Rennkalender 2010 offiziell vorgestellt

Zehn Rennen in fünf Ländern

 

Wie bereits im vergangenen Jahr, wird die populärste internationale Tourenwagenserie auch in der Saison 2010 zehn Rennen austragen. Die Saisonläufe werden in vier europäischen und einem asiatischen Land ausgefahren. Am 25. April geht es traditionell auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg beim Saisonauftakt erstmals wieder um Punkte für die Gesamtwertung.

Neu im Kalender ist das Rennen im spanischen Valencia am 23. Mai. Ein besonderes Highlight bietet sich den Fans, wenn die DTM am 31. Oktober nach Asien expandiert und ihr Finale im chinesischen Shanghai austrägt. Wie beim Gastrennen der DTM im Jahr 2004 wird dieser Wertungslauf auf einer eigens für die Veranstaltung errichteten Rennstrecke im Herzen der Metropole stattfinden.

Der Kalender wurde in Übereinstimmung mit dem Deutschen Motorsport Bund (DMSB) und dem DTM-Rechteinhaber und -Vermarkter, ITR e.V., erstellt und zur Genehmigung beim DMSB und der FIA eingereicht.

Der DTM-Kalender 2010 im Überblick

 

25. April Hockenheimring Baden-Württemberg

23. Mai Valencia

06. Juni EuroSpeedway Lausitz

04. Juli Norisring

08. August Nürburgring

22. August Circuit Park Zandvoort

05. September Brands Hatch

19. September Oschersleben

17. Oktober Hockenheimring Baden-Württemberg

31. Oktober Shanghai [Vertrag in Verhandlung]

© adrivo Sportpresse GmbH

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 28012010

Oschersleben

Neuer Termin

 

Die DTM gastiert nicht, wie geplant am ersten Maiwochenende, sondern vom 17. bis 19. September in der Magdeburger Börde. Nachdem bereits der Saisonauftakt des ADAC Masters Weekends um eine Woche nach vorne auf den 10. bis 11. April gezogen wurde, ist dies bereits die zweite Verlegung einer Großveranstaltung in Oschersleben. Diese wurde nötig durch Anpassungen im Formel-1-Kalender, die erst im Dezember verkündet wurden.

“Die ITR hat den Wunsch nach dieser Terminverschiebung in dieser Woche an uns herangetragen und wir haben gerne zugestimmt, ist doch die DTM in jedem Jahr unser Highlight”, sagt Thomas Voss, Geschäftsführer Deutschlands nördlichster Rennstrecke. “Für uns ist dieser Termin zwar von der Jahreszeit her attraktiver, allerdings liegt er nur zwei Wochen nachdem die FIA Tourenwagen WM bei uns zu Gast ist. Wir werden aber auch diese Aufgabe meistern und freuen uns auf einen PS-reichen September in der Motorsport Arena.”

Wer bereits Tickets für den Mai-Termin bestellt hat, bekommt selbstverständlich anstandslos sein Geld zurück, wenn er den neuen Termin nicht wahrnehmen kann oder möchte. Die bereits erworbenen Tickets für den Mai behalten ihre Gültigkeit.

© adrivo Sportpresse GmbH

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 27012010

Schumacher vom Ergebnis enttäuscht

Ein Fehler zu viel

 

Während seine drei Teamkollegen ständig in die Punkte fahren, kämpft Ralf Schumacher in seiner ersten DTM-Saison mit einem Neuwagen noch mit den Gegebenheiten – erst einmal schaffte es der ehemalige Formel-1-Star in die Punkteränge. Auch in der Motorsport Arena Oschersleben ging Schumacher leer aus, kam nur auf Rang elf ins Ziel, mehr als 13 Sekunden hinter Tom Kristensen, der den letzten Zähler holte.

Mangelnden Einsatz konnte man Schumacher beim fünften Saisonrennen allerdings nicht ankreiden: erst duellierte er sich mit Jamie Green und zwang seinen Teamkollegen in die Auslaufzone, dann drehte er sich in der schnellen Schikane. “Bis dahin lief mein Rennen gut, bis ich in einer schnellen Kurve übersteuern bekommen habe”, erinnert sich Schumacher an seinen Fehler. “Ich konnte das Heck einfach nicht mehr halten.”

Punkte waren möglich

 

Ohne den Fehler hätte es wahrscheinlich sogar einige Punkte gegeben. “Für die Mannschaft tut mir das sehr leid. Das Rennen selbst war ja nicht so schlecht, die Pace war da und ich war zufrieden damit, nur nicht mit dem Ergebnis”, so der Mercedes-Pilot. Auf die schnellste Rennrunde von Bruno Spengler fehlte ihm nur eine Zehntelsekunde, auf Paffett und Di Resta etwas mehr.

Generell denkt Schumacher, dass die C-Klassen gewichtsbereinigt momentan die Nase vorn hätten. “Man muss das Auto aber immer optimal treffen. Am Ende wird wohl alles sehr ausgewogen sein”, so Schumacher auch im Hinblick auf die kommende Einfrierung der Boliden. “Das wird eine spannende Zeit.”

Auf das nächste Rennen freut sich Schumacher schon ganz besonders – es geht wieder auf den Nürburgring. “Letztes Jahr lief es da ganz gut. Ich habe den Nürburgring nach dem Umbau noch gar nicht gesehen, ich bin gespannt, wie es aussieht.” Die für ihn wichtigere Nachricht ist jedoch, dass der Gewichtsunterschied zwischen Audi und Mercedes nur noch zehn Kilogramm betragen wird. “Es wird sicher noch spannender als in Oschersleben…”

© adrivo Sportpresse GmbH

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 07082009

 

Audi nutzt Gewichtsvorteil

Zwölf Ringe auf dem Podium

 

Ein Jahr nach seinem ersten Sieg in der DTM kehrte Timo Scheider in die Magdeburger Börde zurück und blieb erfolgreich. In der Motorsport Arena Oschersleben holte der amtierende Meister seinen ersten Saisonsieg und verkürzte damit den Rückstand auf die Tabellenspitze. Ganz ohne Stallregie schaffte es Mattias Ekström auf den zweiten Rang, auf Platz drei machte Martin Tomczyk den Audi-Triumph perfekt. Auf der Strecke blieb nur Tom Kristensen, dem erneut der Start misslang. Mit einem Gewichtshandicap von 20 Kilogramm blieb für Mercedes nur der vierte Rang abseits des Podiums.

Der Start:

Bereits den Sprint zur ersten Kurve entschied Scheider für sich und bog als Erster vor Kristensen und Tomczyk in die erste Ecke ein. Dahinter reihte sich das Feld gesittet ein, es flogen nur wenige Teile und Außenspiegel. In Probleme geriet Kristensen schon zuvor: er stellte seinen Audi A4 einige Zentimeter über die eigentliche Startbox hinaus und kassierte dafür eine Durchfahrtsstrafe – schon im Vorjahr musste der Däne nach einem Frühstart im Schneckentempo durch die Boxengasse fahren.

Paffett macht sieben Plätze gut

 

Die Gewinner der ersten Runden waren Paul Di Resta und Gary Paffett. Beide gewannen einige Positionen, Di Resta kam sogar als bester Mercedes-Pilot aus dem ersten Umlauf zurück. Paffett, der als Tabellenführer in das Rennen gegangen war, schob sich schnell auf die achte Position. In der fünften Runde profitierte der Brite von einem Fehler von Alexandre Prémat, der sich daraufhin im Boxenfunk über eine schlechte Balance seines Jahreswagens beschwerte.

Die Boxenstopps:

Wie bereits in den letzten Rennen wählten die Mannschaften verschiedene Strategien, um das jeweilige Optimum für ihre Fahrer herauszuholen. Auf dem engen und winkligen Kurs von Oschersleben gibt es auf der Strecke kaum Überholmöglichkeiten – wie man trotzdem an überholt, zeigte Di Resta. Eigentlich bekam der Schotte den Funkspruch, zum Stopp in die Boxengasse abzubiegen – gleiches tat jedoch auch der vor ihm fahrende Oliver Jarvis. Blitzartig reagierte Di Resta, fuhr eine weitere Runde und profitierte: mit Überschuss aus der Boxengasse quetschte er sich an Jarvis vorbei auf den vierten Platz.

Das Spitzentrio Scheider, Ekström und Tomczyk ging das Rennen deutlich entspannter an – sie stoppten einige Runden später als die Mercedes-Konkurrenz und die Armada der Jahreswagen. Zu spät kamen die Stopps jedenfalls nicht – alle drei verteidigen ihre Position gegenüber Paul Di Resta.

Für einen frühen zweiten Reifenwechsel entschied sich die HWA-Truppe rund um Bruno Spengler. Schon 30 Runden vor dem Ziel holte der 25-Jährige seinen letzten Reifensatz ab und zwang Phoenix-Racing zu einer schnellen Entscheidung. Das Audi-Jahreswagenteam holte Jarvis schon eine Runde später herein, um einen möglichen Platzverlust gegenüber Spengler zu vermeiden – die Taktik zahlte sich allerdings nicht aus, denn Jarvis musste den Kanadier nach einem späteren Fahrfehler ziehen lassen.

An der Spitze entschied man sich erst zehn Runden später für den zweiten Pflichtboxenstopp – und wieder blieb die Reihenfolge unverändert: Scheider behauptete seine Führung vor Ekström und Tomczyk, dahinter folgte Di Resta mit einem Respektabstand von rund acht Sekunden.

Schumacher mit großem Einsatz

 

Das Mittelfeld:

Ralf Schumacher kam einmal mehr nicht in die Punkte, machte aber trotzdem auf sich aufmerksam. In einem Duell gegen seinen HWA-Vorgänger Jamie Green verbremste sich der Mercedes-Star, schob den Briten neben die Strecke und kassierte eine Verwarnung. Der erhöhte Einsatz machte sich nicht positiv Bemerkbar – Schumacher landete nach einem Fahrfehler auf der zwölfte Position. Eine ähnliche Strafe traf Mathias Lauda, der zuvor mit Katherine Legge aneinander geraten war.

Damit war er immerhin besser bedient als Markus Winkelhock, der sein Cockpit noch während des Rennens verlassen musste. Der Rosberg-Pilot stellte seinen Audi nach 23 Runden mit einem Reifenstapel ab. Für einen zweiten Ausfall sorgte Johannes Seidlitz, dessen DTM-Rückkehr schon nach fünf Runden ein Ende fand. Auch Katherine Legge beendete das Rennen nicht.

Der Zieleinlauf:

Nach 48 Runden machte Timo Scheider seinen vierten DTM-Sieg perfekt – er kreuzte die Ziellinie mit fünf Sekunden Vorsprung auf Mattias Ekström. Hinter Martin Tomczyk folgten mit Paul Di Resta, Gary Paffett und Bruno Spengler gleich drei gewichtsbelastete Mercedes-Piloten. In der Gesamtwertung ergibt sich nach dem fünften Saisonlauf ein spannendes Bild: Paffett betrieb zwar Schadensbegrenzug, sein Vorsprung ist allerdings aufgebraucht. Ekström kommt nun ebenfalls auf 28 Zähler, Timo Scheider liegt nur einen Rang zurück.

Dahinter kam es noch zu einer heißen Schlussphase: Maro Engel musste seinen achten Platz mit allen Mitteln gegen Alexandre Prémat und Mike Rockenfeller verteidigen, bis sich zwei Runden vor dem Ziel allerdings gegenseitig eliminierten. Beinahe gleichzeitig flog Oliver Jarvis mit einem Reifenschaden ab und verlor den siebten Platz. Den letzten Punkt holte sich Tom Kristensen – drei Kilometer vor dem Ziel überholte er Jamie Green, der das Rennen vor Susie Stoddart als Neunter beendete.

© adrivo Sportpresse GmbH

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 07082009

 

Besondere Herausfoderungen in Oschersleben

Homogenes Setup gefragt

Das fünfte DTM-Rennen des Jahres wird am kommenden Wochenende in Oschersleben ausgetragen. Die Feinheiten der Fahrzeugabstimmung werden wieder einmal der Schlüssel zum Erfolg sein. “Bei geringer Oberflächenrauhigkeit in Kombination mit zahlreichen langen Kurven aber auch kurzen Rechts-Links-Passagen besteht die Aufgabe der Ingenieure in Oschersleben vor allem darin, die Balance zwischen Vorder- und Hinterachse für alle Streckenpassagen zu optimieren”, sagt Michael Bellmann, Leiter Motorsport bei Dunlop.

“Das Ziel ist es, ein möglichst neutrales Setup zu finden, das alle vier Reifen gleichermaßen fordert.” Dunlop ist seit zehn Jahren Partner der DTM- Hersteller Audi und Mercedes-Benz und verfügt dementsprechend über einen einzigartigen Erfahrungsschatz, um den Teams die bestmöglichen Tipps im Umgang mit der Rennversion des Dunlop SP Sport Maxx geben zu können.

Die einheitliche DTM-Spezifikation des Dunlop SP Sport Maxx steht in den Dimensionen 265/660 R18 (vorne) und 280/660 R18 (hinten) zur Verfügung. Um ein ausbalanciertes Fahrzeug zu erhalten, sind die Seitenführungskräfte an Vorder- und Hinterachse in ein exaktes Verhältnis zu bringen. Zusätzlich ändert sich das Gripniveau auf der Strecke in der Magdeburger Börde im Verlauf eines Wochenendes. Mit jeder weiteren Runde, die von den Rennwagen während der DTM-Veranstaltung absolviert wird, kommt mehr Gummi auf die Straße.

Die Folge: Das Gripniveau steigt bis zum Rennen am Sonntag kontinuierlich. Eine Einschätzung der jeweiligen Streckenbedingungen ist deshalb für die Dunlop-Techniker von großer Bedeutung. Insbesondere wenn sich die Performance von Strecke und Fahrzeug nicht parallel entwickeln, müssen die Ingenieure der DTM-Teams das Setup, das z. B. bei mittlerem Gripniveau optimal funktioniert, immer wieder nachjustieren. Dabei steht unter anderem der Sturz als ein wichtiges Tool zur Verfügung. So sind mit steigendem Gripniveau leicht überdurchschnittliche Sturzwerte zu beobachten. “In Oschersleben ist stets eine sehr homogene Fahrzeug- abstimmung gefragt, die keine Schwächen aufweist”, sagt Dunlop-Manager Michael Bellmann. “Neben der Balance müssen auch Traktion, Bremsstabilität und Einlenkverhalten in einem äußerst ausgewogenen Verhältnis stehen.”

© adrivo Sportpresse GmbH

 

Foto: Sutton

© www.KFZ.de 07082009