31. Mai, 2010
Haben keine Zeitprobleme
Das Nachtrennen in Singapur gilt nach nur wenigen Austragungen schon als eines der Highlights der F1-Saison. In diesem Jahr trägt Singapur weniger als einen Monat vor dem Grand Prix auch die Olympischen Jugendspiele im Hafengebiet der Stadt aus. Die Organisatoren wiesen jedoch Befürchtungen zurück, dass es deshalb zu Problemen bei den Vorbereitungen des F1-Rennens kommen könnte.
“Wir haben genug Zeit”, sagte Justin Chew, der für das F1-Projekt zuständig ist. Die Veranstalter der Olympischen Jugendspiele benötigen mindestens zwei bis drei Wochen, um die Strecke komplett zu räumen. Die Probleme seien aber beseitigt worden. Beide Seiten hätten genügend Zeit, um ab- respektive aufzubauen. Die Lichtanlage wird bereits jetzt errichtet.
© adrivo Sportpresse GmbH
Foto: Sutton
© www.KFZ.de 31052010
13. Apr, 2010
Crashgate ist vorbei
Der Weltverband FIA und die Verantwortlichen des so genannten Crashgate-Skandals von Singapur 2008, Flavio Briatore und Pat Symonds, haben sich außergerichtlich auf einen Vergleich geeinigt. Die FIA hatte beide wegen der absichtlichen Manipulation des Singapur GP für fünf Jahre (Symonds) respektive ohne zeitliche Beschränkung (Briatore) aus der Formel 1 verbannt.
Im Januar erklärte ein französisches Gericht in Paris diese Strafe wegen eines Formfehlers für nichtig, weil die FIA gar keine Strafe gegen Nichtlizenzinhaber aussprechen durfte. Die FIA arbeitet deshalb an einer Strukturreform des World Motor Sport Council, um solche “Missverständnisse” zukünftig zu verhindern.
Bis 2013 nicht in der F1
Briatore und Symonds gestanden jeweils ihren Teil der Schuld für den absichtlichen Unfall von Renault-Pilot Nelsinho Piquet in Singapur ein, brachten ihr Bedauern zum Ausdruck und entschuldigten sich bei der FIA. Gleichzeitig schlossen sie aus, dass sie bis 31. Dezember 2012 eine Rolle in der Formel 1 und bis Ende der Saison 2011 in einer anderen FIA-Rennserie übernehmen würden.
Briatore hatte bereits zuletzt angedeutet, dass er nach 2012 durchaus in einer anderen Rolle als der des Teamchefs in die Formel 1 zurückkehren könnte. Gleichzeitig zogen Briatore und Symonds alle weiteren juristischen Schritte und Forderungen gegen die FIA zurück. Die FIA entschied sich im Gegenzug im Wohle des Sports einen Schlussstrich unter die Affäre zu ziehen und keine weiteren Maßnahmen einzuleiten.
© adrivo Sportpresse GmbH
Foto: Sutton
© www.KFZ.de 13042010
25. Nov, 2009
Urteil soll am 5. Januer gesprochen werden
Flavio Briatore hat am Dienstag vor einem französischen Gericht darum gebeten, seine Verbannung aus der Formel 1 auf unbestimmte Zeit aufzuheben. Er betonte, dass sein Recht auf freie und faire Verteidigung verletzt worden war, als der Fall Crashgate vor dem World Motor Sport Council (WMSC) verhandelt wurde. Außerdem verlangte der Italiener eine Abfindung von 1,5 Millionen Euro von der FIA wegen moralischer Vorurteile. “Mein Klient verlangt nur das tun zu können, was er will und möchte seine Freiheit wiederhaben… Er ist ruhig und entschlossen”, sagte Briatores Anwalt Philippe Ouakrat vor der Anhörung. Ein Urteil in dem Verfahren wird für den 5. Januar erwartet.
Briatore war von der FIA bestraft worden, weil er beim Singapur Grand Prix 2008 Nelson Piquet Jr. dazu veranlasst hatte, absichtlich in eine Mauer zu fahren, um Fernando Alonso eine Chance auf den Sieg einzuräumen. Piquet gestand den Rennbetrug ein, nachdem er dieses Jahr von Renault entlassen worden war. Briatore wurde daraufhin von der FIA auf unbestimmte Zeit aus dem Motorsport ausgeschlossen. Jedem Fahrer, der mit ihm arbeitet, wurde angedroht, die Superlizenz zu verlieren und jede Serie, in der er sich engagieren sollte, würde die FIA-Lizenz aberkannt werden. Technikdirektor Pat Symonds war mit einem Ausschluss von fünf Jahren belegt worden. Fernando Alonso war nach Meinung des WMSC nicht an der Sache beteiligt gewesen.
Nach Auskunft seiner Anwälte, ist Briatore der Meinung, die FIA hätte nicht das Recht gehabt, zeitlich unbeschränkte Sanktionen zu verhängen und zudem meinte er, der Ausschluss sei nicht durch ein unparteiisches Schiedsgericht ausgesprochen worden, da er eine schwierige Beziehung zum ehemaligen FIA-Präsidenten Max Mosley hatte, der zum Zeitpunkt der WMSC-Verhandlung noch im Amt war. Am Verfahren selbst beanstandete Briatore, dass es fehlerhaft war, da es auf einem anonymen Zeugen aufgebaut war, der nicht namentlich genannt wurde. Außerdem beklagte er Aussagen eines WMSC-Mitglieds, wonach das Urteil schon vor dem Verfahren festgestanden haben soll. Sollte das Gericht in Paris den Beschluss des WMSC aufrecht erhalten, könnte Briatore auch seine Position als Mitbesitzer des englischen Zweitdivisionärs Queens Park Rangers verlieren, da die Liga strenge Regeln bezüglich des Leumunds von Teambesitzern hat.
© adrivo Sportpresse GmbH
Foto: Sutton
© www.KFZ.de 25112009
29. Sep, 2009
Kein Vertrag
Zunächst hieß es, Timo Glock sei vor seiner Fahrt auf Platz 2 in Singapur mitgeteilt worden, dass er im nächsten Jahr nicht für Toyota fahren werde. Mittlerweile stellte das Team klar: Man habe die Option auf Glock nicht gezogen. Das bedeute allerdings nicht, dass man nicht doch 2010 zusammenarbeiten könnte.
Timo Glock und sein Manager Hans Bernd Kamps strecken derweil die Fühler nach möglichen anderen Optionen und Teams aus. Das Problem bei Toyota ist bekannt: Erst im November entscheidet der Vorstand über das Budget des Teams und damit die Zukunft. Noch immer spekulieren viele Experten auf einen Ausstieg des Autoriesen aus der Formel 1.
Umso wichtiger ist Glocks zweiter Platz in Singapur, wo er noch einmal zeigen konnte, dass er ein Cockpit für 2010 verdient hat. “Die Verhandlungen laufen im Hintergrund immer weiter”, sagte er nach dem Rennen. “Mal schauen, was sich so tut in dieser Woche, schaden kann der zweite Platz auf keinen Fall.”
Der Fahrermarkt ist weiterhin wie eingefroren. Etwas Bewegung könnte rein kommen, wenn Ferrari am kommenden Wochenende tatsächlich Fernando Alonso als Neuzugang für die nächste Saison bestätigen sollte. Sicher ist das aber noch nicht. Gleichzeitig könnte ein möglicher Wechsel von Kimi Räikkönen zu McLaren für mehr Schwung auf dem Fahrerkarussell sorgen.
© adrivo Sportpresse GmbH
Foto: Sutton
© www.KFZ.de 29092009
28. Sep, 2009
Barrichello mit Bestzeit
Ein Jahr danach: Die Formel 1 ist zurück in Singapur. Eigentlich sollte dort die Erinnerung an den absichtlichen Unfall von Nelson Piquet Jr. im Premierenrennen 2008 vergessen gemacht werden. Doch das Gegenteil war der Fall: Neben den vielen Diskussionen rund um die Bestrafung von Renault am vergangenen Montag, klebte plötzlich wieder ein Renault in der Mauer: Romain Grosjean verlor in exakt der gleichen Kurve die Kontrolle über sein Auto wie Piquet vor einem Jahr.
Der Renault schlug erst rechts und dann links an der Mauer an, war nach dem Kontakt aber nicht so stark beschädigt wie das Piquet-Auto im ersten Singapur GP. Grosjean entschuldigte sich per Funk beim Team. Der Fauxpas sei ihm verziehen, immerhin war lange nicht klar, ob er wegen einer Erkrankung überhaupt würde fahren können. Das Training musste wegen des Unfalls für gut zehn Minuten unterbrochen werden, um das Auto zu bergen. Wie im letzten Jahr gab es an dieser Stelle keinen Kran, um den Wagen schnell von der Strecke zu heben.
Die Bestzeit des 1. Freien Trainings fuhr Rubens Barrichello, der sich um knapp zwei Zehntel gegen seinen Teamkollegen Jenson Button durchsetzte. Für Red Bull sah es zunächst einmal besser aus als in Monza: Mark Webber fuhr auf Platz 3 hinter das Brawn-Duo, Sebastian Vettel platzierte sich auf Rang 5. Zwischen die beiden Red Bull Fahrer schob sich Vorjahressieger Fernando Alonso. Die Top-8 komplettierten Heikki Kovalainen, Lewis Hamilton und Robert Kubica. Kimi Räikkönen war bester Ferrari-Pilot auf Rang 9.
BMW Sauber setzte zum ersten Mal ein neues Aerodynamikpaket samt neuem Getriebe ein. Dieses verursachte zunächst noch Probleme, danach konnten Kubica und Nick Heidfeld jedoch jeweils 15 Runden abspulen.
© adrivo Sportpresse GmbH
Foto: Sutton
© www.KFZ.de 28092009