2. Training – Bestzeit für Premat

Mercedes kontert

 

Audi setzte seine gute Form vom Freitagstraining am Samstagvormittag fort. Alexandre Premat erzielte im 2. Freien Training die Bestzeit vor Bruno Spengler, Maro Engel, Timo Scheider und Oliver Jarvis.

Ralf Schumacher landete in seiner C-Klasse auf dem 10. Platz. Der Ex-F1-Pilot lag kurzfristig sogar in den Top-5. David Coulthard fuhr bei seinem zweiten Training auf dem Norisring die zwölftbeste Zeit.

Der Start des 2. Freien Trainings am Samstagvormittag wurde wegen eines losen Kanaldeckels um einige Minuten verschoben. Bereits im letzten Jahr gab es Probleme mit Kanaldeckeln. Damals wurde Markus Winkelhocks Audi bei einem Zwischenfall schwer beschädigt.

© adrivo Sportpresse GmbH

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 05072010

Schumachers Problem sind die Reifen

Nachholbedarf

 

Mit dem ersten Europarennen in Barcelona beginnt auch für Michael Schumacher die Saison von Neuem. Ein neues Aerodynamikpaket (kein komplett neues B-Auto), ein längerer Radstand und ein anderes Chassis sollen dem Rekordweltmeister auf die Sprünge helfen. Sein Chassis der ersten vier Rennen wurde bei mehreren Gelegenheiten von Bahrain bis China beschädigt und in Übersee nur notdürftig repariert. In Barcelona fährt er mit dem Testchassis, das ebenfalls schon Schäden davon getragen hat, aber besser repariert werden konnte.

Problem: Reifen

 

Sein größtes Problem war aber nicht das Chassis, sondern die Reifen. Die Formel 1 und gerade die Reifen haben sich in den drei Jahren ohne Schumacher verändert. Der Rekordchampion ist wieder eine Art Lehrling. “So wird das im Moment ausgelegt, vielleicht kann man das auch so bezeichnen”, sagt er der FAZ. “Denn es gibt definitiv Bereiche, in denen ich am Anfang stehe, wo ich dazulernen muss, weil ich die nötige Erfahrung in den vergangenen drei Jahren nicht machen konnte.”

Beim Analysieren des Autos habe er keinen Nachholbedarf. “Ich konnte schon bei den Wintertests relativ frühzeitig erkennen, wo unsere Hauptprobleme liegen”, verrät Schumacher. Auf diesem Gebiet müsse er nichts dazulernen. “Die schmaleren Vorderreifen, die Reifen für trockene Pisten und die Regenreifen kannte ich allerdings nicht.” Jeder Fahrer müsse lernen, wie sie sich unter den verändernden Bedingungen verhalten. “Da haben die Kollegen einen gewissen Vorsprung.”

Problem: Fahrstilanpassung

 

Das führt dazu, dass Schumacher in den Freitagstrainings noch nicht vorhersehen kann, wie sich der Reifen im Rennen entwickeln wird. “Früher war es für mich selbstverständlich, vorausplanen zu können, eine Ahnung zu haben, wie das Feintuning auszusehen hat”, erinnert er sich. “Da habe ich momentan noch ein Manko.” Die Erfahrungen der Wintertests helfen ihm dabei nicht. Im Februar herrschten niedrigere Temperaturen und das Testprogramm sah viele andere Dinge vor. “Insofern fängt man beim ersten Rennwochenende fast bei null an und muss dann schauen, wo die Reise hingeht.”

Hinzukommen unterschiedliche Asphaltbeläge auf den verschiedenen Strecken, die den Reifen immer anders fordern. “Bei dieser Arbeit muss ich mich immer wieder hinterfragen: Triffst du die richtige Abstimmung, was kann ich besser machen? Wie könnte oder müsste ich meinen Fahrstil ändern?” Daran arbeitet Schumacher noch.

© adrivo Sportpresse GmbH

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 11052010

Öldruckwarnung bei Kovalainen

Lotus zufrieden

 

Auf dem Papier hört es sich nicht so an, als ob Lotus nach dem Freitagstraining viel Grund zur Freude hätte. Jarno Trulli verlor im ersten Training einen Teil seines Frontflügels, Heikki Kovalainen musste seinen Lotus gegen Ende des zweiten Trainings mit einer Öldruckwarnmeldung abstellen und beide Fahrer hatten Probleme, genügend Grip zu finden.

Trotzdem klingen die Zusammenfassungen beider Fahrer positiv. “Es war ein problemfreier Tag, hoffentlich geht es das ganze Wochenende so weiter”, sagte Jarno Trulli. Sein Teamkollege ergänzte: “Heute war gut, abgesehen von dem kleinen Problem am Ende, das nichts Großes ist.”

Aber was ist es? “Der Motor schaltete sich selbst ab, weil wir eine Öldruckwarnung hatten”, erklärt Kovalainen. “Aber wir konnten unser ganzes Programm absolvieren und sollten für das Rennen gut gerüstet sein.” Auch Technikchef Mike Gascoyne sieht keine Probleme. “Es war ein zufrieden stellender Tag, wir haben mit beiden Autos alles erreicht.” Das Leben am Ende des Feldes kann so schön sein.

© adrivo Sportpresse GmbH

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 19042010

Williams bringt neue Teile

Besser abschneiden

 

Nico Hülkenberg hatte nicht viel Zeit, um sich von seinem GP-Debüt in Bahrain zu erholen oder über das Ergebnis zu ärgern. Kaum war er aus der Wüste zurück, ging es schon wieder in die Fabrik, wo er im Williams-Simulator den ihm unbekannten Kurs in Melbourne lernte und sich mit seinen Ingenieuren durch die gesammelten Daten wühlte.

“Bahrain war nicht gerade das beste Rennen für mich”, gesteht der Deutsche. “Aber es gab einiges positive Dinge, die ich mitnehmen konnte und die zeigten, woran wir noch arbeiten müssen.” In Australien hofft er dank der Lektionen aus Bahrain auf ein erfolgreicheres Wochenende. “Daran hat das Team seit unserer Rückkehr gearbeitet.

Das bestätigt Technikchef Sam Michael: “Wir haben einige Verbesserungen für den FW32 im Gepäck, die wir im Freitagstraining ausprobieren werden.” Zudem freut er sich darauf, herauszufinden, wie das Kräfteverhältnis auf einer gänzlich anderen Strecke als Bahrain aussehen wird.

“Wir hatten in Bahrain kleinere Probleme”, gestand Rubens Barrichello, “aber die haben wir für Australien behoben. Ich bin zuversichtlich, dass wir ein starkes Rennen erleben werden.”

© adrivo Sportpresse GmbH

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 30032010

Glock nicht beim Brasilien GP

Glock von Kobayashi ersetzt

Timo Glock wird auch am Rennen in Brasilien nicht im Cockpit sitzen. Der Odenwälder laboriert noch immer an den Verletzungen die er sich bei seinem Unfall im Qualifying in Suzuka zugezogen hat. Bei medizinischen Checks in Deutschland wurde jetzt festgestellt, dass sich der Toyota-Fahrer einen Rückenwirbel gerissen hat. Die Ärzte gaben ihm daher ein Startverbot für das Rennen in Brasilien.

“Jeder im Team ist enttäuscht und fühlt mit Timo”, sagte John Howett. “Wir wünschen ihm eine schnelle Genesung. Nach der ersten Diagnose dachten wir ernsthaft daran, dass er in Brasilien zurück sein würde. Aber leider kam noch eine andere Verletzung zutage, die dies nicht möglich macht. Er wird in Deutschland bleiben, um sich zu erholen und wir hoffen, dass er rechtzeitig für Abu Dhabi wieder gesund wird.”

Ersetzt wird Glock vom dritten Piloten im Team, dem Japaner Kamui Kobayashi. Er war auch in Suzuka schon im Freitagstraining im Einsatz, da sich Glock dort noch von einer Krankheit erholte. “Kamui war die natürliche Wahl für den Ersatz und er hat in Suzuka bewiesen, dass er ganz ordentlich zu Werke geht”, erklärte Howett weiter. “Es wird eine schwierige Aufgabe für ihn, aber er kennt das Team und wir wissen, dass er hoch motiviert ist, um das Beste aus dieser unerwarteten Möglichkeit zu machen.”

© adrivo Sportpresse GmbH

 

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 12102009