Kovalainen bleibt bei Lotus

Kein Wechsel

 

Heikki Kovalainen fühlt sich beim neuen Lotus Team wohler als in den letzten beiden Jahren beim Spitzenteam McLaren. “Ich habe die Dinge viel mehr unter Kontrolle als bei McLaren”, verriet der Finne gegenüber formula1.nl. “Ich bin bei jedem Rennen zu 100 Prozent sicher, welches Setup ich benötige und die Ingenieure verstehen mich und glauben an mich.” Der einmalige GP-Sieger wird auch 2011 für Lotus fahren. Sein Teamkollege könnte jedoch wechseln, da Jarno Trulli zum Saisonende aufhören könnte, um einem jüngeren Fahrer Platz zu machen.

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Kovalainen

Musste früh bremsen

 

Es war die Schrecksekunde des Rennens: Mark Webber fuhr auf Heikki Kovalainens Lotus auf, überschlug sich und flog in die Reifenstapel. “Ich bin okay und ich bin sehr glücklich, dass Mark okay ist”, sagte Kovalainen nach dem Rennen. “Es hätte nicht passieren dürfen, aber es ist passiert.”

Den großen Speedunterschied zwischen Lotus und Red Bull wollte Kovalainen nicht für den Unfall verantwortlich machen. Trotzdem sagte er: “Ich glaube, Mark war überrascht, wie früh ich für die Kurve bremsen musste.”

Kovalainen habe seine Position verteidigt, weil es ein normaler Zweikampf gewesen sei. “Aber er war sich wohl nicht sicher, welchen Weg er nehmen sollte und in dem Moment bremste ich und er hatte keine Chance, um zu reagieren.”

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Europa GP

Vettel gewinnt, Webber mit Überschlag

 

Fünf Rennen lang musste Sebastian Vettel auf seinen zweiten Saisonsieg warten. In Valencia war es endlich so weit: Von der Pole Position fuhr der Red Bull Pilot einen nur in der ersten Runde gefährdeten Sieg ein. Sein Teamkollege Mark Webber hatte hingegen Glück im Unglück: Der Australier überstand einen Horror-Überschlag unverletzt.

Webber erwischte eine katastrophale erste Runde und fiel von Platz 2 bis auf Platz 9 zurück. Nach seinem Boxenstopp lag er hinter dem Lotus von Heikki Kovalainen, auf den er beim Überholversuch auffuhr, an dessen Hinterrad aufstieg und sich überschlug. In der Luft kollidierte Webber noch während des Überschlags mit einer Werbebande und flog dann ungebremst nach dem Aufschlag in die Reifenstapel. Webber befreite sich jedoch selbst aus dem Wrack und kletterte aus dem Auto. Im Medical Centre wurden keine Verletzungen festgestellt.

Vettel fuhr derweil zu einem sicheren Sieg. In den letzten Runden kam Hamilton zwar noch einmal näher, aber da schonte der Deutsche bereits das Auto. Nur am Start musste er kurz zittern. Lewis Hamilton erwischte den besten Start, zog an Webber vorbei und griff in der ersten Kurve auch Vettel an – dort war jedoch kein Platz, die beiden berührten sich leicht und Hamiltons Frontflügel nahm Schaden. Vettel schlitterte haarscharf an der Mauer entlang, blieb aber in Führung. Dahinter schnappten sich sechs weitere Fahrer Webber. Die Profiteure des Starts waren Fernando Alonso und Felipe Massa, die sich auf 3 und 4 schoben.

Doch die rote Herrlichkeit endete bei der Safety Car Phase wegen des Webber Unfalls. Alonso und Massa kamen eine Runde zu spät an die Box, mussten dabei an der Boxenausfahrt warten und das Feld vorbeiziehen lassen – ähnliches ereilte auch Michael Schumacher nach seinem ersten Boxenstopp. Für die Ferrari-Fahrer waren die Postchancen damit erledigt.

Der Grund für den vermasselten Boxenstopp war Lewis Hamilton. Alonso fluchte im Boxenfunk, dass der McLaren-Pilot direkt vor beiden Ferrari das Safety Car unerlaubt nach der zweiten Safety Car Linie überholt habe – die Ferrari schafften das nicht mehr und verloren damit viel Zeit. Hamilton kassierte für sein Manöver eine Drive Through Strafe, schaffte es aber, wieder auf Platz 2 auf die Strecke zurückzukehren. Eine weitere Safety Car Phase verhinderte ein mutiger Streckenposten, der eine Glasflasche von der Strecke entfernte.

Hinter dem Podesttrio Vettel, Hamilton und Button belegte Rubens Barrichello einen starken vierten Platz – vor Robert Kubica, Adrian Sutil, Kamui Kobayashi, Sebastien Buemi, Fernando Alonso und Pedro de la Rosa.

Kobayashi stoppte erst vier Runden vor Rennende und lag bis dahin sogar auf Platz 2. In der letzten Runde überholte er mit frischen, weichen Reifen Fernando Alonso im Ferrari. In der letzten Kurve überholte er sogar noch Buemi. Nach Rennende werden noch Zwischenfälle betreffend der Fahrer Button, Barrichello, Hülkenberg, Kubica, Petrov, Sutil, Liuzzi, Buemi und De La Rosa untersucht.

Bei allen geht es um die In Lap bei der Safety Car Phase. Die Mercedes-Piloten belegten die Plätze 13 für Nico Rosberg (der durch einen Ausrutscher in der ersten Runde viele Plätze verlor) und 16 für Schumacher (der bei seinem ersten Boxenstopp in der SC-Phase an der Ampel anhalten musste).

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Lotus schließt zur Konkurrenz auf

Bester Neueinsteiger

 

Trulli setzte während allen drei Sessions auf die harten Reifen, während Kovalainen mit den Weichen startete. Mit einer Zeit von 1:30.237 Minuten reihte sich der Italiener auf Platz 19 ein. “Nach einem schwierigen Tag bin ich mit dem Ergebnis recht zufrieden. Heute Morgen hatte ich Probleme und konnte nicht die komplette Zeit nutzen, um den Fokus auf das Setup zu legen. Mit den beiden harten Reifensätzen fühlte sich das Fahrverhalten sehr rutschig an. Insbesondere beim Anbremsen”, erklärte Trulli. Nach der Umstellung seines Fahrstils, holte er dennoch das Beste heraus. “Wir sind heute das beste neue Team”, freute sich Trulli über sein Resultat.

Nachdem Trulli mit der härteren Reifenwahl die schnelleren Zeiten fuhr, wechselte auch Kovalainen auf diese Mischung. Die Entscheidung zahlte sich aus. Beide Lotus-Piloten sind nach dem Qualifying in Istanbul näher an der Konkurrenz als jemals zuvor. Mit einer Zeit von 1:30.519 Minuten stellte Kovalainen den Boliden auf dem 20. Platz ab. “Die erste Session auf den weichen Reifen war wahrscheinlich die falsche Entscheidung. Die zweite Session mit den harten Reifen war wesentlich besser. Das Auto war in den schnellen Kurven um einiges stabiler und die Balance stimmte ebenso”, so ein zufriedener Kovalainen. Der Finne hofft im Rennen mit den vorderen Teams mithalten zu können.

Auch der Technische Direktor, Mike Gascoyne, ist zufrieden mit der Leistung seines Teams. “Ich bin sehr erfreut über unsere Perfomance im Qualifying. Heute Morgen waren wir uns mit der Reifenwahl noch nicht sicher. Wir dachten, dass das Auto auf harten Reifen stabiler sei. Das zahlte sich aus, womit wir in Q1 nur noch 3,2 Sekunden von Red Bull entfernt waren. Das zeigt, dass wir im Vergleich zum Beginn der Saison, einen enormen Fortschritt gemacht haben”, sagte Gascoyne.

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3. Freies Training

Vettel in letzter Sekunde vorne

 

Sebastian Vettel ließ nicht locker, kämpfte bis zuletzt und schnappte sich bereits nach Ablaufen der Zeit die Bestzeit des 3. Freien Trainings in der Türkei. In 1:27.086 Minuten fuhr der Red Bull Pilot ohne F-Kanal knapp drei Zehntel schneller als sein bester Verfolger, Nico Rosberg. Für Vettel war es bereits der zweite Anlauf mit weichen Reifen, um die bis dahin geltende Bestzeit von Lewis Hamilton zu schlagen.

Hamilton musste sich am Ende mit Position 3 hinter Vettel und Rosberg begnügen. Mark Webber komplettierte die ersten Vier mit viereinhalb Zehnteln Rückstand auf die Zeit seines Teamkollegen. Wie Vettel versuchte er in den Schlussminuten einen Angriff mit weichen Reifen, erwischte aber keine perfekte Runde – gleich mehrmals fuhr er neben die Strecke, hatte sogar einen Dreher. Die Top-8 komplettierten Robert Kubica, Fernando Alonso, Michael Schumacher und Jenson Button.

Viele Probleme am Morgen

 

Das letzte Training erlebte einige Zwischenfälle. Das erste Problem hatte Heikki Kovalainen schon kurz nach dem Start der Session. Der Lotus-Pilot klagte im Funk abermals über ein Getriebeproblem und schlich an die Box zurück. Wenig später das gleiche Bild bei Adrian Sutil: Der Force India Fahrer schleppte sein Auto mit einem Hydraulikproblem an die Box zurück.

Da aller schlechten Dinge bekanntlich drei sind, rollte kurz darauf auch Mark Webber im Red Bull im Notprogramm an die Box zurück. Der Wagen des Australiers nahm aufgrund eines Hydraulkproblems kein Gas an. Im Gegensatz zum Motorschaden am Freitag war sein Training nicht vorzeitig beendet. Wie Sebastian Vettel fuhr auch Webber ohne den F-Kanal, den Red Bull in Montreal das nächste Mal ausprobieren möchte.

Die spektakulärste Aktion des 3. Trainings lieferte Lewis Hamilton ab. Der Brite legte einen High-Speed-Dreher auf den Asphalt, bremste sich seinen Reifen platt und blieb im Kiesbett stecken. Nachdem ihm die Streckenposten aus dem Kies befreit hatten, humpelte er mit dem havarierten McLaren an die Box zurück.

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