Kovalainen bleibt bei Lotus

Kein Wechsel

 

Heikki Kovalainen fühlt sich beim neuen Lotus Team wohler als in den letzten beiden Jahren beim Spitzenteam McLaren. “Ich habe die Dinge viel mehr unter Kontrolle als bei McLaren”, verriet der Finne gegenüber formula1.nl. “Ich bin bei jedem Rennen zu 100 Prozent sicher, welches Setup ich benötige und die Ingenieure verstehen mich und glauben an mich.” Der einmalige GP-Sieger wird auch 2011 für Lotus fahren. Sein Teamkollege könnte jedoch wechseln, da Jarno Trulli zum Saisonende aufhören könnte, um einem jüngeren Fahrer Platz zu machen.

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Lotus schließt zur Konkurrenz auf

Bester Neueinsteiger

 

Trulli setzte während allen drei Sessions auf die harten Reifen, während Kovalainen mit den Weichen startete. Mit einer Zeit von 1:30.237 Minuten reihte sich der Italiener auf Platz 19 ein. “Nach einem schwierigen Tag bin ich mit dem Ergebnis recht zufrieden. Heute Morgen hatte ich Probleme und konnte nicht die komplette Zeit nutzen, um den Fokus auf das Setup zu legen. Mit den beiden harten Reifensätzen fühlte sich das Fahrverhalten sehr rutschig an. Insbesondere beim Anbremsen”, erklärte Trulli. Nach der Umstellung seines Fahrstils, holte er dennoch das Beste heraus. “Wir sind heute das beste neue Team”, freute sich Trulli über sein Resultat.

Nachdem Trulli mit der härteren Reifenwahl die schnelleren Zeiten fuhr, wechselte auch Kovalainen auf diese Mischung. Die Entscheidung zahlte sich aus. Beide Lotus-Piloten sind nach dem Qualifying in Istanbul näher an der Konkurrenz als jemals zuvor. Mit einer Zeit von 1:30.519 Minuten stellte Kovalainen den Boliden auf dem 20. Platz ab. “Die erste Session auf den weichen Reifen war wahrscheinlich die falsche Entscheidung. Die zweite Session mit den harten Reifen war wesentlich besser. Das Auto war in den schnellen Kurven um einiges stabiler und die Balance stimmte ebenso”, so ein zufriedener Kovalainen. Der Finne hofft im Rennen mit den vorderen Teams mithalten zu können.

Auch der Technische Direktor, Mike Gascoyne, ist zufrieden mit der Leistung seines Teams. “Ich bin sehr erfreut über unsere Perfomance im Qualifying. Heute Morgen waren wir uns mit der Reifenwahl noch nicht sicher. Wir dachten, dass das Auto auf harten Reifen stabiler sei. Das zahlte sich aus, womit wir in Q1 nur noch 3,2 Sekunden von Red Bull entfernt waren. Das zeigt, dass wir im Vergleich zum Beginn der Saison, einen enormen Fortschritt gemacht haben”, sagte Gascoyne.

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Lotus jubelt trotz Doppelausfalls

Grün wie die Hoffnung

 

Ein technischer Defekt und ein Unfall. Eigentlich ist das keine Bilanz, auf die ein Formel-1-Team besonders stolz sein kann. Lotus jubelte nach dem Doppelausfall von Monaco trotzdem. “Das war unsere stärkste Leistung im Vergleich zum Mittelfeld”, freute sich Technikdirektor Mike Gascoyne. Besonders Heikki Kovalainen konnte mit seinem Duell gegen Vitaly Petrov im Renault für Freude sorgen.

“Ich konnte beinahe mit dem Renault mithalten”, so der Finne. “Ich gab alles und das Auto fühlte sich fantastisch an – die Balance war richtig gut.” Dann spürte er jedoch eine Veränderung an seinem Auto. Die Lenkstange war kaputt. “In den Rechtskurven und selbst im Tunnel musste ich voll einlenken. Irgendwann war es nicht mehr sicher und in Monaco darf man kein Risiko eingehen.”

Spektakuläres Aus für Trulli

 

Dennoch war er glücklich. “Wir haben gezeigt, dass wir das Beste der neuen Teams sind und wir nah an der nächsten Gruppe dran sind.” Teamchef Tony Fernandes verspricht sich von den neuen Teilen für den Türkei GP einen weiteren Schub. “Hoffentlich kehrt dann auch Jarnos Glück zurück.”

Jarno Trulli schied in Monaco kurz vor Schluss mit einer Kollision aus. “Es war kein tolles Wochenende für mich”, sagte er. Nach einem Problem mit dem Schlagschrauber beim Boxenstopp fiel er hinter Karun Chandhok zurück. Beim Versuch den Inder zu überholen, krachte es in Rascasse. “Es war ein Rennunfall”, sagte Trulli. “Er ließ etwas Platz und ich versuchte, vorbeizukommen – aber wir berührten uns.” Danach flog Trullis Lotus spektakulär über den HRT. Beide Fahrer blieben unverletzt.

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Lotus auf alles vorbereitet

Gut in langsamen Ecken

 

Lotus ist so gut es geht für den ersten Monaco GP des neuen Teams vorbereitet. “Wir haben vielleicht nicht so viel Ausrüstung wie die etablierten Teams”, sagt Graham Watson, “aber wir haben alles eingepackt, was wir an diesem Wochenende brauchen könnten.” Dazu zählt auch eine Notwerkstatt für Reparaturen an den Autos. “Hoffentlich brauchen wir die nicht, aber bei der Natur der Strecke gehört das dazu.”

Mike Gascoyne glaubt, dass sich sein Team in Monaco okay schlagen wird. “Wir sind in den langsamen Sektoren gut und unsere beiden Fahrer haben viel Erfahrung mit den Bodenwellen und dem Verkehr.” Ganz besonders Jarno Trulli, der 2004 sogar schon im Fürstentum gewonnen hat.

“Egal ob man hier herumläuft oder fährt, man kann die Spannung spüren”, sagt Trulli. “Jeder Fahrer der Welt möchte hier gewinnen.” Einfach sei das nicht. “Es ist wichtig, sich auf das Rennen zu konzentrieren. Hier steht man stark unter Druck, aber damit muss man umgehen.”

Heikki Kovalainen freut sich darauf, denn in Barcelona kam er wegen eines Getriebeproblems gar nicht zum Fahren. “So konnte ich die Chance nicht nutzen, unsere Fortschritte mit den neuen Updates auszuspielen”, sagt er. “Also freue ich mich darauf, hier wieder zu fahren und anzugreifen.”

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Guter Auftakt für Lotus in Spanien

Ein bisschen Glück

 

Das Lotus Team brachte für das Rennen in Spanien einige Upgrades mit, die zwar nicht die Welt aus den Angeln gehoben haben, aber Jarno Trulli und Heikki Kovalainen näher zum Mittelfeld brachten. Daher zeigten sich beide Fahrer auch zufrieden nach der ersten Bestandsaufnahme am Freitag. Trulli erreichte in beiden Trainings Platz 19, jedoch gelang am Nachmittag eine Zeitverbesserung auf 1:24.209 Minuten, was einen Rückstand von 4.2 Sekunden auf die Spitze bedeutete.

“Erster Tag zurück im Auto und ich bin wirklich zufrieden mit den Fortschritten”, sagte Jarno Trulli. “Gleich als ich mit dem Auto das erste Mal auf die Strecke gegangen bin habe ich gemerkt, dass wir wirklich einen großen Schritt nach vorn gemacht haben. Wir konnten einige Probleme lösen. Ich freue mich auch für alle im Team, dass sich die Anstrengungen bezahlt machen.” Am Nachmittag wurden dann vor allem die Reifen getestet. “Alles was mir jetzt noch fehlt ist ein bisschen Glück und ein problemfreies Wochenende.”

Heikki Kovalainen legte im ersten Freien Training eine längere Pause in der Box ein, meinte aber es hätte keine größeren Probleme gegeben, abgesehen von festhängenden Gaspedal. Am Ende 17 Runden und der 18. Platz am Morgen. “Das erste Training lief gut und die Updates machen mir Mut. Sie haben gleich funktioniert, so wie wir es erhofft hatten. Das Auto fühlt sich sehr gut an beim Fahren, es liegt besser besonders bei hoher Geschwindigkeit.” Zudem freute sich der Finne über zahlreiche Fans an der Strecke, besonders die mit blauem Kreuz auf weißem Grund.

“Am Nachmittag lief es auch gut, wir müssen noch ein bisschen was Aussortieren, aber mit beiden Reifenmischungen lief es gut und ich denke die Upgrades funktionieren damit können wir zufrieden sein.”

Mike Gascoyne meinte unterdessen, dass es für den ersten Tag nicht schlecht lief, aber mit ein wenig mehr Arbeit und Gewöhnung ans neue Paket noch einiges mehr drin sei. “Die Fahrer waren mit den Neuerungen zufrieden. Wir haben einige Anpassungen vorgenommen, um die Autos über den Tag hinweg Schritt für Schritt zu verbessern. Mit dem neuen Paket können wir noch einiges an Zeit gut machen, morgen werden wir auf die Leistung von heute aufbauen.”

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