Spengler überzeugt von Mercedes-Performance

Keine Regentänze

 

Im vergangenen Jahr hatte sich Bruno Spengler auf Rang fünf immerhin noch als konkurrenzfähigster Mercedes-Vertreter präsentiert. Echte Chancen gegen Audi bestanden dennoch weder im Qualifying noch im Rennen. Eine für die Stuttgarter unangenehme Situation, die zumindest heute der Vergangenheit angehörte. “Ich bin zufrieden mit dem Resultat. Die Balance des Autos war einfach gut. Es macht sehr viel Spaß, damit zu fahren, vor allem im Qualifying mit neuen Reifen”, sprach der drittplatzierte Spengler seinem in Hockenheim noch so schwachen Dienstwagen ein erneutes Lob aus.

Der Kanadier hätte gar ein noch besseres Resultat für möglich gehalten: “In Q4 war ausgangs der Schikane außen etwas Dreck, dadurch habe ich dann in der letzten Kurve etwas Zeit verloren. Ich hätte schneller sein können, aber Platz drei ist trotzdem klasse.” Mit Blick auf das morgige Rennen weiß der Vizemeister von 2006 und 2007 um den Druck, der von den nach vorne drängenden Abt-Audi-Piloten drohen wird: “Es wird ein langes Rennen, bei dem das Wetter nicht vorhersehbar ist. Unsere Boxenstopps haben in den letzten Rennen gut funktioniert – und auch diesmal dürfen wir uns keine Fehler erlauben. Als wir hierher kamen, wussten wir, dass es hart wird, aber wir wollten die üblichen Kräfteverhältnisse hier drehen.”

Im vergangenen Jahr war es erst punktgenau nach dem Schwenken der Zielflagge zu Wolkenbrüchen an der Nordsee gekommen. Auch für morgen hofft Spengler auf ein Rennen ohne Regenfälle, wenngleich die Stuttgarter im Regen traditionell als stark gelten: “Das Rennen wollen wir mit vielen Punkten beenden. Ich werde heute Nacht keinen Regentanz machen. Es ist gut für alle, wenn die Strecke trocken bleibt. Und wenn nicht, dann soll es zumindest keine Mischverhältnisse geben.”

© adrivo Sportpresse GmbH

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 20072009

Massa konnte nicht aufwachen

Keine Entschuldigungen

 

Zurück in seiner Heimat versuchte Felipe Massa so schnell wie möglich den Albtraum von Budapest zu vergessen. “Aber das ist ziemlich schwierig”, teilte er aus Sao Paulo mit. Unter anderem, weil er den Ungarn GP an sich gar nicht vergessen möchte. Er hält das Rennen für eines seiner besten in der Formel 1. “Aber im Gegensatz zu den anderen endete er nicht mit einem Sieg.”

Stattdessen ging der Motor in Rauch auf. Mittlerweile wurde laut Auto, Motor und Sport ein defektes Pleuel für den Ausfall verantwortlich gemacht. “Leider konnten wir die zehn Punkte nicht nach hause bringen, die wir schon in unseren Händen hatten. Das war wirklich frustrierend.” Es sollte nicht Massas Tag sein. “Es war ein Albtraum und ich wollte aufwachen, aber es geschah nicht, weil ich tatsächlich schon wach war!”

Keine Fehler mehr

 

Trotzdem gibt es einige positive Dinge, die Massa aus Ungarn mit in die Sommerpause nimmt. Zum einen seinen sensationellen Start, bei dem er beide McLaren noch vor der ersten Kurve überholte. “Auch danach hatte ich einen guten Rhythmus und man konnte die Runden, in denen Lewis schneller war als ich an einer Hand abzählen”, schickte Massa eine Botschaft in Richtung Stuttgart und Woking. Mercedes-Sportchef Norbert Haug war sich sicher, dass Lewis Hamilton das Rennen ohne den Reifenschaden gewonnen hätte.

“Ich hatte einen Vorsprung vor dem ersten Boxenstopp und einen noch größeren vor dem zweiten”, hält Massa dagegen. “Als Lewis sein Problem hatte, fuhr ich langsamer, weil ich schon 23 Sekunden vor Heikki lag. Ich hatte überhaupt keine Bedenken, denn ich konnte meine Pace halten.” Selbst auf den superweichen Reifen sei das kein Problem gewesen. Das ist die zweite positive Nachricht: die Probleme von Silverstone und Hockenheim schienen überwunden zu sein. “Jetzt müssen wir so konkurrenzfähig bleiben, aber gleichzeitig unsere Zuverlässigkeit verbessern.” Man dürfe die gleichen Fehler nicht noch einmal machen und dürfe auf keinen Fall noch mehr Punkte wegschmeißen. “Es gibt keine Entschuldigungen mehr.”

© adrivo Sportpresse GmbH

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 06082008

 

Massa neues Ferrari-Zugpferd

Räikkönen außer Form

Drei Boxenstopps, viele erstaunte Gesichter, ein strahlender Michael Schumacher: So lauteten vor zehn Jahren die prägnantesten Merkmale des Ungarn-Grand-Prix. Mit einer bis dahin unversuchten Strategie extrem kurzer Stint und einer fahrerisch gelungenen Umsetzung des späteren Vizeweltmeisters hatte man der Konkurrenz von McLaren Mercedes 1998 in Budapest einen unerwarteten Schlag versetzt. Und auch diesmal müssen die Italiener auf Geniestreiche hoffen, um die Silbernen von den Startplätzen drei und sechs aus noch aufhalten zu können…

“Es ist schade, dass ich es in Q3 nicht mehr geschafft habe, das Beste aus dem Auto herauszuholen – vor allem wegen des Verkehrs”, sagte der drittplatzierte Massa, der die Schuldfrage jedoch nicht nur mit dem Blick auf die Konkurrenz beantwortet sah. “In den ersten beiden Teilen des Qualifyings fühlte sich das Auto sehr gut an, was man auch an den Zeiten konnte. Danach ist es mir nicht mehr gelungen, die Reifen gut auf die fliegende Runde vorzubereiten.” Zwei Fehler auf dem Weg zur erneuten dritten Startreihe gelangen diesmal Kimi Räikkönen:

So präsentierte sich der Finne wie schon in Hockenheim wenig weltmeisterlich: “Mir ist auf meiner letzten Runde ein Missgeschick passiert, das einige Zeit gekostet hat – nachdem schon die vorherige Runde nicht so gut war. Konsequenz war der sechste Platz. Natürlich bin ich nicht glücklich damit.” Seinen Dienstwagen verteidigt der Champion ausdrücklich: “Heute Morgen waren wir glücklich mit dem Auto; auch im Qualifying war es in Ordnung.” So hofft Räikkönen darauf, morgen “viele Punkte” sammeln zu können – und setzt sich damit bescheidenere Ziele als Massa.

“Das Überholen ist hier nicht leicht, aber wir haben eine gute Pace und werden versuchen, die beiden Fahrer vor uns anzugreifen”, kündigt der Brasilianer an. Auch Technikchef Luca Baldisserri setzt für das morgige Rennen – und womöglich insgeheim auch im Titelkampf – auf Felipe Massa: “Morgen wird es wichtig sein, einen guten Start zu erzielen – was bedeutet, dass Felipe seine ungerade Startposition und die saubere Seite nutzen muss.”

Nach der deutlichen Niederlage von Hockenheim hofft Baldisserri, an die frühen Saisonerfolge anknüpfen zu können. “Wir müssen die Reifen-Performance im Griff haben, denn die zu erwartenden Temperaturen werden Schwierigkeiten bereiten. Hinzu kommen die üblichen Parameter – Strategie, zuverlässige Technik, Teamwork”, kündigt der Italiener überraschend an. “Dass unsere Hauptgegner in der ersten Reihe stehen, ist für uns keine vielversprechende Ausgangsposition, aber das Rennen ist noch nicht verloren…”

© adrivo Sportpresse GmbH

 

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 02082008

Maro Engel

Tom hat sich 1.000-mal entschuldigt

Es hätte das erste Top-Ten-Resultat in der noch kurzen DTM-Karriere von Maro Engel werden können – doch dem möglichen Erfolg des Rookies stand ein Patzer eines Routiniers im Weg: Tom Kristensen machte Engels Chancen wenige Runden vor Schluss zunichte: “Er hat mich erst ganz normal überholt, ich konnte mich eine Zeitlang wehren, aber nicht ewig, er war einfach deutlich schneller”, rekapitulierte der Mücke-Pilot die entscheidenden Szenen. “Aber dann hat er einen Fehler gemacht, geriet in die Wiese, ich hab das auch aus dem Augenwinkel gesehen, wie er da abflog, für mich war er eigentlich schon draußen. Als er dann doch auf die Strecke zurück kam, konnte ich nichts mehr machen. Ich habe halt gehofft, dass er hinter mir durch rutscht, aber leider hat er mich halt doch noch erwischt…”

Kristensen war sein Missgeschick offensichtlich peinlich: “Er hat sich, glaube ich, tausend Mal bei mir entschuldigt, ich hab das natürlich auch akzeptiert, ich hab ihm gesagt, ich mach ihm da keine Vorwürfe. Er weiß selbst am besten, was er da falsch gemacht hat…” Passiert war ja zum Glück weiter nichts, “er hat mich hinten auf dem Rad getroffen, ich hab mich gedreht, im Moment spüre ich jedenfalls überhaupt nichts, maximal tut mir vielleicht morgen der Nacken ein bisschen weh…”

Enttäuscht war Engel natürlich schon, gerade im ersten Moment, “nicht nur für mich, sondern auch für das ganze Team, für die Jungs, die wirklich wieder toll gearbeitet haben. Die hätten es auch wirklich verdient gehabt, dass wir das Top-Ten-Ergebnis nach Hause gebracht hätten… Na ja, jetzt hat das halt Ralf abgestaubt, so ist es wenigstens im Team geblieben.”

Doch grundsätzlich war der 22-Jährige mit seinem zweiten DTM-Wochenende durchaus zufrieden: “Ich konnte schon einiges, was ich in Hockenheim gelernt habe, gut umsetzen, der ganze Ablauf funktionierte besser, alles lief etwas ruhiger. Im Qualifying bin ich dann noch ein bisschen unter meinen eigenen Erwartungen geblieben, weil ich keine optimale Runde hingekriegt habe, aber das Rennen war dann schon recht gut.” Schon in der Startrunde konnte Engel einige Plätze gut machen. “Ich bin gut weggekommen und konnte in der ersten und zweiten Kurve einige Leute überholen. Es ging recht turbulent zu, überall im Feld flogen auch Teile, aber ich bin unbeschadet durchgekommen und von da an auch ein gutes Tempo fahren.”

Auch die Boxenstopps funktionierten, “wir waren dann relativ früh der beste Mercedes-Jahreswagen, ich konnte dann gegen Ende auch einigen Boden gegen Ekström und Premat gutmachen… Sicher hatte Ekström ein beschädigtes Auto – aber trotzdem, alles in allem war das schon recht viel versprechend. Schade halt, dass jetzt am Ende doch kein zählbares Ergebnis dasteht – aber es ist auf jeden Fall etwas, worauf man für die Zukunft aufbauen kann.”

© adrivo Sportpresse GmbH

 

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 20042008

Der 10. Saisonlauf in der Analyse

Schwere Geburt

 

Schon seit drei Wochen war klar, dass das Saisonfinale in Hockenheim für die gesamte DTM nicht zum Spaziergang wurde. Nach den Erfahrungen von Barcelona durfte über alles spekuliert werden – von einer verkrampften Prozessionsfahrt bis hin zum erneuten Eklat. Für die DTM-Welt ebenso wie für Mattias Ekström wurde das Ergebnis des Hockenheimrennens zur schweren Geburt – mit gutem Ausgang.

Keine Frühgeburten

 

Vor wenigen Wochen waren sie in der Punktetabelle noch abgeschlagen hinter ihren drei Abt- und HWA-Teamkollegen platziert. Nun gaben Jamie Green und Timo Scheider teamintern die Pace vor – und wurden belohnt. “Jetzt die richtigen Worte zu finden, ist schwierig. Geil – das trifft es vielleicht. Ein Riesendank an Audi und die Äbte. Sie haben eine unglaublich gute Strategie erarbeitet. Das Auto war vom Anfang bis zum Ende perfekt”, kommentierte Scheider auf Rang zwei seinen lang ersehnten ersten Podestplatz, auf den er fast 80 DTM-Rennen hatte warten müssen. Dass Scheider während seiner Flucht nach vorne stets in Alarmbereitschaft war, Ekström bei Bedarf unter die Arme zu greifen, unterstrich die fahrerische Souveränität des Lahnsteiners, mit dem 2008 von Beginn an zu rechnen sein wird.

War Greens erster Sieg im 30. Rennen vor drei Wochen noch vom allgemeinen Chaos in Barcelona überschattet gewesen, so ließ der Brite diesmal keinen Zweifel daran, dass er auch unter normalen Umständen zu siegen imstande ist. “Ich war glücklich mit meiner Performance, das Auto hat perfekt funktioniert. Ich bin überglücklich; ich habe alle meine Gegner auf der Strecke überholt”, berichtete der HWA-Pilot zu Recht mit Stolz. Ganz nebenbei gelang Green die schnellste Runde des Rennens – womit er unter Beweis stellte, dass sich die aktuelle C-Klasse trotz des Gewichtsnachteils von zehn Kilogramm von ihrem Performance-Tief der beiden Vortage erholt hatte. Auch mit einem perfekt ausbalancierten A4 DTM hätte es Mattias Ekström wohl schwer gehabt, den endlich zur Hochform aufgelaufenen Briten hinter sich zu halten.

Schwere Titelgeburt

 

Schon nach kaum mehr als zwei Kilometern war der Dreikampf um den Titel zum Duell zwischen Mattias Ekström und Bruno Spengler geworden. Mit einem guten Start setzte sich Martin Tomczyk zunächst auf Rang vier vor Jamie Green, bevor in der Spitzkehre sein Schicksal als Meisterschaftsdritter bereits besiegelt war. “Zuerst bin ich in die Zwickmühle zwischen Timo und Jamie geraten. Dann war der Reifen kaputt und ich bin vor der Mercedes-Arena geradeaus geschossen”, schildert Tomczyk eine folgenreiche Berührung, die ihn zum unfreiwilligen Boxenstopp zwang. Timo Scheider konnte sich Kritik am späteren Rennsieger nicht verkneifen: “Hätte ihm Jamie innen Platz gelassen, wäre es für Martin einfacher gewesen. Martin hat mir keine Schuld gegeben. Ich kam zurück auf die Strecke und konnte im toten Winkel nicht sehen, wer sich wo befindet.” Am Ende wurde Tomczyk nach einer überzeugenden Aufholjagd noch Neunter – und zeigte so, wozu er unter normalen Umständen fähig gewesen wäre.

Ohnehin hatte sich Audi den Titelgewinn weitaus einfacher vorgestellt. “Audi Sport gewinnt vorzeitig die DTM 2007.” So behauptete es bis heute Morgen ein virtueller Audi-Flyer, der von der Homepage “schnellerfahren.com” verlinkt wurde – eine Persiflage auf die Mercedes-Kampagne “selberfahren.com”, die zu einer Probefahrt in der neuen C-Klasse anregen soll. Am Ende entschied Mattias Ekström den Titel nicht vorzeitig, sondern nach einer langen Zitterpartie für sich. Mühelos schien Ekström in Führung liegend dem Feld davonzuziehen, bis ihn starke Balance-Probleme ereilten: “In den ersten fünf Runden habe ich alles gegeben, dann hatten wir zu viel Übersteuern. Nach sieben Runden wurde es extrem anstrengend, denn das Handling des Autos hat extrem viel Konzentration erfordert”, berichtete der Schwede, dessen Titel bis zuletzt in Gefahr war: “Bruno kam im Rückspiegel immer näher – es wurde knapp.”

Spanische Nachwehen

 

Den Audi-Fans unter den Zuschauern rutschte das Herz in die Hose, als Jamie Green ohne jede Anstrengung am zunächst immer langsamer werdenden Ekström vorbeizog. Zwar stabiliserten sich die Rundenzeiten des Schweden rasch wieder auf einem zumindest durchschnittlichen Niveau. Doch Ekström durfte dankbar sein, dass ihn seine Teamkollegen sowie der Kommandostand mit einer perfekten Rennstrategie auch diesmal nicht im Stich ließen. Nachdem zunächst Scheider den zweifachen DTM-Champion von hinten abschirmte, tat Tom Kristensen sein Möglichstes, Bruno Spengler und Bernd Schneider das Leben schwer zu machen. “Ich wurde zu frühen Boxenstopps gebeten, was natürlich für mich nicht das Beste war, aber es hat geholfen: Wenn die Mercedes mich überholen wollten, mussten sie das auf der Strecke schaffen”, verriet Kristensen, dessen Pneus während des langen letzten Stints nachließen. Dass er im Kampf gegen Schneider eine Verwarnung der Rennleitung kassierte, konnte er nicht nachvollziehen: “Ich habe einmal Schneider berührt, einmal Spengler. Auf jeden Fall waren es keine unfairen Aktionen.”

In Reihen der Stuttgarter war man von der Fairness der Ingolstädter weniger überzeugt. “Wir wollten ein faires Finale, aber Audi hat das anders gesehen. Wie eigentlich auch schon die gesamte Saison hinweg – Audi hat mehr für das Team gekämpft, wir mehr für den Sport”, erregte sich Bruno Spengler, der sich insbesondere über angebliche Blockaden durch die Jahreswagen ärgerte: “Die Fairness war nicht auf beiden Seiten dieselbe. Ich habe viel Zeit hinter Prémat und Rockenfeller verloren, ich bin oft berührt worden und musste große Risiken eingehen, um die Jahreswagen zu überholen.” Auch Bernd Schneider und Alexandros Margaritis monierten die Sportlichkeit des Konkurrenz – ein Zwist trat zutage, den die beiden Sportchefs auf der Pressekonferenz noch verhindern konnten.

Wiedergeburt des Sports

 

Ein wenig Brisanz konnte dennoch nicht schaden, zumal der Finallauf im Allgemeinen äußerst fair über die Bühne ging. In insgesamt zwei Verwarnungen erschöpften sich die Strafen der Rennleitung, obwohl die Sportkommissare im Anschluss an das Barcelona-Rennen eine härtere Richtung als zuvor eingeschlagen hatten. Wurde noch in Spanien so manchem Titelkandidaten bereits der erste Zweikampf im Verhängnis, so war insbesondere Spengler in der Spitzkehre in zahllose beherzte Duelle involviert, die er immer wieder für sich entschied. Der gestern auf höchstem fahrerischen Niveau kämpfende Kanadier kam ohne Schäden an seiner aktuellen C-Klasse durch das Rennen. Derweil steckte Ekström noch der Schock von Barcelona in den Knochen, wie Jamie Green nach seinem erfolgreichen Manöver gegen den Schweden bestand: “Ich bin innen hineingestochen und ging vorbei – wobei er sich in seiner Situation natürlich auch extrem vorsichtig in diesem Zweikampf verhalten hat. Das war mein Vorteil.”

Trotz aller Diskussionen um die Rennstrategien der Audi-Jahreswagen musste am Ende auch Norbert Haug gestehen: “Heute haben die beiden Stopps zu einem tollen Rennen beigetragen.” Anders als noch beim Saisonauftakt führte die Handhabung der beiden Boxenstopps beim Finale nicht zu mangelnder Transparenz für den Zuschauer. Und doch stehen die beiden traditionellen Pflichtboxenstopps ebenso wie einige andere Elemente des Sportlichen Reglements möglicherweise zur Diskussion. “Wir sollten das Thema über den Winter besprechen – hier müssen wir konstruktiv am Reglement arbeiten, auch was den Strafenkatalog betrifft. Wenn es mit null Stopps besser gehen sollte, machen wir es mit null Stopps”, verriet Haug. Von einer sterbenden DTM war in Hockenheim nicht mehr die Rede…

© adrivo Sportpresse GmbH

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 15102007