Trulli

Verbesserung durch Leichtbau

 

Jarno Trulli bezeichnet seinen Saisonstart nicht als frustrierend, aber zufrieden war der Italiener mit den Problemen bei Lotus eben auch nicht. Er sagt bewusst, dass es ein Übergangsjahr ist. Dazu gehört auch, dass viele Teile des Autos in den ersten Rennen viel zu schwer waren, weil das Team in der Kürze der Zeit Kompromisse beim Design eingehen musste.

In Silverstone kommt ein Update zum Einsatz, dessen Vorteile nicht nur in der Aerodynamik, sondern im Gewichtsabbau liegen. “Das wird eine große Hilfe”, sagt Trulli. “Wir bekommen ein viel leichteres Auto, dadurch können wir die Gewichtsverteilung weiter nach vorne legen.” Auch beim Handling verspricht er sich Fortschritte. “Die Kombination aus dem Aero-Paket und dem leichteren Paket wird einen großen Einfluss haben.”

Leichtgewicht

 

Dabei wurde das Team noch nicht mit allen leichteren Teilen fertig. Das Bodywork, das Getriebe und einige andere Teile sind schon viel leichter, aber die Aufhängung wird erst für eines der nächsten Rennen in der leichteren Version fertig gestellt. Das soll noch einmal vier Kilo Abspeck-Kur bringen.

“Wir erwarten einen Fortschritt und wir erwarten, dass wir näher an der Konkurrenz dran sein werden”, betont Trulli, dem jedoch bewusst ist, dass sich auch die anderen Teams verbessern. “Wir versuchen Schritt zu halten, wissen aber nicht, wie viel näher wir kommen.”

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Kovalainen bleibt bei Lotus

Kein Wechsel

 

Heikki Kovalainen fühlt sich beim neuen Lotus Team wohler als in den letzten beiden Jahren beim Spitzenteam McLaren. “Ich habe die Dinge viel mehr unter Kontrolle als bei McLaren”, verriet der Finne gegenüber formula1.nl. “Ich bin bei jedem Rennen zu 100 Prozent sicher, welches Setup ich benötige und die Ingenieure verstehen mich und glauben an mich.” Der einmalige GP-Sieger wird auch 2011 für Lotus fahren. Sein Teamkollege könnte jedoch wechseln, da Jarno Trulli zum Saisonende aufhören könnte, um einem jüngeren Fahrer Platz zu machen.

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Lotus schließt zur Konkurrenz auf

Bester Neueinsteiger

 

Trulli setzte während allen drei Sessions auf die harten Reifen, während Kovalainen mit den Weichen startete. Mit einer Zeit von 1:30.237 Minuten reihte sich der Italiener auf Platz 19 ein. “Nach einem schwierigen Tag bin ich mit dem Ergebnis recht zufrieden. Heute Morgen hatte ich Probleme und konnte nicht die komplette Zeit nutzen, um den Fokus auf das Setup zu legen. Mit den beiden harten Reifensätzen fühlte sich das Fahrverhalten sehr rutschig an. Insbesondere beim Anbremsen”, erklärte Trulli. Nach der Umstellung seines Fahrstils, holte er dennoch das Beste heraus. “Wir sind heute das beste neue Team”, freute sich Trulli über sein Resultat.

Nachdem Trulli mit der härteren Reifenwahl die schnelleren Zeiten fuhr, wechselte auch Kovalainen auf diese Mischung. Die Entscheidung zahlte sich aus. Beide Lotus-Piloten sind nach dem Qualifying in Istanbul näher an der Konkurrenz als jemals zuvor. Mit einer Zeit von 1:30.519 Minuten stellte Kovalainen den Boliden auf dem 20. Platz ab. “Die erste Session auf den weichen Reifen war wahrscheinlich die falsche Entscheidung. Die zweite Session mit den harten Reifen war wesentlich besser. Das Auto war in den schnellen Kurven um einiges stabiler und die Balance stimmte ebenso”, so ein zufriedener Kovalainen. Der Finne hofft im Rennen mit den vorderen Teams mithalten zu können.

Auch der Technische Direktor, Mike Gascoyne, ist zufrieden mit der Leistung seines Teams. “Ich bin sehr erfreut über unsere Perfomance im Qualifying. Heute Morgen waren wir uns mit der Reifenwahl noch nicht sicher. Wir dachten, dass das Auto auf harten Reifen stabiler sei. Das zahlte sich aus, womit wir in Q1 nur noch 3,2 Sekunden von Red Bull entfernt waren. Das zeigt, dass wir im Vergleich zum Beginn der Saison, einen enormen Fortschritt gemacht haben”, sagte Gascoyne.

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HRT von Monaco ermutigt

Doppelte Zielankunft erwünscht

 

Obwohl in Monaco kein HRT-Pilot die Zielflagge sah, reist das Team von der Leistung im Fürstentum ermutigt nach Istanbul. “Mit seiner Mischung aus langsamen, technischen, mittelschnellen und schnellen Kurven hoffen wir, den anderen Teams näher zu kommen”, sagt Teamchef Colin Kolles.

Trotzdem erwartet Bruno Senna und Karun Chandhok erneut ein hartes Wochenende. Neben der Leistungsfähigkeit des Autos ist auch die Strecke schwierig. Bodenwellen und schnelle Kurven verlangen den Fahrern alles ab. “Aber das macht es interessant”, sagt Bruno Senna. “Wir wollen eine weitere doppelte Zielankunft erreichen und uns in der WM-Tabelle verbessern.”

In Monaco hätte das beinahe geklappt, dann machten ein Hydraulikdefekt bei Senna und eine Kollision zwischen Jarno Trulli und Chandhok die Pläne zunichte. “Das Team ist nach Monaco ermutigt und wir werden unser Bestes für das bestmögliche Ergebnis geben”, sagt Chandhok.

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Lotus jubelt trotz Doppelausfalls

Grün wie die Hoffnung

 

Ein technischer Defekt und ein Unfall. Eigentlich ist das keine Bilanz, auf die ein Formel-1-Team besonders stolz sein kann. Lotus jubelte nach dem Doppelausfall von Monaco trotzdem. “Das war unsere stärkste Leistung im Vergleich zum Mittelfeld”, freute sich Technikdirektor Mike Gascoyne. Besonders Heikki Kovalainen konnte mit seinem Duell gegen Vitaly Petrov im Renault für Freude sorgen.

“Ich konnte beinahe mit dem Renault mithalten”, so der Finne. “Ich gab alles und das Auto fühlte sich fantastisch an – die Balance war richtig gut.” Dann spürte er jedoch eine Veränderung an seinem Auto. Die Lenkstange war kaputt. “In den Rechtskurven und selbst im Tunnel musste ich voll einlenken. Irgendwann war es nicht mehr sicher und in Monaco darf man kein Risiko eingehen.”

Spektakuläres Aus für Trulli

 

Dennoch war er glücklich. “Wir haben gezeigt, dass wir das Beste der neuen Teams sind und wir nah an der nächsten Gruppe dran sind.” Teamchef Tony Fernandes verspricht sich von den neuen Teilen für den Türkei GP einen weiteren Schub. “Hoffentlich kehrt dann auch Jarnos Glück zurück.”

Jarno Trulli schied in Monaco kurz vor Schluss mit einer Kollision aus. “Es war kein tolles Wochenende für mich”, sagte er. Nach einem Problem mit dem Schlagschrauber beim Boxenstopp fiel er hinter Karun Chandhok zurück. Beim Versuch den Inder zu überholen, krachte es in Rascasse. “Es war ein Rennunfall”, sagte Trulli. “Er ließ etwas Platz und ich versuchte, vorbeizukommen – aber wir berührten uns.” Danach flog Trullis Lotus spektakulär über den HRT. Beide Fahrer blieben unverletzt.

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