2. Freies Training

Alonso beim Heimspiel vorne

 

Bei seinem ersten Heimrennen in dieser Saison in Barcelona stand Fernando Alonso auf dem Podium. Dieses Ergebnis möchte er am Sonntag in Valencia wiederholen. Der Anfang ist gemacht. Im 2. Freien Training am Freitagnachmittag fuhr der Ferrari-Pilot in 1:39.283 Minuten die schnellste Zeit.

Knapp hinter dem Spanier reihte sich Sebastian Vettel ein. Der Red-Bull-Pilot hatte nur 0,056 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit des Lokalmatadors. Platz 3 belegte Vettels Teamkollege Mark Webber, der den starken Eindruck von Red Bull bestätigte.

Ebenfalls schnell unterwegs war Nico Rosberg. Der Mercedes-Fahrer erzielte die Bestzeit im 1. Freien Training und fuhr in der zweiten Session auf Rang vier. Sein Teamkollege Michael Schumacher belegte die Positionen acht und elf. Er musste als Valencia-Neuling erst einmal die Strecke kennen lernen. Gleichzeitig hat Mercedes GP einige neue Teile mitgebracht, die zumindest bei Rosberg zu fruchten scheinen.

Hinter dem Mercedes-Silberpfeil von Rosberg reihte sich der beste McLaren-Silberpfeil ein: Lewis Hamilton wurde Fünfter – vor Robert Kubica, Felipe Massa und Adrian Sutil. Die Top-10 komplettierten Jenson Button und Rubens Barrichello. Massa löste die einzige rote Flagge der zweiten Session aus. Der Brasilianer drehte sich in seinem Ferrari und blieb mittig auf der Strecke stehen. Sein Auto wurde jedoch rechtzeitig an die Box zurückgebracht, so dass er noch die letzte halbe Stunde Training bestreiten konnte.

Auch Vitaly Petrov legte einen Dreher auf den Asphalt, er konnte jedoch weiter fahren. Weniger gut endete der Tag für Timo Glock. Sein Virgin rollte mit einem Getriebeschaden am Streckenrand aus. Auf der schmutzigen Strecke kamen auch einige andere Fahrer von der Bahn ab oder schnitten durch die weitläufigen Auslaufzonen des Betontempels ab. Darunter waren auch Vettel und Hamilton.

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Platz 4 für Schumacher

Punkte mitgenommen

 

Zum zweiten Mal in dieser Saison belegte Michael Schumacher in Istanbul Platz 4. Damit stellte der Mercedes-Rückkehrer sein bestes Saisonergebnis ein. Eine Chance auf eine Position weiter vorne hatte er nicht – ohne den Unfall zwischen Sebastian Vettel und Mark Webber wäre er sogar nur Fünfter geworden.

“Es war ein relativ normales Rennen, nicht schwierig”, sagte Schumacher. Das Auto habe sich gut verhalten, aber abgesehen von der ersten Runde sei das Rennen ohne viel Action verlaufen. “Ich habe dieses Jahr Jenson Button einige Male auf der Strecke getroffen und es ist schön, wenn man mit einem nicht ganz so starken Auto am Start mitmischen kann. Leider nicht lange genug.”

Duell mit Button

 

Button kam schon bald wieder an Schumacher vorbei. “Das lag auch daran, dass die Aufwärmrunde sehr langsam gefahren wurde und mein Reifendruck sehr niedrig war. Dadurch hatte ich arge Probleme, das Auto in den ersten zwei Runden auf der Strecke zu halten.” So konnte er sich nicht deutlich von Button absetzen und dieser nutzte seinen Geschwindigkeitsvorteil aus, um wieder vorbeizugehen.

Im Laufe des Rennens hatte Schumacher, wie sein Teamkollege Nico Rosberg, eine Phase, in der die Reifen nachzulassen schienen. “Deshalb bin ich bewusst etwas langsamere Zeiten gefahren, um die Reifen zu schonen.” Danach habe er wieder schneller fahren können.

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Qualifying

Nächste Pole für Webber

 

Red Bull ist im Qualifying eine Welt für sich. Siebtes Qualifyings, siebte Pole Position für das Team von Christian Horner. Wie bei den letzten beiden Rennen steht erneut der Australier Mark Webber ganz vorne. Er fuhr in 1:26.295 Minuten die schnellste Zeit des Qualifyings. Sein Teamkollege Sebastian Vettel startet hinter Lewis Hamilton von Platz 3. Der Deutsche machte auf seinen beiden schnellen Qualifying-Runden im Q3 einen Fehler und konnte seinen Teamkollegen so nicht gefährden.

Die zweite Startreihe komplettiert Jenson Button im zweiten McLaren. Startplatz 5 ging an Michael Schumacher, der seinen Teamkollegen Nico Rosberg auf Platz 6 verdrängt – in den Schlusssekunden des Qualifyings legte Schumacher aber einen Dreher in Kurve 8 hin und rief gelbe Flagge hervor. Die Top-10 komplettieren Robert Kubica, Felipe Massa, Vitaly Petrov und Kamui Kobayashi.

Alonso scheitert an Top-10

 

Die große Überraschung des zweiten Qualifyings war Fernando Alonso. Der Ferrari-Pilot machte auf der entscheidenden Runde einen Fehler und kam nicht über Platz 12 hinaus. Somit verfehlte er zum zweiten Mal in Serie das Q3 – zur Erinnerung: In Monaco konnte er gar nicht am Qualifying teilnehmen. “Wir waren nicht schnell genug”, sagte Alonso. “Wir müssen ruhig bleiben und das Maximum aus dem Rennen herausholen.”

Am Ende des Feldes gesellte sich Tonio Liuzzi als 18. zu den sechs Piloten der neuen Teams. Nach seinem guten Abschneiden in Monaco scheiterte der Italiener in Istanbul im Q1. Die besten Neulinge waren erneut die Lotus-Fahrer Jarno Trulli und Heikki Kovalainen.

Dahinter zeigte sich Timo Glock mit Platz 21 zufrieden. “Es hat heute viel Spaß gemacht”, sagte Glock. “Ich war von Runde zu Runde näher an Lotus dran.” Am Freitag seien die Grünen noch eine Sekunde weg gewesen. Mit seiner Runde war er nicht ganz zufrieden. “Es war schwierig, die Reifen auf Temperaturen zu bekommen und dann habe ich in der ersten Kurve einen Fehler gemacht.” Damit waren seine weichen Reifen hinüber. “Trotzdem bin ich recht zufrieden. Ich hatte meinen Teamkollegen im Griff und habe mich nahe an Lotus herangekämpft.”

Das Qualifying im Überblick

 1. Session

Zwischenfälle: keine

ausgeschieden: Liuzzi, Trulli, Kovalainen, Glock, Senna, di Grassi, Chandhok

Top-6: Vettel, Webber, Button, Petrov, Rosberg, Hamilton

 

 

 2. Session

Zwischenfälle:

ausgeschieden: Sutil, Alonso, de la Rosa, Buemi, Barrichello, Alguersuari, Hülkenberg

 

 

 Top-6: Vettel, Webber, Hamilton, Rosberg, Massa, Button

 

 

  3. Session

 

 

 Zwischenfälle: keine

Top-6: Webber, Hamilton, Vettel, Button, Schumacher, Rosberg

 

 

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3. Freies Training

Vettel in letzter Sekunde vorne

 

Sebastian Vettel ließ nicht locker, kämpfte bis zuletzt und schnappte sich bereits nach Ablaufen der Zeit die Bestzeit des 3. Freien Trainings in der Türkei. In 1:27.086 Minuten fuhr der Red Bull Pilot ohne F-Kanal knapp drei Zehntel schneller als sein bester Verfolger, Nico Rosberg. Für Vettel war es bereits der zweite Anlauf mit weichen Reifen, um die bis dahin geltende Bestzeit von Lewis Hamilton zu schlagen.

Hamilton musste sich am Ende mit Position 3 hinter Vettel und Rosberg begnügen. Mark Webber komplettierte die ersten Vier mit viereinhalb Zehnteln Rückstand auf die Zeit seines Teamkollegen. Wie Vettel versuchte er in den Schlussminuten einen Angriff mit weichen Reifen, erwischte aber keine perfekte Runde – gleich mehrmals fuhr er neben die Strecke, hatte sogar einen Dreher. Die Top-8 komplettierten Robert Kubica, Fernando Alonso, Michael Schumacher und Jenson Button.

Viele Probleme am Morgen

 

Das letzte Training erlebte einige Zwischenfälle. Das erste Problem hatte Heikki Kovalainen schon kurz nach dem Start der Session. Der Lotus-Pilot klagte im Funk abermals über ein Getriebeproblem und schlich an die Box zurück. Wenig später das gleiche Bild bei Adrian Sutil: Der Force India Fahrer schleppte sein Auto mit einem Hydraulikproblem an die Box zurück.

Da aller schlechten Dinge bekanntlich drei sind, rollte kurz darauf auch Mark Webber im Red Bull im Notprogramm an die Box zurück. Der Wagen des Australiers nahm aufgrund eines Hydraulkproblems kein Gas an. Im Gegensatz zum Motorschaden am Freitag war sein Training nicht vorzeitig beendet. Wie Sebastian Vettel fuhr auch Webber ohne den F-Kanal, den Red Bull in Montreal das nächste Mal ausprobieren möchte.

Die spektakulärste Aktion des 3. Trainings lieferte Lewis Hamilton ab. Der Brite legte einen High-Speed-Dreher auf den Asphalt, bremste sich seinen Reifen platt und blieb im Kiesbett stecken. Nachdem ihm die Streckenposten aus dem Kies befreit hatten, humpelte er mit dem havarierten McLaren an die Box zurück.

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Monaco GP

Webber gewinnt in Monaco

 

Schon in Runde 36 des Monaco GP winkten die entspannt wirkenden Red Bull Mechaniker in der Box in die Kamera. Man hätte meinen können, sie winkten der weit hinterherhinkenden Konkurrenz von Mark Webber und Sebastian Vettel zum Abschied – ohne die vier Safety Car Phasen des Rennens wären die Red Bull auch in Monaco in einer eigenen Welt gefahren und hätten einen überragenden Vorsprung herausgefahren – so wie eine Woche zuvor in Barcelona.

Der Unterschied: Diesmal konnte Sebastian Vettel den Red Bull Erfolg perfektionieren und Platz 2 hinter seinem Teamkollegen absichern – obwohl Kubica gegen Ende noch einmal näher kam. Gegen Webber hatte Vettel wie im Qualifying nicht den Hauch einer Chance. Der Australier fuhr zum zweiten Mal innerhalb von sieben Tagen dem Rest der Formel-1-Welt auf und davon. Selbst die Safety Car Phasen konnten ihn nicht einbremsen. Er fuhr jedes Mal wieder einen Vorsprung heraus.

Vettel legte den Grundstein für seinen zweiten Platz am Start. Er startete auf der sauberen Seite und zog innen am Zweiten Robert Kubica vorbei, der sogar noch einen Platz an Felipe Massa verlor, den er sich im Rennverlauf zurückholte. Trotz einiger Zwischenfälle war das nach 78 Runden auch der Zieleinlauf: Webber vor Vettel und Kubica. Hinter dem Polen belegten Felipe Massa, Lewis Hamilton und Fernando Alonso die Plätze in den Top-6.

Alonso legte die taktische Meisterleistung des Rennens hin. Nach einem Unfall im dritten Freien Training am Samstagvormittag konnte er nicht am Qualifying teilnehmen und musste aus der Boxengasse starten. Nach einer Runde kam er an die Box, wechselte von weichen auf harte Reifen und fuhr die restlichen 77 Runden mit dem harten Reifensatz durch – so lag er nach den Boxenstopps aller anderen Piloten plötzlich auf Platz 6; vor Michael Schumacher und Nico Rosberg! In der letzten Kurve verlor Alonso den sechsten Platz jedoch an Schumacher, der nach dem Abbiegen des Safety Cars innen am Spanier vorbeiging. Die letzten Punkteränge belegten die beiden Force India Fahrer Adrian Sutil und Tonio Liuzzi.

Safety Car hoch drei

 

Der Start lief glatt, trotzdem wurde noch in der ersten Runde die erste Safety Car Phase ausgerufen. Nico Hülkenberg krachte mit seinem Williams im Tunnel in die Leitplanke. “Bis zum Tunnel fühlte sich das Auto normal an, dann ist in der Kurve etwas passiert und ich bin geradeaus in die Mauer gefahren”, erklärte der Deutsche.

Gleich zu Beginn der Safety Car Phase ereignete sich der nächste Ausfall: Jenson Button stellte seinen McLaren mit rauchendem Heck ab. Der Grund: Ein Mechaniker hatte in der Startaufstellung einen Kühler im linken Seitenkasten vergessen. Der Motor überhitzte und Button war draußen.

“Es hat den Motor gegrillt”, sagte Button. “Ich wollte kein Öl auf der Strecke verteilen. Es wäre okay gewesen, wenn wir kein Safety Car gehabt hätten. Das war das Ende, denn bei so einer geringeren Geschwindigkeit kommt dann keine Luft rein, um zu kühlen.”

Hülkenberg muss sich jedoch keine Vorwürfe machen: Danach gab es noch drei Safety Car Phasen. Eine wegen eines heftigen Unfalls des zweiten Williams-Piloten Rubens Barrichello, eine wegen eines lockeren Kanaldeckels und eine wegen eines Unfalls zwischen Jarno Trulli und Karun Chandhok. Barrichello drehte sich und schlug seitwärts in die Leitplanken ein. Danach schmiss er sein Lenkrad auf die Straße, das Karun Chandhok überfuhr. “Nach dem Boxenstopp war das Auto nicht in Ordnung”, sagte Barrichello. “Das Lenkrad fühlte sich taub an.”

Den spektakulärsten Unfall hatten Trulli und Chandhok in Rascasse. Der Italiener wollte den HRT-Piloten innen überholen, Chandhok machte zu und der Lotus flog über das Hispania-Auto hinweg – direkt vor den führenden Red Bull.

Schon gar nicht mehr dabei waren zu diesem Zeitpunkt die beiden Sauber-Piloten Pedro de la Rosa und Kamui Kobayashi und die beiden Virgin-Fahrer Timo Glock und Lucas di Grassi. “Mir ist hinten rechts die Spurstange gebrochen”, verriet Glock, der nirgends angeschlagen ist. “Im Casino war auf einmal das hintere Rad locker und ist seitlich weggestanden. Da war kein Weiterfahren mehr möglich.” Auch Bruno Senna (Hydraulikdefekt), Heikki Kovalainen (Getriebedefekt) und Vitaly Petrov sahen die Zielflagge nicht.

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