5. Jul, 2010
Green gewinnt zum dritten Mal in Folge
Bei 12 von 29 Rennteilnahmen gewann ein Mercedes auf dem Norisring. Am Sonntag ließ Jamie Green im 30. Rennen den 13. Sieg folgen. Für den Briten war es der dritte in Folge – und das in der selben 08er C-Klasse wie bei seinen ersten beiden Siegen auf dieser Strecke.
Green setzte sich am Start gegen seinen Markenkollegen und Meisterschaftsspitzenreiter Bruno Spengler durch und übernahm Position 2. Vorne verteidigte Ralf Schumacher seine Pole Position und fuhr die schnellsten Rennrunden, doch die Freude währte nicht lange. Der ehemalige Formel-1-Pilot fiel durch eine Durchfahrtsstrafe für einen Frühstart bis ans Ende des Feldes zurück. Green sagte danke, übernahm die Führung und gab diese bis zum Ende nicht mehr her. Der Sieg-Hattrick 2008, 2009 und 2010 war perfekt.
Einfach war es für Green nicht. Nach dem zweiten Boxenstopp schloss Mattias Ekström die Lücke zum Führenden und gab alles, um die Audi-Flaute zu beenden. Die Ingolstädter haben seit 2002 kein Rennen in Nürnberg gewonnen. Green verteidigte seinen Vorsprung allerdings bis ins Ziel. Als Dritter stand Spengler auf dem Podium, der nach zwei 2. Plätzen und einem Sieg sein schlechtestes Saisonresultat einfuhr.
Oliver Jarvis, Timo Scheider und Gary Paffett komplettierten die Top-6. Die letzten beiden Punkteränge schnappten sich mit Alexandre Premat und Martin Tomczyk zwei Audi-Fahrer. Insgesamt fuhren nur drei Mercedes-Fahrer und fünf Audi-Piloten in die Punkte. Maro Engel und Paul di Resta füllten die Top-10 auf. Ralf Schumacher kreuzte die Line nach seiner Strafe als Elfter. Mit einigen schnellen Rundenzeiten bestätigte er aber seine starke Leistung am Norisring.
Harte Zweikämpfe
David Coulthard hatte in der Anfangsphase des Rennens eine unliebsame Begegnung mit Markus Winkelhock. Der Audi-Pilot wollte ein Überholmanöver von Martin Tomczyk gegen den Schotten ausnutzen, schoss Coulthard jedoch in der Haarnadel ab und beschädigte dessen rechte Seite so stark, dass die Tür des gelben Mercedes davon flog. Coulthard fuhr das Rennen danach ohne Fahrertür zu Ende. Winkelhock schied mit einem beschädigten Auto aus.
Auch Paul di Resta hatte einen Kontakt mit einem Audi-Fahrer. Direkt nach dem Start drehte Alexandre Premat den Briten um, bekam dafür aber keine Strafe. Bereits beim letzten Rennen fiel der Franzose durch eine Kollision mit einigen Markenkollegen. Dafür bekam er von Audi die gelbe Karte gezeigt. Gelb-Rot blieb ihm von der Rennleitung in Nürnberg erspart.
Das dritte Duell Audi gegen Mercedes gab es zwischen Maro Engel und Miguel Molina. “Engel hat mich getroffen”, sagte der Spanier, der danach mit einem Aufhängungsdefekt ausrollte.
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7. Jun, 2010
Mit den Jahreswagen ist zu rechnen
Mit dem zweiten Podest im dritten Rennen ist die Freude von Jamie Green mehr als groß. Und obendrein noch der beste Jahreswagen im Feld. “Das ist ein gutes Gefühl, mit einem alten Auto so weit vorne zu stehen”, strahlte er. Auch Mercedes Motorsportchef Norbert Haug ist mit seiner Leistung mehr als zufrieden. “Jamie hat einen tollen Job gemacht”, lobte er den Briten.
Ein weiterer Top-Pilot des heutigen Tages war Mike Rockenfeller. Schon das gesamte Wochenende überzeugte er mit einer Spitzenleistung. Die Ausbeute ist der vierte Platz. “Ich bin sehr zufrieden. Ich hatte ein gute Strategie und zwei tolle Boxenstopps. Ich habe das Maximum herausgeholt”, so Rockenfeller. Trotz der Audi-Katastrophe, freut sich Dr. Wolfgang Ullrich über den vierten Platz. “Mike und das Team Phoenix haben einen super Job gemacht. Das ist etwas Positives, dass wir von diesem Wochenende mitnehmen”, meinte Ullrich.
Und es scheint als hätten die Jahreswagen durch die neue Gewichtsregelung mehr Chancen als im letzten Jahr. Auch mit dem neuen Team läuft es gut und Rockenfeller hätte nichts dagegen, wenn es so weitergeht wie bisher. “Am Norisring wird zwar Mercedes wieder schnell sein, dennoch sind wir auch dort gut aufgelegt. Wir werden aber sicher, gerade auch durch die Gewichtsreduzierung, wieder vorne mitfahren können”, sagte Rockenfeller zuversichtlich. Und die Audi-Strecken, wie Zandvoort und Oschersleben, kommen noch.
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7. Jun, 2010
Setup bei wenig Grip verbessert
In den vergangenen Jahren war Mercedes auf dem EuroSpeedway Lausitz stets einen Schritt voraus, der letzte Audi Sieg liegt bereits fünf Jahre zurück. Zuletzt siegte Gary Paffett auf dem Lausitzring, obwohl er zuvor nur vom siebten Startplatz in das Rennen gegangen war. Aus Audi-Sicht soll in dieser Saison allerdings alles anders werden.
“Wir wollen am Lausitzring ein gutes Ergebnis für Audi nach Hause fahren”, hofft Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich, der direkt nach dem Rennen in Richtung Le Mans aufbrechen wird. “In Valencia, ebenfalls eine Strecke mit wenig Grip, haben wir eine sehr gute Basisabstimmung für die Autos gefunden. Auch in der Lausitz gibt es wenig Grip, es ist ein sehr spezifischer Kurs, das sollte also passen.”
Bisher verlief die Saison für Audi nicht unbedingt nach Wunsch, denn die Tabellenspitze liegt bei Mercedes und bisher haben die Ingolstädter immer wieder wertvolle Punkte verschenkt. “In der Lausitz wollen wir viele Punkte sammeln und als komplettes Team stark auftreten.”
Einer der Pechvögel war ohne Zweifel Martin Tomczyk. In Hockenheim schied er mit einem doppelten Reifenschaden aus, in Valencia wurde ihm sein zweiter Platz gestrichen, obwohl er gar nichts dafür konnte. In der vergangenen Saison holte Tomczyk auf dem EuroSpeedway keine Punkte – aber auch das soll sich 2010 ändern.
“Man hat schon gesehen, dass es in den letzten Jahren auf dem Lausitzring einen leichten Vorteil für Mercedes gab”, erläutert der Rosenheimer. “Das liegt einfach am Gesamtkonzept der einzelnen Fahrzeuge, eine Strecke liegt dem Auto besser als eine andere. Aber wir haben in Valencia gesehen, dass wir auch mit wenig Grip gut zurechtkommen, das gibt uns Hoffnung, auch auf dem Lausitzring konkurrenzfähig zu sein.”
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25. Mai, 2010
Mercedes holt auf
Im zweiten Freien Training ist das DTM-Feld enger zusammengerückt. Nach der Demonstration von Audi am Freitag ist Mercedes in Valencia nun wieder auf der Höhe des Geschehens – auch wenn es noch bei einer Bestzeit für die Ingolstädter blieb. In letzter Sekunde setzte sich Mattias Ekström in seinem A4 an die Spitze.
Mit einer Rundenzeit von 1:29.151 Minuten war der Schwede deutlich schneller unterwegs als noch am Vortag, Gary Paffett landete nur 0,088 Sekunden hinter dem Spitzenreiter. Auf dem etwa vier Kilometer langen Kurs landete Bruno Spengler nur einen Wimpernschlag hinter seinem Markenkollegen auf dem dritten Rang.
Bester Fahrer in einem 2008er-Boliden war erneut Mike Rockenfeller. Allerdings musste der Rosberg-Pilot schon mit einem Rückstand von 0,410 Sekunden und dem vierten Platz Vorlieb nehmen. Oliver Jarvis, der gestern noch die Bestzeit setze, kam direkt hinter Rockenfeller auf den fünften Platz.
Insgesamt schafften es sechs Audi-Fahrer in die Top-10, sie scheinen also immer noch leicht im Vorteil. Die beiden ehemaligen Formel 1-Stars aus dem Mercedes-Lager, David Coulthard und Ralf Schumacher, landeten im letzten Training vor dem Qualifying auf den Positionen 14 und 15.
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11. Mai, 2010
Im Qualifying vorne stehen
Nach dem enttäuschenden Auftaktrennen in Hockenheim ist Mattias Ekström ganz froh über die längere Pause bis zum zweiten DTM-Lauf in Valencia. In Hockenheim verpasste der Audi-Pilot aufgrund eines Boxenstoppfehlers seiner Mannschaft einen Podestplatz. “Ich wollte nach dem Rennen nur noch nach Hause”, verriet der Schwede.
In Valencia erwartet Ekström ein ähnliches Bild, was Audi und Mercedes angeht, wie in Hockenheim. “Es wird wichtig sein im Qualifying vorne zu stehen und ein gutes Auto für das Rennen zu haben”, erklärte der Schwede. Der Circuit Ricardo Tormo scheint 2010 erstmals im Rennkalender auf. Der enge, winkelige Kurs ist in einer Art Stadion erbaut. Ekström kennt die Strecke in Valencia vom viertätigen ITR-Test Ende März.
“Der Test verlief gut für uns. Ich fühlte mich sehr wohl auf der Strecke. Allerdings hatten damals viele Piloten noch nicht alles ausgepackt. Keiner wusste genau, was der Andere macht. Wenn wir jetzt zum zweiten Mal hinkommen, werden wir genau wissen, wo wer steht”, sagte Ekström.
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