Kovalainen bleibt bei Lotus

Kein Wechsel

 

Heikki Kovalainen fühlt sich beim neuen Lotus Team wohler als in den letzten beiden Jahren beim Spitzenteam McLaren. “Ich habe die Dinge viel mehr unter Kontrolle als bei McLaren”, verriet der Finne gegenüber formula1.nl. “Ich bin bei jedem Rennen zu 100 Prozent sicher, welches Setup ich benötige und die Ingenieure verstehen mich und glauben an mich.” Der einmalige GP-Sieger wird auch 2011 für Lotus fahren. Sein Teamkollege könnte jedoch wechseln, da Jarno Trulli zum Saisonende aufhören könnte, um einem jüngeren Fahrer Platz zu machen.

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McLaren ist nicht alles, was Kovalainen kann

Mit Lotus und Einsatz wieder nach oben

 

Heikki Kovalainen musste in den letzten zwei Jahren zurecht viel Kritik einstecken, doch unterkriegen lassen will er sich von ihr noch lange nicht. Lotus gibt dem 28-Jährigen neben Jarno Trulli eine Chance seinen Ruf wieder her zu stellen und Kovalainen will sie nutzen, gerade weil Lotus ein Neueinsteiger-Team ist.

“Was die Leute so denken interessiert mich an sich nicht. Ich habe nicht das Beste mit McLaren zu Stande gebracht, aber ich glaube auch nicht, dass es Bereich gibt in denen ich mich besonders verbessern muss”, sagte Kovalainen gegenüber The Sun. “Einige meinen ich wäre zwar gut in der Qualifikation, aber nicht im Rennen, aber das war nur der Fall als ich für McLaren gefahren bin. In meiner Zeit mit Renault konnte ich eine viel bessere Rennperformance zeigen – ich denke ich konnte aus dem Renault mehr heraus kitzeln, als es mir mit dem McLaren gelungen ist.”

Das Tony Fernandes ihm eine Chance gegeben hat, obwohl den Finnen schon viele abgeschrieben haben, will er mit guter Leistung und viel Einsatz zurück zahlen, auch wenn das Team bei den ersten beiden Tests nicht dabei sein wird. Es müssen erst noch genügend Teile hergestellt werden. “Wenn was schief läuft, dann wäre der Test vorbei. Beim dritten Test können wir Druck machen, weil wir wissen, dass Ersatz da ist, wenn etwas passiert. Ich denke das Auto wird von Beginn an recht zuverlässig sein. Dann muss sich nur noch zeigen wie leistungsstark es ist. Mein Ziel bei Lotus ist es, das Beste aus dem Auto und aus dem Team heraus zu holen. Ich sehe keinen Grund warum keine guten Resultate kommen sollten.”

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Hamilton und Button mit neuen Ingenieuren

Neue Ingenieure an der Front

 

Mit Jenson Button und Lewis Hamilton schickt McLaren gleich zwei Champions auf die Jagd nach der WM-Krone 2010. Seit der Bekanntgabe der Fahrerpaarung wurden die Stimmen nicht leise, dass es Button bei seinem neuen Team schwer haben würde – denn McLaren sei das Team von Hamilton. “Als Jenson uns in der Fabrik besucht hat, war eine seiner Fragen: “Ist dies Lewis Team?”", erklärt Geschäftsführer Jonathan Neale. Seine Antwort lautete: “Ja, natürlich ist es das Team von Lewis, wie es das Team von Heikki Kovalainen, Fernando Alonso, Juan Pablo Montoya und Kimi Räikkönen war. Es wird auch Dein Team sein.”

Um Gerüchten über eine Bevorzugung zuvorzukommen, organisiert McLaren die Renningenieure vor dem Saisonstart neu. So rückt Hamiltons bisheriger Renningenieur Phil Prew zum Hauptrenningenieur auf, der über beide Fahrer wacht und die Brücke zwischen beiden Teams von Ingenieuren bilden soll. “Wir möchten sicherstellen, dass wir für beide Fahrer gleiche Voraussetzungen schaffen”, betont Neale.

Neue Ingenieure für beide Fahrer

 

Prew wird bei jedem Rennen das Setup, die Entwicklung und die gemeinsame Nutzung der Daten und Informationen leiten. Das Ingenieursteam von Hamilton führt Andy Latham an, sein Performance-Ingenieur wird Mark Temple. Bei Button ist Jakob Andreason verantwortlich, der bisher an der Seite von Prew im Team von Hamilton arbeitete. Buttons Performance-Ingenieur wird Dave Robson. Neale erklärt das so: “Wir geben beiden Fahrern ein frisches Ingenieursteam und Phil bildet die Brücke zwischen beiden.”

Die Gründe dafür sind vielfältig. “Unsere bisherigen Renningenieure Phil Prew (Hamilton) und Mark Slade (Kovalainen) waren seit mehr als 15 Jahren unsere Renningenieure”, erklärt Neale. In dieser Zeit habe man viele gute Leute ausgebildet, die nun bereit seien, selbst Verantwortung zu tragen. “Außerdem wollten wir ein Ingenieursteam rund um Jenson aufbauen, wie wir das 2007 mit Lewis gemacht haben.” Auch die Beschränkung der Mitarbeiterzahl an der Strecke spielt eine Rolle. “Es war eine ideale Gelegenheit, um uns die Prozesse anzusehen und Veränderungen vorzunehmen.”

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Nakajima erwartet turbulente Startrunde

Mehr erwartet

Auch beim Saisonfinale konnte Kazuki Nakajima bislang nicht glänzen. In der Qualifikation zum Rennen in Abu Dhabi bekam er beim letzten Versuch in Q2 keine gute Runde zusammen und landete nur auf Rang 14. Der Japaner rutscht allerdings noch einen Platz weiter nach vorn, denn am McLaren von Heikki Kovalainen muss das Getriebe gewechselt werden.
“Ich bin etwas enttäuscht, denn ich habe es nicht geschafft eine gute Runde in Q2 zusammen zu bekommen. Der Abstand zu den Top-10 war schon noch größer, vielleicht hätte ich den Sprung gar nicht geschafft.”

“Die Strecke verlangt, dass du überall sehr präzise fährst, ein kleiner Fehler kostet dich sehr viel. Das macht sie recht schwer. Es wird nicht einfach werden, hier zu überholen, aber aufgrund des ersten und zweiten Sektors könnten wir eine ziemlich turbulente erste Runde haben.”

Chefingenieur Rod Nelson erklärte, dass Williams genau wie die meisten anderen Teams mit der härteren Mischung die Qualifikation fuhr, weil man diese schneller zum Arbeiten bringen konnte. Zudem hatte man gehofft mit Nico Rosberg vor den BMWs stehen zu können.

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Räikkönen gibt nicht auf

Kampf um Platz 3

Sein Geburtstagsgeschenk von Heikki Kovalainen hatte sich Kimi Räikkönen anders vorgestellt: Statt einer Mithilfe auf dem Weg zu einem Podestplatz gab es nur eine Ladung Benzin direkt auf Auto und Visier, die sich kurz darauf in einen Feuerball verwandelte.

Der Finne blieb trotzdem cool und fuhr noch in die Punkte, seine Podesthoffnungen hatten sich zu diesem Zeitpunkt allerdings schon zerschlagen. Nach Kurve 3 versuchte er in der ersten Runde Mark Webber zu überholen. “Ich nutzte KERS, aber er wechselte plötzlich die Linie und bevor ich reagieren konnte, war ich mit zwei Rädern auf dem Gras und beschädigte meinen Frontflügel. Damit lösten sich meine Hoffnungen auf einen Platz unter den Top-3 in Rauch auf.”

Angesichts dieser Probleme war er mit Platz 6 zufrieden. “Allerdings gefällt es mir nicht, dass wir Punkte gegen McLaren verloren haben – obwohl sie hinter uns gestartet sind.” In der Konstrukteurswertung liegt Ferrari jetzt einen Punkt hinter McLaren. “Aber in Abu Dhabi kann alles passieren und wir werden alles geben, um den dritten Platz zurückzuerobern.”

An einen Sieg verschwendet er keinen Gedanken. “Wir konnten in diesem Jahr nicht um die WM kämpfen und Brasilien war wie erwartet ein schwieriges Wochenende.” Einen Podestplatz hielt er dennoch für möglich. Am Freitag kämpfte Räikkönen noch mit Graining, das jedoch durch eine Setupverbesserung beseitigt werden konnte. “Dadurch waren meine Rundenzeiten im Rennen sehr gut. Wir waren auf den superweichen Reifen sehr schnell und ich lag immer in den Top3.”

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