McLaren gibt nach

Keine Fahrhöhenanpassung

 

In der vergangenen Woche stellte die FIA klar, dass jegliches System zur Veränderung der Fahrhöhe eines Autos unter Parc Fermé Bedingungen gegen das Reglement verstößt. McLaren-Technikdirektor Paddy Lowe gab nun zu, dass sein Team ein solches System in der Entwicklung hatte. Die Arbeit daran wurde jedoch in Folge der FIA-Klarstellung eingestellt.

“Wir haben an einem System gearbeitet”, verriet Lowe, “aber die Arbeit daran wurde eingestellt.” Trotzdem begrüßte er die Entscheidung der FIA, da er glaubt, dass dies dem Sinne des Reglements entspreche, wie man es bei McLaren zunächst interpretiert hatte. Teamchef Martin Whitmarsh hatte in Australien eine Lawine losgetreten, indem er behauptete, Red Bull setze ein System zur Anpassung der Fahrhöhe ein.

“Wir wissen nicht, wer was gemacht hat und ob jemand ein solches System eingesetzt hat”, stellte Lowe klar. “Wir hatten aber das Gefühl, dass andere weiter entwickelt waren. Ich weiß aber nicht, ob irgendjemand so ein System am Auto hat.”

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Spionage-Nachwehen

Stepney vor Gericht

 

Er war Bestandteil eines der größten Skandale der jüngeren Formel-1-Geschichte, und darin gab es bekanntlich einige Skandale. Nigel Stepney und Mike Coughlan waren die Hauptdarsteller des Spygate getauften Spionageskandals zwischen Ferrari und McLaren 2007.

Am 12. Mai 2010 beginnt laut einem Bericht der Gazzetta dello Sport ein Prozess gegen Stepney vor einem Gericht der norditalienischen Stadt Sassuolo bei Bologna. Stepney sieht sich selbst als Opfer einer Verschwörung.

McLaren wurden damals von der FIA alle WM-Punkte des Jahres aberkannt. Zudem belegte die FIA das Team mit der Rekordgeldstrafe von 100 Millionen Dollar. Für Stepney, der Ferrari-Dokumente an Coughlan weitergegeben haben soll, ist der Fall noch nicht abgehakt.

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Ferrari richtet Fokus auf 2010

Ohne KERS

Die Saison 2009 wird für Ferrari als verlorenes Jahr in die Geschichtsbücher eingehen. Die beiden WM-Titel sind schon zur Saisonhalbzeit außer Reichweite und das einzig verbliebene Ziel ist es, vielleicht doch noch ganz oben auf dem Siegertreppchen zu landen.

“Ich bin zuversichtlich, dass wir unsere Performance in den nächsten Rennen verbessern können”, sagte Präsident Luca di Montezemolo. “Dennoch ist es ziemlich schwierig, wenn nicht sogar unmöglich, das Auto während der Saison ohne Testfahrten dramatisch zu verändern.”

Deshalb könnte man sich durchaus schon bald auf das neue Auto für die Saison 2010 konzentrieren. Die aktuelle Charakteristik des F60 ließe sich nur schwer verändern. “Wir werden uns noch verbessern und uns dann voll auf das nächstjährige Auto ohne KERS konzentrieren, mit klaren Regeln.”

So ist Montezemolo mit der Einigung mit der FIA zufrieden, weist aber trotzdem nochmals darauf hin, dass die Regelunklarheit im Bezug auf den Doppeldiffusor sein Team und Konkurrenten wie McLaren und Renault ins Hintertreffen gebracht habe. “Deshalb kämpfen wir für stabilere, klare und transparente Regeln.”

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FIA-Starterliste

Drei Neue, fünf Fragezeichen

Der 12. Juni ist eines der wichtigsten Daten in der jüngeren Formel-1-Geschichte. Heute gab die FIA die Starter für die Saison 2010 bekannt. Ex-Teamchef Paul Stoddart erwartete nach den vielen Meetings und Streitereien der letzten Wochen einen schwarzen Tag für die Formel 1. Aber Stoddart ist bekanntlich kein großer Anhänger von FIA-Präsident Max Mosley. Die Friedenspfeife des letzten Meetings am Donnerstag scheint gewirkt zu haben: Neben drei neuen Rennställen stehen alle zehn Teams der Saison 2009 in der Teilnehmerliste, fünf davon allerdings nur provisorisch.

Fest eingeschrieben sind laut der FIA: Ferrari, Toro Rosso, Red Bull, Williams und Force India, dazu die drei neuen Teams Campos GP, Manor GP und Team US F1. Die drei Neulinge treten alle mit Cosworth-Motoren an. Bei Toro Rosso und Red Bull fehlt der Motorenpartner noch, die Teams scheinen sich aber mittlerweile ohne Bedingungen eingeschrieben zu haben respektive besitzen eine ähnliche Sondervereinbarung wie Ferrari.

Bei den Italienern hatte Teamchef Stefano Domenicali zuletzt betont, dass die FIA das Team nicht einfach einschreiben könne. So oder so: Sie stehen sicher in der Starterliste.

Ein Fragezeichen oder besser gesagt ein Sternchen steht noch hinter der Teilnahme von McLaren, BMW Sauber, Renault, Toyota und Brawn GP. Diese fünf Teams sind noch unter der provisorischen Meldung unter den FOTA-Bedingungen eingeschrieben. Die FIA gibt ihnen jedoch die Möglichkeit, diese Bedingungen bis zum 19. Juni aufzugeben und sich vorbehaltlos einzuschreiben.

Nicht angenommen wurden die Anträge von Teams wie David Richards Prodrive Rennstall, Lola, Alex Wurz und Superfund, Epsilon Euskadi, N.Technology sowie den ohnehin nebulös wirkenden Traditionsnamen wie Lotus, Brabham und March. Sollte von den fünf fraglichen Plätzen der bedingt eingeschriebenen FOTA-Teams einer frei werden, könnte jedoch eines der bislang nicht genehmigten Teams nachrücken.

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Haug hat Lügen-Affäre abgehakt

Ein faires Urteil

Die FIA hat entschieden: McLaren Mercedes erhält unmittelbar keine Bestrafung für die Falschaussagen vor den Rennkommissaren in Australien und Malaysia. Sollte sich ein ähnlicher Verstoß in den nächsten 12 Monaten wiederholen, wird das Team für drei Rennen gesperrt.

“Ein faires Urteil und ich möchte mich bei den Mitgliedern des World Motorsport Councils für ihre balancierte Betrachtungs- und Vorgehensweise bedanken”, sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. “Unser Team hat in aller Offenheit mit den FIA-Verantwortlichen kooperiert und kommuniziert und ich denke, die Urteilsfindung des World Motorsport Council hat diese Haltung berücksichtigt und positiv bewertet.”

Ein Eintreten der Bewährungsstrafe erwartet Haug nicht. “Wegen der Bewährungszeit habe ich keine Bedenken – wir werden bei derartigen Themen mit allergrößter Präzision und Vorsicht vorgehen und keine Fehler machen”, betonte er. “Das Thema ist abgehakt, jetzt steht wieder Sport statt Politik im Vordergrund – das gefällt den Zuschauern besser und mir ehrlich gesagt sogar viel, viel besser.”

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