5. Jul, 2010
Coulthard und Lauda kritisieren
Eine weitere Woche und damit weitere sieben Tage sind vergangen, in denen Kritiker Michael Schumacher kritisierten und in der seine guten Bekannten dazu anmahnten, doch etwas umsichtiger auf die aktuelle Situation zu blicken. Zur Verteidigung Schumachers rückte diesmal FIA-Präsident Jean Todt aus, der schon früher seinen ehemaligen Schützling aus dem kritischen Dauerfeuer nehmen wollte. “Es hängt immer vom Auto ab, das man fährt. Michael ist eine tolle Person, ein großartiger Champion. Ich kenne sonst niemanden, der sieben Titel und 91 Grands Prix gewonnen hat. Wenn einige Leute ihr Urteil fällen, dann sollten sie vorsichtig sein und das respektieren, was er geleistet hat”, meinte Todt gegenüber Autosport.
Auf der kritischen Seite stand in der vergangenen Woche unter anderem David Coulthard, der bei der BBC zum Rennen in Valencia ein paar Analysen anstellte. “Es sieht alles so provisorisch aus, was Michael macht. Er verwendet an manchen Stellen den Drehzahlbegrenzer sogar wie einen Tempomaten, um das Auto zu verlangsamen – das ist einfach schludrig. Das kostet Zeit und überhitzt den Motor”, meinte er. Der Schotte betonte, dass er sich nie gedacht hätte, dass Schumacher mit einem Problem einmal nicht klar kommt. Das Problem ist dabei nach wie vor das Auto, das recht unruhig auf der Strecke liegt.
Reifen als PS-Killer
Und natürlich ist da die Reifensituation, bei der Mercedes nach wie vor im Dunkeln tappt, auch wenig hilfreich. Die Bild am Sonntag rechnete vor, dass der schnelle Leistungs-Abbau so ist, als hätte Schumacher plötzlich 150 PS weniger im Auto. Der langsame Temperatur-Aufbau tut dann davor sein übriges. Niki Lauda meinte: “Alle Teams schimpfen auf die Reifen, aber alle haben auch das gleiche Problem. Das Problem bei Mercedes ist die Kette zwischen ihrem Simulator und der Realität im Rennen. Wer da am besten ist, der gewinnt. Wer da nicht auf dem neuesten Stand ist, verliert. McLaren und Red Bull haben die besten Simulatoren der Formel 1. Und sie verstehen die Reifen auch am besten. Bei Mercedes wird im Simulator nicht exakt genug gearbeitet. Die bringen das nicht auf die Strecke, was sie dort testen.”
Der Computer des Simulators soll bei Mercedes nicht auf dem neuesten Stand sein und Teamchef Ross Brawn meinte auch, um dieses Problem zu wissen. Mercedes-Sportchef Norbert Haug sagte: “Wartet ab. Am Ende ist unser Problem vielleicht eine Kleinigkeit. Aber wir müssen erst noch draufkommen.”
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28. Jun, 2010
Start und Boxenstopps entscheiden
Ratlosigkeit, Frust und Enttäuschung herrschten am Samstagnachmittag in der Mercedes-Box vor. “Es ist sehr frustrierend, so weit hinten zu stehen”, klagte Nico Rosberg, der kein bisschen mehr aus seinem Silberpfeil herausquetschen konnte, seine Runde sogar als super bezeichnete. Sie reichte trotzdem nicht zu mehr als Startplatz 12.
Die Reifen sind das große Problem von Mercedes GP. “Wir haben ein generelles Problem und wenn wir die weichen Reifen drauf machen, werden wir nicht noch schneller”, gesteht Michael Schumacher. Der Rekordweltmeister startet sogar nur von Startplatz 15. “Unsere Updates sind definitiv ein Vorteil, aber das sieht man in unserer Leistung nicht.”
Kämpfen
Jetzt müsse man kämpfen. “Überholen ist hier sehr eingeschränkt”, weiß Schumacher. “Unsere Starts waren zuletzt immer gut und dann müssen wir durch das Gewühl in der ersten Kurve kommen und vielleicht beim Boxenstopp ein bisschen cleverer sein als die anderen.” Mehr könne das Team nicht tun. Wenigstens einen Hoffnungsschimmer sieht er: “Mit mehr Benzin an Bord, sieht es nicht so schlecht aus.”
Teamchef Ross Brawn glaubte, dass die Probleme von Montreal abgehakt waren. “Aber sie sind noch immer eine Herausforderung für uns”, gesteht er. “Das Team und die Fahrer haben sich so gut wie möglich geschlagen, aber wir haben momentan nicht die Pace und bringen die Reifen nicht zum Arbeiten, besonders im Qualifying.”
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31. Mai, 2010
Red Bull in eigener Liga
Jetzt ist offiziell bestätigt, was alle erwartet haben: Red Bull setzt in der Türkei erstmals seine Version des F-Kanals ein. Sollte diese funktionieren, dürfte das schnellste Auto noch schneller werden. Dabei sagt Michael Schumacher schon jetzt, dass Red Bull in einer eigenen Liga fahre.
Trotzdem erwartet Mark Webber keine Spazierfahrt wie in Barcelona und Monaco. “Es wird schwierig, Barcelona zu wiederholen”, glaubt der WM-Spitzenreiter. Das Kräfteverhältnis könne sich von Strecke zu Strecke verschieben. Barcelona habe das bewiesen.
Neues Kräfteverhältnis?
“Dort war Lewis Hamilton unser härtester Gegner, also könnte man meinen, dass McLaren hier unser größter Herausforderer ist”, schlussfolgert Webber. “Aber wir müssen an Ferrari und Mercedes denken, wenn sie ein gutes Wochenende haben, können sie näher kommen.”
Darauf baut auch Schumacher, wobei der Rekordweltmeister nicht mit einem Angriff auf Red Bull rechnet. Er sieht Mercedes derzeit hinter Red Bull, Ferrari, McLaren und Renault. “Wir sollten hier in der Lage sein, Ferrari, McLaren und Renault zu ärgern. Für Red Bull wird es aber noch nicht reichen.”
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25. Mai, 2010
Hinter dem Safety Car
Im Fahrerlager von Monaco herrscht immer Chaos, aber nach dem Grand Prix am vergangenen Sonntag umso mehr: Durfte Michael Schumacher Fernando Alonso in der letzten Kurve des Rennens überholen oder nicht? Viele Experten und Rennfahrer glaubten: Ja, das darf er. Das Regelbuch sagt jedoch: Nein, das darf er nicht.
Mercedes wollte dagegen in Berufung gehen, verwarf diese Idee aber im Sinne des Sports. Die FIA reagierte trotzdem. In einer Stellungnahme teilte sie mit, dass die Probleme nach dem Monaco GP eine fehlende Klarheit im Regeltext aufgezeigt hätten. Demnach seien Veränderungen am Reglement notwendig, um das Rennende hinter dem Safety Car klarer festzulegen.
“Diese Anpassungen werden dabei helfen, zu verhindern, dass die Probleme des Monaco Grand Prix zukünftig erneut auftreten”, heißt es seitens der FIA. Die Sporting Working Group der Formel 1 wird einen Änderungsvorschlag an die Formel 1 Kommission übermitteln, der dann beim nächsten Meeting des World Motor Sport Council am 23. Juni in Genf abgesegnet werden soll.
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18. Mai, 2010
Alle Hoffnung auf den Start
Das Qualifying-Ergebnis hatte sich Mercedes anders vorgestellt. Die Plätze 6 und 7 waren für Nico Rosberg und Michael Schumacher eine kleine Enttäuschung. “Wir hatten die Chance auf bessere Startplätze”, gestand Teamchef Ross Brawn, der aber nur mit der Leistung im letzten Qualifying unzufrieden war. Im Q3 brachte das Team die Reifen und die freie Fahrt nicht zusammen. Einmal stand sogar Rosberg seinem Teamkollegen Schumacher im Weg.
“Wir hatten den Speed, um in Reihe 1 oder 2 zu stehen”, sagte Norbert Haug. “Aber wir konnten ihn nicht wie gewollt umsetzen.” Die Bestzeit von Rosberg im Q2 war laut Brawn mehr ein Indikator für die wahre Form von Mercedes in Monaco. “Aber wir haben dieses Potenzial nicht umgesetzt.”
Umso mehr schaut Michael Schumacher auf das Rennen. “Die gute Nachricht ist, dass ich innen starte und unsere Starts zuletzt gut waren”, sagte der Rekordchampion. “Wir können also zumindest hoffen, ein oder zwei Plätze gutzumachen.”
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