Massa hat keine offene Rechnung

Alle in einem Boot

Felipe Massa geht nicht in dem Glauben in die neue Saison, noch eine offene Rechnung mit der F1-Weltmeisterschaft zu haben. “Ich hoffe, dass wir ein sehr konkurrenzfähiges Auto haben werden, das aber etwas zuverlässiger ist.” Zudem wünscht er sich ein effizientes Team, das keine Fehlentscheidungen trifft und auch keine Tankschläuche herausreißt.
Trotzdem: “In diesem Jahr beginnt jeder bei Null.” Bis zwei, drei, vier oder mehr Fahrer tatsächlich um den WM-Titel fahren, sei alles offen. “Alle haben die gleiche Ausgangslage. Klar, einige sind etwas konkurrenzfähiger als andere, aber die WM ist lang und alle sitzen im gleichen Boot.”

Welche Reihe Ferrari in der Sitzordnung einnimmt, kann Massa nicht beurteilen. “Die Wintertests besagen, dass Brawn besser als alle anderen ist, vielleicht müssen Ferrari und BMW um den dritten Platz kämpfen”, so der Brasilianer. “Aber das hoffe ich natürlich nicht.”

Den Rückstand von McLaren Mercedes kann er sich nicht erklären. “Natürlich ist es seltsam, McLaren am Ende zu sehen. Aber ich weiß nicht, wo sie landen werden. Ich weiß auch nicht, wo ich landen werde.”

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Entscheidung zu Hockenheim im Mai

Ein Spitzengespräch steht an

In einer Gemeinderatssitzung am Mittwoch wurde in Hockenheim festgelegt, dass eine Entscheidung über die Zukunft als Austragungsort von Formel-1-Rennen am 20. Mai fallen soll. Damit ist alles weitere erst einmal verschoben. Bei dem Spitzengespräch sollen Bernie Ecclestone, Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger, sein Amtskollege aus Rheinland-Pfalz Kurt Beck, Vertreter der Stadt Hockenheim, sowie Repräsentanten von BMW und Mercedes anwesend sein. Damit ist auch offen, ob im Jahr 2010 ein Grand Prix auf dem Hockenheimring ausgetragen wird.
Hockenheims Oberbürgermeister Dieter Gummer meinte nach der Sitzung zu der Zurückhaltung von Landesseite: “Ich bin ein Stück weit enttäuscht von der Aussage der Landesregierung, die keine konkreten Zahlen genannt hat.” Das Land hatte mitgeteilt, dass man sich nicht verschließen wolle, einen Beitrag zur Abdeckung eines eventuellen Defizits zu leisten, wie groß dieser sein könnte, wurde aber nicht verraten. Daher entschloss sich der Gemeinderat dazu, das Angebot der Landesregierung für ein Spitzengespräch anzunehmen.

Wie Gummer weiter meinte, wolle der Gemeinderat im Interesse der Region und des Landes aber über 2010 hinaus an der Formel 1 festhalten. Darum sollen nun auch weitere Optionen geprüft werden. “Das Ergebnis bleibt völlig offen. Aber bis zum Sommer brauchen wir ein Ergebnis. Denn dann müssen das Rennen geplant und der Haushalt der Stadt erstellt werden”, erklärte Gummer. Eine Warnung gab es von Hockenheim GmbH Geschäftsführer Karl-Josef Schmidt, der sagte, dass ein vorzeitiger Ausstieg aus der Formel 1 teuer werden könnte. Die Abstandszahlungen könnten im schlechtesten Fall so viel ausmachen wie der zu erwartende Verlust bei einer Austragung des Rennens.

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Mosley schließt nichts aus

Ein bisschen ruhiger leben

Vor 17 Jahren wurde ein gewisser Max Mosley zum ersten Mal zum FIA-Präsidenten gewählt. Seitdem hat sich viel geändert – die Sicherheit wurde verbessert, die Regeln oft geändert, das Qualifyingformat noch öfter geändert, Mosley trat einmal zurück und kam wieder, verteilte Strafen, hatte einen Sexskandal, wurde aber von den FIA-Mitgliedern in seinem Amt bestätigt und plante zum zweiten Mal seinen Rücktritt – aber kommt es wirklich im dazu?

 

Doch kein Rücktritt?

“Es wird sehr viel Druck aus bestimmten Teilen der Welt ausgeübt, die mir sagen: mach weiter!”, verriet Mosley in Monza gegenüber

Reuters. “Das ist sehr nett von ihnen und es ist sehr verbreitet.” Mosleys Gegner und sogar Bernie Ecclestone hatten bereits vor dem Vertrauensvotum für den Präsidenten gemutmaßt: wenn er nicht abgewählt wird, wird er auch über 2009 hinaus im Amt bleiben.

“Es ist sehr harte Arbeit und ich möchte eine weniger aktive Rolle einnehmen”, wiederholte er seine Absicht, sich aus dem Tagesgeschäft zurückzuziehen. “Manchmal kommt man an einen Punkt, an dem man sich ein ruhigeres Leben wünscht, aber das werden wir sehen”, lässt er sich alle Optionen offen. “Man darf nichts ausschließen. Nein. Wie heißt das alte Klischee? Man sollte niemals nie sagen. Aber im Moment würde mir ein ruhigeres Leben besser gefallen.”

Mosley gegen die Deutschen

Die Kritik an Mosley war nach dem Aufkommen der Sexaffäre groß. Der ADAC zog sich nach dem Vertrauensvotum von allen seinen Ämtern innerhalb des Weltverbandes zurück, worüber die FIA in den kommenden Wochen entscheiden möchte. Auch die Hersteller BMW, Mercedes, Toyota und Honda distanzierten sich nach der Affäre von Mosley, der seinerseits eine Anspielung auf die Rolle der beiden deutschen Hersteller im zweiten Weltkrieg machte.

“Was die Formel 1 angeht, so lief alles normal weiter”, sagt Mosley heute. “Das einzige, was passiert ist, waren die wenig überlegten Pressemitteilungen von zwei deutschen und japanischen Teams und meine wenig überlegte Antwort auf die Deutschen.” Mosley hätte sich einen Anruf gewünscht. “Aber das machten sie nicht, dafür schämen sie sich jetzt wahrscheinlich und das sollten sie auch.”

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Audi Q5

Der Gegenwind aus Ingolstadt

Audi setzt zum Gegenagriff an: Gegen den X3 von BMW und GLK von Mercedes, der ab Sommer auf den Straßen rollt, bringen die Ingolstädter jetzt den Q5, um die Liga der kompakten SUVs aufzumischen. Der Q5 soll “die Dynamik einer Sportlimousine” mit einem hochvariablen Innenraum und “vielseitigen Möglichkeiten für Freizeit und Familie” zusammenbringen. Starke und effiziente Motoren, der permanente Allradantrieb quattro und ein agiles Fahrwerk bilden ein überzeugendes Technik-Paket für die Straße und das Gelände.

Der Audi Q5 ist 4,63 Meter lang und 1,88 Meter breit, aber nur 1,65 Meter hoch – auch mit dem niedrigen cW-Wert von 0,33 soll der SUV eine Bestmarke in seiner Klasse setzen. Der lange Radstand von 2,81 Metern sorgt für beste Platzverhältnisse an Bord des Audi Q5. Fünf Personen kommen bequem unter, die Sitze sind ergonomisch geformt und flexibel konzipiert.

Die Lehnen der Fondsitze lassen sich in der Neigung verstellen und besonders bequem umklappen: Wenn man die Betätigungshebel der Fernentriegelung im Kofferraum betätigt, klappen sie auf die Sitzkissen nach vorne. Der Gepäckraum wächst dadurch von 540 auf 1.560 Liter Volumen, unter seinem Ladeboden verbirgt sich ein zweiter Stauraum. Ein Schienen-Fixier-Kit für das Gepäck, ein Trennnetz und eine Schutzwanne sind optional zu haben.

Der Audi Q5 rollt mit drei Motoren an den Start, einem Benziner und zwei TDI. Der 2.0 TFSI präsentiert sich von Grund auf neu entwickelt. Der Vierzylinder vereint drei Hightech-Features – Turboaufladung, Benzin-Direkteinspritzung und das Audi valvelift System zur variablen Steuerung des Ventilhubs. Das hohe Drehmoment von 350 Nm steht schon bei 1.500 1/min zur Verfügung und bleibt bis 4.200 1/min konstant, die Spitzenleistung beträgt 155 kW (211 PS). Der Audi Q5 2.0 TFSI sprintet in 7,2 Sekunden auf 100 km/h und erreicht 222 km/h Höchstgeschwindigkeit. Im Mittel verbraucht er laut Audi nur 8,5 Liter Kraftstoff pro 100 km.

Aus vier Zylindern und zwei Liter Hubraum schöpft auch der 2.0 TDI, dem eine neue Common Rail-Einspritzanlage hohe Laufkultur verleiht; wie der Benziner hat er zudem zwei Ausgleichswellen an Bord. Mit ebenfalls 350 Nm (von 1.750 bis 2.500 1/min) zieht der Diesel kraftvoll durch, mit 125 kW (170 PS) erzielt er eine hohe Spitzenleistung. Der Verbrauch von laut Audi durchschnittlich nur 6,7 Liter pro 100 km belegt die erfolgreiche Effizienzstrategie von Audi. Mit dem Zweiliter-TDI beschleunigt der Audi Q5 in 9,5 Sekunden auf 100 km/h, bei 204 km/h erreicht er seine Spitze.

Der stärkste Motor im Programm ist der 3.0 TDI – der V6-Diesel mobilisiert satte 175 kW (240 PS). 500 Nm Drehmoment stehen von 1.500 bis 3.000 1/min zur Verfügung. Dabei bringt er den Audi Q5 in 6,5 Sekunden auf Landstraßentempo und weiter auf 225 km/h Höchstgeschwindigkeit. Im Mittel gibt sich der Dreiliter laut Audi mit 7,7 Liter Treibstoff pro 100 km zufrieden.

Der 2.0 TDI leitet seine Kräfte auf ein Sechsgang-Schaltgetriebe. Beim 3.0 TDI und beim 2.0 TFSI setzt Audi eine innovative Technologie ein – die S tronic, ein neues Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Gängen. Das Hightech-Aggregat kann den Gangwechsel innerhalb weniger Hundertstelsekunden erledigen, zugleich überzeugt es durch komfortable Arbeitsweise und hohen Wirkungsgrad. Der Fahrer kann die Siebengang S tronic vollautomatisch schalten lassen oder selbst steuern, auf Wunsch mit Wippen am Lenkrad.

 

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Hybridmotor

Gemeinsames Konzept der Hersteller

 

Die Automobilhersteller in der Formel 1 können sich nicht nur uneinig sein, sondern manchmal auch Einigkeit erzielen. So geschehen bei der Frage des Hybridantriebes. Laut Auto Motor und Sport haben sich BMW, Ferrari, Honda, Mercedes, Renault und Toyota auf ein gemeinsames Konzept für die Einführung des Hybridmotors geeinigt und dieses Bernie Ecclestone übergeben. Der war damit einverstanden und will es nun an Max Mosley weiterreichen.

Die Eckpfeiler des Konzepts sehen vor, dass der V8-Motor beibehalten wird, der Hybridantrieb mit Rückgewinnung der kinetischen Energie (KERS) ab 2010 kommt und die Motorlebensdauer von zwei auf vier Rennen ausgedehnt wird. Die Freitagstrainings sollen aber weiter frei bleiben. Hondas Wunsch nach einer Motorausbaustufe pro Jahr schlossen sich die anderen Hersteller nicht an. Was die zukünftigen Kosten für Kundenmotoren betrifft, gab es anscheinend keine Entscheidung. Mosley will, dass sie in Zukunft maximal zehn Millionen Euro pro Jahr kosten, damit die kleinen Teams entlastet werden. Momentan gibt es noch Verträge, bei denen mehr als das doppelte bezahlt wird, obwohl um bis zu 30 Prozent weniger Motoren gebaut werden als in der Vergangenheit.

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