Massa

Silverstone wird wichtig

 

In Silverstone beginnt an diesem Wochenende die zweite Saisonhälfte der Formel 1. Für Ferrari und Felipe Massa wird das Rennen auf dem umgebauten Kurs eine wichtige Standortbestimmung. “Hoffentlich erzielen wir mit den neuen Updates einen weiteren Fortschritt”, sagt der Brasilianer.

In Valencia und Kanada habe Ferrari das Auto bereits verbessert, konnte dies aber nicht in Ergebnisse umsetzen. “An diesem Wochenende erhalten wir ein klares Bild davon, wie sehr wir uns verbessert haben – bei der puren Leistung und im Vergleich zu den Teams vor uns”, sagt Massa. Die Streckencharakteristik in Silverstone sei ähnlich jener in Istanbul, wo Ferrari ein schlechtes Wochenende erlebte. “Wenn der F10 also hier gut funktioniert, wissen wir, dass wir auf dem richtigen Weg sind.”

Aber selbst wenn es in Silverstone gut laufen sollte, dürfe das Team sich nicht ausruhen. “Wir wissen, dass wir in der Meisterschaft etwas zurückliegen”, betont Massa. Bei den nächsten Rennen in Silverstone, Hockenheim und Budapest kommen deshalb weitere Entwicklungen ans Auto. “Diese drei Rennen in vier Wochen sind sehr wichtig und wir werden alles geben, um vor unsere Gegner zu gelangen.”

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Robert Kubica

Stolz auf die Leistungen

Robert, Silverstone gehört zu den wahren Klassikern im Grand Prix-Kalender. Wie erlebst Du als Fahrer die Strecke?

Robert Kubica: Es ist ein wirklich aufregender Kurs. Vor allem die ersten sechs oder sieben Kurven fühlen sich in einem aktuellen Formel-1-Auto einfach unglaublich an. Die meisten gehen mit Vollgas oder zumindest fast voll – das hängt vor allem von der Windrichtung und -stärke ab. Und sobald du eine Kurve hinter dir hast, lenkst du schon in die nächste ein. Es sprengt fast die Vorstellungskraft, wie viel Speed du durch diese Passagen mitnehmen kannst. In diesem Jahr fahren wir außerdem erstmals auf dem neuen Streckenabschnitt, den ich bisher nur aus dem Internet und aus den Fernsehen-Übertragungen vom MotoGP-Lauf kenne. Er sieht recht wellig aus und weist einen ganz anderen Charakter auf als der Rest der Stecke. Aber ich glaube, Silverstone ist und bleibt ein Ort, an dem alle Grand Prix-Piloten gerne fahren, denn dieser Kurs offenbart mit seinen Highspeed-Kurven das wahre Potenzial unserer Boliden.

Wie wird sich der Renault R30 in Silverstone schlagen?

Robert Kubica: Das ist schwierig vorherzusagen. In Silverstone ist es sehr knifflig, das perfekte Setup und eine gute Balance zu finden, denn die Anforderungen in den schnellen und den langsamen Passagen des Kurses unterscheiden sich sehr stark – zumal es praktisch keine mittelschnellen Kurven gibt. Die Suche nach aerodynamischem Abtrieb ist der Schlüssel zum Erfolg. Es wird interessant sein zu beobachten, wie sich die kürzlich eingeführten Neuerungen am Auto auf dieser Strecke bewähren. Werden sie uns auch in den ultraschnellen Passagen weiterbringen? Ich bin sicher, dass wir im Freitagstraining viel Neues lernen werden, wenn wir das neue Aerodynamik-Paket erstmals auf einem Highspeed-Kurs fahren.

Wo siehst Du Renault derzeit im Vergleich zu den direkten Gegnern?

Robert Kubica: Das hängt stark von der jeweiligen Streckencharakteristik ab und davon, ob du in puncto Setup alles richtig machst. Im Qualifying von Valencia lagen wir dicht hinter Ferrari, obwohl wir selbst nicht einmal 100-prozentig zufrieden waren – aber das ging vermutlich den meisten Teams so. Im ersten Rennabschnitt, als ich hinter Felipe Massa fuhr, schienen wir im Renntrimm nicht so schnell zu sein wie sie. Doch das kann sich auch wieder ändern. Mercedes hatte in Valencia ebenfalls zu kämpfen, und auch andere Teams erlebten dort während des Rennwochenendes ein ziemliches Auf und Ab. Die Kräfteverhältnisse bleiben also sehr schwer abzuschätzen. Silverstone besitzt einen völlig anderen Charakter als Valencia oder Montreal – das letzte Mal, das wir auf einem vergleichbaren Kurs gefahren sind, war in Istanbul. Seitdem haben alle Teams ihre Autos erheblich weiterentwickelt – auch wir. Wie sich die Hackordnung aktuell darstellt, werden wir also erst in Silverstone sehen.

Silverstone markiert die Saisonhalbzeit, Du liegt auf Platz sechs in der Fahrerwertung. Hat die erste Saisonhälfte Deine Erwartungen übertroffen?

Robert Kubica: Das kann man so oder so sehen. Als Fahrer hoffst du immer auf ein Auto, das in der Lage ist, Rennen zu gewinnen. In der Realität sind das Team und ich aber mit der Zielsetzung in den ersten Grand Prix gegangen, im Qualifying die Top Ten zu erreichen. Wir hatten das Gefühl, das entspräche nach der guten Entwicklungsarbeit bei den Wintertests unserem Potenzial. Bis jetzt haben wir jedes Mal das dritte Qualifying erreicht, und abgesehen von Bahrain bin ich nie schlechter als auf Platz sieben ins Ziel gekommen. Alles in allem dürfen wir mit dieser Ausbeute zufrieden sein. Natürlich gab es bei uns zu Saisonbeginn mehr Raum für Verbesserungen. Aber wir haben den Abstand zu den Top-Teams verringert. Die Jungs in den Workshops haben wirklich hart dafür gearbeitet, dass wir ein so hohes Entwicklungstempo anschlagen können. Die letzten Zehntel bis zur absoluten Spitze sind am schwierigsten zu finden, aber ich finde, wir dürfen schon jetzt stolz sein auf das, was wir bislang erreichen konnten. Ich glaube, diese Ergebnisse hätte uns kaum jemand zugetraut.

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Montezemolo schießt gegen neue Teams

Nicolas Todt will in F1

 

Luca di Montezemolo ist kein Fan der neuen Teams. Bereits im letzten Jahr schoss Ferrari gegen die Neueinsteiger. Kritik, die der Ferrari-Präsident nun wiederholte. “Eine Formel 1 ohne Ferrari wäre nicht die Formel 1″, sagte er Tuttosport. “In diesem Jahr gibt es viele Teams, die besser in der GP2 fahren sollten.”

Das ART Team von Nicolas Todt und Frederic Vasseur möchte den Schritt aus der GP2 in die Formel 1 wagen. Geschenke von FIA-Präsident Jean Todt erwarten sich die Franzosen aber nicht. “Mein Vater ist alles andere als dumm”, verriet Todt Junior gegenüber Auto Hebdo. “Wir müssen noch besser sein als die Besten, um keine Angriffsfläche zu bieten.”

ART setzt bereits erfolgreich Teams in der Formel 3 EuroSerie, der GP2 und der GP3 ein. Zudem ist Nicolas Todt der Manager von Felipe Massa und Jules Bianchi. Der junge Franzose gehört zum Ferrari-Nachwuchsprogramm und durfte in der vergangenen Woche einen 2008er Ferrari in Vallelunga testen. Todt sähe gerne einen französischen Fahrer in seinem Team. “Noch besser wären französische Technikpartner.” Renault hat bereits angedeutet, dass sie 2011 mehr Teams mit Motoren ausstatten könnten.

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Qualifying

Dritte Pole für Vettel

 

Red Bull dominiert das Qualifying in der Formel 1: Viertes Qualifying, vierte Pole Position für das Team. Zum dritten Mal startet Sebastian Vettel vom ersten Startplatz. Zusammen mit ihm geht sein Teamkollege Mark Webber aus der ersten Reihe in den vierten Grand Prix des Jahres.

Vettel war nach seiner perfekten Pole-Runde, die ihm zweieinhalb Zehntel Vorsprung auf seinen Teamkollegen einbrachte, begeistert: “Yeah, Baby”, funkte er ans Teams. Sein Teamchef Christian Horner scherzte im Boxenfunk: “Wer braucht da eine Höhenkontrolle?” Eine solche hatte die Konkurrenz dem Team unterstellt. Diese Konkurrenz wird in China von Fernando Alonso auf Startplatz 3 angeführt. Neben ihm startet Nico Rosberg vor den beiden McLaren von Jenson Button und Lewis Hamilton. Felipe Massa und Robert Kubica stehen in Reihe vier. Michael Schumacher und Adrian Sutil direkt dahinter auf den Startplätzen 9 und 10.

Glock bester Neuling

 

Nico Hülkenberg startet das Rennen von Platz 16. Der Williams-Pilot machte in der letzten Kurve einen Fehler, hätte aber auch ohne diesen das Q3 verpasst. “Ich wäre nur zwei, drei Zehntel schneller gewesen, mehr nicht”, sagte er. “Ich weiß auch nicht, wo Rubens Barrichello die Runde hergezaubert hat. Respekt.” Sein Teamkollege startet von Platz 11. “Ich dachte nicht, dass das Auto so schnell ist”, so Hülkenberg. “Meine Runde war gut bis zur letzten Kurve.”

Nur ein etabliertes Team scheiterte im Q1: Force India Pilot Tonio Liuzzi schaffte es als 18. nicht in die zweite Runde. Hinter ihm führt Timo Glock das Feld der Neueinsteiger an. “Leider sind noch Teile am Flughafen unter der Aschewolke”, sagte der Virgin-Pilot. “Deswegen wundert es mich, dass wir vor Lotus sind.” Glock hing im Verkehr, hatte nur eine freie Runde am Ende des Q1. Die gelang ihm. “Ich habe das Zehntel rausgeholt, um vor Lotus zu stehen. Das hat gepasst.”

Am Ende des Feldes finden sich die beiden HRT-Fahrer wieder. Bruno Senna klagte darüber, dass sein Team vor dem Qualifying das Mapping für den Speedlimiter veränderte und dabei auch die Gaspedalsteuerung durcheinander brachte. Vorher sei das Auto gut gewesen, danach fast unfahrbar.

Das Qualifying im Überblick

 

1. Session

 

 

Zwischenfälle: Dreher Kovalainen, Dreher Chandhok

ausgeschieden: Liuzzi, Glock, Trulli, Kovalainen, di Grassi, Chandhok, Senna

Top-6: Hamilton, Rosberg, Webber, Alonso, Massa, Button

2. Session

 

 

 Zwischenfälle: Probleme bei Button

ausgeschieden: Barrichello, Alguersuari, Buemi, Petrov, Kobayashi, Hülkenberg, de la Rosa

Top-6: Hamilton, Webber, Rosberg, Alonso, Vettel, Massa

3. Session

 

 

 Zwischenfälle: keine

Top-6: Vettel, Webber, Alonso, Rosberg, Button, Hamilton

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1. Freies Training

Hamilton führt Silberpfeilquartett an

 

Nur eine Woche nach dem Großen Preis von Australien steigt bereits das nächste Rennwochenende der Formel 1 in Malaysia. Lewis Hamilton machten dort weiter, wo er in Melbourne aufgehört hat: mit schnellen Rundenzeiten. Hamilton fuhr in 1:34.921 Minuten die schnellste Zeit des Vormittags. Hinter ihm reihten sich drei weitere silberne Autos ein: Nico Rosberg fehlten knapp zwei Zehntel, Hamiltons Teamkollege und Melbourne-Sieger Button war knapp drei Zehntel langsamer.

Den guten Mercedes-Eindruck bestätigte Michael Schumacher. Der Mercedes GP-Pilot lag nur dreieinhalb Zehntel hinter der Bestzeit auf Platz 4. Dahinter schob sich der Überraschungszweite von Australien, Robert Kubica.

Die bislang in dieser Saison überlegenen Red Bull setzten ihre gemächlichen Freitagstrainings fort. Wie in Bahrain und Australien hielten sich Mark Webber und Sebastian Vettel zurück. Der Australier wurde Sechster, der Deutsche Neunte. Die Top10 komplettierten Adrian Sutil auf Platz 7, Fernando Alonso im besten Ferrari auf Position 8 und Sebastien Buemi auf Rang 10.

Felipe Massa kämpfte erneut mit dem Ferrari, war zweimal neben der Strecke anzutreffen, und landete auf Platz 11 hinter seinem spanischen Teamkollegen. Ebenfalls im Kies anzutreffen war Sauber-Mann Pedro de la Rosa. Anstelle von Tonio Liuzzi und Heikki Kovalainen durften die jeweiligen Testfahrer Paul di Resta und Fairuz Fauzy ins Auto steigen. Im 2. Training kehren die Stammpiloten zurück ins Cockpit.

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