Neues Punktesystem vorgeschlagen

Bis zum 10. Platz

 

Die F1-Kommission hat am Donnerstag in einem Meeting die Namensänderung von Brawn GP in Mercedes GP beschlossen. Bislang hatte die FIA nur angedeutet, dass das Team die Umbenennung beantragt hatte. Aufgrund der historischen Verwurzelung von Mercedes in der Formel 1 erhält das Team als einmalige Ausnahme weiterhin die Prämien und Anteile des Vorgängerteams – also von Weltmeister Brawn GP.

Im gleichen Meeting beschloss die F1-Kommission ein neues Punktesystem, welches am Freitag dem FIA-Weltrat zur Absegnung vorgelegt wird. Angesichts der Erweiterung des Starterfeldes auf 13 Teams sollen die Punkte ab 2010 für die ersten Zehn vergeben:

1. Platz: 25 Punkte

 

2. Platz: 20 Punkte

 

3. Platz: 15 Punkte

 

4. Platz: 10 Punkte

 

5. Platz: 8 Punkte

 

6. Platz: 6. Punkte

 

7. Platz: 5 Punkte

 

8. Platz: 3 Punkte

 

9. Platz: 2 Punkte

 

10. Platz: 1 Punkte

Das von Bernie Ecclestone vorgeschlagene Medaillensystem ist damit erneut nicht angenommen worden. Der F1-Boss ist als Präsident in der F1-Kommission vertreten. Auch FIA-Präsident Jean Todt und Vertreter von F1-Teams, Streckenbetreibern, Zulieferern und Sponsoren gehören dem Gremium an.

Die F1-Kommission hat auch beschlossen, dass die Sportliche Arbeitsgruppe Wege entwickeln soll, wie man die Show verbessern kann. Diese Ideen sollen schon 2010 Anwendung finden. Die FIA und die FOM werden zudem versuchen, die Kommunikation mit den Medien und den Fans zu verbessern. Das nächste Meeting der F1-Kommission ist für den 10. März in Bahrain angesetzt.

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Mosley dachte, alle stimmen zu

Schwache Antwort

Eine Woche vor dem Saisonstart in Melbourne dreht sich mal wieder alles um die Politik. Statt die spannende Saison zu diskutieren, wird ein Machtkampf zwischen der FOTA und der FIA ausgetragen. Ein Machtkampf in dem beide Seiten sich fehlgeleitet sahen.

“Bernie hat mir gesagt, dass er mit allen Teams gesprochen habe und sie glücklich wären”, verriet FIA-Präsident Max Mosley dem Daily Telegraph . Gemeint ist das neue Punktesystem, welches die FIA in der letzten Woche bekannt gab.

Am Freitagabend gab es jedoch einen halben Rückzieher: da die FOTA-Teams meinten, sie hätten eben nicht zugestimmt, bot die FIA an, das System auf 2010 zu verschieben. Erst dann soll der WM-Titel an den Fahrer mit den meisten Siegen vergeben werden. “Ich stand in dem Glauben, dass alle zugestimmt hätten”, meinte Mosley. “Der Weltrat hatte den Eindruck, dass alle zugestimmt hätten.”

Die FOTA hatte hingegen vor einigen Wochen im Rahmen ihrer Pressekonferenz in Genf den Eindruck, dass Mosley keine extremen Regeländerungen durchboxen würde. Auch sie lag damit falsch. Am Dienstag gab Mosley eine Budgetobergrenze von 33 Millionen Euro ab 2010 bekannt, was zwar wenig ist, aber noch nicht das größte Problem für die Teamvereinigung: alle Rennställe, die sich dieser Budgetierung unterwerfen, erhalten im Gegenzug mehr technische Freiheiten. Es würde quasi eine Zweiklassengesellschaft entstehen – die einen dürfen mehr ausgeben, die anderen dafür anders gebaute Autos fahren.

“Ihre Antwort war schwach”, urteilte Mosley am Samstag. Die FOTA habe gewusst, dass man über eine Obergrenze nachgedacht habe. “Aber sie haben sicher nicht gedacht, dass wir es so machen würden.” Das trifft wahrscheinlich nicht nur auf die FOTA zu. Die Beschwerde, dass die FIA die FOTA nicht dazu befragt habe, weist Mosley von sich. “Wir haben viel mit Force India und Williams gesprochen, beide waren sehr dafür.” Auch Dietrich Mateschitz wäre wohl dafür gewesen, so Mosley, wenn er denn mit ihm darüber gesprochen hätte, was er nicht getan hat. “Aber ich glaube, es würde ihm gefallen.”

Trotz der FOTA-Vorschläge und der Kostenreduzierung um 50% für das kommende Jahr, sah sich Mosley unter Zugzwang. “Sie sind von 300-400 Millionen Dollar auf 150-200 Millionen Dollar heruntergegangen”, so Mosley. “Das ist schön, aber würde das so bleiben?” Mosley glaubt, dass auch 25 Millionen Pfund ausreichen würden. “Wenn sich die Leute etwas beruhigen, werden wir sehen, dass alles brillant für die Formel 1 ist. Es wird die DANN des Sports nicht gefährden, denn 33 Millionen Euro sind immer noch mehr als in jeder anderen Serie.”

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FIA bereit zur Verschiebung des Punktesystems

Wenn die Teams nicht zustimmen…

Kurz nachdem sich die FOTA am Freitag darüber geäußert hatte, dass das neue Punktesystem in der Formel gar nicht zur Anwendung kommen könne, weil es ohne ihre Zustimmung so kurz vor Beginn der WM beschlossen wurde, hat die FIA Bereitschaft signalisiert, die WM-Vergabe nach Siegen auf 2010 zu verschieben. In einer Antwort auf das FOTA-Schreiben erklärte die FIA, dass der World Motor Sport Council Anfang dieser Woche der neuen Punktevergabe wohl deswegen zugestimmt hat, weil man dort der Ansicht war, die Teamvereinigung würde hinter dem Vorschlag stehen, dass der Fahrer mit den meisten Siegen Weltmeister wird.
Da der Protest der FOTA aber eindeutig war und sich auch die Fahrer nicht besonders begeistert gezeigt haben, hieß es vom Weltverband, dass man das neue System auf 2010 verschieben könne, sollten die Teams wirklich so unglücklich sein. In dem Statement hieß es: “Am 17. März hat der World Motor Sport Coundil der FIA einstimmig die von der FOTA vorgeschlagene Änderung am Punktesystem für die Formel-1-Fahrerweltmeisterschaft abgelehnt. Der ‘Winner takes All’ Vorschlag, der vom Inhaber der kommerziellen Rechte gemacht wurde (dem gesagt wurde, dass die Teams ihm auch zustimmen) wurde dann angenommen.”

 

Da dem aber nicht der Fall war, will die FIA eben nun die Verschiebung des Systems vornehmen. “Wenn, aus welchem Grund auch immer, die Formel-1-Teams dem neuen System nicht zustimmen, dann wird seine Einführung auf 2010 verschoben.”

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FIA gibt neue Regeln bekannt

Die meisten Siege entscheiden

 

Der FIA World Motor Sport Council war am Dienstag gefragt. Es galt über die Regelvorschläge der Teamvereinigung FOTA und von Bernie Ecclestones FOM zu entscheiden. Der wichtigste Beschluss ist ein neues Punktesystem für die Fahrer-WM-Wertung, das schon ab dem Saisonauftakt in Australien 2009 in anderthalb Wochen greifen wird.

Statt des aktuellen Systems mit 10-8-6-5-4-3-2-1 Punkten für die ersten Acht und des von der FOTA vorgeschlagenen Systems mit 12 Punkten für den Sieger, entschied sich der WMSC für die Medaillenidee von Bernie Ecclestone. Somit wird jener Fahrer Weltmeister, der am Ende der Saison die meisten Rennen gewonnen hat. Sollten mehrere Fahrer gleich viel Rennen gewinnen, geht der Titel an den Fahrer mit den meisten Punkten nach dem bisherigen Punktesystem, das auch für die Plätze 2 bis 20 der Fahrer- sowie die Konstrukteurswertung zum Einsatz kommen wird.

Tests & Medien

 

Weitere Änderungen für das laufende Jahr gab es beim Testverbot. Die Teams dürfen nun nach Saisonende bis 31. Dezember drei Testtage mit jungen Nachwuchspiloten absolvieren, wenn diese in den letzten 24 Monaten nicht an mehr als zwei F1-Rennwochenenden teilgenommen haben oder an weniger als vier Tagen getestet haben. Im Zeitraum vom 1. Januar 2009 und dem Ende des letzten Saisonrennens 2009 dürfen die Teams acht Aerodynamiktesttage absolvieren.

Um die Rennstrategien übersichtlicher zu machen, wird die FIA die Gewichte aller Autos nach dem Qualifying bekannt geben. Für die Fahrer werden Autogrammstunden am ersten Trainingstag und Interviews nach dem Ende jeder Session und des Rennens (auch nach Ausfällen) verpflichtend. Die Teams müssen zudem einen Sprecher benennen, der während des Rennens für TV-Interviews zur Verfügung steht. Gleichzeitig bestätigte der WMSC die Umbenennung des Honda Racing F1 Teams in Brawn GP Formula One Team.

Budgetgrenze 2010

 

Ab der Saison 2010 können sich die Teams entscheiden, ob sie bis 2012 unter dem aktuellen Reglement antreten möchten oder ob sie sich einer Kostenbegrenzung unterwerfen. Das so genannte “Cost Cap” soll 30 Millionen britische Pfund (umgerechnet ca. 33 Millionen Euro respektive 42 Millionen US-Dollar) betragen und alle Ausgaben beinhalten. Alles, was kostenlos geliefert oder zur Verfügung gestellt wird, schlägt dennoch mit dem vollen Preis zu Buche.

Damit Teams, die sich freiwillig dieser Kostengrenze unterwerfen, nicht benachteiligt werden, erhalten sie bestimmte technische Freiheiten: einen aerodynamisch effizienteren (aber standardisierten) Unterboden, bewegliche Flügel und einen Motor, der keinem Drehzahllimit und keiner Einfrierung unterliegt. Die FIA behält sich das Recht offen, diese Freiheiten zu modifizieren, damit diese Teams keinen Vorteil, aber auch keinen Nachteil haben.

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Die Regelvorschläge der FOTA

Kürzere Rennen und geringere Kosten

 

Auf einer Pressekonferenz in Genf stellte die Teamvereinigung FOTA am Donnerstag ihre Pläne für eine spannendere und zugleich kostengünstigere Formel 1 vor. Die größte Änderung, die schon 2009 greifen soll, ist ein neues Punktesystem. Statt 10 Punkten soll der Sieger 12 erhalten. Die weiteren Punkten sollen unter den ersten Acht wie folgt verteilt werden: 9-7-5-4-3-2-1. Als Grundlage diente der FOTA eine Fanumfrage, in der sich die meisten Fans für einen größeren Abstand zwischen dem Ersten und Zweiten ausgesprochen haben sollen.

Ebenfalls noch in dieser Saison sollen die Spritmengen der Autos vor dem Start bekannt gegeben werden. So sollen die Fans die Strategien besser nachvollziehen können. Beide Änderungen müssen noch vom FIA World Motor Sport Council abgesegnet werden. Dessen nächste Sitzung findet am 17. März statt, also noch rechtzeitig vor Saisonbeginn.

Kürzere Rennen, Punkte für Boxenstopps

 

Für die Saison 2010 sollen noch weitere Informationen den Fans zugänglich gemacht werden. Gleichzeitig sprach sich die FOTA für Konstrukteurs-WM-Punkte für den schnellsten Boxenstopp eines Rennwochenendes sowie kürzere Rennen von 250 Kilometern Länge respektive einer Stunde und 40 Minuten Renndauer aus. Am Qualifyingformat wird soll sich vorerst nichts ändern, da die Fans in der Umfrage daran nichts auszusetzen hatten. Die FOTA wird aber dennoch neue Formate untersuchen.

Weniger Kosten, weniger Updates

 

Viele Änderungen wurden auf technischer Seite beschlossen. Das gemeinsame Ziel all dieser Vorschläge: die Kosten weiter zu senken. So wurde die Windkanalarbeit schon in diesem Jahr eingeschränkt. Es dürfen nur 60%-Modelle bei Windgeschwindigkeiten von maximal 50 m/s getestet werden, allerdings dürfen die Teams Windkanalzeit gegen Zeit für CFD-Berechnungen eintauschen. 2010 soll die Aerodynamik laut Mario Theissen halbiert werden. “Sie wird 50% des 2009er Levels haben”, so der BMW-Motorsportdirektor.

Auf der Chassisseite wird unter anderem die Anzahl der erlaubten Fahrzeugupdates eingeschränkt. Es soll nur noch eine einzige Spezifikation für Felgen, die Überlebenszelle, die Überrollstrukturen und die Front- und Heckcrashstrukturen geben. Zwei Spezifikationen, also nur ein Update, sollen für die Aufhängung und den Skidblock erlaubt sein, drei Versionen für die Motorabdeckung, die Seitenkästen, den Diffusor, den Unterboden und die Lufteinlässe. Flügel dürfen viermal verändert werden, sind also auf fünf Versionen festgelegt.

Neues gibt es auch bei den Getrieben: sie werden für drei Jahre eingefroren – also von 2010 bis 2012. Jeder Fahrer wird nur noch vier Getriebe pro Saison erhalten und die Teams erhalten die Möglichkeit, ein Getriebepaket für 1,5 Millionen Euro zu kaufen. Neben den Getrieben werden auch die Bremsen homologiert, was für das gesamte Jahr die gleiche Spezifikation vorsieht. Gleichzeitig wird an einem Einheits-KERS für die Saison 2010 gearbeitet, das noch ausgeschrieben werden soll. Die Telemetrie und das Funksystem werden ebenfalls standardisiert.

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