Kovalainen

Schlechter als Minardi

 

Heikki Kovalainen ist mit seiner Saisonvorbereitung und seinem neuen Auto zufrieden. Natürlich hätte er gerne noch mehr Testtage gehabt und natürlich würden ihm mehr Downforce und ein schnelleres Auto besser gefallen. Aber Teamchef Tony Fernandes machte eine Verbesserung von fünf Sekunden zwischen dem ersten Test in Jerez und dem letzten in Barcelona aus. Er sagt: “Wir sind 3,5 Sekunden hinter dem schnellsten Auto.”

Trotzdem scheint Kovalainen noch mehr Verbesserungspotenzial zu sehen. So sagte der Finne der Turun Sanomat, dass der Lotus T127 vergleichsweise schlechter sei als der Minardi, den er als 22-jähriger im Jahr 2003 in Vallelunga testen durfte.

“Ein Vergleich ist schwierig, weil die Reifen ganz anders sind”, sagte Kovalainen. “Aber der Lotus hat aerodynamisch wahrscheinlich mehr Rückstand als die Minardi damals, wenn man sie mit den Topautos vergleicht.” Das soll sich jedoch schon bald ändern. Für den Spanien GP ist das nächste Aerodynamikpaket geplant, das Lotus weiter nach vorne bringen soll.

© adrivo Sportpresse GmbH

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 02032010

Neuer Lotus T127 vorgestellt

Das nächste neue Auto

 

Am Freitagabend präsentierte Lotus Racing in London den neuen Lotus Cosworth T127 mit dem das Team die Formel-1-Saison 2010 bestreiten wird. Vor 500 geladenen Gästen enthüllten Teamchef Tony Fernandes, Technikchef Mike Gascoyne und die Fahrer Jarno Trulli, Heikki Kovalainen und Fairuz Fauzy den ersten Lotus F1-Boliden seit Anfang der 90er Jahre.

Wie beim Rollout am Dienstag präsentierte sich der T127 in einer grün-gelben Lackierung, die an die traditionelle Farbgebung der Lotus Boliden aus den 50er und 60er Jahren angelehnt ist. “Ich bin extreme stolz, heute hier zu sein und der Welt die Früchte unserer harten Arbeit der letzten fünf Monate zu zeigen”, sagte Fernandes. Für den Teamchef und Airline-Besitzer ist es ein kleines Wunder, wie binnen fünf Monaten aus dem Nichts ein Rennauto und ein voll motiviertes Team entstehen konnten.

“Wir haben gleich zwei Meilensteine erreicht”, so Fernandes. “Wir haben unseren Startplatz bestätigt und unser Auto enthüllt, aber jetzt beginnt die richtige Arbeit.” Schon in der kommenden Woche bestreitet Lotus in Jerez die erste Testwoche mit dem neuen Auto. Die Lotus-Hospitality ist bereits im Paddock aufgebaut. “Ich bin zuversichtlich, dass das Team die Erwartungen erreichen wird”, erwartet Fernandes eine Welle der Unterstützung, die sein Team in der Debütsaison tragen soll.

“Die letzten Monate waren die größte Herausforderung meiner Karriere”, sagte Technikchef Mike Gascoyne, der unter anderem schon für Renault und Toyota gearbeitet hat. “Ich bin glücklich, dass wir diesen Punkt erreicht haben und dieses wundervolle Auto ist eine tolle Basis für die Saison, die wir mit einer Siegermentalität angehen möchten. Jetzt beginnt der harte Teil, aber alle im Team sind bereit dafür.”

© adrivo Sportpresse GmbH

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 14022010

McLaren ist nicht alles, was Kovalainen kann

Mit Lotus und Einsatz wieder nach oben

 

Heikki Kovalainen musste in den letzten zwei Jahren zurecht viel Kritik einstecken, doch unterkriegen lassen will er sich von ihr noch lange nicht. Lotus gibt dem 28-Jährigen neben Jarno Trulli eine Chance seinen Ruf wieder her zu stellen und Kovalainen will sie nutzen, gerade weil Lotus ein Neueinsteiger-Team ist.

“Was die Leute so denken interessiert mich an sich nicht. Ich habe nicht das Beste mit McLaren zu Stande gebracht, aber ich glaube auch nicht, dass es Bereich gibt in denen ich mich besonders verbessern muss”, sagte Kovalainen gegenüber The Sun. “Einige meinen ich wäre zwar gut in der Qualifikation, aber nicht im Rennen, aber das war nur der Fall als ich für McLaren gefahren bin. In meiner Zeit mit Renault konnte ich eine viel bessere Rennperformance zeigen – ich denke ich konnte aus dem Renault mehr heraus kitzeln, als es mir mit dem McLaren gelungen ist.”

Das Tony Fernandes ihm eine Chance gegeben hat, obwohl den Finnen schon viele abgeschrieben haben, will er mit guter Leistung und viel Einsatz zurück zahlen, auch wenn das Team bei den ersten beiden Tests nicht dabei sein wird. Es müssen erst noch genügend Teile hergestellt werden. “Wenn was schief läuft, dann wäre der Test vorbei. Beim dritten Test können wir Druck machen, weil wir wissen, dass Ersatz da ist, wenn etwas passiert. Ich denke das Auto wird von Beginn an recht zuverlässig sein. Dann muss sich nur noch zeigen wie leistungsstark es ist. Mein Ziel bei Lotus ist es, das Beste aus dem Auto und aus dem Team heraus zu holen. Ich sehe keinen Grund warum keine guten Resultate kommen sollten.”

© adrivo Sportpresse GmbH

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 25012010

Hamilton und Button mit neuen Ingenieuren

Neue Ingenieure an der Front

 

Mit Jenson Button und Lewis Hamilton schickt McLaren gleich zwei Champions auf die Jagd nach der WM-Krone 2010. Seit der Bekanntgabe der Fahrerpaarung wurden die Stimmen nicht leise, dass es Button bei seinem neuen Team schwer haben würde – denn McLaren sei das Team von Hamilton. “Als Jenson uns in der Fabrik besucht hat, war eine seiner Fragen: “Ist dies Lewis Team?”", erklärt Geschäftsführer Jonathan Neale. Seine Antwort lautete: “Ja, natürlich ist es das Team von Lewis, wie es das Team von Heikki Kovalainen, Fernando Alonso, Juan Pablo Montoya und Kimi Räikkönen war. Es wird auch Dein Team sein.”

Um Gerüchten über eine Bevorzugung zuvorzukommen, organisiert McLaren die Renningenieure vor dem Saisonstart neu. So rückt Hamiltons bisheriger Renningenieur Phil Prew zum Hauptrenningenieur auf, der über beide Fahrer wacht und die Brücke zwischen beiden Teams von Ingenieuren bilden soll. “Wir möchten sicherstellen, dass wir für beide Fahrer gleiche Voraussetzungen schaffen”, betont Neale.

Neue Ingenieure für beide Fahrer

 

Prew wird bei jedem Rennen das Setup, die Entwicklung und die gemeinsame Nutzung der Daten und Informationen leiten. Das Ingenieursteam von Hamilton führt Andy Latham an, sein Performance-Ingenieur wird Mark Temple. Bei Button ist Jakob Andreason verantwortlich, der bisher an der Seite von Prew im Team von Hamilton arbeitete. Buttons Performance-Ingenieur wird Dave Robson. Neale erklärt das so: “Wir geben beiden Fahrern ein frisches Ingenieursteam und Phil bildet die Brücke zwischen beiden.”

Die Gründe dafür sind vielfältig. “Unsere bisherigen Renningenieure Phil Prew (Hamilton) und Mark Slade (Kovalainen) waren seit mehr als 15 Jahren unsere Renningenieure”, erklärt Neale. In dieser Zeit habe man viele gute Leute ausgebildet, die nun bereit seien, selbst Verantwortung zu tragen. “Außerdem wollten wir ein Ingenieursteam rund um Jenson aufbauen, wie wir das 2007 mit Lewis gemacht haben.” Auch die Beschränkung der Mitarbeiterzahl an der Strecke spielt eine Rolle. “Es war eine ideale Gelegenheit, um uns die Prozesse anzusehen und Veränderungen vorzunehmen.”

© adrivo Sportpresse GmbH

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 12012010

 

Kovalainen zur Sitzprobe

Schwierigkeiten sind kein Grund zur Aufgabe

Für Heikki Kovalainen lief es bislang nicht in der Formel 1. Drei Saisonen sind seit dem Einstieg als Stammfahrer vergangen, aber der Knoten zum Erfolg ist noch nicht geplatzt. Doch der Finne hat mit Lotus eine weitere Chance bekommen und will beweisen, dass er doch etwas von seinem hoch eingeschätzten Talent mit in die Formel 1 bringen konnte.

Mit dem Januar des neuen Jahres öffnete sich auch die Lotus-Fabrik und der 28-Jährige erschien pünktlich zur Sitzanpassung, ein wichtiges Detail, wie er auf BBC Radio Norfolk erklärte. “Es ist sehr wichtig, dass der Sitz passt, deshalb erledigen wir das gleich am Anfang. Manchmal klappt es nicht sofort und der Prozess muss wiederholt werden. Besonders wichtig ist der Rückenbereich. Wenn es nicht stimmt ist es sehr kompliziert die Form und Sitzposition zu korrigieren.”

Heikki Kovalainen hat zudem viel Vertrauen in die Fähigkeiten von Mike Gascoyne, der für die technische Entwicklung zuständig ist. “Wir können schon zuversichtlich sein ein gutes Auto zu haben. Sicher nicht so schnell wie ein McLaren oder Ferrari, aber dennoch gut, zuverlässig, eins mit dem wir testen können und das wir gut weiterentwickeln können.” Wenn das Auto gebaut wird hat der Fahrer natürlich wenig Einfluss, aber sobald es um das Setup und grundlegende Dinge geht können die Fahrer den Ingenieuren Anweisungen und Richtlinien geben und Kovalainen habe zumindest in diesem Bereich sehr viel gelernt. “Ich möchte mich mit einbringen, deshalb bin ich hier, gleich, vom ersten Tag an.”

Das neue Auto wird sich wie ein Formel 1-Auto anfühlen, da ist sich der Finne sicher. In Sachen Grip erwartet er die größten Unterschiede. “Ich erwarte nicht, dass wir am Anfang viel Grip haben werden, das wird erst mit der Weiterentwicklung kommen. Aber ansonsten wir es ein richtiges Rennauto werden.”

Eine schwierige Entscheidung sei der Schritt zu Lotus nicht gewesen, denn sowohl Mike Gascoyne, als auch Tony Fernandes überzeugten mit Professionalität. “Ihr Ziel ist es erfolgreich zu sein, das ganze Projekt nehmen sie sehr ernst und als ich mit Mike und Tony gesprochen habe kam das auch so rüber. Ich habe mit anderen Teams gesprochen, aber am Ende gab es nicht viel nachzudenken.”

Jetzt gilt es also, sich zu beweisen, betont Kovalainen erneut. “Was ich bei McLaren gelernt habe, kann ich für das neue Team und die Zukunft nutzen. Es ist eine gute Gelegenheit für mich und hoffentlich kann ich etwas für Lotus tun. Am Anfang wird es nicht leicht sein. Wir können noch nicht abschätzen, wie gut wir sein werden, bis das Auto auf der Strecke war. Aber wir wollen vor den anderen Neueinsteigern sein, das ist das erste Ziel.”

© adrivo Sportpresse GmbH

 

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 11012010