Qualifying

Hamilton vor Red Bull

 

Die historische erste Pole Position auf dem neuen Yas Marina Circuit in Abu Dhabi gehört McLaren Mercedes und Lewis Hamilton. Der Brite fuhr Bestzeit in allen drei Qualifyingsessions und sicherte sich mit einer Zeit von 1:40948 Minuten deutlich die Pole vor Sebastian Vettel und Mark Webber. Zuvor war Hamilton im Q2 die schnellste Rundenzeit des gesamten Rennwochenendes auf dem neuen Kurs gefahren. Neben ihm durchbrach nur Vettel die Marke von 1:40 Minuten.
Die Brawn GP Piloten begnügten sich mit den Positionen 4 und 5, wobei Rubens Barrichello sich gegen seinen Teamkollegen und neuen Weltmeister Jenson Button durchsetzte. Dahinter starten Jarno Trulli, Robert Kubica, Nick Heidfeld, Nico Rosberg und Sebastien Buemi aus den Top-10 der letzten Startaufstellung der F1-Saison 2009.

Keine Top10 für Ferrari

 

In letzter Sekunde verdrängte Nico Rosberg Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen vom zehnten Platz und warf ihn damit aus dem Q3 heraus. Mit Heikki Kovalainen scheiterte auch ein Anwärter auf die Toppositionen vorzeitig. Der McLaren-Pilot musste sein Auto mit einem Getriebeproblem abstellen und in der entscheidenden Phase des zweiten Qualifyings zuschauen.

Eine Überraschung gab es schon im ersten Qualifying: Fernando Alonso blieb in seinem letzten Qualifying für Renault zum ersten Mal im Q1 hängen. Der Spanier startet somit nur von Platz 16 in sein Abschiedsrennen vor seinem Wechsel zu Ferrari. Neben ihm schieden auch Tonio Liuzzi, Adrian Sutil, Romain Grosjean und Giancarlo Fisichella aus.

“Damit hatte ich gerechnet”, sagte Alonso. “Wir sind hinten und waren das gesamte Wochenende sehr langsam, wir haben es verdient, im Q1 auszuscheiden.” Der enttäuschte Spanier bezeichnete seinen Renault als das wohl schlechteste Auto des Starterfeldes, kündigte aber an, in seinem letzten Rennen für Renault noch einmal alles zu geben. “Punkte sind realistisch gesehen fast unmöglich, aber ich werde dafür kämpfen.”

“Ich hatte keinen Grip”, klagte Sutil. “Ich war furchtbar langsam und weiß nicht warum. Ich bin gerutscht ohne Ende. Es ging nicht besser.” Vor allem die weichen Reifen funktionierten bei ihm gar nicht. “Irgendwo muss ein großes Problem sein.”

Das Qualifying im Überblick

1. Session

 

  

Zwischenfälle: Dreher Kovalainen, Dreher Grosjean

ausgeschieden: Alonso, Liuzzi, Sutil, Grosjean, Fisichella

Top-6: Hamilton, Button, Trulli, Kubica, Heidfeld, Barrichello

2. Session

Zwischenfälle: Kovalainen Ausfall

ausgeschieden: Räikkönen, Kobayashi, Kovalainen, Nakajima, Alguersuari

Top-6: Hamilton, Vettel, Button, Webber, Trulli, Barrichello

 

 3. Session

Zwischenfälle: keine

Top-6: Hamilton, Vettel, Webber, Barrichello, Button, Trulli

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Webber holt zweiten GP-Sieg

Fantastischer Tag

Am Nürburgring platzte der Knoten: Mark Webber gewann zum ersten Mal ein Formel-1-Rennen. Danach gab es einen weiteren Podestplatz in Ungarn und dann einen Filmriss. Nach der Sommerpause holte der Australier fünf Rennen lang keinen einzigen WM-Punkt. In Brasilien kehrte er mit einer fehlerlosen Vorstellung auf das Podium zurück: Mit seinem zweiten Grand Prix Sieg.

“Es ist ein fantastischer Tag für das Team, wieder zu gewinnen”, freute sich Webber. “Wir haben damit den zweiten Platz in der Konstrukteurs-WM bestätigt. Es hat nicht gereicht, um die WM zu gewinnen, aber wir können trotzdem stolz darauf sein.”

Der Weg zum Sieg war schwieriger als es den Anschein hatte. “Man weiß im ersten Stint eines Rennens nie, was passieren wird”, so Webber, der Rubens Barrichello und Robert Kubica als seine Konkurrenten ausmachte. Beide tankten früher als der Red Bull Pilot. “Im zweiten Stint hatte ich etwas Angst, als Robert aufholte, obwohl meine Pace nicht so schlecht war.” Allerdings tankte der Pole wieder eher. “Danach konnte ich den Abstand zu ihm kontrollieren und am Ende steckte er zurück. So konnte ich es nach Hause fahren.”

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Kubica auf dem Podium

Dem Setup sei dank

Ausgerechnet im chaotischen Regen-Qualifying am Samstag legte Robert Kubica den Grundstein für seinen zweiten Platz im Rennen. “Wir hatten uns entschieden zu pokern, und das Qualifying mit wenig Abtrieb zu fahren”, verriet der Pole. “Das hat in Q1 gut geklappt, war aber in Q3 schwierig. Obwohl einige Leute gestern enttäuscht waren über Platz acht, war ich relativ zufrieden.”

Im trockenen Rennen zeigte sich warum: Kubica konnte mit dem Trockensetup mit der Spitze mithalten. “Robert hat eine souveräne Vorstellung gezeigt und war fehlerfrei unterwegs”, lobte Mario Theissen. “Er war der einzige, der das Tempo an der Spitze über die komplette Renndistanz mitgehen konnte.”

Kubica selbst sprach ebenfalls von einer guten und konstanten Leistung. “Ich war überrascht, dass ich am Anfang relativ leicht Rubens Barrichello und Mark Webber folgen konnte”, gestand er. Dabei lief nicht alles nach Plan: “Ich musste nach 15 Runden mit der Motordrehzahl runtergehen, weil die Wassertemperatur zu hoch geworden war und ich aus dem Windschatten der Vorausfahrenden heraus musste.”

Während der zweite Platz dem gebeutelten Team Mut macht, hatte Kubica sogar noch mehr im Sinn: “Nach meinem ersten Boxenstopp hatte ich Pech, weil ich hinter vier Autos fest hing”, verriet er. “So konnte Mark seinen Vorsprung ausbauen.” Trotzdem war Kubica zufrieden: “Das ist ein tolles Ergebnis in einer schwierigen Saison, und ich hoffe sehr, dass ich dieses Team nächstes Jahr am Start sehe.”

Der Podestplatz brachte BMW Sauber in der Konstrukteurswertung um einen Platz nach vorne. Mario Theissen möchte das ausnutzen: “Diesen Schwung wollen wir mitnehmen zum Finale nach Abu Dhabi.”

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Qualifying

Barrichello auf Pole, Vettel auf 16

 

Die Fans mussten lange warten, erst nach 160 Minuten stand der Pole-Setter für den Großen Preis von Brasilien fest. Dafür wurden die Fans mit einem Herzschlagfinale mit Bestzeitverbesserungen im Sekundentakt belohnt. Das beste Ende hatte Rubens Barrichello für sich: Der WM-Anwärter fuhr in 1:19.576 Minuten die schnellste Zeit des dritten Qualifyings, das wegen einiger Unfälle und starker Regenfälle mit starker Verspätung beendet wurde.

Im entscheidenden Qualifying setzte sich Barrichello gegen Mark Webber und Adrian Sutil durch. Die drei Piloten fuhren als einzige eine Zeit unter 1:20 Minuten. Barrichellos WM-Rivalen Jenson Button und Sebastian Vettel erlebten eine frustrierende Qualifikation. Button startet nur von Platz 14, Vettel sogar nur von 16. Hinter Barrichello, Webber und Sutil reihten sich Jarno Trulli, Kimi Räikkönen und Sebastien Buemi ein. Die Top10 komplettierten Nico Rosberg, Robert Kubica, Kazuki Nakajima und Fernando Alonso.

Frühes Aus für Vettel

 

Der Regen forderte im ersten Qualifying gleich mehrere namhafte Opfer: Neben den beiden McLaren von Heikki Kovalainen und Lewis Hamilton schieden auch Nick Heidfeld und Giancarlo Fisichella aus. Der Italiener blieb mit seinem Ferrari schon zu Beginn des Trainings nach einem Dreher im Senna S stehen und war damit raus.

Die größte Enttäuschung des ersten Qualifyings war Sebastian Vettel: Der WM-Anwärter scheiterte als 16. am Weiterkommen ins Q2 und stapfte schwer enttäuscht aus der Box. Trotz mehrer Anläufe schaffte es Vettel nicht, eine Rundenzeit zu erzielen, die ihm Platz 15 oder besser ermöglichte.

Der enttäuschte Vettel begründete sein Ausscheiden mit dem Wetter: “Es war nicht allzu schlecht, es hat auch nicht allzu viel gefehlt, alle lagen eng beieinander. Als endlich freie Bahn hatte, war aber zu viel Wasser auf der Strecke. Ein, zwei Zehntel wären noch drin gewesen, das wäre genug gewesen.” Jetzt beginnt er das Rennen von Startplatz 16.

“Daraus müssen wir das Beste machen”, so Vettel. “Ich bin heute mehr geschwommen, als Auto gefahren – ich habe meinen Freischwimmer gemacht. Die Bedingungen waren zum Teil sehr kritisch und die Strecke hatte nur ein Fenster, wo es am schnellsten ging – da waren wir leider im Verkehr, am Schluss als ich freie Bahn hatte, war das Wasser im Weg. Wir starten von ziemlich weit hinten, ich hoffe jetzt, dass es im Rennen drunter und drüber geht und wir nach vorne gespült werden.”

WM-Spitzenreiter Jenson Button machte es nur unwesentlich besser: Der Brite schaffte zwar den Sprung ins Q2, kam nach der langen Regenunterbrechung jedoch nicht ins dritte Qualifying. Button schied als 14. in Q2 aus und startet somit nur zwei Plätze vor Vettel. “Die erste Session war okay, da hatten wir eine vernünftige Pace”, sagte Button. “Dann habe ich alles gegeben, aber es hat nicht gereicht, wir waren zu langsam. Die Reifen haben abgebaut, es gab keinen Grip. Es war sicherlich ein Fehler, nicht mehr auf Intermediates gefahren zu sein.”

Noch mehr Enttäuschte

 

Nick Heidfeld erklärte sein frühes Ausscheiden so: “Wir sind mehr aufgeschwommen als gefahren. Mein Hauptproblem war, dass ich mit dem Auto nicht hoch genug war. Ich bin aufgeschwommen”, klagte er. “Ich hatte nicht gedacht, dass es so nass sein würde. Wir wussten, dass es regnen würde, aber dass es so extrem wird, hätte ich nicht gedacht.”

Lewis Hamilton beklagte sich über die Bedingungen. “Eine schwache Leistung, natürlich, aber das das Auto war einfach unfahrbar auf der Gerade”, sagte der McLaren-Pilot, der nur Platz 18 belegte. “Es war so schwer für Heikki und mich, es auf der Strecke zu halten und ich hatte auch noch den Ausrutscher, weil ich versucht habe, doch noch mal was herauszuholen. Unser Auto ist nicht für Regen abgestimmt.”

Auch Norbert Haug war enttäuscht. “Eine herbe Enttäuschung: Wir waren gestern im Trockenen voll konkurrenzfähig – heute im Nassen war’s das krasse Gegenteil – unsere Autos lagen für diese Wassermassen vielleicht zu tief und sind deshalb mehr gesurft als gefahren. An unseren Fahrern lag’s sicher nicht.” Auch zu Vettels frühes Aus äußerte sich der Mercedes-Motorsportchef: “Für Sebastian tut mir es außerordentlich leid – ein Jammer – aber es war bestimmt kein Fahrerproblem. Kopf hoch – solche Rückschläge machen einen sehr Guten nur noch besser.”

Giancarlo Fisichella war das erste Opfer des Qualifyings. Er beurteilte die Bedingungen als zu gefährlich. “Es war überall gefährlich”, sagte er. “Selbst in der Boxengasse.” Seinen Dreher schilderte er so: “Ich hatte Aquaplaning und drehte mich in einer langsamen Kurve. Dann funktionierte das Anti-Stall nicht und das war es.”

Das zweite Qualifying lief nicht lange, dann drehte sich Tonio Liuzzi auf Start- und Ziel und zerlegte seinen Force India in der ersten Kurve. “Mir geht es gut”, sagte er. “Es ist nur das Auto beschädigt, davon ist nicht viel übrig geblieben. Hoffen wir, dass wir es für morgen hinbekommen.” Den Unfallhergang beschrieb er so: “Ich bin mitten auf der Gerade abgeflogen. Ich war noch nicht am Bremspunkt, habe nichts gemacht, einfach die Kontrolle verloren.”

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1. Freies Training

Webber fährt Bestzeit

Im 1. Freien Training zum Großen Preis von Brasilien in Interlagos war alles drin: Ein bisschen Regen, ein gerammtes Styroporschild, dessen Einzelteile über die Strecke verteilt wurden, ein seltsamer Stelzenvogel, der gemächlich über die Strecke stolzierte, und Streckenposten, die alles mit ein bisschen Gemütlichkeit angingen.

Nur die Autos hätten noch ein bisschen öfter auf der Strecke herumfahren können. Denn durch die Trainingsunterbrechung wegen eines folgenlosen Zusammenstoßes zwischen Romain Grosjeans Renault und einem Styroporschild und wegen einer Regenpause zu Beginn des Trainings wurde nur wenig gefahren.

In den letzten 25 Minuten waren die 20 Piloten dann doch noch einmal auf der Bahn unterwegs. Am schnellsten umrundete Mark Webber das Autodromo Carlos Pace. Der Red Bull Pilot fuhr 28 Runden und setzte sich mit vier Zehnteln Vorsprung gegen Rubens Barrichello und Sebastian Vettel durch. Der dritte im WM-Bunde, Jenson Button, begnügte sich mit Position 7.

Dazwischen reihten sich die beiden McLaren-Piloten Heikki Kovalainen und Lewis Hamilton auf den Rängen 4 und 5 ein. Kazuki Nakajima überraschte mit Platz 6. Sein Teamkollege Nico Rosberg belegte Position 8. Die Top10 komplettierten Adrian Sutil und Kimi Räikkönen. Die teils feuchte Strecke sorgte für etliche Ausrutscher, Drifts und Dreher. Während Barrichello bei seinem Dreher glimpflich davon kam, schlug Sebastien Buemi hinten rechts an der Streckenrandbegrenzung ein und beschädigte sich seinen Toro Rosso.

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