Korea

Rennen durch Streit gefährdet

 

Bereits seit einiger Zeit gibt es Spekulationen, dass der erste Große Preis von Korea in diesem Jahr nicht stattfinden könnte. Bislang ging es um Probleme mit der Fertigstellung der Strecke. Das dementierten die Organisatoren mehrfach und auch Bernie Ecclestone betonte, dass die Strecke rechtzeitig fertig sein werde, damit der Grand Prix über die Bühne gehen kann.

“Aber wenn es Krieg gibt, werden wir natürlich nicht dort sein”, sagte Ecclestone in der Türkei noch scherzhaft. Mittlerweile werden die Sorgen um die Lage zwischen Nord- und Südkorea immer größer. Südkorea wirft Nordkorea einen Torpedoangriff auf ein Kriegsschiff vor. Bei dem Vorfall kamen 46 Menschen ums Leben. Ein hochrangiger nordkoreanischer Diplomat deutete sogar einen Krieg an.

Angeblich soll der Streckenbau angesichts der Spannungen der beiden Nachbarländer erneut ins Stocken geraten sein. Zudem sollen die Formel-1-Teams noch keine Flüge und Hotels endgültig gebucht haben. Sollte der Korea GP tatsächlich abgesagt werden, würde eine vierwöchige Pause vor den Rennen in Brasilien und Abu Dhabi entstehen.

© adrivo Sportpresse GmbH

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 07062010

BMW verkauft Sauber

Entlassungen ausgesprochen

 

Der Vertrag für den Verkauf des BMW Sauber Formel-1-Teams ist an die Bedingung geknüpft, dass das Team einen Startplatz für die Formel-1-Saison 2010 erhält. Dr. Klaus Draeger, im Vorstand der BMW AG zuständig für Entwicklung, sagte heute Morgen: “Wir sind sehr froh über diese Lösung. Damit ist die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Zukunft des Teams erfüllt. Unser Verhältnis zu Peter Sauber war immer ausgezeichnet und von höchstem Respekt geprägt. Wir möchten uns bei Peter Sauber und der ganzen Mannschaft für die exzellente Zusammenarbeit in den vergangenen vier Jahren ganz herzlich bedanken.”

Peter Sauber ergänzte: “Ich bin sehr erleichtert, dass wir diese Lösung gefunden haben. Damit können wir den Standort Hinwil und einen Großteil der Arbeitsplätze erhalten. Ich bin überzeugt, dass das neue Team eine sehr gute Zukunft in der Formel 1 haben wird, die sich derzeit mit neuen Rahmenbedingungen zugunsten der Privatteams verändert. Wir haben hier fähige, motivierte Mitarbeiter, und ich freue mich, mit ihnen gemeinsam die neue Herausforderung anzunehmen. Ich möchte mich bei BMW für vier gemeinsame, insgesamt sehr erfolgreiche Jahre bedanken.”

Der zunächst geplante Verkauf an Qadbak Investment Ltd. wird damit nicht vollzogen. Eine weitere Vereinbarung mit Peter Sauber sieht einen Stellenabbau von derzeit 388 auf rund 250 Mitarbeiter vor. Die Neuausrichtung des Teams und die Erfüllung zukünftiger Rahmenbedingungen machen dies notwendig. Deshalb wurden heute entsprechende Kündigungen ausgesprochen. Die BMW AG bedauert die Notwendigkeit des Stellenabbaus und wird bei der Umstrukturierung unterstützen. Auf Grund der genannten Neuausrichtung des Teams sind weitere Kündigungen in naher Zukunft zum heutigen Zeitpunkt nicht auszuschließen.

© adrivo Sportpresse GmbH

 

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 30112009

USF1 liegt weiter im Plan

Windsor erwartet schwieriges Debütjahr

Die Statusberichte der neuen Formel-1-Teams für 2010 mehren sich. Am Mittwoch veröffentlichte Lotus die ersten Bilder eines Windkanalmodells, am Donnerstag meldete sich mal wieder USF1-Sportdirektor Peter Windsor zu Wort. “Wir sind etwa dort, wo alle F1-Teams gerade sind”, sagte er zum Stand der Vorbereitungen gegenüber 422race.com.

Die meisten Designprozesse seien abgeschlossen, jetzt beginne man mit der Herstellung der ersten Teile. “Das Auto wird für die Testfahrten Anfang 2010 bereit sein.” Im Gegensatz zum letzten Winter steht für die Formel 1 kein großer Umbruch durch Regeländerungen bevor. “Die Änderungen sind nicht so einschneidend wie in diesem Jahr”, betont Windsor. “Es gibt nur kein Nachtanken mehr, das war es.”

Manor GP Technikchef Nick Wirth hofft trotzdem darauf, dass sein Team durch die Veränderung der Gewichtsverteilung Vorteile ziehen kann. Windsor sieht die Änderungen weniger dramatisch. “Ich glaube nicht, dass es für die neuen Teams dadurch einfacher wird – es wird vielleicht sogar schwieriger.” Denn es stehe eine steile Lernkurve vor den neuen Rennställen. Während die Etablierten auf ihren Erfahrungen aus diesem Jahr aufbauen können, müssen die neuen Teams bei null beginnen.

“Aber es ist gut, dass es keine anderen Regeln für die neuen Teams gibt”, lehnt Windsor eine Zweiklassengesellschaft ab. “Wir wollten immer unter dem gleichen technischen Reglement wie alle anderen auch antreten. Klar, das wird sehr schwierig für uns und wir machen uns keine Illusionen, dass es einfach wird.” Ein zusätzliches Problem waren die politischen Spielchen, die dazu führten, dass das neue Concorde Agreement erst im August unterzeichnet wurde.

“Dadurch hatten wir nur sehr wenig Zeit, um alle Aspekte des Teams zusammenzuführen”, sagt Windsor, der gleichzeitig aber betont, dass man die Hausaufgaben gut gemacht und sich bereits seit fünf Jahren auf das Projekt vorbereitet habe. “Ich hoffe, dass wir ein gutes Auto haben werden, das – trotz der veränderten Gewichtsverteilung – einfach zu fahren ist, aber mehr kann ich nicht sagen. Wir werden einfach versuchen, gute Arbeit abzuliefern.”

© adrivo Sportpresse GmbH

 

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 15102009

Montezemolo fordert Veränderungen

Drei Autos sollen her

Die FOTA ist mittlerweile eine Allround-Organisation: Sie verbindet die Formel-1-Teams unter einem Dach, sie entwirft Regeln, sie setzt sich für die Zukunft der Formel 1 ein und sie organisiert sogar Seminare. Zum Jahresende soll in einem solchen Seminar mit Medienvertretern, Sponsoren und Streckenbetreibern über die Zukunft der Königsklasse diskutiert werden.

Ferrari- und FOTA-Präsident Luca di Montezemolo erhofft sich dabei wertvolle Erkenntnisse und vor allem Veränderungen. “Der Zuschauerrückgang in Monza zeigt, dass es Veränderungen geben muss – keine langweiligen Grand Prix und Polemik mehr”, forderte di Montezemolo auf der Automobil Ausstellung in Frankfurt.

Auch sein Lieblingsthema, ein drittes Auto für die Topteams, brachte di Montezemolo wieder zur Sprache: “Es muss für die Topteams die Möglichkeit bestehen, ein drittes Auto für berühmte oder junge Fahrer einzusetzen.” So will er sich die Möglichkeit offen halten, Michael Schumacher ins Cockpit zurück zu bringen und die Zuschauerresonanz zu erhöhen. Norbert Haug sieht das anders: “Keiner von uns hat Interesse daran, ein drittes Auto einzusetzen. Ich denke, alle wissen, warum.”

© adrivo Sportpresse GmbH

 

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 17092009

Ecclestone beim Krisengipfel

FOTA trifft auf FIA

Seit Sonntag drohte jeden Tag ein anderes Formel-1-Team mit einem Ausstieg, sollte die von Max Mosley vorgeschlagene Zweiklassen-F1 tatsächlich kommen. Nach Toyota schlossen sich Red Bull, Ferrari und Renault den Drohgebärden an. Indirekt kündigte Mario Theissen bereits vor dem Spanien GP an, dass eine Zweiklassengesellschaft für BMW nicht attraktiv sei und man dann die Teilnahme überdenken müsse. Am Freitag kommt es zum Gipfeltreffen: Die FOTA-Vertreten treffen sich in London mit FIA-Präsident Mosley und F1-Boss Bernie Ecclestone.
“Der Schlüssel zur Formel 1 ist Ferrari”, sagte Ecclestone gegenüber britischen Medien. “Sie sind seit 60 Jahren dabei und unsere Partner.” Damit widerspricht Ecclestone der Ansicht von Eddie Jordan, der glaubt, dass die Formel 1 heutzutage weniger von Ferrari lebt als vielmehr Ferrari von der Formel 1. “Es ist ihr einziges Marketingwerkzeug”, sagte der Ire. Ecclestone glaubt hingegen, dass alles von Ferrari abhängt. “Wenn wir das lösen, wird alles okay sein”, meinte er.

Enzo Ferraris Sohn Piero Ferrari unterstützte derweil die Drohungen von Luca di Montezemolo. “Das heutige Image von Ferrari wurde bei Siegen bei den 24 Stunden von Le Mans und Sport- sowie GT-Rennen geboren”, sagte er dem Guardian . Diese Ursprünge dürfe man nie vergessen. Ebenso wenig die Androhungen seines Vaters 1986 in die Indycar Serie zu wechseln. “Er hat nicht geblufft”, meinte Piere Ferrari. “Es war ihm ernst, so wie uns.” Alternativen scheinen jedoch keine zu existieren und das Schreckgespenst einer eigenen Rennserie erscheint angesichts der Wirtschaftslage ein unglaubwürdiges Argument zu sein.

© adrivo Sportpresse GmbH

 

 

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 15052009