1. Freies Training

Vettel fährt Bestzeit in Silverstone

 

In der Saison 2009 war Silverstone Red-Bull-Land. Sebastian Vettel und Mark Webber fuhren Kreise um die Konkurrenz, selbst die bis dahin überlegenen Brawn GP. Auch in diesem Jahr glaubt Vettel, dass die Strecke dem RB6 liegen wird. Allerdings wurde der Kurs umgebaut, einige Kurven wie Bridge wurden durch einen neuen Arena-Komplex ersetzt.

Red Bull gab trotzdem die Pace vor. Vettel fuhr in 1:32.280 Minuten die schnellste Zeit des 1. Freien Trainings. Platz 2 ging mit drei Zehnteln Rückstand an Lokalmatador Lewis Hamilton, der sich wiederum gut ein Zehntel vor Robert Kubica platzierte. Der Pole bestätigte die gute Form von Renault auf Platz 3. Mark Webber landete im zweiten RB6 auf Platz 4.

Adrian Sutil fuhr beim Heimspiel von Force India, deren Fabrik direkt gegenüber der Strecke liegt, auf den fünften Platz und war damit schneller als seine Landsleute Nico Rosberg und Nico Hülkenberg auf den Positionen sechs und sieben. Jenson Button, Michael Schumacher und Rubens Barrichello komplettierten die ersten Zehn. Die Ferrari-Piloten Fernando Alonso und Felipe Massa kamen nur auf die Plätze 13 und 17.

Probleme gab es bei den Neulingen. Sowohl Virgin als auch Lotus hatten technische Defekte zu beklagen. Fairuz Fauzy konnte nur elf Runden im Lotus von Jarno Trulli zurücklegen und musste das Auto zum Ende der Session zusätzlich am Streckenrand abstellen. Bei HRT schloss der Ersatzmann von Bruno Senna, Sakon Yamamoto, das Training als 24. und Letzter ab – mit 7,3 Sekunden Rückstand auf Vettel und fast einer Sekunde Rückstand auf den zweiten HRT-Fahrer Karun Chandhok.

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Mercedes verliert gegen die Reifen

Start und Boxenstopps entscheiden

 

Ratlosigkeit, Frust und Enttäuschung herrschten am Samstagnachmittag in der Mercedes-Box vor. “Es ist sehr frustrierend, so weit hinten zu stehen”, klagte Nico Rosberg, der kein bisschen mehr aus seinem Silberpfeil herausquetschen konnte, seine Runde sogar als super bezeichnete. Sie reichte trotzdem nicht zu mehr als Startplatz 12.

Die Reifen sind das große Problem von Mercedes GP. “Wir haben ein generelles Problem und wenn wir die weichen Reifen drauf machen, werden wir nicht noch schneller”, gesteht Michael Schumacher. Der Rekordweltmeister startet sogar nur von Startplatz 15. “Unsere Updates sind definitiv ein Vorteil, aber das sieht man in unserer Leistung nicht.”

Kämpfen

 

Jetzt müsse man kämpfen. “Überholen ist hier sehr eingeschränkt”, weiß Schumacher. “Unsere Starts waren zuletzt immer gut und dann müssen wir durch das Gewühl in der ersten Kurve kommen und vielleicht beim Boxenstopp ein bisschen cleverer sein als die anderen.” Mehr könne das Team nicht tun. Wenigstens einen Hoffnungsschimmer sieht er: “Mit mehr Benzin an Bord, sieht es nicht so schlecht aus.”

Teamchef Ross Brawn glaubte, dass die Probleme von Montreal abgehakt waren. “Aber sie sind noch immer eine Herausforderung für uns”, gesteht er. “Das Team und die Fahrer haben sich so gut wie möglich geschlagen, aber wir haben momentan nicht die Pace und bringen die Reifen nicht zum Arbeiten, besonders im Qualifying.”

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Qualifying

Vettel meldet sich zurück

 

Nachdem McLaren in Kanada die Red-Bull-Pole-Serie durchbrochen hat, schlugen Sebastian Vettel und Mark Webber in Valencia zurück. Auf einer Strecke, die dem RB6 eigentlich nicht so gut liegen sollte, distanzierten Vettel und Webber die Konkurrenz von McLaren und Ferrari klar. Vettel setzte sich um ein knappes Zehntel gegen Webber durch.

Lewis Hamilton und Fernando Alonso starten hinter den beiden Red Bull Piloten aus der zweiten Reihe. Hamilton verlor die Chance auf einen besseren Startplatz durch einen Fehler auf seiner letzten Runde. Die dritte Reihe bilden Felipe Massa und Robert Kubica. Jenson Button startet im zweiten McLaren nur von Position sieben – neben dem Deutschen Nico Hülkenberg, der seinen Teamkollegen Rubens Barrichello hinter sich ließ. Im Gegensatz zu Barrichelo fuhr Hülkenberg nicht mit dem neuen Williams-F-Kanal. Die Top-10 rundet Vitaly Petrov ab.

Beide Mercedes ausgeschieden

 

Eine Überraschung gab es im zweiten Qualifying: Beide Mercedes-Werkspiloten schieden vorzeitig aus. Nico Rosberg landete auf dem 12. Platz, Michael Schumacher sogar nur auf dem 15. Der Rekordweltmeister kämpfte sogar schon im Q1 bis zuletzt, um überhaupt den Sprung in die zweite Runde zu schaffen. Sein Ingenieur vermutete dabei ein Problem mit der Servolenkung. Das Ergebnis im Q2 bestätigte jedoch, dass Mercedes im Qualifying nicht schnell genug war, um unter die Top-10 zu gelangen.

“Enttäuschend – es geht so eng zu, dass sechs Zehntel Abstand zur Bestzeit Platz zwölf bedeuten – aber das war heute einfach nicht gut genug”, gestand Norbert Haug. “Nico fehlten keine acht Hundertstel, um in die Top Ten zu kommen – ein schwacher Trost. Dass Michael bei seiner schnellsten Runde im letzten Sektor Verkehr hatte, verhinderte eine bessere Zeit.”

Neben den beiden Silberpfeilpiloten schieden auch Sebastien Buemi, Adrian Sutil, Tonio Liuzzi, Pedro de la Rosa und Jaime Alguersuari aus. Dafür schafften beide Renault und beide Williams den Sprung unter die besten Zehn.

Verkehrtes Bild am Ende

 

Neben den sechs Piloten der neuen Teams scheiterte Sauber-Fahrer Kamui Kobayashi am Einzug ins Q2. Bester Neuling war Jarno Trulli vor seinem Teamkollegen Heikki Kovalainen. Bei Virgin und HRT wurde das gewohnte Bild umgedreht: Lucas di Grassi schlug Timo Glock, Karun Chandhok war schneller als Bruno Senna.

“Wir haben etwas gepokert”, erklärte Glock seine Probleme. “Ich hatte das Gefühl, dass der weiche Reifen besser ginge, wenn das Auto auf eine Runde passt.” Aber er merkte schnell, dass das nicht stimmte. “Dann nur einen Run auf den harten Reifen gehabt und leider meinen ersten großen Fehler im Qualifying in diesem Jahr gemacht.” In der letzten Ecke kam er auf den Kerb und das Auto setzte auf. “Da habe ich viel Zeit verloren. Sonst wäre es der normale Abstand zu Lotus gewesen und ich wäre auch vor meinem Teamkollegen gewesen.”

Auch Senna nahm die Niederlage gegen seinen Teamkollegen auf seine Kappe. “Das Auto war ziemlich unruhig und instabil, es war gestern leichter zu fahren”, sagte er. “Ich habe aber auch keine wirklich gute Runde erwischt, drei Sektorbestzeiten in drei verschiedenen Runden, das passiert halt mal.”

Das Qualifying im Überblick

 1. Session

 

 

 Zwischenfälle: keine

 

 

ausgeschieden: Kobayashi, Trulli, Kovalainen, di Grassi, Glock, Chandhok, Senna 

 

 

 Top-6: Kubica, Vettel, Button, Barrichello, Alonso, Webber

 2. Session

 Zwischenfälle:

 

 

 ausgeschieden: Buemi, Rosberg, Sutil, Liuzzi, Schumacher, de la Rosa, Alguersuari

Top-6: Vettel, Webber, Massa, Kubica, Hamilton, Alonso

 3. Session

 Zwischenfälle:

 

 

 keine

 

 

 Top-6: Vettel, Webber, Hamilton, Alonso, Massa, Kubica

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2. Freies Training

Alonso beim Heimspiel vorne

 

Bei seinem ersten Heimrennen in dieser Saison in Barcelona stand Fernando Alonso auf dem Podium. Dieses Ergebnis möchte er am Sonntag in Valencia wiederholen. Der Anfang ist gemacht. Im 2. Freien Training am Freitagnachmittag fuhr der Ferrari-Pilot in 1:39.283 Minuten die schnellste Zeit.

Knapp hinter dem Spanier reihte sich Sebastian Vettel ein. Der Red-Bull-Pilot hatte nur 0,056 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit des Lokalmatadors. Platz 3 belegte Vettels Teamkollege Mark Webber, der den starken Eindruck von Red Bull bestätigte.

Ebenfalls schnell unterwegs war Nico Rosberg. Der Mercedes-Fahrer erzielte die Bestzeit im 1. Freien Training und fuhr in der zweiten Session auf Rang vier. Sein Teamkollege Michael Schumacher belegte die Positionen acht und elf. Er musste als Valencia-Neuling erst einmal die Strecke kennen lernen. Gleichzeitig hat Mercedes GP einige neue Teile mitgebracht, die zumindest bei Rosberg zu fruchten scheinen.

Hinter dem Mercedes-Silberpfeil von Rosberg reihte sich der beste McLaren-Silberpfeil ein: Lewis Hamilton wurde Fünfter – vor Robert Kubica, Felipe Massa und Adrian Sutil. Die Top-10 komplettierten Jenson Button und Rubens Barrichello. Massa löste die einzige rote Flagge der zweiten Session aus. Der Brasilianer drehte sich in seinem Ferrari und blieb mittig auf der Strecke stehen. Sein Auto wurde jedoch rechtzeitig an die Box zurückgebracht, so dass er noch die letzte halbe Stunde Training bestreiten konnte.

Auch Vitaly Petrov legte einen Dreher auf den Asphalt, er konnte jedoch weiter fahren. Weniger gut endete der Tag für Timo Glock. Sein Virgin rollte mit einem Getriebeschaden am Streckenrand aus. Auf der schmutzigen Strecke kamen auch einige andere Fahrer von der Bahn ab oder schnitten durch die weitläufigen Auslaufzonen des Betontempels ab. Darunter waren auch Vettel und Hamilton.

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1. Freies Training

Rosberg fährt Bestzeit in Valencia

 

Das Rennwochenende in Valencia begann mit einer Bestzeit von Nico Rosberg. Der Mercedes-Pilot fuhr im Silberpfeil mit dem neuen Aerodynamikpaket in 1:41.175 Minuten die schnellste Zeit der ersten 90 Trainingsminuten. Hinter ihm reihten sich mit Lewis Hamilton und Jenson Button die beiden McLaren Mercedes Fahrer ein. Michael Schumacher landete bei seiner ersten Ausfahrt auf dem Straßenkurs in Valencia auf dem achten Platz.

Erster Verfolger der silbernen Autos war Robert Kubica im Renault. Der Pole war schon in Monaco und Montreal auf Strecken mit ähnlicher Charakteristik stark unterwegs. Felipe Massa und Sebastian Vettel komplettierten die Top-6. Vettels Teamkollege Mark Webber reihte sich noch vor Schumacher auf dem siebten Platz ein.

Auf der noch relativ staubigen Strecke gab es einige Ausrutscher in die geräumigen Auslaufzonen und Notausgänge, darunter auch Schumacher und Fernando Alonso. Bruno Senna verlor einen Rückspiegel, den Sebastien Buemi überfuhr. Danach unterbrach die Rennleitung das Training kurz, um die Teile zu beseitigen.

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