3. Freies Training

Hamilton vor Vettel

Lewis Hamilton und Sebastian Vettel: Das waren am Samstagabend in Singapur die beiden Fahrer, die den Ton im 3. Freien Training angaben. Mit knapp drei Zehnteln Vorsprung setzte sich McLaren-Pilot Hamilton gegen den Freitagsschnellsten Vettel durch. Zum Dritten Nico Rosberg klafft bereits eine Lücke von exakt sieben Zehnteln Rückstand auf die Bestzeit.

Dahinter bestätigt Heikki Kovalainen als Vierter die gute Form von McLaren Mercedes. Auch Robert Kubica und Nick Heidfeld waren mit den Plätzen 5 und 6 schnell unterwegs. Das Aerodynamikupdate scheint sich in Singapur also auszuzahlen. Bester Brawn-Pilot war Rubens Barrichello auf der siebten Position. Sein Teamkollege Jenson Button kam nur auf Platz 14 und beschwerte sich nach dem Training via Boxenfunk über massive Gripprobleme.

Die Top10 komplettierten Timo Glock, Sebastien Buemi und Jarno Trulli. Bester Ferrari-Pilot war erneut Kimi Räikkönen, der aber nicht über Platz 12 hinauskam. Giancarlo Fisichella wurde sogar nur Letzter.

Nicht optimal verlief das Training für einige Fahrer, die im Laufe der Session die diversen Notausgänge benutzen mussten. Dazu zählten unter anderem die beiden Schnellsten Hamilton und Vettel, aber auch Tonio Liuzzi. Räikkönen brauchte keinen Notausgang, musste aber auch einmal den Rückwärtsgang einlegen, als er mit seinem Ferrari vor einer Bande stehen blieb, die im Vorjahr Mark Webber zum Verhängnis geworden war. Der Australier kam als Dreizehnter unfallfrei durch das Training.

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3. Freies Training

Hamilton fährt allen davon

Das 3. Freie Training am Hungaroring setzte die Bestzeitenserie von McLaren Mercedes fort. Nach Heikki Kovalainen und Lewis Hamilton am Freitag war es erneut Hamilton, der am Samstagvormittag die schnellste Zeit fuhr. In 1:21.009 Minuten war er sogar eine Sekunde schneller als seine Freitagsbestzeit. Hamilton fuhr diese Zeit sogar auf einem längeren Run mit mehreren schnellen Runden am Ende der Session.

Platz 2 belegte Nick Heidfeld, der mit vier Zehnteln Rückstand ein erstes Lebenszeichen von BMW Sauber setzte. Sein Teamkollege Robert Kubica musste sich mit Rang 11 begnügen. Beide Fahrer greifen an diesem Wochenende auf einen neuen Frontflügel zurück, haben ansonsten aber nur wenige Neuerungen am Auto. Viel mehr Verbesserungen gibt es bei McLaren, wo neben Hamilton auch Kovalainen das neue Aerodynamikpaket am Auto hat. Der Finne fuhr am Ende die viertbeste Zeit, verlor aber viel Zeit in der Zielkurve, so dass er noch vor Heidfeld und Nico Rosberg hätte landen können.

Ebenfalls ein Update hat Toro Rosso. Nachdem man am Freitag Daten sammelte und versuchte, das neue Auto zu verstehen, zeigte Sebastien Buemi am Samstag, zu was das überarbeitete Auto fähig ist. Mit knapp acht Zehnteln Rückstand fuhr der Schweizer auf Rang 8. Sein Teamkollege Jaime Alguersuari lag lange in den Top10, fiel zum Ende der Session jedoch auf Platz 18 zurück. Trotzdem blieb der Debütant bislang an diesem Wochenende fehlerfrei.

Die Top10 komplettierten Timo Glock, Felipe Massa, Kazuki Nakajima und die beiden Red Bull Piloten Mark Webber und Sebastian Vettel. Bester Brawn-Fahrer war Rubens Barrichello auf Position 13. Jenson Button kam nur auf Rang 17. Kalt erwischt wurden zwei Deutsche: Timo Glock verlor viel Zeit wegen eines Hydraulikproblems an seinem Toyota, Adrian Sutil flog hingegen in die Reifenstapel ab und beschädigte die Frontpartie seines Force India. Trotzdem blieb er als 19. vor seinem Teamkollegen Giancarlo Fisichella.

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Hamilton auf Platz 4 vorgefahren

Bester mit KERS

Die Vorzeichen sprachen gegen Lewis Hamilton. Sein Auto hat nicht genügend Downforce, ist also zu langsam, um ganz vorne mitzufahren. Hinzu kam ein Getriebewechsel, der ihn auf Startplatz 18 zurückwarf, wenn auch nicht sehr weit, da er ohnehin nur auf Platz 15 stand. Trotzdem gab er nicht auf und glaubte daran, dass er noch nach vorne fahren könne.

“Es war eines der härtesten Rennen meiner Karriere”, gab er nach Platz 4 in Melbourne zu. “Es war wirklich sehr hart. Das Auto war wirklich schwer zu fahren. Danke an Gott, dass ich es überhaupt nach Hause gebracht habe.”

Lob gab es vom Motorsportchef: “Lewis auf Platz vier und bestes Auto mit KERS – das ist mehr als beim Start von Platz 18 erwartet”, freute sich Norbert Haug. “Trulli war während der Safety Car Phase neben der Strecke, Lewis überholte auf Platz 3, ließ Trulli aber wieder durch.”

Mit der Spitze konnte Hamilton jedoch nicht mithalten. “Mein Auto ist nicht unbedingt das Beste”, gesteht er. “Mit dem Abtrieb ist das noch nicht ganz so gut. Mit KERS geht aber vielleicht noch etwas.”

Neben Hamilton fuhren sein Teamkollege Heikki Kovalainen (Ausfall nach Kollision), die beiden Ferrari (beide ausgefallen), Nick Heidfeld (11.) und die beiden Renault von Fernando Alonso (6.) und Nelsinho Piquet (Ausfall nach Dreher) mit KERS.

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3. Training

Hamilton bleibt Spitzenreiter

Ein gewohntes Bild an der Spitze: Lewis Hamilton war auch am Samstagvormittag der Schnellste auf dem Hungaroring. Der Freitagsbestzeithalter war knapp dreieinhalb Zehntel schneller als Felipe Massa im Ferrari. Dahinter die erste Überraschung in der Zeitenliste: Timo Glock bestätigte die guten Eindrücke vom Freitag und wurde Dritter, noch vor Heikki Kovalainen und Nelsinho Piquet.
Nicht unter den Top-6 anzutreffen ist Kimi Räikkönen. Der Finne wurde nur Neunter. Vor ihm reihten sich noch Nick Heidfeld auf 6, Sebastien Bourdais auf 7 und Sebastian Vettel auf 8 ein. Für Vettel war es ein arbeitsreicher Samstagvormittag. Er drehte 22 Runden, um so wenigstens ein bisschen der verlorenen Freitagszeit gutzumachen. Wegen zwei technischer Defekte konnte der Toro Rosso-Pilot am Freitag nur neun Runden fahren. Die Top10 komplettierte Nico Rosberg auf Platz 10.

Erst langsam, dann schnell: das war das Motto von Renault. Die beiden Renault-Piloten eröffneten ihr 3. Training mit der Erfindung der Langsamkeit – über 25 Sekunden waren sie Runde für Runde langsamer als der Rest des Feldes. Der Grund: Alonso und Piquet fuhren Reifen für das Qualifying und Rennen an. Danach gaben sie Gas. Piquet war zeitweise sogar auf den Plätzen 1 und 2 zu finden, am Ende wurde er Sechster. Alonso legte nicht so viel Wert auf super schnelle Rundenzeiten und wurde Elfter.

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Großbritannien GP

Hamilton gewinnt sein Heimrennen

 

Er gab von Anfang an die Pace vor, selbst als Lewis Hamilton in den ersten Rennrunden hinter seinem Teamkollegen Heikki Kovalainen festhing, war deutlich zu erkennen, dass der Brite schneller war als der Finne. Sobald Hamilton in Runde 4 an Kovalainen vorbeigegangen war, konnte er seinen Vorsprung auf den zweiten McLaren stetig ausbauen. Als sich Kovalainen drehte, erhielt Hamilton zunächst einen neuen Gegner. Kimi Räikkönen robbte sich Runde für Runde in der Gischt des Silberpfeils heran.
Nach 13 Runden hatte Hamilton noch 4,5 Sekunden Rückstand, eine Runde später waren es nur noch 3,8 Sekunden. Vor Hamiltons Boxenstopp in Runde 21 trennten die beiden Führenden nur noch 1,2 Sekunden. Doch dann entschied sich McLaren richtig und Ferrari falsch. Hamilton wechselte beim ersten Stopp auf neue Intermediates, Räikkönen ließ die angefahrenen Reifen drauf – ein Fehler. Der Finne verlor danach bei neuerlich einsetzendem Regen mehrere Sekunden pro Runde, in Umlauf 26 hatte Räikkönen bereits 21,8 Sekunden Rückstand auf den Briten. Bald schon fiel der Ferrari mit der Startnummer 1 Platz um Platz zurück und Nick Heidfeld rückte an die Stelle des Verfolgers.

Der Deutsche war es auch, der die beiden besten Überholmanöver des Rennens zeigte. Zunächst überholte er Timo Glock und Fernando Alonso auf einen Schlag, dann schnappte er sich Räikkönen und Kovalainen im Finnendoppelpack eingangs Start- und Ziel. An Hamilton kam Heidfeld allerdings nicht mehr heran. Er musste zwischenzeitlich sogar Rubens Barrichello ziehen lassen, der mit extremen Regenreifen schneller fahren konnte, aber noch einmal an die Box musste und so Platz 2 an Heidfeld zurückgab.

Hinter Hamilton und Heidfeld schnappte sich Barrichello das letzte freie Plätzchen auf dem Siegertreppchen. Pole-Mann Kovalainen blieb abermals unbelohnt und belegte nach zwei Drehern nur Platz 6. Bis 10 Runden vor dem Ende lag Kovalainen noch auf Position 4, bat jedoch Fernando Alonso und Kimi Räikkönen mit seinem zweiten Dreher vorbei. Räikkönen konnte sich nach dem Reifenwechselfehler stabilisieren, allerdings nicht ohne selbst zwei Dreher auf den Asphalt zu legen. Am Ende kam er vor Kovalainen und Alonso als Vierter ins Ziel. Teamkollege Massa war noch besser dabei: er fabrizierte als absoluter Dreherkönig des Tages sechs Pirouetten.

Chaos nach dem Start

 

Die Strecke war nass und das Chaos in den ersten drei Runden groß. An der Spitze katapultierte sich Lewis Hamilton von Startplatz 4 auf Platz 2 nach vorne, duellierte sich sogar mit seinem Teamkollegen Heikki Kovalainen, musste dann jedoch zurückstecken. Dahinter kassierte Kimi Räikkönen den Überraschungszweiten Mark Webber, der sich danach aber (zum ersten von drei Malen) drehte und weit zurückfiel. Für ihn begann damit eine Aufholjagd vom Ende des Feldes, in deren Verlauf er einen Kontrahenten nach dem anderen überholte, letztlich aber keine Punkte sammelte.

Das gleiche Schicksal ereilte Felipe Massa, der sich von Position 9 bereits um einige Plätze verbessert hatte, durch zwei Dreher innerhalb von drei Runden allerdings ans Ende des Feldes zurückgereicht wurde. Von dort kam der Brasilianer, im Gegensatz zu Webber, nicht mehr nach vorne, unter anderem wegen der weiteren Dreher, die der F2008 mit der Startnummer 2 auf seiner Liste verbuchte.

Für Sebastian Vettel und David Coulthard war das Rennen schon in Runde 2 zu Ende, als der Red Bull das Heck des Toro Rosso anschob und sich beide hintereinander im Parallelflug von der Strecke drehten. “Ich habe einen Schlag von hinten links bekommen, das hat mich rumgedreht”, erklärte Vettel. “Aus dem Kies gab es kein Herauskommen mehr.” Das sei schade gewesen. “Denn es hätte ein sehr gutes Rennen für uns werden können. Punkte wären möglich gewesen, waren für die Bedingungen perfekt gerüstet.”

David Coulthard tat der Unfall leid. “Ich bin sehr enttäuscht”, sagte der Brite. “Ich habe zwei Red Bull-Autos ausgeschaltet, das ist das schlimmste Szenario.” Unter solchen Bedingungen müsse man seine Chancen nutzen und Coulthard glaubte, eine Lücke zu sehen. “Leider war das eine schlechte Entscheidung.”

Der nächste Ausfall traf ebenfalls einen Deutschen. Adrian Sutil verlor sein Auto im Duell mit dem zweiten Toro Rosso von Sebastien Bourdais, der knapp hinter dem Force India fuhr. Sutil drehte sich, schlitterte über die Wiese und die Strecke und strandete auf der anderen Seite im Kiesbett. “Das war schade”, klagte Sutil. “Wir lagen nicht schlecht, es wäre noch etwas gegangen. Aber im Regen ist es immer riskant, manchmal muss man das Glück haben, an der rechten Stelle zu sein.” Das war bei ihm nicht der Fall. “Beim Anbremsen hatte ich Aquaplaning, ich hatte keine Chance, das Auto abzufangen.”

Trotz einiger Ausritte in die Wiese war Lewis Hamilton der überlegene Mann des Tages. Er fuhr mit über einer Minute Vorsprung auf den Zweiten Nick Heidfeld über die Ziellinie. Platz 3 belegte Rubens Barrichello vor Räikkönen, Kovalainen und Alonso. Die letzten beiden Punkteränge schnappten sich Jarno Trulli und Kazuki Nakajima, der Massa in Sachen Drehern in nichts nachstand. Nico Rosberg fuhr aus der Boxengasse auf Platz 9 – und das mit einem Notstopp für einen neuen Frontflügel, der er sich am Heck von Timo Glocks Toyota abgefahren hat.

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