Qualifying

Nächste Pole für Webber

 

Red Bull ist im Qualifying eine Welt für sich. Siebtes Qualifyings, siebte Pole Position für das Team von Christian Horner. Wie bei den letzten beiden Rennen steht erneut der Australier Mark Webber ganz vorne. Er fuhr in 1:26.295 Minuten die schnellste Zeit des Qualifyings. Sein Teamkollege Sebastian Vettel startet hinter Lewis Hamilton von Platz 3. Der Deutsche machte auf seinen beiden schnellen Qualifying-Runden im Q3 einen Fehler und konnte seinen Teamkollegen so nicht gefährden.

Die zweite Startreihe komplettiert Jenson Button im zweiten McLaren. Startplatz 5 ging an Michael Schumacher, der seinen Teamkollegen Nico Rosberg auf Platz 6 verdrängt – in den Schlusssekunden des Qualifyings legte Schumacher aber einen Dreher in Kurve 8 hin und rief gelbe Flagge hervor. Die Top-10 komplettieren Robert Kubica, Felipe Massa, Vitaly Petrov und Kamui Kobayashi.

Alonso scheitert an Top-10

 

Die große Überraschung des zweiten Qualifyings war Fernando Alonso. Der Ferrari-Pilot machte auf der entscheidenden Runde einen Fehler und kam nicht über Platz 12 hinaus. Somit verfehlte er zum zweiten Mal in Serie das Q3 – zur Erinnerung: In Monaco konnte er gar nicht am Qualifying teilnehmen. “Wir waren nicht schnell genug”, sagte Alonso. “Wir müssen ruhig bleiben und das Maximum aus dem Rennen herausholen.”

Am Ende des Feldes gesellte sich Tonio Liuzzi als 18. zu den sechs Piloten der neuen Teams. Nach seinem guten Abschneiden in Monaco scheiterte der Italiener in Istanbul im Q1. Die besten Neulinge waren erneut die Lotus-Fahrer Jarno Trulli und Heikki Kovalainen.

Dahinter zeigte sich Timo Glock mit Platz 21 zufrieden. “Es hat heute viel Spaß gemacht”, sagte Glock. “Ich war von Runde zu Runde näher an Lotus dran.” Am Freitag seien die Grünen noch eine Sekunde weg gewesen. Mit seiner Runde war er nicht ganz zufrieden. “Es war schwierig, die Reifen auf Temperaturen zu bekommen und dann habe ich in der ersten Kurve einen Fehler gemacht.” Damit waren seine weichen Reifen hinüber. “Trotzdem bin ich recht zufrieden. Ich hatte meinen Teamkollegen im Griff und habe mich nahe an Lotus herangekämpft.”

Das Qualifying im Überblick

 1. Session

Zwischenfälle: keine

ausgeschieden: Liuzzi, Trulli, Kovalainen, Glock, Senna, di Grassi, Chandhok

Top-6: Vettel, Webber, Button, Petrov, Rosberg, Hamilton

 

 

 2. Session

Zwischenfälle:

ausgeschieden: Sutil, Alonso, de la Rosa, Buemi, Barrichello, Alguersuari, Hülkenberg

 

 

 Top-6: Vettel, Webber, Hamilton, Rosberg, Massa, Button

 

 

  3. Session

 

 

 Zwischenfälle: keine

Top-6: Webber, Hamilton, Vettel, Button, Schumacher, Rosberg

 

 

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Qualifying

Dritte Pole für Vettel

 

Red Bull dominiert das Qualifying in der Formel 1: Viertes Qualifying, vierte Pole Position für das Team. Zum dritten Mal startet Sebastian Vettel vom ersten Startplatz. Zusammen mit ihm geht sein Teamkollege Mark Webber aus der ersten Reihe in den vierten Grand Prix des Jahres.

Vettel war nach seiner perfekten Pole-Runde, die ihm zweieinhalb Zehntel Vorsprung auf seinen Teamkollegen einbrachte, begeistert: “Yeah, Baby”, funkte er ans Teams. Sein Teamchef Christian Horner scherzte im Boxenfunk: “Wer braucht da eine Höhenkontrolle?” Eine solche hatte die Konkurrenz dem Team unterstellt. Diese Konkurrenz wird in China von Fernando Alonso auf Startplatz 3 angeführt. Neben ihm startet Nico Rosberg vor den beiden McLaren von Jenson Button und Lewis Hamilton. Felipe Massa und Robert Kubica stehen in Reihe vier. Michael Schumacher und Adrian Sutil direkt dahinter auf den Startplätzen 9 und 10.

Glock bester Neuling

 

Nico Hülkenberg startet das Rennen von Platz 16. Der Williams-Pilot machte in der letzten Kurve einen Fehler, hätte aber auch ohne diesen das Q3 verpasst. “Ich wäre nur zwei, drei Zehntel schneller gewesen, mehr nicht”, sagte er. “Ich weiß auch nicht, wo Rubens Barrichello die Runde hergezaubert hat. Respekt.” Sein Teamkollege startet von Platz 11. “Ich dachte nicht, dass das Auto so schnell ist”, so Hülkenberg. “Meine Runde war gut bis zur letzten Kurve.”

Nur ein etabliertes Team scheiterte im Q1: Force India Pilot Tonio Liuzzi schaffte es als 18. nicht in die zweite Runde. Hinter ihm führt Timo Glock das Feld der Neueinsteiger an. “Leider sind noch Teile am Flughafen unter der Aschewolke”, sagte der Virgin-Pilot. “Deswegen wundert es mich, dass wir vor Lotus sind.” Glock hing im Verkehr, hatte nur eine freie Runde am Ende des Q1. Die gelang ihm. “Ich habe das Zehntel rausgeholt, um vor Lotus zu stehen. Das hat gepasst.”

Am Ende des Feldes finden sich die beiden HRT-Fahrer wieder. Bruno Senna klagte darüber, dass sein Team vor dem Qualifying das Mapping für den Speedlimiter veränderte und dabei auch die Gaspedalsteuerung durcheinander brachte. Vorher sei das Auto gut gewesen, danach fast unfahrbar.

Das Qualifying im Überblick

 

1. Session

 

 

Zwischenfälle: Dreher Kovalainen, Dreher Chandhok

ausgeschieden: Liuzzi, Glock, Trulli, Kovalainen, di Grassi, Chandhok, Senna

Top-6: Hamilton, Rosberg, Webber, Alonso, Massa, Button

2. Session

 

 

 Zwischenfälle: Probleme bei Button

ausgeschieden: Barrichello, Alguersuari, Buemi, Petrov, Kobayashi, Hülkenberg, de la Rosa

Top-6: Hamilton, Webber, Rosberg, Alonso, Vettel, Massa

3. Session

 

 

 Zwischenfälle: keine

Top-6: Vettel, Webber, Alonso, Rosberg, Button, Hamilton

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Foto: Sutton

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Coulthard kam nur bis zur ersten Kurve

Dabei wollte er unbedingt ankommen

 

Hängende Köpfe bei Red Bull, ganz besonders bei David Coulthard. Der Schotte fuhr heute das letzte Rennen seiner Karriere, wenn man es überhaupt Rennen nennen kann. Der Red Bull Pilot kam keine 200 Meter weit, bevor ihm Rosberg im Senna S ins Heck krachte. Dabei drehte sich der Schotte und kollidierte mit Nakajima, der nicht mehr ausweichen konnte. Bitter, denn das Ziel für sein letztes Rennen war sowieso nicht sehr hoch gesetzt, er wollte jedoch unbedingt die Zielflagge sehen.

“Ich bin wirklich am Boden zerstört”, sagte Coulthard. “So hätte meine Karriere nicht enden sollen. Ich bin sehr vorsichtig auf die erste Kurve zugefahren und hatte auch genügend Platz um mich herum. Leider hat mich Rosberg von hinten getroffen und mich umgedreht. Eigentlich dachte ich es wäre nichts passiert, doch dann ist mir Nakajima in die Front gefahren. Ich hatte ein gutes Gefühl bei den Runden in die Startaufstellung. Ich hatte kein Problem mit den feuchten Bedingungen und wollte unbedingt die Zielflagge sehen. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen am Ende ein paar Donuts für die Zuschauer zu drehen, wofür man normalerweise bestraft wird. Es hat halt nicht sein sollen.”

“Ich kann mich nicht beschweren”, fuhr Coulthard fort. “Meine Karriere war sehr gut, ein großes Dankschön an alle die mich unterstützt haben. Auch einen großen Dank an alle Mitarbeiter von Red Bull die mich in den letzten vier Jahren toll unterstützt haben. Wir hatten wirklich viel Spaß und ich freu mich auch in Zukunft mit ihnen zusammenzuarbeiten. Ich habe dieses Wochenende eine tolle Unterstützung im Paddock Club erfahren.”

Die Karriere von Mark Webber ist noch nicht vorbei, er bekommt aber nächstes Jahr mit Sebastian Vettel einen neuen jungen Teamkollegen. Heute gab es für Webber kein zählbares Resultat, mit Platz 9 verpasste der Australier die Punkte ganz knapp. “Das Auto war heute sehr schwierig zu fahren”, sagte Webber. “Wir hatten einen langen mittleren Stint, aber die Leistung war einfach nicht da und ich hatte viele Probleme. Wir kannten einige davon aus den Trainings haben es aber nicht geschafft sie zu lösen. Es ist enttäuschend auf Platz 9 ins Ziel zu kommen.”

Christian Horner, Teamchef von Red Bull Racing, litt mit David Coulthard. “Es ist wirklich eine Schande, dass David bereits in der ersten Kurve ausgefallen ist”, sagte Horner. “Er kann jetzt auf eine tolle Karriere zurückblicken. Er wechselt jetzt in einen neuen Lebensabschnitt und wird auch weiterhin eng mit Red Bull Racing verbunden bleiben. Wir werden mit ihm außerhalb des Cockpits weiterarbeiten. Mark fuhr ein gutes Rennen unter schweren Bedingungen. Wir haben beim ersten Stopp die Chance genützt sein Auto ganz voll zu machen. Wir haben uns entschlossen in den letzten Runden auf Intermediates zu wechseln. Der neunte Platz ist schon etwas frustrierend. Gratulation an Lewis Hamilton zu seinem Weltmeistertitel.”

David Coulthard fuhr 246 Grand Prix, holte 535 Punkte und feierte 13 Siege.

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