8. Mrz, 2010
Massa kritisiert die Neueinsteiger
Um einmal jemand großes zu werden, muss man erst einmal anfangen zu wachsen. Doch nicht, wenn es nach Felipe Massa geht, dem die Performance der Neueinsteiger-Teams so gar nicht gefällt. Allesamt wären sie zu langsam und könnten damit ein Sicherheitsrisiko darstellen. “Ich hoffe sie werden nicht zur Gefahr. Es gibt sechs, sieben Teams die innerhalb von einer Sekunde liegen und die sind vier Sekunden zurück. Das ist als hätte man zwei verschiedene Serien”, sagte der Brasilianer zur Corriere della Sera im Bezug auf Lotus und Virgin Racing. “Sie werden leiden und auch wir werden leiden, wenn wir sie in der Qualifikation vor uns haben”, betonte der Ferrari Pilot.
Während Ferrari selbst ebenfalls nicht zu den Befürwortern der Neueinsteiger-Teams zählt, vor allem im Bezug auf die Handhabung durch die FIA, weitet man aber das Engagement bei den Nachwuchsfahrern aus. Mirko Bortolotti, Daniel Zampieri und Raffaele Marciello wurden in die Ferrari ‘Fahrschule’ aufgenommen und bilden zusammen mit Jules Bianchi ein Quartett für die Zukunft.
Mirko Bortolotti wird in dieser Saison in der GP3 bei Addax fahren, Daniel Zampieri für Pons in der Formula Renault 3.5. Der 15-Jährige Raffaele Marciello startet in der Formula Abarth. Zudem wird der Fahrer, der Meister in der neuen brasilianischen Formula Future wird, zukünftig automatisch in das Nachwuchsprogramm aufgenommen.
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5. Mrz, 2010
Stefan GP hatte viel Potenzial
Es war seine letzte Chance, um 2010 ein Einsatzcockpit in der Formel 1 zu ergattern. Doch Stefan GP erhielt von der FIA keinen Startplatz. Jacques Villeneuve wird nicht der fünfte aktive Weltmeister im Starterfeld 2010 sein. “Natürlich ist es enttäuschend”, sagte der Kanadier. “Das Auto und Team sahen viel versprechend aus, aber wir wussten immer, dass ein Risiko bestand, keinen Startplatz zu erhalten. Demnach ist es keine vollständige Überraschung, aber es ist trotzdem enttäuschend.”
Villeneuves letztes F1-Rennen war für BMW Sauber im Jahr 2006. Seitdem fuhr er Sportwagen und NASCAR, verspürte aber im letzten Jahr den starken Drang zurück in die Königsklasse. Bis auf Stefan GP hielt sich das Interesse jedoch in Grenzen. “Das Auto hatte viel Potenzial”, sagte er dem britischen F1-Journalisten Adam Cooper. “Es war fertig und ein komplettes Projekt. Es wurde nicht bei Null begonnen, es wäre konkurrenzfähig gewesen. Es ist schade, denn es wäre ein neues Team gewesen, das gut funktioniert hätte.”
Aufgegeben hat der Weltmeister von 1997 seinen Comebacktraum nicht. “Dafür gibt es keinen Grund”, sagt er. “Wer weiß, vielleicht gibt es einen Fahrerwechsel während des Jahres und dann gibt es immer noch 2011.”
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4. Mrz, 2010
Die Starterliste
Das lange Warten hat ein Ende: Am Mittwochabend veröffentlichte die FIA die offizielle Starterliste für die Formel-1-Saison 2010. Darin enthalten sind 12 Teams – es fehlen: USF1 und Stefan GP. Der potenzielle 13. Platz bleibt damit offen. Das Thema USF1 beendete die FIA mit einer Anmerkung: “Das USF1 Team hat angegeben, dass es 2010 nicht in der Lage sein wird, teilzunehmen.”
Das Statement sagt weiter: “Nach einer gründlichen Abwägung der Optionen bestätigt die FIA, dass es für ein Ersatzteam nicht möglich ist, zu diesem späten Zeitpunkt in die WM einzusteigen.” Die FIA bestätigte, dass es keinen Ersatz für USF1 in der Saison 2010 geben wird. Interessierte Teams für 2011 sollen sich bald einschreiben können.
Die Starterliste weist das ehemalige Campos Meta Team unter dem neuen Namen HRT F1 Team aus. Vorerst ist nur Bruno Senna als Fahrer angegeben. Der zweite Fahrer dürfte am Donnerstagnachmittag im Rahmen der Teampräsentation bekannt gegeben werden. Das Schweizer Sauber Team firmiert weiterhin unter dem Teamnamen BMW Sauber F1 Team und dem Konstrukteursnamen “BMW Sauber Ferrari”. Pedro de la Rosa und Kamui Kobayashi erhalten die Startnummern 22 und 23 von USF1.
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3. Mrz, 2010
Türen noch nicht ganz geschlossen
Ende, aus und vorbei hieß es Dienstagabend. Doch wie es aussieht haben sich die USF1-Türen noch nicht ganz geschlossen. Dass die Arbeiten am aktuellen Auto eingestellt worden sind, bedeute laut USF1-Boss Ken Anderson nicht das endgültige Aus seines Formel 1-Traums. Der Grund: Anderson will mit seinem USF1-Team 2011 in der Startaufstellung stehen. Ob die FIA einem Aufschub von einem Jahr zustimmt, ist noch unklar. Anderson wartet noch auf Nachricht seitens der FIA.
“Wir haben bei der FIA bezüglich eines Starts 2011 angefragt. Eigentlich hätte das vertraulich bleiben sollen, deshalb kann ich nicht viel dazu sagen. Irgendwo scheint es ein Leck gegeben zu haben”, erklärte Anderson gegenüber Autosport. So lange die Entscheidung der FIA aussteht, gibt es für die Mitarbeiter nichts zutun. Die Mitarbeiter sollen im Moment unbezahlt beurlaubt sein, technisch sollen sie jedoch Angestellte des Rennstalls bleiben. “Wir haben ihnen gesagt, dass sie bis zur Entscheidung mit ihrer Arbeit am aktuellen Auto aufhören können”, bestätigte Anderson.
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3. Mrz, 2010
Ausstieg vor dem Einstieg
Vor fast genau einem Jahr präsentierten Ken Anderson und Peter Windsor im amerikanischen Fernsehen ihren Traum in Stars and Stripes: USF1. Kurz vor dem Beginn der Saison 2010, die das Debüt des US-Teams erleben sollte, scheint das endgültige Aus besiegelt zu sein: USF1 soll seinen Mitarbeitern mitgeteilt haben, dass sie nicht mehr benötigt werden, da das Team geschlossen wird.
Produktionsmanager Dave Skog soll laut Autosport kurz vor der Mittagszeit die verbliebenen Mitarbeiter über das Ende informiert haben. Für die kommende Zeit seien sie unbezahlt beurlaubt, technisch blieben sie jedoch Angestellte des Rennstalls. Windsor und Anderson sollen während der Bekanntgabe nicht in der Fabrik zugegen gewesen sein. Eine offizielle Bestätigung seitens des Teams steht noch aus.
Kein Aufschub
USF1 hatte im letzten Jahr den Einstieg in die Formel 1 angekündigt, selbst ohne eine Budgetgrenze, die danach neue Teams wie Manor GP (heute Virgin Racing) und Lotus anzog. Das amerikanische Team schaffte es jedoch nicht, trotz der angeblichen Unterstützung von YouTube-Gründer Chad Hurley, genügend Finanzen aufzutreiben, um die Produktion des Autos rechtzeitig bis zum Saisonstart Mitte März 2010 fertig zu stellen. Eine Inspektion des Technischen Delegierten der FIA, Charlie Whiting, in der vergangenen Woche ergab, dass das Team nicht dazu in der Lage sei, ein F1-Auto für diese Saison zu bauen.
Zuletzt hatte USF1 zunächst darum gebeten, die ersten vier Saisonrennen auszulassen, danach soll man eine Verschiebung des Einstiegs um ein Jahr bis 2011 erbeten haben. Als kurzfristiger Ersatz bietet sich Stefan GP an. Der serbische Geschäftsmann Zoran Stefanovic kaufte die technischen Überreste des Toyota Teams und sicherte sich Unterstützung von Toyota Motorsport in Köln. Mit Kazuki Nakajima und Jacques Villeneuve stünden zwei Fahrer parat.
Stefan GP schickte bereits erstes Material per Seefracht nach Bahrain, hat allerdings noch keinen offiziellen Startplatz in der Königsklasse. Am Wochenende stellte das Team jegliche Kommunikation ein, um die Gespräche über ein Nachrücken nicht weiter zu gefährden.
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