14. Jun, 2010
Hamilton vor Webber
McLaren ist auch am Samstag in Kanada stark. Lewis Hamilton fuhr in 1:16.058 Minuten die schnellste Zeit des 3. Freien Trainings. Knapp drei Zehntel dahinter reihte sich Mark Webber auf dem zweiten Platz ein. Fernando Alonso hatte als Dritter bereits über vier Zehntel Rückstand, Michael Schumacher lag als Vierter fast eine halbe Sekunde hinter dem Briten.
Der Freitagsschnellste Sebastian Vettel gab sich mit dem fünften Platz zufrieden – vor Robert Kubica, Adrian Sutil, Jenson Button, Tonio Liuzzi und Vitaly Petrov.
Schumachers Teamkollege Nico Rosberg fuhr erst zwei Minuten vor Trainingsende aus der Box. Der junge Deutsche wurde von Kupplungsproblemen geplagt. Den ersten Mauerkontakt das Wochenendes hatte Felipe Massa, der mit der linken Seite seines Ferrari an der Mauer entlangschrammte und Funkenflug verursachte. Hamilton tat es ihm kurz vor Trainingsende gleich. Karun Chandhok konnte wegen eines Hydraulikdefekts gar nicht fahren.
Den einzigen Abflug des Trainings legte Lucas di Grassi im Virgin auf den neuen Asphalt in der Haarnadel. Der Brasilianer verlor das Auto beim Anbremsen, kam auf das Gras und drehte sich ins Kiesbett.
Wie am Freitag kämpften die Piloten mit stark abbauenden Reifen, vor allem bei der weicheren Mischung. Diese ist dafür um einige Zehntel schneller als die harte Mischung, allerdings nur auf einer einzigen Runde.
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14. Jun, 2010
Geraden sollen helfen
Lewis Hamilton kommt mit der Strecke in Montreal gut zurecht. Hier feierte der Weltmeister von 2008 seinen ersten GP-Sieg. An diesem Wochenende möchte er in Kanada seinen zweiten Saisonsieg in Folge einfahren. Die Chancen dafür stehen besser als zuletzt.
“Auf dieser Strecke ist der Vorteil von Red Bull vielleicht etwas kleiner”, sagt Hamilton. Die Red Bull hätten womöglich Vorteile in den Kurven 4, 7 und 9, aber McLaren sei dafür dank F-Kanal auf der Geraden schneller – und Geraden gibt es in Montreal einige.
Trotzdem bleibt Hamilton auf dem Boden. “Die anderen Teams entwickeln ihre Autos genauso weiter wie wir”, betonte er. “Hoffentlich liegt die Strecke unserem Auto etwas besser als Monaco.” Dann könne er ein gutes Wochenende erleben. Größere Verbesserungen am Auto hat McLaren nicht im Gepäck. “Wir haben keinen besonders großen Schritt gemacht, um die Lücke zu schließen”, gesteht er. Das wahre Kräfteverhältnis werde sich ohnehin erst am Samstag nach dem Qualifying zeigen.
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14. Jun, 2010
Massa rechnet mit Fortschritten
Nach dem enttäuschenden Verlauf des 800. Grand Prix von Ferrari in Istanbul äußerte sich Fernando Alonso erstmals in dieser Saison negativ über die Scuderia. Das Auto sei zu langsam, die Weiterentwicklung bei den letzten Rennen stehen geblieben. Vor dem Kanada GP relativierte der Spanier seine Aussagen.
“Es ist nicht richtig, dass die Entwicklung stehen geblieben ist”, sagte er. “Die paar Zehntel auf Red Bull blieben gleich, also haben wir uns genauso wie sie gesteigert.” Was Alonso damit sagen möchte: “Wir haben in Spanien nicht den Fortschritt erzielt, den wir erwartet hatten.” Während andere Teams sich vorwärts bewegt haben.
Ein Teil des Problems ist der F-Kanal, dessen Entwicklung wichtige Ressourcen bindet. “Die Arbeit daran war nützlich, aber wir können es noch nicht voll ausreizen”, gibt Alonso zu. “Aber die anderen Teams haben auch Probleme.” Nur McLaren behalte seinen Vorteil des am meisten ausgeklügelten Systems.
Stabilität im Team
Die Vertragsverlängerung seines Teamkollegen Felipe Massa bis 2012 begrüßt Alonso. “Somit bleibt die Gruppe für zwei weitere Jahre zusammen”, freute er sich gegenüber Ticionline. “Stabilität ist sehr wichtig für den Erfolg des Teams.”
Massa hofft in Montreal auf mehr Glück als in den letzten Jahren. Seit bestes Ergebnis rührt noch aus Sauber-Zeiten. “Dieses Jahr sollte ein besseres Ergebnis möglich sein, weil ich erwarte, dass der F10 hier konkurrenzfähiger ist als in der Türkei”, prognostiziert Massa, der ein gutes Rennen erwartet. “Die Strecke hat Ähnlichkeiten mit Melbourne und Sakhir, wo wir zur Spitze gehörten.” Ob dem auch in Montreal so ist, wird sich aber erst nach dem Training zeigen.
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7. Jun, 2010
Weitere Fortschritte
Einhundert Punkte sammelte Mercedes GP in den ersten sieben Rennen. Was nach viel klingt, ist aufgrund des neuen Punktesystems gar nicht so viel. Immerhin haben McLaren und Red Bull 72 respektive 71 Punkte mehr eingefahren. “Wir sind sicherlich noch nicht wo wir sein wollen, um regelmäßig bei jedem Rennen um Siege kämpfen zu können”, gesteht Norbert Haug.
“Unser Team und unsere Fahrer zeigten beim letzten Rennen in der Türkei eine starke Leistung und holten die meisten Punkte bei einem Rennen in dieser Saison”, erklärt Ross Brawn, der jedoch Haug beipflichtet: “Dennoch sind wir immer noch nicht schnell genug.”
Bremsen und Motor
Allerdings wisse das Team, wie es den nötigen Speed finden könne: “Nämlich mit noch mehr Arbeit und Einsatz.” Damit soll es bis an die Spitze zurückgehen. Nico Rosberg rechnet in Montreal mit dem nächsten Schritt in diese Richtung. “Wir werden mit weiteren Verbesserungen am Auto antreten”, kündigt er an. “Das und die Tatsache, dass die Charakteristik des Circuit Gilles Villeneuve sich deutlich von der des Istanbul Parks unterscheidet, stimmt mich zuversichtlich, dass wir in Kanada gut abschneiden können.”
Auch die Motorleistung sollte auf den langen Geraden ein Vorteil sein. “Aus Sicht der Ingenieure ist die Rennstrecke interessant und unsere Leistungsfähigkeit im unteren und mittleren Geschwindigkeitsbereich”, erklärt Brawn. “Unsere gute Stabilität beim Bremsen und die hohe Motorleistung sollten für uns von Vorteil sein.”
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7. Jun, 2010
Den Titel im Visier
Lewis Hamilton hat seit seinem Sieg in Istanbul ein breites Grinsen im Gesicht. Sein erster Sieg seit zehn Rennen hat den ehemaligen Weltmeister richtig in Schwung gebracht. “Ich habe keine Zweifel, dass wir mit dieser Einstellung noch mehr Rennen gewinnen können”, sagt Hamilton.
Im letzten Jahr habe McLaren bewiesen, dass es nach einem katastrophalen Saisonstart stark aufholen, das Auto weiterentwickeln und Rennen gewinnen könne. “Das hat bewiesen, was wir von hinten erreichen können”, erinnert Hamilton. “Wir haben die Saison am Ende des Feldes begonnen, aber wir waren zur Saisonmitte zurück und konnten noch Rennen gewinnen.”
Großes vor augen
In diesem Jahr war McLaren nie so weit zurück. Red Bull schien zwischenzeitlich aber doch weit enteilt zu sein. In Barcelona betrug der Abstand im Qualifying eine Sekunde. In der Türkei war McLaren den Stieren im Rennen zumindest ebenbürtig.
“Dieses Team ist eine unglaubliche Entwicklungsmaschine – sie hört nie auf”, lobt Hamilton die Fortschritte. Das Team lebe und atme den Motorsport. “Wir werfen neue Teile aus, arbeiten härter als jemals zuvor und wollen diese WM-Titel gewinnen.”
Entsprechend motiviert reist Hamilton zum Großen Preis von Kanada, wo er 2007 seinen ersten Grand-Prix-Sieg feierte. “Ich spüre, dass das Team Schwung aufnimmt. Das habe ich schon 2008 gespürt und ich weiß, dass wir gemeinsam in den nächsten sechs Monaten Großartiges erreichen können.”
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