennen oftmals selten.

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Ecclestone

Schumacher wird wieder gewinnen

 

12 Rennen, 38 Punkte, WM-Rang 9. Michael Schumacher hatte sich sein Comeback sicher anders vorgestellt. Erfolgreicher. Trotzdem gibt der Rekordweltmeister nicht klein bei. Er habe Spaß und glaube immer noch daran, den WM-Titel gewinnen zu können – nur eben nicht in der ersten seiner drei geplanten Comeback-Saisons.

“Ich muss akzeptieren, dass es seine Zeit braucht und dass der Gegenwind sehr stark ist”, sagt er. Der Mercedes ist im Moment nicht konkurrenzfähig. Ferrari, Red Bull und McLaren liegen klar vor den Silberpfeilen, manchmal ist auch Renault schneller. “Das muss ich jetzt akzeptieren und mich aufs nächste Jahr konzentrieren.”

Ecclestone: Schumacher muss nichts beweisen

 

Bernie Ecclestone hat den Glauben an den Deutschen noch nicht aufgegeben. “Wenn Michael in einem der Red-Bull-Autos sitzen würde, würde ich mein Geld auf ihn setzen”, ist Ecclestone überzeugt. “Dann würde er sicher sofort gewinnen.” Schumacher geht nicht darauf ein. “Im Red Bull hätte ich sicher ganz andere Möglichkeiten”, sagt er in der Sport Bild. Aber momentan ist an Podestplätze und Siege nicht zu denken.

“Wenn mir Leute sagen, dass Rosberg schneller ist als Michael, sage ich ihnen: Nico muss sich noch beweisen, Michael nicht mehr”, meint Ecclestone. Für Rosberg seien vierte Plätze wichtig, für Schumacher nicht. Für ihn zähle nur der Sieg. “Ob er jetzt Vierter oder 14. wird – das ist für ihn doch völlig wurscht.”

Schumacher: Werde wieder siegen

 

In diesem Punkt stimmt Schumacher zu: “Für mich macht es keinen Unterschied, ob ich Vierter, Fünfter oder Zehnter werde.” Was den Unterschied mache, sei der Weg zurück auf die Siegerstraße. “Dort bin ich aber noch nicht. Deshalb probiere ich im Moment viele Sachen aus, und akzeptiere, dass die manchmal eben auch schiefgehen können.” Das gehöre zum Lernprozess dazu. Ans Limit gehe er trotzdem jedes Mal, wenn er im Cockpit sitze. “Das brauche ich, das ist mein Verständnis von Rennsport.”

Mit dieser Einstellung hat er den Piloten von heute vorgemacht, wie man in der Formel 1 erfolgreich ist. So ist Schumacher davon überzeugt, dass Sebastian Vettel als Kind jeden Schritt seiner Karriere genau verfolgt habe und heute davon profitiere. “Darauf bin ich stolz. Und dass ich jetzt diesen Vorteil nicht mehr habe, ist doch normal”, betont Schumacher. “Das bedeutet aber nicht, dass ich nicht mehr siegen kann. Vielleicht nicht mehr mit den Abständen, wie ich sie früher hatte, aber es wird funktionieren.”

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Domenicali

Ferrari-Lauf nicht unterbrochen

 

Die Ferrari-Mitarbeiter bekamen von ihrem Teamchef Stefano Domenicali eine Vorgabe mit in den zweiwöchigen Sommerurlaub: “Erholt euch in den Bergen oder am Meer, aber denkt dabei immer daran, wie wir das Auto noch schneller machen können.”

“Die letzten beiden Rennen vor der Pause waren sehr gut”, erinnert Domenicali. “Hoffentlich hatten unsere Leute gute Ideen im Urlaub. Das ist entscheidend für den WM-Kampf.” Der Ferrari-Boss hofft, dass die Pause für sein Team nicht zur falschen Zeit kam. “Ich hoffe, dass die Pause für uns nicht schlecht war. Wir hatten ein gutes Ende der ersten Saisonhälfte. Jetzt geht es in Belgien weiter – aus psychologischer Sicht haben wir noch den gleichen Lauf.”

In Spa bringt Ferrari weitere Aerodynamik-Verbesserungen, die die Leistung steigern sollen. “Wir werden von Rennen zu Rennen sehen, ob wir die Pace unserer Hauptgegner mitgehen können.” Das Ziel bleibt der WM-Titel.

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Red Bull vor Belgien zurückhaltend

Nicht so gut wie in Budapest

 

Genug gefaulenzt, die Formel 1 ist zurück in Action. Am Freitag beginnt in Belgien die Schlussphase der WM. Die Red-Bull-Piloten reisen gut erholt nach Belgien. “Ich konnte intensiv trainieren, um für den Rest der Saison vorbereitet zu sein und in der ersten Hälfte des Urlaubs abschalten”, sagt Sebastian Vettel.

Mark Webber versuchte in seinem Urlaub so weit wie möglich von Flugzeugen und Hotels wegzubleiben. “Denn im letzten Saisonabschnitt gibt es genug davon”, sagt er. “Die Pause hilft den Fahrern, sich zu erholen.”

Sportlich freuen sich beide auf Spa-Francorchamps. “Es gibt wohl keinen Fahrer, der sich nicht darauf freut”, betont Webber. “Die Strecke ist unglaublich und ich erwarte, dass wir dort gut sein werden – aber es bleibt abzuwarten, ob wir so gut wie in Budapest sein werden.” Dort deklassierte Red Bull das Feld um eine Sekunde.

Vettel hat diesbezüglich seine Zweifel. “Unsere Schwäche sind die langen Geraden und auch die Bergaufpassagen”, sagt Vettel im Wissen um den Topspeednachteil gegenüber den Mercedes- und Ferrari-Motoren. “Wir wissen, dass es nicht einfach wird für uns, aber ich bin optimistisch für das Rennen. Die schnellen, flüssigen Kurven sollten unserem Auto liegen”, sagt er. “Wir waren letztes Jahr sehr konkurrenzfähig, aber wir haben im Qualifying etwas verloren.” In diesem Jahr war die Qualifikation hingegen das Paradestück von Red Bull.

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